Die verborgene Tochter
Die verborgene TochterDie verborgene Tochter von Soraya Lane ist der vierte Teil ihrer Verlorenen Töchter Reihe. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und können gut unabhängig von einander gelesen werden. Ich fand diesen ...
Die verborgene Tochter von Soraya Lane ist der vierte Teil ihrer Verlorenen Töchter Reihe. Die Bücher sind alle in sich abgeschlossen und können gut unabhängig von einander gelesen werden. Ich fand diesen Teil etwas schwächer als die anderen Teile. Es ist aber genauso lesenswert.
Georgia steht gerade vor dem Verkauf ihrer Firma als sie von einer Anwaltskanzlei eine kleine Kiste mit dem Namen ihrer Großmutter überreicht bekommt. Mit dieser Kiste stößt sie auf ein verborgenes Geheimnis. Ihre Großmutter wurde als Baby adoptiert. Als Hinweis auf ihre leiblichen Eltern gibt es eine Zeitungsartikel und einen atemberaubenden Saphir. Georgia beginnt nachzuforschen und ihre Suche bringt sie nach Genf und zu einer traurigen Liebesgeschichte.
Das Buch hat sich schnell und flüssig lesen lassen. Die Seiten sind nur so verflogen. Soraya Lane hat eine einfache, bildhafte und sehr ansprechende Art ihre Bücher zu schreiben. So konnte man sich die Orte und die Personen gut vorstellen. Sie weckt teilweise die Lust zu verreisen und die Orte ihrer Bücher zu besuchen.
Das Buch ist auf zwei Zeitebenen geschrieben. So erlebt man mit Georgia den Gegenwartsteil mit und mit Delphine den Vergangenheitspart. Mir persönlich hat der Vergangenheitsteil wesentlich besser gefallen. Er wirkte authentisch, war sehr bewegend und emotional. In dem Gegenwartsteil fehlte mir etwas. Ich bin teilweise mit den Protagonisten nicht warm geworden. Es ging mir alles etwas zu schnell und wirkte sehr unrealistisch bis konstruiert. Auch kam hier kaum Gefühl rüber, es wirkte fast sachlich.
Das Buch bietet durch die zwei Handlungssträngen Spannung und Dramatik. Wenn man von der Vergangenheit in die Gegenwart wechselte wollte man am liebsten gleich wieder zurück und Delphines Geschichte lesen. Im Gegenwartsteil kam fast keine Spannung auf und eigentlich war einem hier der Ausgang schon recht schnell klar.
Obwohl die Bücher der Reihe recht ähnlich aufgebaut sind, hat jedes seine eigene Geschichte und es wird nie langweilig ein weiteren Teil zu lesen. Auch wenn ich diesen als schwächer empfunden habe, hat mir das Lesen doch Freude bereitet und mir gemütliche und emotionale Lesestunden verschafft. Mich erinnern die Bücher etwas an Lucinda Riley Sieben Schwestern Reihe und doch ist die Art und der Stil eine andere. Beide Autoren haben ihre eigene Art und das macht den Charme beider Reihen aus. Wem die Bücher von Lucinda Riley gefallen wird hier auch gefallen dran finden.