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Veröffentlicht am 28.01.2026

Guter Hexenroman - bleibt jedoch hinter den großen Erwartungen zurück

A Dark and Secret Magic
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Hecate Goodwin ist eine Heckenhexe und lebt mit Ihrem Kater Merlin in einem gemütlichen Cottage am Waldrand. Dort sammelt sie Kräuter und andere Zutaten für Tinkturen und Heiltränke, welche sie zusammen ...

Hecate Goodwin ist eine Heckenhexe und lebt mit Ihrem Kater Merlin in einem gemütlichen Cottage am Waldrand. Dort sammelt sie Kräuter und andere Zutaten für Tinkturen und Heiltränke, welche sie zusammen mit anderen Hexen in einer Apotheke unter die Leute bringt. Ihr Leben ist ruhig aber dadurch auch etwas eintönig. Dies ändert sich jedoch, als sie von ihrer Schwester den Auftrag bekommt, das alljährliche Treffen ihres Hexenzirkels im alten Haus ihrer Familie vorzubereiten. Als wäre das nicht genug Aufregung, steht auch noch der Schattenmagier Matthew Cypher vor ihrer Tür und erbittet Unterschlupf. Als Heckenhexe ist sie dazu verpflichtet, jeder Person die in Not ist und um Obdacht bittet, diese auch zu gewähren. Als Hecate und Matthew das große Haus für den Hexenzirkel vorbereiten, finden sie ein bisher unbekanntes altes Buch von Hecates verstorbener Mutter. Es scheint, bis auf einem mit Blut geschriebenen Bannspruch, leer zu sein. In diesem wird der Dunkle König erwähnt, was Hecate sehr beunruhigt.
Kann Hecate in der kurzen Zeit bis zum Zirkeltreffen das Haus vorbereiten und das Geheimnis des Buches aufdecken?
"A Dark And Secret Magic" von Wallis Kinney spielt in einer magischen Gegenwart und ist eine passende Lektüre für den Herbst und die Zeit rund um Halloween.
Als eine Hommage an sämtliche Hexen- und Halloweenfilme und anderen popkulturellen Referenzen benötigt die Leserschaft keine große Einführung und die Geschichte nimmt direkt ihren Lauf. Hecate ist eine sympathische Hexe und das Setting ist mehr als cozy. Matthew ist eine guter Gegenpart und das Weltenerkunden macht mit den beiden Spaß. Bis knapp zur Hälfte funktioniert das für mich auch richtig gut. Allerdings nimmt es dann für mich von der Spannung und der Intensität immer mehr ab. Wir haben eine überstürzte Lovestory und Hecate sieht sich mehr als ein Mal in der Bredouille, sich zwischen ihrem neuen BF und ihren Schwestern und dem Hexenzirkel zu entscheiden. Das empfand ich für die kurze Erzählspanne von einer Woche leider etwas unpassend.
Nichtsdestotrotz ist „A Dark and Secret Magic“ eine gute Hexenlektüre für zwischendurch oder einen gemütlichen Herbsttag auf der Couch.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Ein Ausflug in ein idyllisches Bücherdorf

Mathilde und Marie
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Marie schlägt sich mit zwei Jobs in Paris durch und möchte der lauten Stadt entfliehen. Auf ihrer Reise trifft sie die 77-jährige Jónína, die sich auf dem Rückweg nach Hause befindet.
Kurzerhand schlägt ...

Marie schlägt sich mit zwei Jobs in Paris durch und möchte der lauten Stadt entfliehen. Auf ihrer Reise trifft sie die 77-jährige Jónína, die sich auf dem Rückweg nach Hause befindet.
Kurzerhand schlägt Jónína Marie vor, sie mit ins Dorf Redu mitzunehmen.
Jónína hat das Gefühl, dass Redu genau das ist, was Marie gebrauchen könnte. Und ebenso könnte Redu genau jemanden wie Marie gebrauchen...
Mathilde lebt nach einem großen Verlust zurückgezogen und einsam in Redu. Als sie eines Tages die junge Marie im Wald beim Spaziergang trifft, ist die vermeintliche Einsiedlerin alles andere als erfreut. Mathilde erkennt jedoch bald, dass sie mehrere Gemeinsamkeiten mit Marie zu teilen scheint, als ihr lieb ist.
Ich war tatsächlich ein bisschen traurig, als ich Redu auf dieser literarischen Reise wieder verlassen musste. In dem Bücherdorf in den belgischen Ardennen ticken die Uhren einfach anders. Es war genau das Buch, das ich in den ersten Tagen des neuen Jahres gebraucht habe und mich von der Hektik des Alltags ablenken konnte. Als Leserin mit einer großen Liebe für Bücher ist es schier unmöglich, sich nicht in dieses Dorf mit all seinen Bewohnerinnen und Besonderheiten zu verlieben.
An dieser Stelle muss ich aber leider einen Kritikpunkt anmerken. Mir fiel es anfangs schwer in den Schreibstil reinzukommen, da die Dialoge teilweise etwas unorganisch wirkten. Nach und nach konnte ich mich aber auf den Schreibstil einlassen und ich habe das Buch immer wieder mit Freude zu Hand genommen.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Generationenroman mit einer guten Mischung aus Ernsthaftigkeit und cleverem Witz

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Güstrow 1945
Die 14jährige Marlen versteckt sich vor den Soldaten in der Schublade einer Kommode. Als sie sich aus ihrem Versteck heraus traut begegnet sie Wilma, welche sie kurzerhand bei sich aufnimmt. ...

Güstrow 1945
Die 14jährige Marlen versteckt sich vor den Soldaten in der Schublade einer Kommode. Als sie sich aus ihrem Versteck heraus traut begegnet sie Wilma, welche sie kurzerhand bei sich aufnimmt. Wilma selbst trägt ein Geheimnis in sich und ist bald mehr auf Marlen angewiesen als ihr lieb ist.
Berlin 2023
Hannah, 34 Jahre alt, wird mit dem plötzlichen Auftauchen ihres Vaters konfrontiert, den sie noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen hat. Er beteuert, immer Kontakt zu ihr gewollt zu haben, doch dass dies ihre Mutter und Großmutter verhinderten. Da weder ihre Mutter noch ihre Großmutter am Leben sind, ist Hannah einer Entscheidung ausgesetzt: Glaubt sie den beiden Frauen, die ein Leben lang für sie da waren, oder dem fremden Mann, der plötzlich und völlig unerwartet auftaucht? Und wieso meldet er sich gerade jetzt? Hannah hat das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.


"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" war mein erstes Buch von Alena Schröder und ich habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich dazu neige, bei mehreren Zeitebenen stets eine zu präferieren. Aber hier waren beide Ebenen gleichermaßen spannend und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich habe sofort in die Story reingefunden und ich konnte mich sehr schnell auf den"Szenenwechsel" einlassen. Am liebsten mochte ich Marlen und ihre intrinsische, künstlerische Ambition, die so stark ist, dass sie sich einfach ihren Weg bahnt.
Was mir besonders am Roman aufgefallen ist und ich richtig gut fand, war der fliegende Wechsel zwischen Ernsthaftigkeit und leichtem Witz. Das hätte auch gut in die Hose gehen können, aber nein, hier hat es einfach punktgenau gesessen.
Die anderen Bücher von Alena Schröder mag ich nun auch unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Starkes Debüt

Liebewesen
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Dieses kleine, feine Büchlein lag seit ca. zwei Jahren auf meinem SuB. Und da wir im Lesekreis aktuell den zweiten Roman von Caroline Schmitt lesen, dachte ich mir, ich sollte ihren Erstling auch mal gelesen ...

Dieses kleine, feine Büchlein lag seit ca. zwei Jahren auf meinem SuB. Und da wir im Lesekreis aktuell den zweiten Roman von Caroline Schmitt lesen, dachte ich mir, ich sollte ihren Erstling auch mal gelesen haben. Little did I know...
Lio und Max führen eine Beziehung - mit den besten Möglichkeiten, die beide haben. Was gar nicht so einfach ist, denn jeder hat schon ein größeres Päckchen zu tragen. Die mühsam erarbeitete Normalität bricht für Lio zusammen, als sie erfährt, dass sie von Max schwanger ist. Denn jemand „wie sie“ sollte doch auf keinen Fall schwanger werden, oder?!
Ich habe "Liebewesen" innerhalb von zwei Tagen ausgelesen und ich habe mich danach
gleichzeitig leer und doch so voll an Zuneigung für die beiden Protagonist
innen gefühlt. Gerne hätte ich die beiden in die Arme genommen und ihnen gesagt, dass alles besser wird.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Unterwegs mit Wanda

Dass es uns überhaupt gegeben hat
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Zwischen Rausch und Vergessen, Höhen und Tiefen erzählt Michael Marco Fitzthum alias Marco Wanda von seinem Aufstieg als Künstler und seinem Leben neben und auf der Bühne.
Als die Band Wanda 2014 ihren ...

Zwischen Rausch und Vergessen, Höhen und Tiefen erzählt Michael Marco Fitzthum alias Marco Wanda von seinem Aufstieg als Künstler und seinem Leben neben und auf der Bühne.
Als die Band Wanda 2014 ihren Durchbruch erlebt, kann der Frontsänger sein Glück kaum fassen. Hatte er doch eine Zeit lang als Möbelpacker und bei McDonald's gejobbt, steht er jetzt im Rampenlicht und ist u. a. auf dem Cover des Musikexpress zu sehen. Mit der Band oder auch alleine zieht er von einer Bar in die nächste, und auch der Konsum härterer Drogen schleicht sich so langsam ein. Bald wird der Bandalltag von ausschweifenden Eskapaden geprägt.
Die autobiografische Erzählung Marco Wandas liest sich teilweise wie ein Roadtrip auf Drogen und biegt dann plötzlich ab in ruhigere, geradezu poetische Abschnitte. Die Leserinnen erfahren nicht nur viel über die Bandentstehung Wandas, sondern erleben zudem die hohen Hochs und tiefen Tiefs des Sängers. Ich empfand das Buch als sehr ehrlich und schonungslos. Die einzelnen Kämpfe, die jede Partei für sich mit sich herumträgt, gingen mir nahe, obwohl ich die Hälfte der genannten Personen nicht kenne. Den Eindruck, der Autor würde seinen Drogen- und Alkoholkonsum verherrlichen, kann ich nicht bestätigen. Ich empfand die Schilderung sehr authentisch und ungeschönt. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und erinnerte mich teilweise an Jack Kerouacs "On the Road". Obwohl ich die Musik der Band nur oberflächlich kenne, empfand ich das Buch als fesselnd und konnte mich sehr gut in die Zeit zurückversetzen, von der Wanda u. a. erzählt.
Das Buch ist auf jeden Fall auch für Leser
innen geeignet, die keine Wanda-Fans sind und sich einfach für Musik und Biografien interessieren. Klare Leseempfehlung!

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