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Veröffentlicht am 04.04.2019

Eine nervenraubende, unglaubliche und zugleich spannende Reise in die Vergangenheit

Das Erbe der Macht - Schattenloge 1: Die Rückkehr (Bände 13-15)
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Das magische Abenteuer von Andreas Suchanek geht weiter und ist zugleich der Auftakt zur zweiten Staffel der „Das Erbe der Macht“-Reihe. Der Sammelband „Schattenloge 1 – Die Rückkehr“ setzt nach dem Finale ...

Das magische Abenteuer von Andreas Suchanek geht weiter und ist zugleich der Auftakt zur zweiten Staffel der „Das Erbe der Macht“-Reihe. Der Sammelband „Schattenloge 1 – Die Rückkehr“ setzt nach dem Finale „Allmacht“ sowie dem Spin-Off „Die Chroniken der Archivarin“ an und besteht aus Band 13 „Onyxquarder“, Band 14 „Chronikblut“ und Band 15 „Schattendieb“.
Eindrucksvolle Illustrationen der Kapitel sind ein wahres Zuckerl für die Fans und machen die Bände zu einem Genuss für die Augen. In der dritten Person mit viel Fokus auf die verschiedenen Charaktere wird die Geschichte erzählt. Vor allem geniale Kapitelüberschriften führen durch das Buch. Die Gesamte-Reihe ist eine Vielfalt von temperamentvollen Unikaten und Charakteren.
Insgesamt ist der Schreibstil wie immer fesselnd drängend, maskulin knapp und zugleich detailliert spielerisch, sehr dramatisch und nervenraubend. Gegenüber den anderen Büchern ist der Wortschatz noch gehobener und die Sprache ist magisch, verspielt, verschnörkelt aber auch direkt und modern sowie mit starken Metaphern versehen. Die Szenenbeschreibungen sind sehr malerisch und geben herrlich anschauliche Erläuterungen der Welt von „Das Erbe der Macht“.
Es fällt auf, dass der nur so vor künstlichen Pausen, prägnanten Kurzstatements, eindrucksvollen Wendungen, erschütternden und angespannten Verzögerungen sowie von einer Masse von Unvorhersehbarkeit strotzt. Andreas Suchanek hat die Elemente der Fantasie mit viel Humor und Sarkasmus sowie viel Drama und Aktion gekonnt beinahe meisterhaft verbunden. Außerdem hat man öfters Tränen in den Augen vor lauter Lachen.
Bei allen Bänden hilft das „Was bisher geschah“ toll beim Einstieg und lässt den Leser an wichtigen Ereignissen und offenen Fragen nochmals teilhaben. Ebenso schafft der Autor binnen ein paar Sätzen den Leser voll und ganz mit seiner Aufmerksamkeit zu vereinbaren und baut zugleich sofort Spannung auf.
Dann setzt zugleich der Prolog ein der sofort mit vielen neuen Gegebenheiten, Rätseln und Spekulationen über den weiteren Geschichtsverlauf einhergehen. Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf und der Leser verfällt in einen raschen Lese-Sog. Seite für Seite, Kapitel um Kapitel, werden verschlungen und treiben die Story auf ausdrucksstarke sowie verlockende Weise voran
Weiters will der Leser die Rätsel um die Licht- und Schattenkämpfer lösen und die Story ist gewohnt dramatisch sowie urkomisch mit viel Sarkasmus. Außerdem ist dieser Band sehr aufwühlend und emotional hochwertig sowie ansprechend gestaltet, auch die Gedankenexkurse sind stimmig und nachvollziehbar.
Unvorhergesehene Wendungen, erschütternde Enthüllungen und eindrucksvolle Szenenbilder treffen auf eine gewaltige Fantasiewelt mit vielen Facetten und brutale, abenteuerliche als auch aktionsgeladene Handlungen sind zu finden. Auflösungen über Auflösungen sowie neue Unstimmigkeiten, die die Aufklärung hinauszögern, bringen die Gedanken zum Rotieren.
Ein rasanter Handlungsverlauf lässt auf Aufklärung hoffen, doch es werden immer mehr neue Rätsel entdeckt und es wird einem beinah dabei schwindelig. Verzweiflung und Angst sowie Ausweglosigkeit sind so spürbar, dass man selbst diese Gefühle annimmt - starkes Stilmittel.
Auffallend gut gemacht sind die Erzählung sowie jeder Szenenwechsel bereitet eine unerwartete Wendung vor. Man ist fast gefrustet beim Lesen, weil man wissen möchte, wie es weiter geht, doch trotzdem muss man lernen geduldig zu sein bzw. muss man einfach schneller lesen. Schließlich mündet das Buch in einem nervenraubenden, unglaublichen, unvorstellbar unvorbereiteten und unvorhersehbaren offenen Schluss.

Fazit:
Das Erbe der Macht – Schattenloge 1: Die Rückkehr (Bd. 13-15) ist eine nervenraubende, unglaubliche und zugleich spannende Reise in die Vergangenheit, angehäuft mit Verschwörungstheorien der besonderen Art, mit eindrucksvollen Momenten der Geschichte sowie das rotierende Chaos in einem. Der Autor Andreas Suchanek schafft es auf neckische Weise den Leser an seine Story zu fesseln, zum Lachen zum Bringen und ihn zusätzlich am Rande des Wahnsinns zu treiben.

Das Erbe der Macht – Schattenloge 1: Die Rückkehr (Bd. 13-15) erhält von mir 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.02.2019

Dramatische Gefühlsachterbahnfahrt

Faith in Love
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Die Autorin Katrin Frank hat bereits ihr drittes Buch beim Forever by Ullstein-Verlag veröffentlich. Diesmal handelt ihr neuestes Buch „Faith in Love“ von der Lovestory zweier junger Erwachsenen – Elli ...

Die Autorin Katrin Frank hat bereits ihr drittes Buch beim Forever by Ullstein-Verlag veröffentlich. Diesmal handelt ihr neuestes Buch „Faith in Love“ von der Lovestory zweier junger Erwachsenen – Elli & Yasin – die in der Stadt York leben.

In Ich-Form aus der Sicht von Elli und dann später auch abwechselnd aus Yasins Perspektive wird die Erzählung erläutert. Die beiden Blickwinkel geben individuelle und zugleich tolle Einblicke in beide Charaktere. Elli liebt es zu feiern und will sich nicht binden, ist nicht (mehr) gläubig und musste einen schweren Verlust durchleben.

Yasin hingegen ist Medizinstudent und ihr Mitbewohner, gutaussehend, hat reiche Eltern und was gegen ihren lockeren Lebensstil. Außerdem ist er moralisch und religiös sowie missmutig. Die beiden Figuren sind frei nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“ von der Autorin gestaltet worden.

Perfekt für Zwischendurch ist der locker entspannte, dahinplätschernde Schreibstil der Autorin, der dennoch auf seine schlichte Art tiefgründig und hoch emotional ist. Die Sprache ist leicht verständlich und angemessen, etwas Teenager behaftet aber dezent eingebaut, was eher ein entspanntes Lesevergnügen aufbaut.

Minimalistisch sind die Szenenbeschreibung in den Details, aber sie sind dafür vollgepackt bei Emotionen und Gedankenketten. Außerdem baut Katrin Frank großartige Monologe ein. Je mehr Handlung vorkommt umso fokussierter und zugleich detailverliebter wird es.

Schöne bildhafte Vergleiche runden das gesamt Bild mit einem humorvollen sowie leicht sarkastisch komisch angehauchten Erzählstil ab. Teilweise gibt es einen fast stumpfen Umgang mit Sexualität, was meiner Meinung nach die Störung von Elli perfekt versinnbildlicht und den emotionalen Abgrund nachvollziehbar macht.

In den ersten Seiten kommt man sofort in ein flottes und gechilltes Lesen rein und man startet mit in der Story. Außerdem fiebert man schnell mit den Protagonisten mit. Speziell die Gegensätze haben ihren Reiz beim Lesen und beflügeln das Rasen durch die Seiten. Man liest und merkt gar nicht wie die Zeit verfliegt.

Vor allem die dramatischen und gravierenden Wendungen sowie den Rückblick zu Beginn, machen die Story mitreisend. Dann nimmt die Story richtig Fahrt auf in der Handlung sowie in den Gefühlsachterbahnfahrten. Unvorhersehbar bleibt es des Weiteren durch den überraschenden Perspektivenwechsel zu Yasin.

Hauptsächlich herrscht ein turbulentes Hin und Her. Plötzlich gibt es einen Stillstand in der Szene, gefolgt von sinnlicher Erotik. Das Ende ist meiner Meinung leider etwas zu vorhersehbar und sehr kurzweilig, dennoch überzeugte mich die Geschichte in vielen Passagen.

Fazit:
Faith in Love – Elli & Yasin ist eine dramatische Gefühlsachterbahnfahrt mit viel Gefühl und etwas Erotik. Die Autorin Katrin Frank verschafft dem Leser ein locker leichtes Lesevergnügen, perfekt für Zwischendurch. Sie überzeugt in vielen Passagen mit ihren leicht sarkastisch angehauchtem Erzählstil einem plätschernden Schreibstil sowie vielen gravierenden Wendungen sowie Perspektivenwechseln.

Faith in Love – Ellie & Yasin erhält von mir 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.01.2019

Gute Mischung aus Ernsthaftigkeit, Alltag und Liebesgeschichte

Catch the Boss - Verlieben verboten
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Catch the Boss - Verlieben verboten ist das neueste Buch der österreichischen Autorin Eva Fay. Sie hat die Sehnsüchtig-Reihe verfasst, die ich einfach geliebt habe. Auch ihre Story „Fight the Boss“ hat ...

Catch the Boss - Verlieben verboten ist das neueste Buch der österreichischen Autorin Eva Fay. Sie hat die Sehnsüchtig-Reihe verfasst, die ich einfach geliebt habe. Auch ihre Story „Fight the Boss“ hat mich begeistert.
In Ich-Form aus der Perspektive von Emily und später auch Jakob wird abwechselnd erzählt. Emily ist ausgewandert, will einen neuen Lebensabschnitt in New York starten, wurde von ihrem Exfreund verletzt und träumt aber von einer Familie. Sie hat kaum Selbstvertrauen, ist verunsichert, aber korrekt. Jako hingegen ist ein Macho, süffisant, flirtet wild drauf los, ist sexuell ansprechend aber ungehobelt frech, sehr von sich selbst überzeugt, spontan aber auch ernst in sich gekehrt.
Vor allem der sehr flüssige, zugleich fesselnd dramatische, sehr schildernde und feminine und dennoch schön mit Metaphern versehener Schreibstil von Eva Fay fasziniert mich immer aufs Neue. Die Sprache ist sehr erläuternd, romantisch sowie leidenschaftlich und ebenso schlicht. Außerdem lebt die Autorin von Detailtreue, Authentizität und Herzschmerz pur mit Tiefgang und einem Hauch von Kitsch, aber auf eine charmante Art und Weise.
Aufwirbelnde Emotionen, knisternde Leidenschaft, Gefühle der Schwerelosigkeit und starke körperliche Reaktionen werden in eindrucksvollen Szenen geschildert. Starke Gefühle von Beginn an mit tollen Gedankenketten machen den Einstieg einfach. Man kommt schnell in ein flottes Lesetempo und der Lesefluss ist perfekt für Zwischendurch durch die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit, Alltag und Liebesgeschichte.
Man lernt schnell beide Protagonisten kennen und mehr oder minder lieben. Die Erzählung ist mit herrlich erfrischenden Schlagabtauschen und herzhaften Diskrepanzen versehen, die zum Weiterlesen animieren. Eine körperliche Anziehungskraft, eine schicksalshafte Begegnung und viele markante Wendungen mit teilweiser Unvorhersehbarkeit verschaffen eine gewisse Grundspannung.
Zuerst geht die Geschichte etwas schleppend voran bis sie Schwung aufnimmt. Dann gibt es puren Sex und eine knisternde Atmosphäre mit viel Erotik. Doch richtig Fahrt kommt nicht auf im ersten Drittel, es plätschert mehr dahin. Aber dann ab der Mitte kommt Aktion auf und schwindelig turbulente Wendungen treffen aufeinander sowie die dann zusätzliche Perspektive aus seiner Sicht gibt Würze und neue Einblicke.
Mobbing in der Vergangenheit und Gegenwart sind eine tiefschürfende Thematik, die vor allem nachdenklich stimmen, zum Lesen anregen und in einem super Ende mit viel Tränen aber auch viel Herz und Charme münden.

Fazit:
Catch the Boss – Verlieben verboten ist ein knisternder und zugleich emotional aufwirbelnder Liebesroman von Eva Fay. Der Autorin ist auf weiten Strecken wieder mit ihrem anregenden Schreibstil, erfrischenden Schlagabtauschen, schicksalshaften Begegnungen und einer gewissen erotischen Grundspannung den Leser zu fesseln. Das Buch ist eine gute Mischung aus Ernsthaftigkeit, Alltag und Liebesgeschichte.

Catch the Boss – Verlieben verboten erhält von mir 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.12.2018

Lustig ironisch sowie tiefgründig

Eines Tages in der Provence
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Karine Lambert hat vor kurzem Buch Nummer 3 veröffentlich. Ich liebe ihre herzhafte Art und Weise wie die Autorin Geschichten erzählt. Deshalb musste ich unbedingt das Buch „Eines Tages in der Provence“ ...

Karine Lambert hat vor kurzem Buch Nummer 3 veröffentlich. Ich liebe ihre herzhafte Art und Weise wie die Autorin Geschichten erzählt. Deshalb musste ich unbedingt das Buch „Eines Tages in der Provence“ verschlingen.
Im Allgemeinen werden Datumsangaben als Abschnittsbezeichnungen verwendet. Die Namen der beteiligten Person von der erzählt wird, gibt es zusätzlich in den Kapiteln als Übersicht. In Ich-Form aus der Sicht eines Baumes sowie in der dritten Person aus mehreren Perspektiven wird die Story erläutert. Ausgangspunkt ist der Baum quasi als Erzähler, was meiner Meinung nach eine sehr charismatische Grundidee ist.
Vor allem in diesem Buch legt die Autorin Karine Lambert auf vielfältige Charaktere. Da gibt es François den einspurigen Dorfbewohner, Cllément der sensible Schuljunge, Adeline die alte, Geheimnis suchende Dame, Suzanne die ausgelaugte Kellnerin, Mau der freie Vogel, Raphaël der verfahrene Zahnarzt und Fanny die junge verliebte Food-Stylistin.
Weiters ist der Schreibstil wie in Watte verpackt und zugleich spielend leicht sowie verführerisch sanft, aber auch Gedanken verloren und oft sehr feminin in die Gefühle versunken. Die Sprache ist sehr gehoben an vielen Stellen, dann malerisch und faszinierend detailliert in Metaphern und in Szenenbeschreibungen. Zugleich sind die Handlungen nicht überladen und immer zu auf das Wesentliche reduziert - guter Schreibstil und Art den Leser beim Buch zu behalten.
Viel Sarkasmus bzw. Ironie treffen auf Gedankenketten und emotionalen Abschnitten. Dann gibt es wiederum Auflockerungen durch tolle Momentaufnahmen und Situationskomik. Insgesamt ist der Einstieg lieblich mit einem anmutigen Auszug. Man kommt im ernsten Absatz in ein locker leichtes Lesevergnügen hinein und genießt die schön verpackten Passagen der Story.
Zwischendurch gestalten sich die mehreren Perspektiven einfach inklusive deren Wechsel und man lernt nach und nach alle kennen. Für den Anfang sind es fast zu viele auf einmal um einen Überblick zu bewahren. Dennoch verschmelzen dann die diversen Erzählstränge beizeiten. Es geht dann eher ruhig gemächlich dahin.
Mein persönliches Highlight ist die Sichtweise des Baumes. Sie bietet viele Anregungen für tiefgründige Gedanken, lustige Anekdoten und beinah klischeehafte Ironie. Alles in allem herrscht in der Story eine lakonische beinah irrwitzige Grundstimmung, die circa ab der Mitte bei manchen Charakteren durch das Hintergrundwissen etwas eintönig und zäh zum Lesen wird. Dies fängt sich wieder und die Story endet in einem stimmig kurzweiligen Ende.

Fazit:
Eines Tages in der Provence ist eine lustige, tiefgründige und zugleich beinah klischeehaft ironische Story der Autorin Karine Lambert. Sie schafft es mit ihrem weichem, verführerisch sanften Schreibstil und ihrer fröhlichen Art den Leser mit malerischen Anekdoten, charakterstarken Figuren und einer liebevollen Geschichte zu verzaubern.

Eines Tages in der Provence erhält von mir 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.10.2018

Charmant - Herzhaft - Urkomisch

Das Haus ohne Männer
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Karine Lambert hat mich bereits mit ihrem Buch „Und jetzt lass uns tanzen“ einfach berührt und begeistert. Anfang des Jahres ist ein weiteres Buch von ihr mit dem lustigen Titel „Das Haus ohne Männer“ ...

Karine Lambert hat mich bereits mit ihrem Buch „Und jetzt lass uns tanzen“ einfach berührt und begeistert. Anfang des Jahres ist ein weiteres Buch von ihr mit dem lustigen Titel „Das Haus ohne Männer“ erschienen, welche eine humorvolle und ehrliche Geschichte über Männer und Frauen ist.

In der dritten Person wird die Story aus der Bewohnerinnen des „Haus ohne Männer“ aus mehreren Perspektiven in unterschiedlichen aber einheitlichen Erzählpassagen erläutert. Unterschiedliche Charaktere, Kulturen, Interessen und Vorlieben treffen hier aufeinander und werden liebevoll von der Autorin in Szene gesetzt.

Herzhaft erfrischend, gemütlich und zugleich urkomisch zeigt sich der Schreibstil von Karine Lambert, der zum Lachen, Weinen und Verlieben anregt. Die Sprache ist einfach charmant, oft beiläufige vorbei schwimmend gehalten und perfekt für Zwischendurch-Leser geeignet.

Viel Gefühl und Gedanken verpackt mit herrlichen Metaphern verbinden sich mit einer sehr gut gesetzten Situationskomik, mit viel Ironie und schwarzem Humor sowie Sarkasmus verpackt mit herzlichen Gefühlen und Leidenschaft. Außerdem geschehen die Situationsbeschreibung beinahe beiläufig mit so viel Liebe zum Detail sowie fließend verpackt ins Geschehen.

Mitten in der Story setzt die Geschichte an, wodurch man sofort reinstürzt ins Geschehen. Man fiebert mit den Figuren mit und kommt schnell in ein gemütliches Lesen rein. Darüber hinaus kann man das Buch kaum aus der Hand legen und die Autorin schafft es mal wieder ihre Leser in ihren Bann zu ziehen. Für meinen Geschmack sind die Kapitel fast sehr kurzgehalten und könnten vor allem durch die Perspektivenwechsel länger ausfallen.

Nach und nach werden die Personen des Hauses vorgestellt, was einem einen schönen Einblick ins Geschehen gibt. Vor allem nach den ersten 50 Seiten kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, die Autorin macht es einen leicht, durch die Seiten zu fliegen. Schöne Anekdoten, Klischees und individuelle intime Einblicke münden in ein tränenreiches, zum Nachdenken anregendes aber auch wunderschönes Ende.



Fazit:

Das Haus ohne Männer ist ein herzhafter, urkomischer und zugleich zum Nachdenken anregender Roman mit viel Charm, Leidenschaft und schwarzen Humor. Karine Lambert fesselt den Leser mit ihrer charmant lieblichen Schreibweise, sehr individuellen Charakteren und einer feucht fröhlichen Geschichte ans Lesen und endet mit einem wunderschönen Schluss.



Das Haus ohne Männer erhält von mir 4 von 5 Sternen.

(Ein Dank an den Diana-Verlag sowie das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.)