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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2020

Vernünftige Einstellungen zu unseren Lebensthemen

Hier und Jetzt
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Das Buch „Hier und jetzt“ von Peter Maffay ist keine wirkliche Biographie von dem Künstler und auch nicht nur ein Pamphlet für eine bessere Lebensweise. Es ist eine Darstellung, wie er zu seinem jetzigen ...

Das Buch „Hier und jetzt“ von Peter Maffay ist keine wirkliche Biographie von dem Künstler und auch nicht nur ein Pamphlet für eine bessere Lebensweise. Es ist eine Darstellung, wie er zu seinem jetzigen Leben mit einem Bio-Gut und seinen Stiftungen kam. Außerdem behandelt er die wichtigsten aktuellen Themen in diesem Zusammenhang und tut seine Meinung dazu kund. Ich persönlich finde diese sehr vernünftig und bodenständig. Die Schreibweise ist sehr ansprechend und das Buch gut zu lesen. Zur Zeit ist das Klima in aller Munde, da passt das hier durchaus dazu, wenn es auch keine wirkliche Aufklärung bietet. Es ist einfach ein unaufgeregter Beitrag ohne die rosarote Brille. Auch zum Thema Flucht und Kirche schreibt er sehr klar und deutlich, was er meint. Nachdem er selbst ja als Kind mit seinen Eltern aus Rumänien flüchtete, hat dies nochmal eine ganz andere Warte.
Fazit: Das Buch war ein sehr angenehmer Zeitvertreib, ich selbst fühle mich sehr bestätigt in meinen Meinungen. Zwar ist es nichts, was einem bahnbrechend neue Einblicke verleiht, aber ich gebe trotzdem eine Kaufempfehlung!

  • Cover
  • Thema
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.08.2018

Toller Wortwitz!

Mein (nicht ganz) perfektes Leben
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„Mein (nicht ganz) perfektes Leben“ von Sandra Binder handelt von Lila und Fred. Lila ist eine qurilige junge Frau, die im Chaos zuhause ist. Nachdem ihr Vater gestorben ist, als sie 10 Jahre alt war, ...

„Mein (nicht ganz) perfektes Leben“ von Sandra Binder handelt von Lila und Fred. Lila ist eine qurilige junge Frau, die im Chaos zuhause ist. Nachdem ihr Vater gestorben ist, als sie 10 Jahre alt war, und ihre Mutter sehr darunter gelitten hatte, möchte sie alles anders machen. Sie möchte sich auf keinen Fall verlieben, schon gar nicht in einen armen Schlucker. Deswegen hat sie eine Liste, auf der steht, dass sie einen Mann sucht, der ihr Sicherheit und Geld bieten kann, Gefühle dagegen will sie keine für ihn haben. Nachdem ihre vorherige Beziehung zu Bruch ging, zieht sie in eine Wohnung in Berlin-Spandau – ohne Möbel und sonstigen Krimskrams….sie hat keinen Job und keine Ausbildung. Aber reden kann sie wie ein Weltmeister…. Ihr Nachbar Fred ist der geborene Grummel. Soziale Kontakte hat er keine, er jobbt als Kellner, ist eigentlich aber ein Künstler, der derzeit eine Blockade hat. Lila lässt ihm keine Chance, sie freunden sich an. Er verliebt sich in sie, sie hält an ihrer Liste fest und lernt Marcel kennen, der perfekte Mann von ihrer Liste. Fred zieht sich zurück. Haben die beiden trotzdem eine Chance? Wird die Liebe siegen?
Der Roman ist in einem wunderschönen Ton geschrieben. Er liest sich leicht und flüssig, ist aber nie langweilig, sondern man findet sehr viele amüsante Szenen und tollen Wortwitz. Ich bin wirklich sehr angetan von Sandra Binders Schreibstil. Ich kann den Roman nur empfehlen! Man kann sich wunderbar in die Personen einfühlen!

  • Cover
  • Figuren
  • Gefühl
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 17.06.2018

Wann genau ist man schuldig?

Truly Madly Guilty
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Das Buch Truly Madly Guilty von Liane Moriarty ist ein Buch über mehrere Familien, die durch eine kleine Unachtsamkeit in die Irrungen und Wirrungen von Schuld und Sühne kommen. Es treten psychische Tiefen ...

Das Buch Truly Madly Guilty von Liane Moriarty ist ein Buch über mehrere Familien, die durch eine kleine Unachtsamkeit in die Irrungen und Wirrungen von Schuld und Sühne kommen. Es treten psychische Tiefen hervor, begründet durch die Kindheit und Vorerlebnisse der Protagonisten. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, womit man einen sehr detaillierten Einblick bekommt. Manchmal ist es allerdings doppelt gemoppelt, was mich persönlich nicht so sehr gestört hat. Man muss sich nur bewusst sein, dass nicht wirklich viel im Außen passiert, sondern viel mehr im Innern der Leute. Das an sich finde ich schon sehr spannend, wenn mir auch der Vorgänger „Big little lies“ besser gefallen hat, da dort mehr passiert an Handlung. Alles in allem schafft es die Autorin wie gewohnt, detailliert in die Psyche der Menschen einzutauchen und dies auch sehr bildlich darzulegen, so dass man sich gut in die Menschen einfühlen kann. Auch finde ich es sehr ansprechend, dass die Menschen eine Entwicklung durchmachen und sich erst durch ein Vorkommnis von vielen anderen Sachen aus der Vergangenheit lösen kann. So ist das Leben! Wir ändern uns erst, wenn wir wirklich müssen! Diese Erkenntnis gefällt mir sehr gut! Das Cover finde ich sehr ansprechend.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Geschichte
Veröffentlicht am 03.03.2018

Ein gelungener Auftakt zu der Bretagne - Trilogie

Die Kamelien-Insel
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„Die Kamelieninsel“ von Tabea Bach ist der Anfang einer Trilogie, die in der Bretagne spielt. Sylvia,eine verheiratete Unternehmensberaterin aus München, erbt von einer lange für sie verschollenen Tante ...

„Die Kamelieninsel“ von Tabea Bach ist der Anfang einer Trilogie, die in der Bretagne spielt. Sylvia,eine verheiratete Unternehmensberaterin aus München, erbt von einer lange für sie verschollenen Tante aus der Bretagne eine Insel. Überlastet von ihrem Beruf und in dem Glauben, die Insel sei verfallen, überlässt sie es ihrem Mann, einem Immobilienmakler, alles zu verkaufen. Überraschend fällt Sylvia jedoch plötzlich ein Job aus und sie fährt spontan in die Bretagne um sich alles anzusehen und ihrer Tante nachzuforschen. Dort entdeckt sie, dass es eine gut gehende und wunderbar gepflegte Kamelienzucht dort gibt und verliebt sich in die Insel. Solenn, die Lebensgefährtin ihrer verstorbenen Tante, Mael, der Gärtner und noch einige andere Personen schließt sie ins Herz. Nun möchte Sylvia die Insel erhalten, was jedoch mit vielen Problemen einhergeht. Sogar ihre Ehe steht auf dem Spiel….
Das Buch ist sehr spannend geschrieben, man fiebert mit, ob es gelingt, die Insel zu retten. Sylvia zeigt dabei zwei Seiten: einerseits ist sie die toughe Geschäftsfrau und auf der anderen Seite naiv und gutgläubig, womit sie in dieser Geschichte stark kämpfen muss. Sie war mir sehr sympathisch, da sie sich trotz aller Schwierigkeiten, die auf sie zukommen, nicht beirren lässt und für das Gute einsetzt. Ihr Mann wird im Buch sehr negativ und unsympathisch dargestellt. Man hat von Anfang an das Gefühl, der spielt ein dubioses Spiel. Auf der Insel trifft Sylvia auf Solenn, die Lebensgefährtin ihrer verstorbenen Tante. Diese wirkt zunächst spröde, aber hat ein großes Herz und schließt Sylvia darin ein. Mael, der Gärtner auf der Kamelieninsel, wird sehr knapp dargestellt. Seine Romanze mit Sylvia ist mir zu viel in der Geschichte. Der Kampf um die Insel und die problematische Ehe hätten mir vollkommen ausgereicht.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt eine Sehnsucht auf, die der Ort auslöst und ist sehr passend.
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, es liest sich sehr flüssig. Man möchte auch wissen, wie es mit der Insel weitergeht und mit den Protagonisten. Einzig die Liebesgeschichte war mir persönlich zu viel und auch zu wenig hinführend und gefühlvoll erzählt. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch, es war trotzdem wunderschön!

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 21.09.2020

Breit gefächert

Die Frauen von Gut Falkensee
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Das Buch „Die Frauen von Gut Falkensee“ von Luisa von Kamecke spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Westpreußen. Es handelt von dem Gut und ist aus der Perspektive von verschiedenen Leuten des Guts geschrieben, ...

Das Buch „Die Frauen von Gut Falkensee“ von Luisa von Kamecke spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Westpreußen. Es handelt von dem Gut und ist aus der Perspektive von verschiedenen Leuten des Guts geschrieben, von den Bediensteten bis zu den Gutsleuten und deren Kinder. Thematisiert wird vor allem die Heiratspolitik von damals und wie das Gut ums Überleben kämpft. Auch die Emanzipation und der Umgang mit den Polen dort wird behandelt. Das Buch ist unheimlich breit gefächert. Ich fand es sehr interessant, in die Thematik einzutauchen, jedoch war es mir manchmal zu knapp abgehandelt. Deswegen gibt es nur 4 Punkte. Alles in allem ist das Buch aber eine klare Leseempfehlung! Ein bisschen erinnert es mich an „Downton Abbey“.
Am besten gefiel mir die älteste Tochter Charlotte, die darum kämpft, emanzipiert durchs Leben zu gehen. Trotz allem muss sie heiraten, weil das Gut vor dem finanziellen Ruin steht. Wie sie sich damit arrangiert, was sie mit der Liebe macht, wie sie für das Gut kämpft, fand ich am mitreißendsten. Aber auch die Nebenschauplätze der Angestellten waren interessant zu sehen. Das Ende ist sehr offen, da ja noch zwei weitere Bände folgen sollen, allerdings finde ich es trotzdem als abgeschlossenes Buch in Ordnung. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil!

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema