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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2020

Perfektion?

Ich will dein Leben
2

Ich muss zugeben, dass ich an das Buch andere Erwartungen hatte, da ich mir sicher, bin, dass ich vor einiger Zeit das Cover mit der Bezeichnung "Thriller" gesehen habe. (Nun steht aber Roman?)

Den Erzählstil ...

Ich muss zugeben, dass ich an das Buch andere Erwartungen hatte, da ich mir sicher, bin, dass ich vor einiger Zeit das Cover mit der Bezeichnung "Thriller" gesehen habe. (Nun steht aber Roman?)

Den Erzählstil fand ich sehr angenehm. Das ganze Buch über hat man das Gefühl, dass bald etwas Schlimmes passieren wird. Bis es soweit ist, dauert es zwar eine Zeit lang, trotzdem wird man gut unterhalten, da es eine Menge anderer, tragischer Ereignisse gibt.

Amanda Jennings hat hier sehr interessante Charaktere geschaffen. Zum Beispiel Tamsyn, die ihrem eigenen, tragischen Leben durch das Beobachten des Hauses auf den Klippen entfliehen will und von der Perfektion der Bewohner dieses Hauses träumt, hat sicher kein einfaches Leben. Auf den Leser wirkt sie für ihr Alter oft noch sehr kindlich und sie leidet sehr unter dem tragischen Verlust ihres Vaters. Sie freundet sich mit der Tochter des Hauses, Edie, einem "wilden" Mädchen, das unter der Gleichgültigkeit ihrer Eltern leidet, an. Lange habe ich mich gefragt, ob Edie wirklich aus Interesse an Tamsyn mit ihr befreundet ist, oder nur aus Langeweile in den Ferien. Die Antwort auf diese Frage bekommt man gegen Ende des Buches, ich möchte hier aber nicht zu viel verraten.

Im letzten Drittel des Buches kommt es schließlich zum tragischen Finale. Sehr positiv überrascht hat mich der Epilog, mit diesem Fortgang der Geschichte habe ich so nicht gerechnet.

Von mir bekommt das Buch 3,5 von 5 Sternen, da ich mir mehr Spannung und mehr Geheimnisse erwartet habe. Einen Thriller darf man nicht erwarten, ich würde das Buch vielmehr als Spannungsroman oder Familiendrama bezeichnen.

  • Cover
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.11.2018

Kaum Spannung

Das falsche Kind
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Leider war ich von diesem Thriller, der für mich eher in die Kategorie Drama fällt, etwas enttäuscht. Das Thema an sich finde ich sehr spannend und ich habe mir, auch aufgrund der Leseprobe, viel davon ...

Leider war ich von diesem Thriller, der für mich eher in die Kategorie Drama fällt, etwas enttäuscht. Das Thema an sich finde ich sehr spannend und ich habe mir, auch aufgrund der Leseprobe, viel davon erhofft. Doch leider ziehen sich die Kapitel nur so dahin und es passiert nichts Spannendes. Einzig die Rückblicke, in denen man erfährt, wie Sasha und Mark sich kennengelernt haben und wie ihr Kinderwunsch lange unerfüllt bleibt, lockern das Ganze etwas auf.
Ich hatte während des Lesens keine Idee, was hier vor sich geht, da sich mehrere Personen sehr merkwürdig verhalten haben. Auch wenn Sashas Verhalten durchaus nachvollziehbar ist, kam bei mir kein Mitgefühl auf, da sie mir ziemlich unsympathisch war – so wie auch die anderen Personen in dem Buch. Die Auflösung an sich hat mir dann doch noch ganz gut gefallen, auch wenn ich Sashas Reaktion alles andere als nachvollziehbar finde.
Mir hat das Buch von der Idee her gut gefallen; leider ist die Umsetzung meiner Meinung nach nicht ganz gelungen. Schade, dass zwischendurch keine Spannung aufgekommen ist.
Einen Pluspunkt gibt es für den Schreibstil, diesen fand ich sehr angenehm zu lesen.

  • Cover
  • Handlung
  • Psychologie
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2018

Es ist alles anders als man denkt!

Das andere Haus
0

Das Cover sieht nicht nur absolut toll aus, es fühlt sich auch super an.

Kurz zum Inhalt:
Caroline und Francis bekommen ein Angebot zum Haustausch und nehmen dieses an, da sie nach einigen schwierigen ...

Das Cover sieht nicht nur absolut toll aus, es fühlt sich auch super an.

Kurz zum Inhalt:
Caroline und Francis bekommen ein Angebot zum Haustausch und nehmen dieses an, da sie nach einigen schwierigen Jahren einen Urlaub gut gebrauchen können. Im neuen Haus angekommen, fühlen sie sich aber nicht richtig wohl, weil das Haus merkwürdig leer ist. Außerdem entdeckt Caroline versteckte Hinweise, die sie an Carl erinnern, mit dem sie während Francis' Tablettenabhängigkeit eine Affäre hatte. Caroline hat Angst, dass ihre Vergangenheit sie einholt und alte Gefühle wieder aufkommen.

Mein Fazit:
Mir hat dieses Erstlingswerk von Rebecca Fleet sehr gut gefallen. Es ist weder blutig, noch brutal, vielmehr beherrscht eine subtile Spannung das Buch. Man merkt sofort, dass etwas nicht stimmt. Zunächst scheint es recht eindeutig zu sein, was hier los ist, aber nach und nach bekommt man das Gefühl, dass doch alles anders sein könnte.
Von den Hauptpersonen ist mir ehrlich gesagt keine besonders sympathisch; vor allem Caroline und Francis und die Art, wie sie miteinander umgehen, ging mir etwas auf die Nerven. Auch die Nachbarin Amber fand ich furchtbar aufdringlich, obwohl ihr Verhalten im Nachhinein besser zu verstehen ist.
Einen Punkt Abzug gibt es, weil mir ein abschließender "Showdown" dann doch etwas gefehlt hat...

Veröffentlicht am 31.07.2018

Geheimnisvolles Klassentreffen

Nichts ist verziehen
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Nichts ist je verziehen ist der dritte Teil von Ninni Schulmans Krimireihe. Obwohl ich die beide Vorgänger (noch) nicht gelesen habe, konnte ich der Geschichte ohne Probleme folgen.
Kurz zum Inhalt: nach ...

Nichts ist je verziehen ist der dritte Teil von Ninni Schulmans Krimireihe. Obwohl ich die beide Vorgänger (noch) nicht gelesen habe, konnte ich der Geschichte ohne Probleme folgen.
Kurz zum Inhalt: nach vielen, vielen Jahren werden die ehemaligen Klassenkameraden zu einem Klassentreffen eingeladen, aber nicht alle haben Lust darauf. Schnell stellt sich heraus, dass nicht alle nett sind und es während der Schulzeit viel Mobbing und Geheimnisse gegeben hat. Und schon bald geschieht der erste Mord...
Ich habe mich für diese Leserunde beworben, weil ich mich dieses Thema (Klassentreffen, Geheimnisse, abgelegene Hütte) generell sehr anspricht und ich daher hohe Erwartungen an das Buch hatte. Obwohl die Geschichte für mich anfangs etwas mühsam war - es kam keine wirkliche Spannung auf und die vielen Personen auf dem Klassentreffen konnte ich zu Beginn schwer unterscheiden - nahm das Buch nach dem ersten Drittel richtig Fahrt auf und ich wollte es kaum aus der Hand legen.
Dieses Buch weist für mich einige Merkmale auf, die für mich einen guten Thriller ausmachen: erstens, man wird in eine völlig falsche Richtung gelenkt. Man denkt, man hat eine Ahnung, was los sein könnte und wer der Täter sein könnte, aber die Autorin schafft es einen durch unerwartete Wendungen am Schluss doch zu überraschen. Zweitens, man bekommt durch Magdalenas Tagebucheinträge und durch die Briefe der unbekannten Verfasserin einen Einblick in die Vergangenheit. Am Ende fügt sich alles zusammen und erklärt alle Geschehnisse und Motive. Mit der Auflösung bin ich sehr zufrieden; auf diesen Ausgang wäre ich nicht gekommen.
Etwas überflüssig fand ich den zweiten Handlungsstrang mit den Bränden und den Hassmails, die eine große Rolle in dem Buch einnahmen und ich aus diesem Grund mit der Auflösung dieser nicht zufrieden war.
Auch die vielen privaten Probleme der Ermittler und einiger anderer Personen mögen nicht jedermanns Sache sein. Mir haben diese kurzen Abschnitte aber ght gefallen, da sie die Geschichte auflockern.
Mich hat dieser Krimi sehr gut unterhalten und ich habe Lust bekommen, auch die Vorgänger zu lesen. Ich kann daher nur eine Leseempfehlung aussprechen.

  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 22.07.2018

Ackermann wie wir ihn kennen und lieben

Racheopfer
1

Mich hat diese Kurzgeschichte sehr gut unterhalten, obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe. Der Untertitel lautet "Wie das Töten begann, doch darum geht es kaum in diesem Buch. Mich hätte interessiert, ...

Mich hat diese Kurzgeschichte sehr gut unterhalten, obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe. Der Untertitel lautet "Wie das Töten begann, doch darum geht es kaum in diesem Buch. Mich hätte interessiert, mehr über Ackermanns Kindheit zu erfahren und warum er so geworden ist, wie er heute ist.
Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und man wollte es kaum aus der Hand legen. Obwohl die Handlung etwas vorhersehbar war - denn dieses Experiment konnte ja kaum gutgehen - war die Handlung durchgehend spannend.
Geärgert habe ich mich über Jennifers Naivität und darüber, dass sie aufgrund ihrer Rachsucht bereit war viele Menschenleben zu opfern. Obwohl ihr Durst nach Rache irgendwie nachvollziehbar ist, geht sie meiner Meinung nach zu weit. Ich möchte nicht spoilern, aber das Ereignis am Ende des Buches hat sie für mich gänzlich unsympathisch gemacht.
Alles in allem eine empfehlenswerte Kurzgeschichte und man ist beinahe traurig, dass sie so schnell vorbei ist.

  • Cover
  • Action
  • Handlung
  • Spannung
  • Tempo