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Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine mitreißende und spannende Geschichte über eine Handelsfahrt im 13. Jahrhunndert

Das Gold des Meeres
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Das Gold des Meeres von Daniel Wolf ist im Juli 2016 im Goldmann-Verlag erschienen. Es handelt sich hierbei um den mittlerweile 3. Roman rund um die Familie Fleury.

Varennes-Saint-Jaques, 1260: Michel ...

Das Gold des Meeres von Daniel Wolf ist im Juli 2016 im Goldmann-Verlag erschienen. Es handelt sich hierbei um den mittlerweile 3. Roman rund um die Familie Fleury.

Varennes-Saint-Jaques, 1260: Michel und Balian Fleury könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine hat das kaufmännische Talent seines Großvaters geerbt, der andere ist das schwarze Schaf der Familie, der immerzu in Schwierigkeiten gerät. Auf einer gemeinsamen Reise nach London wird Michel getötet und Balian muss fortan das Geschäft weiter führen. Hierbei gerät Balian schnell in Nöte und nur eine waghalsige Handelsfahrt kann das Handelsgeschäft noch retten. Gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester Blanche und anderen Kaufleuten macht er sich auf in ein Abenteuer, dass sie bis ans Ende der bekannten Welt führt...

Oh man, was war das für eine spannende und ereignisreiche Reise! Auch dieser 3. Teil der Fleury-Saga hat mir sehr gut gefallen, auch wenn diesmal nicht so sehr das kaufmännische Geschick und die Entwicklung der Stadt Varennes-Saint-Jaques im Vordergrund stand. Nein, diesmal erleben wir ein richtiges Abenteuer, dass uns durch viele deutsche Städte in den Norden nach Lübeck und Visby führt sowie weiter in den Osten nach Litauen und in die Rus. Hierbei lernen wir viele Gepflogenheiten und Bräuche aus den verschiedenen Regionen kennen.
Auch die Gefahren, die einem auf einer Handelsfahrt im Mittelalter erwarteten, wurden durch den lebendigen und mitreißenden Schreibstil zum Leben erweckt. Und im Mittelalter gab es davon viele, wie wir in diesem Roman erfahren.
Mit den Personen habe ich gerne mitgefiebert. Gerade Blanche, Balian, Raphael und Odet sind mir sehr ans Herz gewachsen. Es gab aber noch viele weitere Personen, die einem mehr oder weniger sympathisch waren. Ein paar Gegenspieler dürfen auf so einer Reise natürlich auch nicht fehlen.
Ich habe aufgrund der Vorgängerromane eine andere Geschichte erwartet, wurde aber alles andere als enttäuscht und mit einer sehr spannenden und interessanten Geschichte belohnt, die mir gezeigt hat, dass auch andere Regionen als England und Deutschland spannende Geschichten liefern können, die es sich lohnt zu erkunden.
Abgerundet wird dieser Roman durch ein Personenverzeichnis am Anfang des Romanes sowie einem ausführlichen Nachwort samt Glossar am Ende des Buches. Auch Kartenmaterial zu den Orten, die wir in diesem Buch besuchen, ist vorhanden. Es gab zwar kleinere historische Abweichungen in diesem Roman, die ich aber gerne in Kauf nehme, da hier die fiktive Handelsfahrt im Vordergrund steht und nicht die historischen Ereignisse.

Fazit: Volle 5 Sterne, eine klare Leseempfehlung und viel Vorfreude auf die weiteren Bücher von Daniel Wolf alias Christoph Lode!

Ein kleiner Hinweis noch zum Buch, für diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Es gibt ein kleines Crossover zum Roman über Marco-Polo von Oliver Plaschka, der im November erscheint. Eine Person aus diesem Roman taucht auch im anderen Roman auf.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein durchaus interessanter Liebesoman, der leider mit zu viel Themen überfrachtet wurde

Hardwired - verführt
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Hardwired von Meredith Wild erzählt die Liebesgeschichte von Erica Hathaway und Blake Landon. Es handelt sich hierbei um den ersten von 4 Bänden, den ich gemeinsam mit anderen Lesern in de Lesejury lesen ...

Hardwired von Meredith Wild erzählt die Liebesgeschichte von Erica Hathaway und Blake Landon. Es handelt sich hierbei um den ersten von 4 Bänden, den ich gemeinsam mit anderen Lesern in de Lesejury lesen durfte. Der Roman ist im April 2016 im Lyx-Verlag erschienen.

Erica Hathaway hat gerade ihr Studium beendet und möchte nun mit ihrer Webseite Clozpin voll durchstarten. Beim Pitch für ihre Firma trifft sie auf den charismatischen Junggesellen Blake Landon, der ihre aufwändig vorbereitete Präsentation total in der Luft zerreißt. Dennoch fühlt sie sich total zu ihm hingezogen. Als sie Blake jedoch näher kennen lernt, merkt sie das in seiner Vergangenheit ein Geheimnis schlummert...

Diese Liebesroman von Meredith Wild hat mir soweit ganz gut gefallen.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und die Geschichte ist recht kurzweilig und unterhaltsam. Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich das Buch wahrscheinlich an 2 Tagen gelesen.
Es werden viele typische Klischees für dieses Genre bedient. Erica ist jung und schön, hat aber dennoch Minderwertigkeitskomplexe und weiß nicht, wie sie auf Männer wirkt. Erica ist auf der anderen Seite aber auch klug und versucht gerade ihre eigene Firma voranzubringen.
Blake hingegen ist ein junger Self-Made-Milliardär. Erfolgreich, gutaussehend und quasi unwiderstehlich mit einer geheimnisvollen Vergangenheit.
Die Sexszenen haben mir soweit ganz gut gefallen. Ich fand es auch gut, dass der Fokus anfangs nicht zu sehr darauf gelegt wurde und es auch eine Geschichte drum rum gibt.
Allerdings wurde das Buch mit zu vielen Themen auf einmal überfrachtet. Auf gerade mal 334 Seiten werden Themen wie Verlustängste, Kontrollzwang, Drogenprobleme, sexuelle Gewalt, Vergangenheitsbewältigung und Familienzusammenführung behandelt. Hier hätte dem Buch ein Konzentration auf weniger Themen gut getan.
Gerade zum Schluss hin wurde es mir persönlich auch zu kitschig und ich war eher genervt. Die absoluten Romantiker in der Leserunde fanden dies allerdings toll.

Fazit: Für mich ein mittelmäßiger erotischer Liebesroman, dem ich 3 Sterne gebe und an Leser weiter empfehle, die es gerne romantisch/kitschig mögen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein grandioser zweiter Teil mit kleinen Schwächen

Die Rache des Normannen
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„Die Rache des Normannen“ von Ulf Schiewe ist der zweite Teil der Normannensaga, die die wechselvolle Geschichte der Normannen rund um die historisch belegte Familie Hauteville in Süditalien erzählt.

Süditalien, ...

„Die Rache des Normannen“ von Ulf Schiewe ist der zweite Teil der Normannensaga, die die wechselvolle Geschichte der Normannen rund um die historisch belegte Familie Hauteville in Süditalien erzählt.

Süditalien, 1054: Gilbert bekommt die ehrenvolle Aufgabe übertragen, die Contessa Gaitelgrima, Gemahlin des normannischen Grafen Onfroi von Apulien, zusammen mit ihrem neugeborenen Kind in ihre Heimat nach Salerno zu begleiten. Es ist die Blütezeit Salernos unter Prinz Guaimar und die Stadt strotzt nur so vor Opulenz und Reichtum. Im Hintergrund braut sich allerdings eine Verschwörung zusammen, die die Geschichte Salernos entscheidend verändern soll.

Dieser zweite Teil der Normannensaga hat mir sehr viel besser gefallen als der erste Teil der Normannensaga, auch wenn es eine kleine Einschränkung gibt. Für den Autor spricht in diesem Fall, dass es im Nachwort erwähnt wird, aber bei Änderungen aus dramaturgischen Gründen bin ich doch immer sehr kritisch. Die Geschichte wurde 2 Jahre nach hinten geschoben. Für mich ist es eine Sache, die ich einfach nicht mag und deswegen habe ich dafür einen Stern abgezogen.
Nun kommen wir aber zu den ganzen guten Sachen an diesem Roman. Am Anfang gab es für mich noch ein oder zwei kleinere Längen, aber dann hat mich diese Episode der Normannen total in ihren Bann gezogen. Ich konnte kaum noch aufhören zu lesen, weil es die meiste Zeit sehr spannend war und ich unbedingt wissen wollte, wie es unserem sympathischen Normannen Gilbert ergeht, aus dessen Sicht auch dieser Teil wieder erzählt wird. Dieser wird in diesem Teil wieder ein ganzes Stück erwachsener und hat sich seine eigene Meinung gebildet, die er auch lautstark vertritt, wenn es nötig ist.
Ich hatte meistens ein lebhaftes Kopfkino vor Augen und die Stimmungen im Buch waren fast greifbar. Der Schreibstil ist sehr detailliert, aber gleichzeitig auch flüssig zu lesen. Geschickt sind in Ulf Schiewes Erzählstil auch hilfreiche Hintergrundinformationen eingebaut, die die richtige Balance haben und die Geschichte nicht überladen. Hier wird auch die gute Recherchearbeit des Autors deutlich.
Für mich war dieser Teil auch weniger ein Abenteuerroman und vielmehr ein historischer Roman, was mir sehr gut gefällt. Auch die Reise und die Eroberung Süditaliens im ersten Band durch die Normannen war interessant, aber die Geschichte in diesem Roman liegt mir doch mehr.
Abgerundet wird das Buch durch ein Personenverzeichnis und ein Nachwort, das Fiktion und Wahrheit trennt. Dies ist für mich persönlich auch immer ein sehr wichtiger Punkt in einem historischen Roman.

Fazit: 4 Sterne und ich werde der Normannensaga auf jeden Fall treu bleiben. Darüber hinaus hat mich der Autor von seiner schriftstellerischen Arbeit mit diesem Band vollends überzeugt, so dass ich nach und nach sicher auch alle anderen Romane lesen werde.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine gelungene Fortsezung de Clifton-Saga

Erbe und Schicksal
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„Erbe und Schicksal“ ist der dritte Teil der Clifton Saga, der im April 2016 im Heyne Verlag erschienen ist. Diesmal rückt so langsam die nächste Generation der Clifton/Barrington-Familie in den Fokus ...

„Erbe und Schicksal“ ist der dritte Teil der Clifton Saga, der im April 2016 im Heyne Verlag erschienen ist. Diesmal rückt so langsam die nächste Generation der Clifton/Barrington-Familie in den Fokus des Geschehens. Das englische Original ist unter dem Namen „Best Kept Secret“ im April 2013 im St. Martin’s Press Verlag erschienen.

London, 1945: Wer soll Hugo Barrington rechtmäßig beerben? Harry oder Giles? Diese Frage konnte das House of Lords nicht eindeutig beantworten und so obliegt es dem Lord Chancellor diese Entscheidung zu treffen, die das Leben von Harry und Giles im weiteren Verlauf des Geschehens deutlich prägen soll.
In Amerika muss Harry sein neues Buch promoten, während Emma nach dem Kind sucht, dass im Büro des toten Hugo Barrington gefunden wurde. Und auch Giles Barrington hat seine Kämpfe bei den Wahlen fürs englische Parlament auszufechten.

Auch der 3. Teil der Clifton Saga hat mir wieder gut gefallen. Dieser endet für diese Reihe üblich wieder mit einem spannenden Cliffhanger, der einem das Warten auf den nächsten Teil nicht gerade leichter macht.
Leider habe ich diesmal aber nicht ganz so gut ins Buch gefunden und die Geschichte plätscherte für mich nur so hin. Nach und nach hat mich die Geschichte aber doch wieder in ihren Bann gezogen und ich konnte wieder mit Emma, Harry und Giles mitfiebern. Gerade die Geschichte um Sebastian im weiteren Verlaufe der Geschichte hat mich wieder richtig gepackt und somit hat auch ein guter Übergang zur nächsten Generation stattgefunden.
In diesem Teil gab es auch Personen, die man so richtig schön aus tiefem Herzen hassen konnte, weil sie einfach so einen schlechten Charakter haben und man sich diebisch darüber freuen konnte, wenn diesen Personen ein Schnippchen geschlagen worden ist und die Guten einen Sieg davongetragen haben.
Insgesamt hat mir die Entwicklung der Charaktere wieder sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Buch weiter geht.
Wie schon in den vorherigen Bänden ist es der packende Erzählstil und die tollen Personen, die diese Reihe zu etwas ganz Besonderem machen. Der Autor bleibt seinem Erzählstil treu und erzählt die Geschichte aus der Sicht der unterschiedlichen Hauptpersonen mit sich überschneidende Zeiträumen.

Fazit: Der Anfang hat sich etwas gezogen, aber dann wurde es wieder sehr spannend. Ein guter dritter Teil, dem ich 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ich liebe die Clifton Chronicles einfach <3

Das Vermächtnis des Vaters
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In „Das Vermächtnis des Vaters“ von Jeffrey Archer wird die Familiensaga rund um die Familie Clifton/Barrington weiter erzählt. Erschienen ist der Roman im November 2015. Ich habe auch hier wieder das ...

In „Das Vermächtnis des Vaters“ von Jeffrey Archer wird die Familiensaga rund um die Familie Clifton/Barrington weiter erzählt. Erschienen ist der Roman im November 2015. Ich habe auch hier wieder das Original „The Sins of the Father“ gelesen, dass 2012 im St. Martins Press Verlag erschienen ist.

Amerika 1939: Die Welt steht vor einem erneuten Weltkrieg. Harry Clifton will der Royal Navy beitreten und sammelt erste Erfahrungen auf einem Schiff, dass bei der Überfahrt nach Amerika von einem deutschen U-Boot angegriffen wird. Nur er und Thomas Bradshaw werden von der SS Kansas Star gerettet. Doch bevor sie Amerika erreichen, stirbt Tom Bradshaw. Harry beschließt die Identität von Thomas Bradshaw anzunehmen, um seiner großen Liebe Emma ein neues Leben mit einer anderen Liebe zu ermöglichen, und ahnt noch nicht in welche Schwierigkeiten er sich damit erst recht gebracht hat...

Auch der zweite Teil der Clifton Chronicles lebt durch seinen Erzählstil und die Personen. Ich war sofort wieder in der Geschichte drin, die direkt an den ersten Teil anknüpft und konnte kaum aufhören zu lesen, da mich die Schicksale der Hauptpersonen so sehr interessiert haben.
Während ich im ersten Teil noch die Mutter von Harry bewundert habe, die alles für ihren Sohn tut, so ist es in diesem Teil Emma Barrington. Die Leidenschaft und der Einfallsreichtum mit dem sie versucht ihre große Liebe Harry Clifton zu finden und diesen zurück mit nach England zu bringen, hat mich echt beeindruckt.
Jeffrey Archer bleibt seinem Erzählstil treu und erzählt in diesem Teil die Geschichte nacheinander aus Harrys, Emmas, Giles, Maisies und Hugos Sicht. Das Besondere daran ist, dass der Autor hier auch in der Zeit zurückspringt. Zuerst wird ein bestimmter Abschnitt aus Harrys Sicht erzählt und dann kommt z.B. „fast“ der gleiche Zeitraum nochmal aus Emmas Sicht. So wird nach und nach die Geschichte entfaltet und manchmal lernt man ein fehlendes Puzzleteil erst aus der Sicht eines anderen Protagonisten kennen.
Im Gegensatz zum ersten Teil sind diesmal für mich keinerlei Längen aufgekommen. Das Buch endet natürlich mit einem fulminanten Cliffhanger, so dass man direkt weiter lesen möchte.

Fazit: Es geht spannend weiter und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil. Volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.