Außergewöhnlicher Plot
Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?Cecilia ist nach dem Tod ihrer Mutter alles zu viel und stößt ihre Freunde eine Weile von sich. Da kommt ihr der Job als Housesitterin gerade gelegen, kann sie somit doch ihre eigenen Probleme verdrängen ...
Cecilia ist nach dem Tod ihrer Mutter alles zu viel und stößt ihre Freunde eine Weile von sich. Da kommt ihr der Job als Housesitterin gerade gelegen, kann sie somit doch ihre eigenen Probleme verdrängen und in das Leben reicher Leute schlüpfen. Dabei lernt sie Johannes Waldner kennen und die beiden kommen sich näher. Doch das idyllische Bild trügt...
Das Cover finde ich gelungen, der Farbverlauf ist hübsch und das gewählte Motiv mit Blick auf die Ostsee mit dem düsteren Himmel passt gut zur Atmosphäre.
Emily Rudolfs Schreibstil ist leicht zu lesen und die relativ kurzen Kapitel machen es schwer, eine Pause einzulegen. Der Prolog beginnt schon mal vielversprechend unheilvoll und die Fragen häufen sich, von denen im weiteren Verlauf zwar einige geklärt werden, jedoch auch wieder neue aufkommen. Das hat mir sehr gut gefallen, es gibt immer etwas zu rätseln. Die Charaktere können nicht gerade mit Liebenswürdigkeit glänzen, sie sind allesamt undurchsichtig und unsympathisch. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man tiefen Einblick in ihre Machenschaften und Gedanken. In der Mitte des Buches zieht sich die Geschichte ein wenig in die Länge, was jedoch mit einem fesselnden Showdown wieder ausgeglichen wird. Manches Geheimnis wird mir etwas zu schnell gelüftet, die endgültige Auflösung hat mir trotzdem gut gefallen. Was mich noch gestört hat, sind unnötige Sex-Szenen, die nichts zur Handlung bzw. zum Vorankommen dieser beitragen, und dass die Protagonisten gefühlt nur "ficken" und "fuck" in ihrem Wortschatz führen, da hätte ich mir mehr Synonyme gewünscht. :D
Ein guter Thriller mit ein paar kleinen Schwächen, den ich gerne empfehle. Das wird nicht das letzte Buch der Autorin für mich gewesen sein. 4 Sterne