Profilbild von mistellor

mistellor

Lesejury-Mitglied
offline

mistellor ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit mistellor über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2018

Atticus und sein Hund

Oberons blutige Fälle
0 0

Die Serie um den Druiden Atticus von Kevin Hearne habe ich mit Begeisterung gelesen. Mittlerweile sind schon 8 Bände erschienen. Begleitet wird der Druide von seinem irischen Wolfshund Oberon. Ich habe ...

Die Serie um den Druiden Atticus von Kevin Hearne habe ich mit Begeisterung gelesen. Mittlerweile sind schon 8 Bände erschienen. Begleitet wird der Druide von seinem irischen Wolfshund Oberon. Ich habe mir mal im Internet die Wolfshunde angeschaut. Die sind ja riesig. Die sind größer als Doggen. Ich habe eigentlich keine Angst vor Hunden, aber wenn so ein Hund vor mir stehen würde, würde ich erst mal sehr vorsichtig sein.

Gott sei Dank ist Oberon, der irische Wolfshund des Druiden, ein sehr sympathischer Wolfshund, intelligent und sehr verspielt. Er beschreibt in diesem Buch 2 Fälle, die er mit Hilfe seine Freundin, ebenfalls eine irische Wolfshündin, und dem Druiden lösen muss. Natürlich gelingt ihm das. In den beiden Fällen geht es um Mord und darum, dass Tiere gequält werden.
Das Besondere an diesem Buch ist, dass Oberon und Atticus eine mentale Verbindung haben. Und besonders ist auch, dass Atticus als Druide die Möglichkeit hat Erdgeister als Unterstützung anzurufen, oder sich in ein anderes Tier, wie z.B. einen Vogel, zu verwandeln. Mit solchen Fähigkeiten ist es natürlich recht leicht, Mordfälle zu klären.
Der Autor Kevin Hearne hat einen sehr persönlichen Schreibstil, in dem er seinen überbordende Fantasie auslebt. Amüsante Wortschöpfungen findet man auch in diesem Band wie auf Seite 119 "ausgefinkeltsten Sicherheitssysteme".
Zudem kommt, dass es ihm auch in diesem Band gelingt, Spannung und ruhige Moment ausgewogen darzustellen. Sehr viel Freude haben mir die philosophischen Momente bereitet, die diesmal aus der Sicht eines Hundes gezeigt werden. Da gibt es schon sehr große Unterschiede zu der menschlichen Gedankenweise. Aber es war höllisch amüsant.
Allerdings muss ich dem Buch einen Stern weniger geben, da die anderen Bücher von Hearne besser geschrieben waren und mehr unterhalten haben.
Daher erhält dieses Buch von mir 4 von 5 möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 25.11.2018

Was ist Was

Was ist was, Band 066: Geschichte der Medizin
0 0

Ich mag die Reihe "Was ist was" sehr gerne, weil Jugendliche wirklich schwierige Themen gut erklären kann. Die Sprache ist absolut für Jugendliche geeignet, die Bilder sind sehr aussagekräftig. Selbst ...

Ich mag die Reihe "Was ist was" sehr gerne, weil Jugendliche wirklich schwierige Themen gut erklären kann. Die Sprache ist absolut für Jugendliche geeignet, die Bilder sind sehr aussagekräftig. Selbst schwierige wissenschaftliche Experimente oder Forschungen werden so erklärt, dass sie nachvollziehbar sind.

Diese Reihe gibt es auch als DVD's und sind auch sehr gut im Unterricht in der Schule einzusetzen. Wobei der gleichzeitige Einsatz von Buch und DVD für die Schüler sicherlich auch reizvoll sein könnte.
Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.11.2018

Ein beeindruckendes Buch

Zeit für Fleisch!
0 0

Ein wirklich wunderbares Buch, das wesentlich mehr als 5 Sterne verdient hat. Man merkt schon an der Gestaltung, wie sehr den Autoren am Buch gelegen war. Es ist vom Inhalt sehr kompetent, sehr gut fotografiert, ...

Ein wirklich wunderbares Buch, das wesentlich mehr als 5 Sterne verdient hat. Man merkt schon an der Gestaltung, wie sehr den Autoren am Buch gelegen war. Es ist vom Inhalt sehr kompetent, sehr gut fotografiert, und sehr liebevoll gestaltet. Das Buch beginnt mit einem theoretischen Teil über Fleisch. Hier kann wirklich jeder noch etwas lernen. Man erhält einen sehr guten Überblick über die Haltung, Auswahl, Lebensweise der verschiedenen Tiere und bekommt als Leser eine Ahnung davon, was Tiere erleiden müssen, wenn wir Fleischesser ihnen nicht mit der nötigen Achtung begegnen. Dieses Kapitel hat mich sehr nachdenklich werden lassen. Der praktische Teil des Buches beginnt mit den Grundlagen, oder wie heute so gerne gesagt wird: mit den Basics. Der Leser erfährt das Wichtigste über Fonds, Saucen, Suppen etc. Weiter geht es mit Gewürzen. Die Autoren haben sich intensiv damit auseinandergesetzt und ein Schlüsselsystem entworfen, welches sehr hilfreich ist.
Und dann geht es los mit den Rezepten. Für jede Tierart werden wunderbare Rezepte vorgestellt, die sofort die Lust anstacheln, sie nach zu kochen. Zwei Rezepte, ein Hühnergericht und ein Gericht mit Rindfleisch, habe ich schon ausprobiert und beide haben wunderbar geschmeckt.
Ich kann dieses Buch aus vollem Herzen empfehlen. Es ist wunderbar gearbeitet, hat wirklich sehr viel Informatives zu berichten, hat außergewöhnliche Rezepte, die man sehr gut nachkochen kann. Und es nimmt jemanden wie mir, ein wenig das schlechte Gewissen immer noch Fleischesser zu sein. Ich werde den Weg weitergehen, den wir schon vorher beschritten hatten – weniger Fleisch essen, aber wenn, dann nur Fleisch aus den Betrieben oder Höfen, die das Tier respektvoll und lebenswert halten. Auch wenn das in unserer Gegend wirklich viel teurer ist, verliert man doch kein Geld, weil man ja auch weniger, aber dafür wohlschmeckenderes Fleisch ißt. Darin hat mich das Buch sehr bestärkt. Vielen Dank für das schöne Buch. Ich gebe ihm 5 wohlverdiente Sterne.

Veröffentlicht am 25.11.2018

Ein geniales Buch

Zorn 8 - Blut und Strafe
0 0

Zorn - Blut und Strafe
Zorn - Blut und Strafe
Stephan Ludwig
Rezension vom 18.11.2018 (5)
Ich liebe die Bücher von Stephan Ludwig und wenn ein neues Buch von ihm erscheint, wird es sofort gelesen.

Mit ...

Zorn - Blut und Strafe
Zorn - Blut und Strafe
Stephan Ludwig
Rezension vom 18.11.2018 (5)
Ich liebe die Bücher von Stephan Ludwig und wenn ein neues Buch von ihm erscheint, wird es sofort gelesen.

Mit diesem Buch habe ich mich allerdings sehr schwer getan. Nicht weil es schlecht wäre - nein es ist sogar besonders gut. Oder auch nicht, weil es schlecht geschrieben sei - nein, selten hat Stephan Ludwig so gut geschrieben. Es waren die Bilder, die durch den Autoren in meinem Kopf entstanden sind. Sie waren voller Grausamkeiten, von einer kaum zu überbietende Brutalität. Niemals werde ich diese vergessen können.
Ich glaube, jeder Leser, der das Buch schon gelesen hat wird verstehen, wovon ich rede.

Ich kann über den Inhalt hier nicht reden, ohne dass ich zuviel verrate.
Ich kann nur wiederholen. die Sprache, die Stephan Ludwig benutzt ist wahrhaftig bildgewaltig, schnörkellos, auf das Wichtigste reduziert. Und doch gibt es immer wieder poetische Momente, die dann aber auch genau passen. Ich finde der Autor entwickelt sich sprachlich immer weiter.
Der Plot selbst ist ungewöhnlich, in sich schlüssig, ungeheuer spannend. Es dauert fast dreiviertel des Buches bis sich eine Lösung anbietet, vorher ist der Leser genau so hilflos wie die beiden Kommissare.
Wie immer sind alle Figuren des Buches wunderbar erfasst, es entstehen im Leser gerade zu Fotografien der Personen. Und das gilt nicht nur für die Hauptprotagonisten, sondern für jede noch so unbedeutende Nebengestalt. Selten habe ich einen Autoren gelesen, der so intensiv, ausdrucksstark und perspektivisch Personen beschreiben kann.
Der Fall an sich ist in seiner tatsächlichen Wortbedeutung unglaublich. Er macht den Leser komplett fassungslos. Es gibt keine falschen Spuren, auf die der Leser vom Autoren gelockt wird, keine schicksalshafte Wendungen, keine Zufälle, die zur Lösung führen. Der Leser stochert genau wie die Hauptprotagonisten im Leeren, findet keine Ansatz. Aber niemals wird es langweilig, diese Leere gehört einfach dazu.
Ich finde das Buch einfach nur gut, in Teilen sogar bewundernswert und gebe ihm verdiente 5 Sterne.
Allerdings muss ich auch vor dem Buch warnen. Man braucht schon starke Nerven und für sensible Gemüter ist das Buch wirklich nichts.

Veröffentlicht am 25.10.2018

Sehr, sehr spannender Thriller

Das Hospital
0 0

Ich hatte Teil 3 der Trilogie zuerst gelesen, weil ich ihn für eine Leserunde gewonnen habe. Und dieser 3. Teil hat mich total begeistert.

Diesen 2. Teil "Das Hospital" hat mir auch sehr gut gefallen. ...

Ich hatte Teil 3 der Trilogie zuerst gelesen, weil ich ihn für eine Leserunde gewonnen habe. Und dieser 3. Teil hat mich total begeistert.

Diesen 2. Teil "Das Hospital" hat mir auch sehr gut gefallen. Dem Autor Oliver Ménard gelingt auch in diesem Teil eine dichte Atmosphäre in einem sehr spannenden und ungewöhnlichen Plot. Die Hauptprotagonisten waren mir schon bekannt, daher konnte ich hier viel mehr auf das Verhalten und die psychologischen Hintergründe ihres Handeln achten. Dies hat sehr zum Verständnis der Figuren beigetragen.
Die wechselnden Ansichten von Täter und Jäger haben enorm für Spannung gesorgt. Und auch die Wendungen im Roman haben mich lange über den Haupttäter und seine Motive nachdenken lassen. Obwohl die Taten des Mörders wirklich schlimm und brutal waren, haben mich die Motive und das Handeln der "Nebenmörder" tatsächlich viel mehr entsetzt. Ich weiß natürlich, dass es solche Menschen gibt, aber ist das ein Phänomen unserer Zeit dass sich Gruppen von Menschen treffen können und solche Entsetzlichkeiten ausleben können?
(Es ist schwierig bei einer Rezension nichts von der Handlung zu verraten, aber gerade bei diesem Buch darf man nichts zuvor verraten).
Der Schriftsteller Ménard hat einen treffenden, dichten und streckenweise humorvollen Schreibstil, der den Leser sofort gefangen nimmt. Seine Figuren haben Tiefe, sind ungewöhnlich und unglaublich spannend, da sie (Gott sei Dank) in keine Schublade passen. Nur in wenigen Nebenfiguren spielt der Autor lustvoll mit Klischees und verzaubert damit seine Leser. Und in jedem Klischee steckt eine kleine sarkastische Gesellschaftskritik, die ebenfalls amüsiert.
Ich habe das Buch sehr genossen, auch wenn das Thema mich deutlich entsetzt hat. Dafür kann aber der Oliver Ménard nichts.
Daher gebe ich dem Roman sehr gerne 5 von 5 Sternen.