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Veröffentlicht am 26.03.2020

Toller Historischer Krimi

Pandora
0


„Pandora“ von dem Autorenduo Liv Amber und Alexander Berg ist ein gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe.
Die Handlung spielt in Berlin 1948. Nun gibt es mittlerweile viele Krimis die in den Nachkriegsjahren ...


„Pandora“ von dem Autorenduo Liv Amber und Alexander Berg ist ein gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe.
Die Handlung spielt in Berlin 1948. Nun gibt es mittlerweile viele Krimis die in den Nachkriegsjahren spielen aber kaum ein Buch bringt dem Leser diese Zeit so nahe wie „Pandora“
Nicht nur die schweren Nachkriegsjahre und der Wiederaufbau wird hier gut vermittelt, sondern auch das Abtriften von West und Ost. Besonders natürlich im Handlungsort Berlin ist das zu spüren.
So ist der Ermittler Hans- Joachim Stein bei der Mordkommission in West Berlin tätig und sein Vater in Ost Berlin.
Dies führt natürlich zu Schwierigkeiten in der Familie, sowie es auch im großen im ganzen Land ist.
Hans- Joachim Stein war mir gleich sympathisch was bei seinen Kollegen nicht der Fall ist. Hat er doch in England bei Scotland Yard gearbeitet.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Der Fall wirklich spannend aufgebaut. Die Protagonisten sind interessant und zum größten Teil sympathisch.
Das Buch hat einfach alles was ein guter Krimi haben muss.
Ich würde mich über noch viele weitere Fälle dieser Reihe freuen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2020

Interessantes über die Herstellung von Gin

Der Gin des Lebens
1

Bene will seiner Freundin einen Heiratsantrag machen und wird von ihr verlassen.
Auf der Heimfahrt fährt er sein Auto in den Rhein.
Aus lauter Frust öffnet er die Flasche Gin die ihm sein Vater vor seinem ...

Bene will seiner Freundin einen Heiratsantrag machen und wird von ihr verlassen.
Auf der Heimfahrt fährt er sein Auto in den Rhein.
Aus lauter Frust öffnet er die Flasche Gin die ihm sein Vater vor seinem Tod gegeben hat. Die Flasche Gin ist das Ergebnis langer versuche seines Vaters den optimalen Gin zu kreieren.
Das Getränk zaubert ein Lächeln auf dein Gesicht. Auch seine Kumpels versichern ihm, es ist der beste Gin den sie je getrunken haben.
Auf der Suche nach dem Rezept für den Gin reist Bene nach Plymouth in England in ein Bed & Breakfast wo sein Vater öfter eingekehrt war. Hier trifft er auf Cathy, die Besitzerin. Auch ihr Vater hat einen Gin kreiert und lebt nicht mehr.
Vor Cathys Schuppen, in dem sie Versucher unternimmt dem Rezept ihres Vaters auf die Spur zu kommen wurde einige Tage vorher ein Obdachloser ermordet.
Cathy steht unter Verdacht.
Das Buch fällt schon durch seinen Titel und seine Gestaltung ins Auge. „Der Gin des Lebens“ kein Titel würde besser zu diesem Buch passen:
Das Cover ist aufklappbar und auf der Innenseite ist eine Karte des Handlungsortes aufgezeichnet.
Die Kapitel werden in Abständen durch graue Seiten unterbrochen auf denen Informationen über Gin zu finden sind.
Auch am Ende finden sich noch einmal solche Seiten wo die wichtigsten Botanicals (ja es heißt Botanicals und nicht Zutaten) beschrieben werden und auch ein paar Rezepte für Mixgetränke sind zu finden.
Der Autor Carsten Sebastian Henn hat schon einige kulinarische Kriminalromane geschrieben. Selber ist er Restaurantkritiker und Chefredakteur von der Zeitschrift Vinum. Also ein Mann der weiß wovon er schreibt.
Die Charaktere sind recht unterschiedlich.
Bene kam mir am Anfang wie ein Looser vor, wenn man ihn näher kennenlernt wirkt er aber ganz anders. Er hatte früh seinen Vater verloren aber auch als dieser noch lebte hatte er kaum Zeit für Bene. Sei Gin war ihm immer wichtiger.
Cathy ist eine nette junge Frau. Auch sie leidet noch unter dem Tod ihrer Eltern.
Beide machen sich auf die Suche nach dem optimalen Rezept für den „Gin den Lebens“
Der Kriminalfall stand in dem Buch eigentlich im Hintergrund.
Das Buch ist also kein spannender Krimi.
Mich hat es auf alle Fälle gut unterhalten und obwohl ich kein Liebhaber von Gin bin war es sehr interessant zu lesen wie aufwendig die Herstellung ist und wie viele verschiedene Botanicals in einem Gin enthalten sein können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
Veröffentlicht am 05.02.2020

Die Krähe ist wieder da

Blutige Gnade
3

In Frankfurt wird ein Journalist aufs übelste gefoltert und getötet.
Es heißt er wollte eine Big Story veröffentlichen. Von seiner Freundin bekommt Mara einen Stick mit Hinweisen auf einen Massagesalon ...

In Frankfurt wird ein Journalist aufs übelste gefoltert und getötet.
Es heißt er wollte eine Big Story veröffentlichen. Von seiner Freundin bekommt Mara einen Stick mit Hinweisen auf einen Massagesalon im Bahnhofsviertel, in dem Prostitution betrieben wird.
In einer Villa in Kronberg wird eine Frau ermordet.
Alles deutet auf einen Einbrecher hin der überrascht wurde.
In beiden Fällen kommt Mara und das Team kaum voran. Mara beginnt an ihrem Spürsinn zu zweifeln. Doch bei den 2 Toden bleibt es nicht.
Endlich ist er da, Maras 4. Fall „Blutige Gnade“ von Leo Born.
Mara ist mit Abstand die außergewöhnlichste und auffälligste Ermittlerin die ich kenne.
Ihre schwarze Kleidung, die schwarzen Haare und die schwarzumrandeten Augen haben dazu geführt, dass sie im Kommissariat die Krähe genannt wird.
Am Anfang war das abfällig gemeint aber mittlerweile wird sie von ihren Kollegen respektiert und auch Klimmt ihr Chef hält recht viel von ihr auch wenn er das nie zugeben würde.
Auch in diesem Band hat Mara es mit mehreren Morden zutun.
Es scheint, dass ihr Partner Rosen nach dem letzten harten Fall wo er sich unter Beweis stellen konnte etwas Selbstvertrauen getankt hat.
Da sie aber in den Mordfällen so gar nicht weiterkommen beginnt es langsam wieder zu bröckeln. Auch Mara steckt der letzte Fall wo sie fast gestorben wäre noch in den Knochen und zeitweise zweifelt sie an sich und ihrem Spürsinn.
Dazu wird sie noch von Krux, einem Freund aus Maras schwarzer Vergangenheit, der plötzlich aufgetaucht ist abgelenkt.
Rafael ist in diesem Buch auch wieder mit von der Partie. Er arbeitet als Aushilfe in einer Fleischfabrik in der so einige „Schweinereien“ passieren.
Auch er gerät in höchste Gefahr.
Es gibt also viele Baustellen in diesem Buch die erst am Ende langsam zusammenlaufen.
Leo Born versteht es wie nur wenige Autoren den Spannungsbogen von der 1. Seite bis zum Ende aufrechtzuerhalten.
Der flüssige und unkomplizierte Schreibstil machen das lesen zu einem Genuss.
Schon nach dem 1. Buch war ich vom Mara Virus infiziert und ich scheue mich nicht davor jede Menge Menschen anzustecken.

  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2019

Interessantes Buch mit unvorhersehbarer Wendung

Das Erbe
0

In ihrem neuen Roman „Das Erbe“ hat sich Ellen Sandberg einem Thema gewidmet das den Leser in die schwarze Vergangenheit unseres Landes führt.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Juden immer ...

In ihrem neuen Roman „Das Erbe“ hat sich Ellen Sandberg einem Thema gewidmet das den Leser in die schwarze Vergangenheit unseres Landes führt.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Juden immer mehr enteignet.
In diesem Buch ist es als Beispiel für viele die Familie Roth.
Sie haben die Möglichkeit in die USA auszuwandern. Allerdings kostet das viel Geld. Nicht nur die Tickets für die Überfahrt, nein es wird auch noch einen Ausreisesteuer fällig.
So verkaufte Herr Roth sein Haus, das Schwanenhaus an Ernst-Friedrich Hacker, einem Staatsanwalt der im Haus wohnt.
Als die Tochter, Klara Hacker stirbt vererbt sie das Haus Mona die einen großen Gerechtigkeitssinn besitzt mit den Worten, sie wird das richtige damit tun.
Für Mona stellt sich die Frage, haben die Vorbesitzer noch Anspruch auf das Haus?
Sie forscht nach was aus der Familie geworden gibt und ob es noch Nachkommen gibt.
Mona fragt sich mehr als einmal ob sie ein Recht hat das haus zu besitzen.
Das Thema ist interessant und ich habe schon öfter über Enteignungen der Juden gelesen Auch, dass viele ihr Eigentum für wenig Geld verkauft haben bevor sie es abgenommen bekamen. Wie allerdings die Rechtslage bei der Zurückerstattung ist habe ich mich nie gefragt.
Ellen Sandberg hat gut recherchiert und vermittelt dem Leser beide Seiten.
Ihr Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Protagonisten sind nicht alles sympathisch aber das ist bewusst so gewählt.
Mona ist zu bewundern, sie hat noch ein Auge für ihre Mitmenschen und sieht, dass es Menschen gibt denen es schlechter geht und die auf Hilfe angewiesen sind. So hat sie auch immer ein paar Münzen parat für Hilfsbedürftige am Rande der Gesellschaft.
Sie hat einen großen Gerechtigkeitssinn und lehnt sich nicht einfach zurück und genießt ihr Erbe.
Von der Autorin habe ich schon „Die Vergessenen“ und „Der Verrat“ gelesen. „Das Erbe“ reicht nicht ganz an die Spannung der beiden vorangegangenen Roman ran. Ist aber ein interessantes Buch das am Ende eine unvorhersehbare Wendung annimmt.

Veröffentlicht am 07.11.2019

Düstere Atmosphäre, langatmige Handlung

Verborgen im Gletscher
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Eine Reisegruppe entdeckt auf einem Gletscher eine tiefgefrorene Leiche.
Schnell ist klar, es handelt sich um den seit 30 Jahren verschwundenen Geschäftsmann Siguvin.
Schon damals ging die Polizei davon ...

Eine Reisegruppe entdeckt auf einem Gletscher eine tiefgefrorene Leiche.
Schnell ist klar, es handelt sich um den seit 30 Jahren verschwundenen Geschäftsmann Siguvin.
Schon damals ging die Polizei davon aus, dass Siguvin ermordet wurde. Dem Verdächtige Hjaltalin, der kurz vor dem Verschwinden einen Streit mit Siguvin hatte, konnte man den Mord nicht eindeutig nachweisen.
Jetzt sitzt er wieder in Untersuchungshaft und möchte mit niemandem außer dem damaligen Ermittler sprechen der mittlerweile in Rente ist.
Aber auch Konrad gegenüber beteuerte der mittlerweile schwerkranke seine Unschuld.
„Verborgen im Gletscher“ ist der neue Kriminalroman von Arnaldur Indriðason und der Beginn einer neuen Krimireihe. Wer wie ich schon einige Bücher des Autors gelesen hat weiß, dass seine Bücher Spannung versprechen.
Leider nicht so bei diesem Buch.
Der Klappentext klingt durchaus interessant aber die Handlung ist dann recht langatmig, die Atmosphäre ist düster.
Es gibt gar keine richtigen Ermittlungen. Die Hauptperson ist der ehemalige Kommissar Konrad der immer noch darunter zu leiden scheint den Fall damals nicht gelöst zu haben.
Leider konnte ich keine Beziehung zu Konrad aufbauen. Für mich ist es ein recht komischer und einsamer Kauz.
Die Handlung schweifte oft ab, es gab Nebengeschichten die eigentlich nur dazu da waren um die Seiten zu füllen.
So plätscherte alles langsam dahin und die Spannung wollte nicht recht aufkommen.
Ich denke nicht, dass ich ein weiteres Buch aus dieser neuen Krimireihe lesen werden.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Stimmung
  • Figuren