Als Kurzgeschichte betrachtet: Super Unterhaltung und tolles Setting
Two Can Play – Die spielerische Weiterentwicklung von LiebeIch finde diese kurze Geschichte, die ja immerhin gerade einmal halb so viele Seiten umfasst wie übliche Bücher dieses Genres, wirklich gut gelungen für das, was sie sein möchte. Ja, natürlich kann auf ...
Ich finde diese kurze Geschichte, die ja immerhin gerade einmal halb so viele Seiten umfasst wie übliche Bücher dieses Genres, wirklich gut gelungen für das, was sie sein möchte. Ja, natürlich kann auf gut 200 Seiten nicht extrem tief auf die Gaming-Branche und auch die Figuren eingegangen werden. Aber dafür ist ja auch der Charme an kurzen Geschichten, dass sie vielleicht sogar in einem Rutsch gelesen werden können und so ein richtiges Eintauchen ermöglichen.
Ich fand den Schreibstil der Autorin wieder einmal sehr unterhaltsam, mit einem tollen Humor, der mich einfach an den Stil Ali Hazelwoods erinnert. Die Einblicke in diese männerdominierte Branche fand ich wieder sehr interessant und natürlich hätte ich da auch gerne noch mehr gelesen, aber siehe oben. Ich habe die Details dazu insgesamt als ausreichend empfunden und die Leidenschaft der beiden Protas fühlen können.
Die Dynamik zwischen Viola und Jesse ist aufgeladen, aber später dann auch echt lieb. Dass es sich am Ende in Bezug auf den Spice so verdichtet und drum herum nicht mehr so wirklich viel passiert, würde ich schon ein wenig kritisieren, und auch das absolute Begehren für die weibliche Hauptfigur war mir too much, aber insgesamt fand ich die Geschichte wirklich rund für die wenigen Seiten.
Vielleicht liegt es daran, dass ich den Roman als Hörbuch gehört habe, denn das hat auch den Nebenfiguren noch mal ein bestimmtes Profil gegeben, das mir gut gefallen hat. Ich bin angesichts der geringen Seitenzahl schon mit der Erwartung einer Art Kurzgeschichte rangegangen und das hat sich wirklich bewährt. Ein knackiges Vergnügen für alle, die Ali Hazelwoods Stil und Humor mögen.