Ihre Figuren liegen der Autorin am Herzen
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues KleidIch hatte bereits den nachfolgenden Roman von Alena Schröder gelesen. Jener hatte mich auf diesen neugierig gemacht. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Ich habe den Eindruck, dass Alena Schröder ...
Ich hatte bereits den nachfolgenden Roman von Alena Schröder gelesen. Jener hatte mich auf diesen neugierig gemacht. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Ich habe den Eindruck, dass Alena Schröder ihre Figuren am Herzen liegen. Sie gibt sich mit jeder einzelnen, egal ob Haupt- oder Nebenfigur, so große Mühe, dass man sich als Leser*in in jede von ihnen hineinversetzen kann.
Die Figuren sind überhaupt ihre große Stärke. Wie sie miteinander umgehen, welche Gedanken und Gefühle sie haben. Alles ist einfach großartig geschildert.
Mit den zwei Zeitebenen, früher von den 1920er Jahren bis nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gegenwart, schafft sie zwei ineinandergreifende Geschichten mit jeweils tollen Spannungsbögen.
Jeder Wechsel ist zugleich Cliffhanger in dem einen und Freude über die Fortsetzung der Geschichte in dem anderen Strang.
Auch das Ende hat mir total gut gefallen, mich jedoch mit ein bisschen Wehmut zurückgelassen, wie ich sie immer am Ende von großartigen Büchern empfinde, eben weil das Buch leider schon zu Ende ist.
Fazit: Empfehlenswerte Familiengeschichte im weiteren Sinne.