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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2021

Zu Viele Offene Fragen

Lieblingskind
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THRILLER; Ein kleines Mädchen verschwindet und taucht nach 48 Stunden wieder auf. Niemand weiß wo sie war. Niemand weiß was mit ihr passiert ist. Es stellt sich heraus, dass es einige Menschen gibt, die ...

THRILLER; Ein kleines Mädchen verschwindet und taucht nach 48 Stunden wieder auf. Niemand weiß wo sie war. Niemand weiß was mit ihr passiert ist. Es stellt sich heraus, dass es einige Menschen gibt, die wissen wo sie in der Nacht war und was passiert ist. Die 48 Stunden danach bleiben allerdings ein Rätsel, denn sie war unverletzt. Obwohl die Beteiligten ganz genau wissen, dass sie sich Verletzungen zugezogen hatte.
Joe kehrt nach einigen Jahren zurück in das Dorf seiner Kindheit zurück und arbeitet mehr oder weniger legal als Lehrer an der Schule an der schon so viel Schreckliches geschehen ist. Seine ehemalige Jugendliebe ist mit seinem ehemaligen Kumpel verheiratet, aber sonst wirkt der kleine Ort trist, fast langweilig. Bis der Grund für seine Rückkehr deutlich wird: Joe erhält Nachrichten, die besagen, dass sich die Vergangenheit wiederholt. Kinder verschwinden und kehren zurück. Ohne Erklärung. Einfach so. Um mit der Vergangenheit abschließen zu können, muss der Protagonist sie aber zuerst erneut durchleben. Das Mobbing, einen Unfall, den Tod und vor allem das Verschwinden des kleinen Mädchens, seiner kleinen Schwester Annie.
Sowohl das Cover als auch der Klappentext wirkten auf mich sehr überzeugend. Mit dem Inhalt wurde ich allerdings ziemlich enttäuscht. Ich lese gerne Thriller und die verworrene Handlung mit einigen guten Plottwists ist nicht per se schlecht. Problematisch ist, dass sich die Handlung extrem in die Länge zieht und deshalb leider an vielen Stellen langweilt. Während des Lesens war ich in der Lage einige Theorien auszudenken, nur um dann am Ende keine Erklärung zu bekommen. Die Handlung zieht sich, dafür wurde das Ende sehr knapp und viel zu schnell erzählt. Am Ende sind die wichtigen Fragen immernoch offen.
Weil ich die Geschichte vielversprechend fand, habe ich mich durch einige Kapitel durchgequält, weil ich Hoffnung auf eine gute Geschichte hatte. Spannung wurde aufgebaut, aber irgendwie fehlt der Höhepunkt.

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Veröffentlicht am 12.10.2021

Mord Verjährt Nicht

Totensonntag
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KRIMINALROMAN; Alles beginnt am 1. Mai 1945, wenige Tage vor dem Ende des 2. Weltkrieges. Achtzig Frauen aus Nebenlagern des KZs Dachau sind mit dem SS-Hauptscharführer und weiteren SS-Männern auf dem ...

KRIMINALROMAN; Alles beginnt am 1. Mai 1945, wenige Tage vor dem Ende des 2. Weltkrieges. Achtzig Frauen aus Nebenlagern des KZs Dachau sind mit dem SS-Hauptscharführer und weiteren SS-Männern auf dem Weg nach Tirol. Dabei wird insbesondere eine Frau, Frieda Jonas, in den Vordergrund der Handlung gestellt.
47 Jahre später, im Herbst 1992 werden Kommissar Wallner und sein Kollege Kreuthner Zeugen einer Geiselnahme in Miesbach. Der Geiselnehmer begeht, vor der Erfüllung seiner Forderungen, Selbstmord. Er gibt den Beamten allerdings den Tipp, dass sich im Keller einer Kirche ein gläserner Sarg mit Leiche befindet. Bei der Durchsuchung der Kirche bewahrheitet sich seine Aussage. Die Polizisten stoßen auf einem geheimen Raum, in welchem sich tatsächlich ein Sarg befindet. Name und Lebensdaten sind auf dem Sarg eingraviert: Frieda Jonas 24.03.1921-02.05.1945. Sie wurde mit einem Kopfschuss getötet. Der Fund gibt den beiden leitenden Kommissaren Rätsel auf, denn bei weiteren Recherchen zu den Geschehnissen am Ende des zweiten Weltkrieges, geben die Dorfbewohner an sich nicht an Frieda erinnern zu können.
Während der Ermittlungen kommt es zu einem weiteren Mord, zu dem Mord eines Mannes, der mit seinem Wissen die Möglichkeit gehabt hätte den Täter zu überführen. Den Polizisten wird deutlich: Der Mörder lebt noch und ist bereit über Leichen zu gehen, um seine Spuren zu verwischen. Die beiden Kommissare ermitteln mit Hilfe der zuständigen Staatsanwältin und kommen dabei schwerwiegenden Ereignissen auf die Spur.
Der Schreibstil ist angenehm, einige Charakter verständigen sich im bayrischen Dialekt, was bei Bewohnern der Region sicherlich zu einem Heimatgefühl beiträgt. Die normalen Kapitel aus dem Jahr 1992 werden in unregelmäßigen Abständen von Kapiteln aus dem Jahr 1945 unterbrochen, was den Leser die Geschehnisse um Frieda besser nachvollziehen lässt.

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Veröffentlicht am 12.10.2021

Liebe nach Rezept

Someone to Stay
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ROMAN; große Familie, eine Prise Jura, Lucien und ganz viel Female Empowerment. So lautet das Rezept zu Alizas chaotischem Leben. Terminplan immer überfüllt.
So viele Pflichten organisiert zu bekommen ...

ROMAN; große Familie, eine Prise Jura, Lucien und ganz viel Female Empowerment. So lautet das Rezept zu Alizas chaotischem Leben. Terminplan immer überfüllt.
So viele Pflichten organisiert zu bekommen ist schwierig, eigentlich unmöglich: Prüfungen, Blogbeiträge und Fotoshoots stehen neben Treffen mit Familie und Freunden, manchmal hat Aliza das Gefühl nicht alles zu geben zu können, weil der Stress sie auffrisst. Also müssen Entscheidungen getroffen werden, Ziele verändert, aber trotzdem Erfolge gefeiert werden.
Cassie & Ammi, Nazia & Lucien, alle machen sich Sorgen um Aliza. Der stetige Stress tut ihr nicht gut. Und auch Lucien ist gestresst, muss Opfer bringen für das Leben, welches er führt, denn ein tragisches Ereignis zwang ihn dazu viel zu früh Erwachsen werden zu müssen. Beide müssen sich eingestehen wenig Zeit für eine Beziehung zu haben und das ist in Ordnung.
Tiefsinnige Gespräche, Sushi-Dates und eine Portion Cupcakes sorgen schon für eine traumhafte Zeit. Doch als ein Unfall Lucien an seine Vergangenheit erinnert wird der Traum zum Alptraum und dafür reicht dann doch kein Teller Cupcakes mehr. Haben die beiden dann überhaupt noch eine Chance?
Eine Mischung aus Familie, Freundschaft und Liebe, die das Leben so zeigen, wie es ist: chaotisch und unvorhersehbar. Tragisch und doch kann sich ein kleines Stückchen Glück einschleichen. Nicht immer läuft alles perfekt nach Rezept, aber Überraschungen bieten Platz für Veränderung und an Veränderungen kann man wachsen.
Die warme Atmosphäre des Buches erzeugt ein gutes Gefühl, man möchte aus den Seiten gar nicht mehr auftauchen und wenn man schließlich doch am Ende angekommen ist, weiß man, wie viel man noch über sich selbst lernen kann, um sich, wie die Autorin sagt, selbst zu finden.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen; allerdings hat mir der Schreibstil in manchen Szenen weniger gefallen, da ich die Emotionen der Charaktere teilweise schwer nachzuvollziehen konnte. 

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Veröffentlicht am 12.10.2021

Selbstliebe

Madly
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ROMAN; Mason und June. June und Mason. So viele Gemeinsamkeiten und doch so verschieden.
Mason gibt nicht auf, versucht seit Monaten ein Date mit June zu bekommen, doch sie lässt ihn immef abblocken. ...

ROMAN; Mason und June. June und Mason. So viele Gemeinsamkeiten und doch so verschieden.
Mason gibt nicht auf, versucht seit Monaten ein Date mit June zu bekommen, doch sie lässt ihn immef abblocken. Nicht weil sie ihn nicht unglaublich interessant, attraktiv und intelligent findet, sondern weil sie Angst hat. Große Angst davor verletzt zu werden. Enttäuscht. Sie möchte nicht als abstoßend und nicht-normal betrachtet werden. Ein dunkelrotes Feuermal bedeckt einen Teil ihres Gesichts und Oberkörpers und niemand darf es sehen. Jeden Tag muss sich June unter einer dicken Schicht Make-up verstecken. Ihrer Maske. Sie beschützt sie vor den Blicken der Anderen, vor Zurückweisung. Eine Beziehung kann sie bestimmt nicht eingehen, denn niemande könnte sie so lieben, wie sie ist. Doch dann gibt es Mason, der ihr hoffnungslos verfallen ist. Obwohl seine ehemalige Beziehung katastrophal verlaufen ist und auch er Angst davor hat, verletzt zu werden.
Die beiden finden sich selbst und dadurch zueinander. Liebe beruht nicht auf Äußerlichkeiten, man muss sie sich nicht verdienen. Die Widmung der Autorin hat mich bereits tief berührt. Junes Selbstbewusstsein wächst durch Mason, aber auch durch Erfolge im Studium. Sie braucht keine Maske mehr, denn jetzt kann sie endlich einfach nur sie selbst sein.
Ich habe die anderen zwei Bände der Reihe noch nicht gelesen, aber die Charakter treten natürlich auch in diesem Band auf. Alle wirken authentisch und als Leser wird man in eine warme WG-Atmosphäre mit vielen Donuts eingeladen. 

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Veröffentlicht am 12.10.2021

Haben die Menschen im Kapitol ein perfektes, ein sorgloses Leben?

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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Es sind die 10. Hungerspiele und Coriolanus Snow wird zum Mentor des weiblichen Tribut aus Distrikt 12. Er geht davon aus, dass seine Chancen auf den Sieg schlecht stehen, dabei wäre er doch auf den Gewinn ...

Es sind die 10. Hungerspiele und Coriolanus Snow wird zum Mentor des weiblichen Tribut aus Distrikt 12. Er geht davon aus, dass seine Chancen auf den Sieg schlecht stehen, dabei wäre er doch auf den Gewinn angewiesen. Er möchte studieren, seine Großmutter prophezeit ihm zukünftiger Präsident von Panem zu werden, doch das Geld fehlt. Coriolanus Familie besteht nur noch aus seiner Cousine Tigris und der Großmadame, seine Eltern sind verstorben. Nach außen wird allerdings der Schein gewahrt: Snow besucht weiter die Akademie und muss dort bereits mit seinen Mitschülern Konzepte für die Hungerspiele ausarbeiten, die der Obersten Spielmacherin Dr. Gaul vorgelegt werden können, die Spiele müssen nämlich sehenswert bleiben.
Lucy Gray ist sein Mädchen. Tribut aus Distrikt 12. Zuerst wirkt sie unscheinbar: grau wie ihr Name. Aber sie ist laut und bunt. So bunt. Sie überzeugt die Zuschauer mit ihrem Gesang, sie ist Publikumsliebling und sie ist auch Coriolanus Liebling. Er wird alles tun, um sie so lange wie möglich am Leben zu halten. Vielleicht darf Lucy Gray ihr Leben behalten und vielleicht bekommt Snow sein Stipendium. Hätten die beiden dann eine Zukunft?

Snow wirkt emphatisch und verzweifelt. Er ist ein Mensch, der Sorgen trägt und seine Familie nicht enttäuschen möchte. Die Freundschaften im Kapitol sind oft zu oberflächlich und politisch motiviert. Er lernt Sejanus Plinth kennen, der ursprünglich aus Distrikt 2 kommt, dessen Vater allerdings ein ungeheureres Vermögen angehäuft hat. Sejanus ist ebenfalls Mentor, kann diese Aufgabe aber nur schlecht verkraften. Er verfügt über moralische Einstellungen, die nicht mit dem Kapitol übereinstimmen. Dabei muss ihm Coryo oft aus der Patsche helfen und man erkennt, dass Coriolanus Snow nie selbstlos und ehrlich handelt, sondern machtgierig, egoistisch und eifersüchtig wird. Er ist ein unheimlich komplexer Charakter und diesen Teil seined Lebens zu verfolgen war unheimlich aufschlußreich und interessant.

Der Schreibstil ist angenehm zum Lesen. Die Geschichte der Hungerspiele und die verschiedenen Interpretationen machen nachdenklich. Die Frage ob Menschen böse geboren oder böse gemacht werden müssen kommt auf und verschiedene Charaktere zeigen unterschiedliche Perspektiven.
Es werden auch einige Bezüge zu den vorherigen Bänden hergestellt, z.B. Das Lied vom Henkersbaum, dadurch fühlt man sich als Leser*in vertrauter mit dem Buch. Negativ empfunden habe ich die vielen Liedtexte, die für die Geschichte teils durchaus wichtig sind, meinen Lesefluss aber jedes mal aufs Neue unterbrochen haben.

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