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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2018

Ackermann wie wir ihn kennen und lieben

Racheopfer
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Mich hat diese Kurzgeschichte sehr gut unterhalten, obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe. Der Untertitel lautet "Wie das Töten begann, doch darum geht es kaum in diesem Buch. Mich hätte interessiert, ...

Mich hat diese Kurzgeschichte sehr gut unterhalten, obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe. Der Untertitel lautet "Wie das Töten begann, doch darum geht es kaum in diesem Buch. Mich hätte interessiert, mehr über Ackermanns Kindheit zu erfahren und warum er so geworden ist, wie er heute ist.
Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und man wollte es kaum aus der Hand legen. Obwohl die Handlung etwas vorhersehbar war - denn dieses Experiment konnte ja kaum gutgehen - war die Handlung durchgehend spannend.
Geärgert habe ich mich über Jennifers Naivität und darüber, dass sie aufgrund ihrer Rachsucht bereit war viele Menschenleben zu opfern. Obwohl ihr Durst nach Rache irgendwie nachvollziehbar ist, geht sie meiner Meinung nach zu weit. Ich möchte nicht spoilern, aber das Ereignis am Ende des Buches hat sie für mich gänzlich unsympathisch gemacht.
Alles in allem eine empfehlenswerte Kurzgeschichte und man ist beinahe traurig, dass sie so schnell vorbei ist.

Veröffentlicht am 06.11.2018

Kaum Spannung

Das falsche Kind
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Leider war ich von diesem Thriller, der für mich eher in die Kategorie Drama fällt, etwas enttäuscht. Das Thema an sich finde ich sehr spannend und ich habe mir, auch aufgrund der Leseprobe, viel davon ...

Leider war ich von diesem Thriller, der für mich eher in die Kategorie Drama fällt, etwas enttäuscht. Das Thema an sich finde ich sehr spannend und ich habe mir, auch aufgrund der Leseprobe, viel davon erhofft. Doch leider ziehen sich die Kapitel nur so dahin und es passiert nichts Spannendes. Einzig die Rückblicke, in denen man erfährt, wie Sasha und Mark sich kennengelernt haben und wie ihr Kinderwunsch lange unerfüllt bleibt, lockern das Ganze etwas auf.
Ich hatte während des Lesens keine Idee, was hier vor sich geht, da sich mehrere Personen sehr merkwürdig verhalten haben. Auch wenn Sashas Verhalten durchaus nachvollziehbar ist, kam bei mir kein Mitgefühl auf, da sie mir ziemlich unsympathisch war – so wie auch die anderen Personen in dem Buch. Die Auflösung an sich hat mir dann doch noch ganz gut gefallen, auch wenn ich Sashas Reaktion alles andere als nachvollziehbar finde.
Mir hat das Buch von der Idee her gut gefallen; leider ist die Umsetzung meiner Meinung nach nicht ganz gelungen. Schade, dass zwischendurch keine Spannung aufgekommen ist.
Einen Pluspunkt gibt es für den Schreibstil, diesen fand ich sehr angenehm zu lesen.

Veröffentlicht am 16.09.2018

Es ist alles anders als man denkt!

Das andere Haus
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Das Cover sieht nicht nur absolut toll aus, es fühlt sich auch super an.

Kurz zum Inhalt:
Caroline und Francis bekommen ein Angebot zum Haustausch und nehmen dieses an, da sie nach einigen schwierigen ...

Das Cover sieht nicht nur absolut toll aus, es fühlt sich auch super an.

Kurz zum Inhalt:
Caroline und Francis bekommen ein Angebot zum Haustausch und nehmen dieses an, da sie nach einigen schwierigen Jahren einen Urlaub gut gebrauchen können. Im neuen Haus angekommen, fühlen sie sich aber nicht richtig wohl, weil das Haus merkwürdig leer ist. Außerdem entdeckt Caroline versteckte Hinweise, die sie an Carl erinnern, mit dem sie während Francis' Tablettenabhängigkeit eine Affäre hatte. Caroline hat Angst, dass ihre Vergangenheit sie einholt und alte Gefühle wieder aufkommen.

Mein Fazit:
Mir hat dieses Erstlingswerk von Rebecca Fleet sehr gut gefallen. Es ist weder blutig, noch brutal, vielmehr beherrscht eine subtile Spannung das Buch. Man merkt sofort, dass etwas nicht stimmt. Zunächst scheint es recht eindeutig zu sein, was hier los ist, aber nach und nach bekommt man das Gefühl, dass doch alles anders sein könnte.
Von den Hauptpersonen ist mir ehrlich gesagt keine besonders sympathisch; vor allem Caroline und Francis und die Art, wie sie miteinander umgehen, ging mir etwas auf die Nerven. Auch die Nachbarin Amber fand ich furchtbar aufdringlich, obwohl ihr Verhalten im Nachhinein besser zu verstehen ist.
Einen Punkt Abzug gibt es, weil mir ein abschließender "Showdown" dann doch etwas gefehlt hat...

Veröffentlicht am 31.07.2018

Geheimnisvolles Klassentreffen

Nichts ist verziehen
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Nichts ist je verziehen ist der dritte Teil von Ninni Schulmans Krimireihe. Obwohl ich die beide Vorgänger (noch) nicht gelesen habe, konnte ich der Geschichte ohne Probleme folgen.
Kurz zum Inhalt: nach ...

Nichts ist je verziehen ist der dritte Teil von Ninni Schulmans Krimireihe. Obwohl ich die beide Vorgänger (noch) nicht gelesen habe, konnte ich der Geschichte ohne Probleme folgen.
Kurz zum Inhalt: nach vielen, vielen Jahren werden die ehemaligen Klassenkameraden zu einem Klassentreffen eingeladen, aber nicht alle haben Lust darauf. Schnell stellt sich heraus, dass nicht alle nett sind und es während der Schulzeit viel Mobbing und Geheimnisse gegeben hat. Und schon bald geschieht der erste Mord...
Ich habe mich für diese Leserunde beworben, weil ich mich dieses Thema (Klassentreffen, Geheimnisse, abgelegene Hütte) generell sehr anspricht und ich daher hohe Erwartungen an das Buch hatte. Obwohl die Geschichte für mich anfangs etwas mühsam war - es kam keine wirkliche Spannung auf und die vielen Personen auf dem Klassentreffen konnte ich zu Beginn schwer unterscheiden - nahm das Buch nach dem ersten Drittel richtig Fahrt auf und ich wollte es kaum aus der Hand legen.
Dieses Buch weist für mich einige Merkmale auf, die für mich einen guten Thriller ausmachen: erstens, man wird in eine völlig falsche Richtung gelenkt. Man denkt, man hat eine Ahnung, was los sein könnte und wer der Täter sein könnte, aber die Autorin schafft es einen durch unerwartete Wendungen am Schluss doch zu überraschen. Zweitens, man bekommt durch Magdalenas Tagebucheinträge und durch die Briefe der unbekannten Verfasserin einen Einblick in die Vergangenheit. Am Ende fügt sich alles zusammen und erklärt alle Geschehnisse und Motive. Mit der Auflösung bin ich sehr zufrieden; auf diesen Ausgang wäre ich nicht gekommen.
Etwas überflüssig fand ich den zweiten Handlungsstrang mit den Bränden und den Hassmails, die eine große Rolle in dem Buch einnahmen und ich aus diesem Grund mit der Auflösung dieser nicht zufrieden war.
Auch die vielen privaten Probleme der Ermittler und einiger anderer Personen mögen nicht jedermanns Sache sein. Mir haben diese kurzen Abschnitte aber ght gefallen, da sie die Geschichte auflockern.
Mich hat dieser Krimi sehr gut unterhalten und ich habe Lust bekommen, auch die Vorgänger zu lesen. Ich kann daher nur eine Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Mysteriöser Psychothriller

Das Böse in deinen Augen
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Die Kinderpsychologin Imogen Reid kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf zurück und tritt dort einen neuen Job an. Dabei lernt sie die 11-jährige Ellie Atkinson kennen, die immer wieder in mysteriöse ...

Die Kinderpsychologin Imogen Reid kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf zurück und tritt dort einen neuen Job an. Dabei lernt sie die 11-jährige Ellie Atkinson kennen, die immer wieder in mysteriöse Vorfälle verwickelt ist und von ihren Klassenkameraden übel behandelt wird. Nach einigen Vorfällen hat sogar Ellies Lehrerin Angst und warnt Imogen vor dem Mädchen. Imogen hört nicht auf die Warnungen und bekommt es erst mit der Angst zu tun, als sie selbst betroffen ist…
Jenny Blackhursts dritter Thriller wird abwechselnd aus der Sicht von Imogen und Ellie erzählt, wodurch man einen guten Einblick in das Geschehen bekommt. Die Schreibweise habe ich als sehr flüssig empfunden und ich bin nur so von Kapitel zu Kapitel geflogen.
Eine lange Zeit hat mich das Buch aufgrund der mysteriösen Vorfälle stark an Stephen King’s Carrie erinnert. Da ich von Jenny Blackhursts ersten beiden Thriller nichts Mysteriöses gewohnt bin und bei Thrillern generell lieber logische Erklärungen habe, hoffte ich auch hier auf eine rationale Erklärung.
Leider war mir keine der Hauptpersonen sonderlich sympathisch. Imogen fand ich anfangs in Ordnung; dadurch, dass sie ihre Schwangerschaft vor ihrem Freund Dan verheimlicht und sogar überlegt, ohne sein Wissen, abzutreiben, verliert sie immer mehr an Sympathie. Obwohl Ellie mir natürlich leid tut, da sie wirklich kaum jemanden auf ihrer Seite zu haben scheint, konnte auch hier keine große Sympathie aufkommen.
Die Autorin schafft es, einen immer wieder auf falsche Fährten zu führen und ohne die Diskussion in der Leserunde wäre ich nicht/sehr spät darauf gekommen, was hinter all den Ereignissen steckt. Das Ende hat mich daher sehr überrascht und ich bin mit dem Ausgang mehr als zufrieden. Es bleiben einige Fragen unbeantwortet, ich denke aber, dass das von der Autorin geplant war und Platz für die eigene Fantasie lassen soll.
Das Cover finde ich zwar schön, aber nicht so passend zum Inhalt. Hier hätte vielleicht eine Motte besser gepasst, da diese immer wieder in der Geschichte vorkommt…