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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2021

Wo ist Elsie?

Dein dunkelstes Geheimnis
1

"Dein dunkelstes Geheimnis" ist er mittlerweile sechste Thriller von Jenny Blackhurst und auch dieser konnte mich wieder begeistern.

Gleich zu Beginn lernt man Kathryn kennen, die ihren Vater jedes Mal, ...

"Dein dunkelstes Geheimnis" ist er mittlerweile sechste Thriller von Jenny Blackhurst und auch dieser konnte mich wieder begeistern.

Gleich zu Beginn lernt man Kathryn kennen, die ihren Vater jedes Mal, wenn sie ihn im Gefängnis besucht, die selbe Frage stellt: "Wo ist Elsie?". Elsie war damals Kathryns beste Freundin und Kathryn zum Zeitpunkt von Elsies Verschwinden gerade mal 5 Jahre alt, weshalb sie sich an nichts erinnern kann, außer an einen überstürzten Aufbruch gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder. Ihr älterer Bruder hat sich mittlerweile ein gutes Leben aufgebaut, während Kathryn zwar ihre Alkoholsucht überwunden hat, aber mit großen Problemen im Leben zu kämpfen hat und sich anderen Personen gegenüber oft nicht gerade freundlich verhält. Als am 25. Jahrestag von Elsies Verschwinden erneut ein kleines Mädchen im selben Ort verschwindet, macht sich Kathryn auf den Weg in ihre alte Heimat und beginnt Nachforschungen anzustellen. Denn ihr Vater sitzt nach wie vor im Gefängnis und kann es dieses Mal wohl nicht gewesen sein...

Jenny Blackhurst überzeugt durch einen spannenden Schreibstil und zahlreiche Cliffhanger, die für einen schnellen Lesefluss sorgen. Die Kapitel werden aus Kathryns und Maggies (die Ermittlerin) Sicht erzählt, wodurch man interessante Einblicke erhält. Besonders während dem zweiten Teil konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Ich hatte zwar schon recht früh einen Verdacht, was sich damals abgespielt haben könnte und dieser hat sich am Ende auch bestätigt, aber trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Einen Stern Abzug gibt es, weil für mich am Ende ein paar Fragen offen geblieben sind.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 11.04.2021

Anders als erwartet

Geiger
1

Dieser Thriller stand schon länger auf meiner Wunschliste und nach der Leseprobe war klar, dass ich mich unbedingt für die Leserunde bewerben muss.

Kurz zum Inhalt:
Die Enkelkinder werden nach dem Urlaub ...

Dieser Thriller stand schon länger auf meiner Wunschliste und nach der Leseprobe war klar, dass ich mich unbedingt für die Leserunde bewerben muss.

Kurz zum Inhalt:
Die Enkelkinder werden nach dem Urlaub der Eltern wieder von den Großeltern Stellan und Agneta abgeholt. Als die Großeltern wieder alleine sind, klingelt das Telefon. Agneta geht ran, hört nur das Wort "Geiger", holt eine Waffe und erschießt Stellan, der in einem Sessel sitzt und liest, von hinten. Danach packt Agneta hastig einige Sachen zusammen und flieht. Die Ermittlerin Sara, die eine Kindheitsfreundin von Stellans und Agnetas Töchtern ist und eine enge Verbindung zur Familie hatte, beginnt Nachforschungen anzustellen, obwohl sie gar nicht an den Ermittlungen beteiligt ist, und ist als einzige auf der richtigen Spur...

Für mich war es besonders spannend, herauszufinden, wofür das Wort "Geiger" steht und warum es Agneta zu so einer schrecklichen Tat veranlasst.
Leider war sehr schnell klar, dass sich die Geschichte in eine andere Richtung als erwartet und erhofft entwickelt. Die geschichtlichen und politischen Hintergründe zur DDR, Stasi und dem Kalten Krieg waren für mich recht anstrengend und kompliziert zu lesen, sodass ich die Kapitel über Saras familiäre Probleme und ihre Vergangenheit richtig erholsam fand.

Mit den Charakteren hatte ich so meine Schwierigkeiten. Besonders die Schwestern Lotta und Malin waren mir fürchterlich unsympathisch, nicht nur wegen ihrer überheblichen Art, sondern auch durch den Umgang mit ihrer Kindheits"freundin" Sara, nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart. Sara dagegen fand ich recht sympathisch und in gewisser Weise hatte ich Mitleid mit ihr, wegen ihrer familiären Probleme und den Problemen, die sie durch ihre eigenständigen Ermittlungsarbeiten bekommt.
Insgesamt wurden sehr viele wichtige Persönlichkeiten aus der Zeit als Stellan berühmter Fernsehstar war, genannt und leider konnte ich irgendwann nicht mehr alle auseinanderhalten.

Und obwohl ich mir von diesem Thriller eine komplett andere Story erwartet habe, hat er mich insgesamt doch sehr gut unterhalten. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass im Klappentext angedeutet wird, dass es um Themen wie die DDR, den kalten Krieg und Spionage geht. Ob ich Teil 2 und 3 lesen werde, weiß ich noch nicht, allerdings bin ich schon gespannt, worum es in den weiteren Teilen gehen würde, da "Geiger" für mich eigentlich eine abgeschlossene Geschichte ist.

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Veröffentlicht am 04.10.2020

Nichts ist wie es scheint

Das Gift deiner Lügen
2

Severn Oaks ist ein Vorstadtviertel, von Zäunen umgeben, sicher und für Personen von außerhalb schwer zu betreten. Die Bewohner scheinen auf den ersten Blick ein perfektes Leben zu führen, doch durch einen ...

Severn Oaks ist ein Vorstadtviertel, von Zäunen umgeben, sicher und für Personen von außerhalb schwer zu betreten. Die Bewohner scheinen auf den ersten Blick ein perfektes Leben zu führen, doch durch einen anonymen Podcast drohen all ihre Geheimnisse aufgedeckt zu werden...

Ich muss ehrlich sagen, dass das Buch mich mit etwas gemischten Gefühlen zurücklässt.
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Das einzige Problem waren die vielen Charaktere und die dazugehörigen Partner, die ich anfangs nicht auseinanderhalten konnte. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang bei den Charakteren gewünscht.

Zwischendurch ist nicht viel passiert, hier gab es einige Längen, die die Freude am Lesen etwas getrübt haben.

Der letzte Abschnitt hatte es dagegen in sich. Nach und nach wurden ein Geheimnis nach dem anderen aufgedeckt und der Leser erfuhr, wer für Erikas tragischen Tod verantwortlich ist. Für mich erfolgte der Showdown fast ein bisschen zu schnell; bei den vielen Geheimnissen und Überraschunen hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin den Lesern zwischendurch Zeit gibt, um die neuesten Enthüllungen zu verarbeiten.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe. Einen Stern Abzug gibt es für die Längen in der Mitte des Buches. Das Ende hat mich wirklich überrascht; mit vielen der Enthüllungen und der Auflösung des Rätsels um Erikas Tod und Mary-Beths Verschwinden habe ich so nicht gerechnet.
Das Buch ist auf jeden Fall unterhaltsam (besonders, da für die meisten von uns ein Leben in einer derartigen Siedlung nicht vorstellbar ist), weshalb ich eine Leseempfehlung aussprechen kann.

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Veröffentlicht am 08.08.2020

Perfektion?

Ich will dein Leben
2

Ich muss zugeben, dass ich an das Buch andere Erwartungen hatte, da ich mir sicher, bin, dass ich vor einiger Zeit das Cover mit der Bezeichnung "Thriller" gesehen habe. (Nun steht aber Roman?)

Den Erzählstil ...

Ich muss zugeben, dass ich an das Buch andere Erwartungen hatte, da ich mir sicher, bin, dass ich vor einiger Zeit das Cover mit der Bezeichnung "Thriller" gesehen habe. (Nun steht aber Roman?)

Den Erzählstil fand ich sehr angenehm. Das ganze Buch über hat man das Gefühl, dass bald etwas Schlimmes passieren wird. Bis es soweit ist, dauert es zwar eine Zeit lang, trotzdem wird man gut unterhalten, da es eine Menge anderer, tragischer Ereignisse gibt.

Amanda Jennings hat hier sehr interessante Charaktere geschaffen. Zum Beispiel Tamsyn, die ihrem eigenen, tragischen Leben durch das Beobachten des Hauses auf den Klippen entfliehen will und von der Perfektion der Bewohner dieses Hauses träumt, hat sicher kein einfaches Leben. Auf den Leser wirkt sie für ihr Alter oft noch sehr kindlich und sie leidet sehr unter dem tragischen Verlust ihres Vaters. Sie freundet sich mit der Tochter des Hauses, Edie, einem "wilden" Mädchen, das unter der Gleichgültigkeit ihrer Eltern leidet, an. Lange habe ich mich gefragt, ob Edie wirklich aus Interesse an Tamsyn mit ihr befreundet ist, oder nur aus Langeweile in den Ferien. Die Antwort auf diese Frage bekommt man gegen Ende des Buches, ich möchte hier aber nicht zu viel verraten.

Im letzten Drittel des Buches kommt es schließlich zum tragischen Finale. Sehr positiv überrascht hat mich der Epilog, mit diesem Fortgang der Geschichte habe ich so nicht gerechnet.

Von mir bekommt das Buch 3,5 von 5 Sternen, da ich mir mehr Spannung und mehr Geheimnisse erwartet habe. Einen Thriller darf man nicht erwarten, ich würde das Buch vielmehr als Spannungsroman oder Familiendrama bezeichnen.

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Veröffentlicht am 06.11.2018

Kaum Spannung

Das falsche Kind
0

Leider war ich von diesem Thriller, der für mich eher in die Kategorie Drama fällt, etwas enttäuscht. Das Thema an sich finde ich sehr spannend und ich habe mir, auch aufgrund der Leseprobe, viel davon ...

Leider war ich von diesem Thriller, der für mich eher in die Kategorie Drama fällt, etwas enttäuscht. Das Thema an sich finde ich sehr spannend und ich habe mir, auch aufgrund der Leseprobe, viel davon erhofft. Doch leider ziehen sich die Kapitel nur so dahin und es passiert nichts Spannendes. Einzig die Rückblicke, in denen man erfährt, wie Sasha und Mark sich kennengelernt haben und wie ihr Kinderwunsch lange unerfüllt bleibt, lockern das Ganze etwas auf.
Ich hatte während des Lesens keine Idee, was hier vor sich geht, da sich mehrere Personen sehr merkwürdig verhalten haben. Auch wenn Sashas Verhalten durchaus nachvollziehbar ist, kam bei mir kein Mitgefühl auf, da sie mir ziemlich unsympathisch war – so wie auch die anderen Personen in dem Buch. Die Auflösung an sich hat mir dann doch noch ganz gut gefallen, auch wenn ich Sashas Reaktion alles andere als nachvollziehbar finde.
Mir hat das Buch von der Idee her gut gefallen; leider ist die Umsetzung meiner Meinung nach nicht ganz gelungen. Schade, dass zwischendurch keine Spannung aufgekommen ist.
Einen Pluspunkt gibt es für den Schreibstil, diesen fand ich sehr angenehm zu lesen.

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