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Veröffentlicht am 18.03.2020

Little Lies

LITTLE LIES – Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht
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Little Lies Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht von Megan Miranda ist bereits der dritte Roman den ich von der Autorin gelesen habe. Doch diesmal bin ich enttäuscht. Die Story hat sich spannend und mysteriös ...

Little Lies Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht von Megan Miranda ist bereits der dritte Roman den ich von der Autorin gelesen habe. Doch diesmal bin ich enttäuscht. Die Story hat sich spannend und mysteriös angehört. In der Umsetzung war sie aber langweilig und vorhersehbar. 

Der Schreibstil war teilweise gewöhnungsbedürftig. Das Buch wird aus der Ich Perspektive der Hauptprotagonistin Leah geschildert. Dies stört mich in der Regel nicht, da man so oft eine intensivere Spannung im Hintergrund spürt. Auch kommt so bei Psychothriller oft die persönliche Anspannung der Protagonisten gut zur Geltung. Doch hier war es eindeutig emotionslos und kalt geschildert.  Auch wird oft in die Vergangenheit gewechselt ohne den Leser darauf aufmerksam zu machen. So habe ich mich bei manchen Absätzen gefragt in welcher Zeit das jetzt gerade geschieht. 

Auch war die Umsetzung des Falles sehr schleppend und langweilig. Die Polizeiarbeit übernimmt oft Leah und gibt nur Teilinformationen weiter. Auch wenn es mal etwas Spannend wurde, gab es gleich wieder Absätze mit langweiligen Nebeninformationen. Auch baute die Autorin für mich eine Nebensächliche und unnötige Liebesgeschichte mit ein. Diese fand ich hier völlig fehl am Platz. 

Die Auflösung am Ende war für mich vorhersehbar aber einleuchtend geschildert. Es gab zwischen drin mal kurze Wendungen die ich so nicht erwartet hätte und sie passten am Ende gut in die Geschichte. Aber wirklich spannender wurde es dadurch nicht. 

Für mich war es ein Buch durch das ich mich eher gequält habe. Es gab Aneinanderreihungen von Sätzen die keine Spannung, keine Emotion und keine Sympathie für irgendwen oder irgendwas hervorrief.

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Veröffentlicht am 11.03.2020

Der Gin des Lebens

Der Gin des Lebens
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Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn fällt durch das Cover auf und ist für mich stimmig und passend. Ein wirklicher Eyecatcher, auch der Titel ist passend gewählt und beides macht Lust auf das ...

Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn fällt durch das Cover auf und ist für mich stimmig und passend. Ein wirklicher Eyecatcher, auch der Titel ist passend gewählt und beides macht Lust auf das Buch und auf einen Gin.

Bene ist am Boden und da öffnet er eine von seinem Vater selbstgebrannten Gin. Dieser hatte Bene die Flasche geschenkt kurz bevor er gestorben ist. Der Gin ist so einzigartig das Bene mehr über den Gin wissen will und dafür nach Plymouth reist. Dort trifft er auf Cathy. Mit ihrem Vater hat Benes Vater an dem Gin gearbeitet. Beide machen sich zusammen auf der Suche nach dem perfekten Gin. Dabei läuft aber nicht alles rund.

Es ist zwar als Kriminalroman deklariert für mich ist es eher ein Potpourri oder ein Gin. Denn es gibt viele „Botanicals“ und somit von allem etwas, Familiengeheimise, Kulinarisches, Liebe und auch ein bisschen Krimi. Dazu kommen viele sehr interessante Infos zur Herstellung und allgemeinere Hinweise zum Gin. Am Ende des Buches gibt es auch noch einige Rezepte mit Gin. Die Mischung hat es zu einem kurzweiligen und gut lesbaren Buch gemacht.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht hat Humor und ist abwechslungsreich. Gerade durch einige Rückblicke oder die grauen Seiten mit den Hinweisen was man alles über Gin wissen muss machen es leicht das Buch zu lesen. Auch die etwas skurrilen aber doch sympathischen Protagonisten lockern das Buch auf.

Allerdings gibt es einige Handlungen die für mich sehr unüberlegt und spontan sind und somit immer automatisch eine Katastrophe hinter sich herzieht. Auch finde ich das Bene und Cathy oft sehr blauäugig und naiv an ihre Sache gehen. Auch das Ende war mir zu schnell abgehandelt und zu lasch. Es hätte hier ruhig noch etwas mehr Aufklärung geben dürfen.

Auch unter dem Aspekt das es ein Krimi sein sollte ist es doch etwas enttäuschend. Denn Spannung und der Krimianteil kam erst im letzten viertel des Buches und da überschlug es sich plötzlich. Alles ist wohldosiert und ausbalanciert, aber es hätte für mich doch etwas mehr Krimi sein dürfen.

Wenn man aber alles zusammen nimmt ist es wie ein gut abgestimmter Gin. Auch wenn er an mancher Stelle etwas schwächelt macht er es durch Humor und einer guten Geschichte weg.

Es ist ein nettes humorvolles Buch mit viel Gin Wissen und wenig Krimi.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Happy Ever After

Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist
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Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist von Jenny Colgan ist ein sehr berührender und humorvoller Roman. Ich hatte schon ein anderes Buch der Autorin gelesen, was mir aber zu überladen war und als ...

Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist von Jenny Colgan ist ein sehr berührender und humorvoller Roman. Ich hatte schon ein anderes Buch der Autorin gelesen, was mir aber zu überladen war und als Wohlfühllektüre eine zu schwere Grundstimmung hatte. Aus diesem Grund war ich etwas hin und her gerissen ob ich dieses Buch lesen sollte. Aber ich muss zugeben das ich es wohl bereut hätte, wenn ich es nicht gelesen hätte. 

Nina arbeitet als Bibliothekarin und weiß genau was andere lesen sollten und was ihnen gefallen würde. Als die Bibliothek geschlossen wird verliert Nina ihre Arbeit und ihre sehr große Büchersammlung verhilft ihr zu einem gewagten neuen Schritt. Sie kauft in Schottland einen alten Lieferwagen und baut ihn zu einem Bücherbus um. So lebt sie ihre Leidenshaft aus, muss aber auch feststellen dass das wahre Leben nicht immer so einfach ist wie es in Büchern dargestellt wird. 

Das Buch hat mich sofort gefesselt und ich wollte mit Nina auf ihre neue Reise gehen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht so das man das Buch schnell und gut lesen kann. Es ist eine leichte Wohlfühllektüre mit einem Neuanfang, Liebe, Gemütlichkeit aber auch Problemen und vor allem Bücher und das alles hinter der malerischen schottischen Landschaft. Die Autorin schafft es die Protagonisten und die Landschaft sehr authentisch zu schildern. So konnte ich die Personen, den Bücherbus und den kleinen schottischen Ort Kirrinfief vor meinem inneren Auge sehen. 

Nina als Protagonistin war mir sehr sympathisch, sei hatte zwar ein paar naive Züge aber diese machten sie nur umso liebenswerter. Auch ihre Liebe zu Büchern und ihre etwas zu romantische Vorstellungen von der Liebe machten sie lebendig und liebenswert. Auch die anderen Protagonisten waren durchweg gut dargestellt und lebendig. 

Zum Ende ging mir alles etwas zu schnell und zu Holter die Polter. Da hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht und nicht so ein Abschlag von Ereignissen. Aber insgesamt gesehen war dies ein nettes Buch was sich gut lesen lässt. Es hat seinen ganz eigene Dynamik und seinen eigenen Witz/Humor. Es lädt dazu ein, es sich gemütlich auf dem Sofa zu machen und in eine andere Sphäre zu entschwinden.

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Veröffentlicht am 28.02.2020

Sophias Hoffnung

Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung (Sophia 1)
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Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung ist der Auftakt einer Trilogie rund um Sophia Krohn. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin immer wieder begeistert. Ihre Bücher lassen sich ...

Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung ist der Auftakt einer Trilogie rund um Sophia Krohn. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin immer wieder begeistert. Ihre Bücher lassen sich alle sehr gut lesen.

Corina Bomann schafft es den Leser am Anfang abzuholen. Ich war von der ersten Seite an gefesselt, die Seiten flogen nur so dahin. Frau Bomann hat eine angenehme Art zu schreiben. Es ist spannend, unterhaltsam, einfühlsam und emotional.   

Auch entwickelt sie eine authentische Geschichte mit einer sympathischen Protagonistin die durch so manche Prüfung durch muss. Sophia entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter und wird immer selbstbewusster. Wir gehen mit ihr auf eine Reise durch die größten Städte. Wir erleben ihre Anfänge in Berlin, wie sie neue Herausforderungen in Paris bestreitet und endlich ihr scheinbares Glück in New York erfährt.

Mir fiel es anfangs etwas schwer mich mit Sophia anzufreunden. Sie ist Studiert Chemie und behauptet sich als Frau in den 1920iger Jahren in einer Männerwelt. Gleichzeitig ist sie aber total überfordert mit der ungewollten Schwangerschaft und dem Rausschmiss und den Kontaktabbruch ihrer Eltern. Diese zwei Frauen waren für mich anfangs etwas schwer als eine Person zu sehen. Allerdings fand ich den weiteren Verlauf sehr gut dargestellt und plausibel. 

Wenn man das Buch aufschlägt und anfängt zu lesen vergisst man alles um sich rum. Und genau dies macht für mich ein gutes Buch aus. Auch schaffte es Corina Bomann mich auf die beiden folgenden Bänder neugierig zu machen. Ich freue mich schon jetzt auf Band 2 was im Mai erscheinen soll.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Knochengrab

Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2)
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Knochengrab von Ellison Cooper ist der zweite Teil ihrer FBI Agentin Sayer Altair und wie so oft habe ich den ersten Teil nicht gelesen gehabt. Wie bei den meisten Büchern ist es hier auch nicht zwingend ...

Knochengrab von Ellison Cooper ist der zweite Teil ihrer FBI Agentin Sayer Altair und wie so oft habe ich den ersten Teil nicht gelesen gehabt. Wie bei den meisten Büchern ist es hier auch nicht zwingend notwendig. Alles wichtige wird nochmal wiederholt und kurz erläutert. Für mich hat sich das Buch gut separat lesen lassen. 

In Shenandoah Nationalpark findet der Polizeihund Kona mit dem Agenten Max Cho eine Grube mit Menschlichen Knochen. Die Knochen liegen mindestens schon 20 Jahre da unten. Bei der Bergung der Knochen werden noch zwei weitere Leichen gefunden die erst wenige Tage alt sind. FBI Agentin Sayer Altair wird der Fall übertragen und sie muss sich entscheiden ob der Cold Case Fall mit den neueren Opfern zusammenhängt. Dabei stoßen die Ermittler auf einen Serienmörder der ihnen immer einen Schritt voraus ist. 

Das Buch hat sich schnell und flüssig lesen lassen. Der Schreibstil ist angenehm und auch die Spannung wird immer wieder neu entfacht. Es werden einem nicht nur die Ermittlungen geschildert sondern auch Szenen vom Täter geschildert bzw von entführten Frauen und was sie durchstehen müssen. Dies hält die Spannung hoch. 

Allerdings fand ich das Buch insgesamt gesehen eher mittelmäßig. Die Protagonisten sind mir alle ziemlich sympathisch gewesen. Gerade Sayer Altair war sehr authentisch beschrieben allerdings nervte sie mich auch etwas mit ihrer etwas begriffsstutzig Art. Es gab Ermittlungsansätze die nicht weiter verfolgt wurden, die aber zu einem schnelleren Ende hätte führen können. Auch das sie oft mit der Nase direkt auf Fakten gestoßen werden mussten nervte etwas. Denn dies vermittelte dem Leser dass das Ermittlungsteam eher Laien sind. Es wurden viele kleine Hinweise gegeben die aber oft falsch gedeutet wurden, dem Leser war es aber schnell klar wer und was hinter allem steckt. Die Auflösung war für mich zum Schluss nicht sehr realistisch und ich fand den Weg bis dahin auch oft sehr stümperhaft. Es ist ein typischer amerikanischer Thriller mit viel Tempo und Actionszenen aber wenig Logik. 

Ich habe das Buch zwar gerne gelesen, es war aber nicht sehr brillant. Ich wurde gut unterhalten auch wenn ich die sympathischen aber sehr blinden Ermittler gerne mal geschüttelt hätte.  

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