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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

Ihre Figuren liegen der Autorin am Herzen

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Ich hatte bereits den nachfolgenden Roman von Alena Schröder gelesen. Jener hatte mich auf diesen neugierig gemacht. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Ich habe den Eindruck, dass Alena Schröder ...

Ich hatte bereits den nachfolgenden Roman von Alena Schröder gelesen. Jener hatte mich auf diesen neugierig gemacht. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Ich habe den Eindruck, dass Alena Schröder ihre Figuren am Herzen liegen. Sie gibt sich mit jeder einzelnen, egal ob Haupt- oder Nebenfigur, so große Mühe, dass man sich als Leser*in in jede von ihnen hineinversetzen kann.

Die Figuren sind überhaupt ihre große Stärke. Wie sie miteinander umgehen, welche Gedanken und Gefühle sie haben. Alles ist einfach großartig geschildert.

Mit den zwei Zeitebenen, früher von den 1920er Jahren bis nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gegenwart, schafft sie zwei ineinandergreifende Geschichten mit jeweils tollen Spannungsbögen.

Jeder Wechsel ist zugleich Cliffhanger in dem einen und Freude über die Fortsetzung der Geschichte in dem anderen Strang.

Auch das Ende hat mir total gut gefallen, mich jedoch mit ein bisschen Wehmut zurückgelassen, wie ich sie immer am Ende von großartigen Büchern empfinde, eben weil das Buch leider schon zu Ende ist.

Fazit: Empfehlenswerte Familiengeschichte im weiteren Sinne.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Sehr spannend, aber Straffung hätte gutgetan

Der Frauenjäger
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Petra Hammesfahr schreibt Bücher, die sich gut lesen. So ist es auch mit diesem hier. Ich war sofort gefesselt. Zuerst eine Szene aus der Sicht des „Frauenjägers“, die übrigens die einzige dieser Art bleibt. ...

Petra Hammesfahr schreibt Bücher, die sich gut lesen. So ist es auch mit diesem hier. Ich war sofort gefesselt. Zuerst eine Szene aus der Sicht des „Frauenjägers“, die übrigens die einzige dieser Art bleibt. Danach wechselt die Handlung zwischen zwei Strängen, und zwar vor und nach der Entführung von Marlene, der Hauptfigur.

Die Kapitel vorher zeigen ihr Leben mit allem Drumherum. Es gibt eine Menge Personen, die ich mir nicht gleich alle merken konnte. Es sind zusammen mit Marlene vier Freundinnen, die sich schon von früher her kennen, und dann ihre vier Männer, die auch früher schon untereinander befreundet waren. So haben sich daraus vier Ehepaare gebildet. Das fand ich etwas zu konstruiert, aber es hat nicht wirklich gestört.

Es sind jedenfalls ganz schön viele Namen. Dann kamen noch die Namen der Kinder hinzu. Aber es ist zum Verständnis nicht unbedingt erforderlich, sich gleich alle zu merken. Es treten nach und nach ohnehin einzelne Personen in der Geschichte auf, so dass sie sich dann besser einprägen lassen.

Die Kapitel nach der Entführung zeigen Marlenes Bemühungen, sich in der bedrohlichen Situation zurechtzufinden und dieser zu entkommen.

Die Wechsel zwischen den beiden Handlungsebenen sind immer mit Cliffhangern abgeschlossen. So war ich zunächst immer wieder gespannt.

Aber ungefähr ab der Hälfte des Buches war ich ein wenig genervt, weil es meinem Empfinden nach alles zu langsam voranging. Die Szenen in der finsteren Gefangenschaft wirkten immer mehr wie ein Escape-Room. Die Szenen von davor im echten Leben hatten zwar ein paar Twists, aber die waren eher lasch.

Zum Ende hin plänkelte es mir zu viel hin und her. Ich hatte auch irgendwann keine Lust mehr, mutzumaßen, wer der Täter sein könnte. Ich wollte nur noch ein Ende haben.

Das kam dann auch und brachte zum Glück die Auflösung.

Fazit: Eine prima Idee, aber das Buch hätte meiner Meinung nach durch etliches Weglassen gestrafft und verbessert werden können. Insgesamt wurde ich ganz gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

So schließt du deine Rentenlücke

Finanzen ganz einfach
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Saidi ist das Gesicht vom Finanztip-Youtube-Kanal, wo er in Videos in verständlicher Art und Weise alles rund um persönliche Finanzen und Geldanlage erklärt.

Nun hat er mit diesem Finanzratgeber eine ...

Saidi ist das Gesicht vom Finanztip-Youtube-Kanal, wo er in Videos in verständlicher Art und Weise alles rund um persönliche Finanzen und Geldanlage erklärt.

Nun hat er mit diesem Finanzratgeber eine relativ einfach zu befolgende Anleitung geschrieben, wie fast jeder seine eigenen Finanzen samt Altersvorsorge optimieren kann, indem er ganz nebenbei über ETFs ein Vermögen aufbaut.

Das Buch (bzw. das Hörbuch) hat eine angemessene Länge. Es ist kurz genug, um nicht abschreckend zu wirken, denn viele Leute scheuen sich bisher davor, sich mit Finanzen zu beschäftigen. Es ist jedoch lang genug, um die benötigten Grundlagen verständlich zu vermitteln.

Alles ist in logischer und praktischer Reihenfolge angeordnet, so dass man schon mit den ersten Aktionen beginnen kann, noch bevor man alles gelesen oder angehört hat.

Mir persönlich gefällt es allerdings nicht, dass der Autor wirklich solche Aufforderungen einfügt: Höre erst weiter, wenn du ein Tagesgeldkonto eröffnet hast… Ich empfinde so etwas als ziemlich übergriffig. Aber letzten Endes entscheidet ja jeder selbst, ob er solcher Aufforderung nachkommen möchte oder nicht.

Ansonsten ist alles Beschriebene sinnvoll. Dadurch, dass Saidi persönliche Dinge einfließen lässt, wird es noch besser nachvollziehbar.

Ein wenig ausführlicher hätte er noch die Entnahmephase behandeln können. Damit meine ich, die Frage zu klären: Wie verwendet man das erzielte Vermögen später im Alter? Dafür hätte das Immobilien-Kapitel verkürzt oder ganz weggelassen werden können.

Da jedoch für die Zielgruppe dieses Buches bis zum Alter noch viel Zeit bleibt, kann sich da jeder selbst noch zusätzlich informieren.

Mein Fazit:

Geeignet ist die beschriebene Investmentmethode für alle, die noch einen Anlagehorizont von mindestens fünfzehn Jahren haben. Dabei gilt: Je länger, desto besser.

Und natürlich muss man dafür die Voraussetzung erfüllen, dass man überhaupt Einkommen hat bzw. nicht überschuldet ist.

Wer das Beschriebene konsequent über Jahre hinweg nachmacht, wird seine Rentenlücke bestimmt mit wenig Aufwand schließen können.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Unerwartete Fortsetzung der Gereon-Rath-Reihe

Westend
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Ich habe mich sehr gefreut, als ich hörte, dass Volker Kutscher mit „Westend“ eine 35 Jahre später spielende Fortsetzung der Gereon-Rath-Reihe geschrieben hat. So würde ich erfahren, was im und nach dem ...

Ich habe mich sehr gefreut, als ich hörte, dass Volker Kutscher mit „Westend“ eine 35 Jahre später spielende Fortsetzung der Gereon-Rath-Reihe geschrieben hat. So würde ich erfahren, was im und nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Protagonisten geschehen ist.

Das Hörbuch wurde in Interviewform mit verschiedenen Schauspielern produziert. So ist es eher ein Hörspiel. Ich empfinde die Personen dabei als sehr gut dargestellt. Die Dialoge sind lebendig und es passt zu Gereon Rath, wie er – wenn nun auch als alter Mann – auf die Fragen reagiert.

Einige lose Enden, die nach dem zehnten und letzten Band der eigentlichen Roman-Reihe noch übriggeblieben waren, wurden durch dieses kleine Zusatzbüchlein „befestigt“. Auch in dieses Miniwerk hat der Autor wieder historische Bezüge sehr lehrreich und trotzdem unterhaltsam eingebracht.

Am Ende gab es noch einen Twist, den ich nicht geahnt habe.

Fazit: Ein gelungenes Zusatzwerk, leider viel zu kurz.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Moderner David Copperfield - empfehlenswert

Demon Copperhead
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Dieses Buch hat mich ziemlich begeistert. Am Anfang war ich skeptisch, ob so ein dickes Werk mich von vorne bis hinten interessieren könnte, aber ich habe schon dickere Bücher gelesen...

Auch bei diesem ...

Dieses Buch hat mich ziemlich begeistert. Am Anfang war ich skeptisch, ob so ein dickes Werk mich von vorne bis hinten interessieren könnte, aber ich habe schon dickere Bücher gelesen...

Auch bei diesem hier kann ich sagen: Keine Seite war zu viel.

Ich war sehr schnell gefesselt durch den Erzählstil, aus der Sicht des Protagonisten, der immer locker bleibt, egal, wie übel ihm mitgespielt wurde.

Das ließ mich hoffen, dass am Ende alles gut wird. Denn sonst hätte er ja die ganze Geschichte nicht so abgeklärt erzählen können.

Hier wird eine ganz bestimmte Gesellschaft auf sehr anschauliche und liebevolle Art durch die Autorin dargestellt. Ich habe zum Teil ziemlich mitgefiebert.

Es ist ein absolut lesenswertes Buch. Es ist eine Art moderner "David Copperfield".

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