Die verlassene Tochter
Die verlassene TochterDie verlassene Tochter von Soraya Lane ist der sechste Band ihrer Verlorenen Töchter Reihe. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Auch für diesen Band braucht man ...
Die verlassene Tochter von Soraya Lane ist der sechste Band ihrer Verlorenen Töchter Reihe. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Auch für diesen Band braucht man keine Vorkenntnisse. Jedes Buch steht für sich, obwohl es zu einer Reihe gehört.
Ich habe bisher alle Bücher der Reihe gelesen, die mich etwas an Lucinda Rileys Sieben Schwestern Reihe erinnert. Obwohl es in die gleiche Richtung geht hat Soraya Lane doch ihren eigenen Stil der mir gut gefällt. In dem vorliegenden Buch entführt die Autorin ihre Leser nach Argentinien.
Rose hat kurz nacheinander ihre Oma und ihre Mutter verloren. In ihrer tiefen Trauer weiß sie nicht was sie machen soll. Da fällt ihr ein Brief aus Buenos Aires in die Hände, der sie über eine große Erbschaft informiert. Hat dieses Erbe etwas mit der geheimnisvollen Schachtel zu tun die sie vor ein paar Monaten aus einem alten Frauenhaus bekommen hat? Um Licht in die Sache zu bringen reist Rose nach Argentinien. Dort trifft sie auf eine luxuriöse Ranch und eine geheimnisvolle Familiengeschichte.
Das Buch hat sich wieder sehr schön lesen lassen. Soraya Lane schreibt das Buch auf zwei Zeitebenen. So erlebt man die Vergangenheit und die Gegenwart. Nach und nach verknüpfen sich die beiden Stränge und verbinden sich zu einer Geschichte. Die Autorin hat einen leichten, bildhaften Schreibstil. So kann man sich die Gegend und vor allem die Ranch in Argentinien gut vorstellen. Man spürt die Zerrissenheit der Protagonistinnen, die beide auf ihre Art mit Verlust und Trauer kämpfen. Es ist eine berührende, gefühlvolle und stellenweise auch traurige Geschichte.
Die Protagonisten sind authentisch und lebendig beschrieben. Mir haben anfangs beide Zeitstränge rund um Rose und Valentina gut gefallen. Vor allem Valentina ist eine starke Frau die für ihre Zukunft kämpft und viel aufgeben muss. Ihre Geschichte hat mich besonders berührt. Auch Rose gefiel mir anfangs recht gut. Allerdings bleibt sie ab einem gewissen Punkt in ihrer Entwicklung stehen. Sie handelt teilweise nicht sehr erwachsen und unüberlegt um es später zu bereuen. Was mir auch etwas negativ aufgefallen ist, sind die Logikfehler bezüglich der Zeitangaben. Allerdings fallen die beim Lesen nicht unbedingt auf und man kann darüber hinwegsehen.
Es war wieder ein berührender Roman mit einem bezaubernden Setting, der sich schnell und leicht lesen lässt. An ein paar Stellen kamen mir die Tränen.