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Veröffentlicht am 14.10.2024

Digger Hamburg

Digger Hamburg
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Digger Hamburg ist ein Buch über eine außergewöhnliche Reise- Stephan Boden arbeitet in der Werbebranche und ist das, was man wohl mit gutsituiert bezeichnen würde. Aber er fühlt sich nicht glücklich dabei ...

Digger Hamburg ist ein Buch über eine außergewöhnliche Reise- Stephan Boden arbeitet in der Werbebranche und ist das, was man wohl mit gutsituiert bezeichnen würde. Aber er fühlt sich nicht glücklich dabei und beschließt deshalb eine Segeltour über die Ostsee nach Schweden im Sommer 2012 über mehrere Monate. Zusammen mit seiner Freundin und seinem Hund bricht er auf. Das Wetter macht ihm allerdings mehr als einen Strich durch die Rechnung und ändert öfter seine Pläne. Trotzdem wird die Reise zu einem wichtigen Erlebnis für alle …

Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen. Vom Stil her ist es eher einfach und an die etwas ungewöhnliche Schriftart für ein Buch gewöhnt man sich nach einer Weile. Das Buch ist dreigeteilt: die Erlebnisse des Autors, viele wunderbare Fotos und die Blog-Einträge während der Reise. Insgesamt empfand ich es als sehr hochwertig, gerade durch die Fotos. Vorangestellt ist eine Liste mit den technischen Daten, am Ende folgt eine mit den mitgenommenen Sachen. Dazwischen die Beschreibungen auf See und in den Häfen, die vielen Erlebnisse und Erkenntnisse. Das Buch wurde in einem Seglerverlag verlegt und genau das war für mich als totaler Laie insoweit ein Problem, dass ich anfangs die vielen Fachwörter nachgeschlagen habe, die mit dem Segeln zu tun hatten. Irgendwann habe ich genervt aufgegeben, um den Lesefluss nicht dauernd zu unterbrechen. Ich denke, auch so habe ich den Inhalt verstanden. Hier wären aber ein paar kleine Erläuterungen oder eine Liste mit den wichtigsten Erklärungen sehr hilfreich gewesen. Nicht ganz so gut fand ich auch die direkte Nachfolge der Web-Blogs nach dem Text zu den jeweiligen Tagen, weil man damit alles „doppelt“ las, zumal bei beiden dann auch noch die gleichen Sätze verwendet wurden.
Trotz dieser Anmerkungen hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen. Den gewonnenen Erkenntnissen, dass oft weniger mehr ist, dass eine große Yacht nicht automatisch glücklich oder reicher macht usw. kann ich nur vorbehaltlos zustimmen. Das Buch macht Lust auf eine eigene Reise (wenn auch nicht unbedingt auf einem Segelboot), die absolut tollen Fotos verführen zum Träumen.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Drei Frauen im R4

Drei Frauen im R4
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Nele, Trudi und Renate sind 50 geworden, seit 40 Jahren Freundinnen und erhalten als gemeinsames Geschenk von den Töchtern eine Reise nach Italien. Nun ist das aber keine normale Reise, denn die 3 wollten ...

Nele, Trudi und Renate sind 50 geworden, seit 40 Jahren Freundinnen und erhalten als gemeinsames Geschenk von den Töchtern eine Reise nach Italien. Nun ist das aber keine normale Reise, denn die 3 wollten Anfang der 80er Jahre schon einmal gemeinsam nach Italien – dann kamen die Töchter „dazwischen“ und die Reise fand nie statt. Also soll sie jetzt nachgeholt werden – aber eben stilecht im R4, mit den Klamotten aus den 80ern, ohne Computer und Handy, mit Dosenessen und wenig Geld, ohne Kreditkarte – einfach nur mit den Dingen, die es Anfang der 80er Jahre schon gab. Die Reise wird zu einem besonderen Abenteuer…

Mir hat das Buch gut gefallen. Zuerst einmal die Idee dieser ausgefallenen Zeitreise. Dann die liebevoll mit Songs übertitelten Kapitel und die „Fotos“, die Zeichnungen sind. Dazu die wirklich gute Beschreibung der 3 Freudinnen, die so unterschiedlich und doch so gleich sind. Ihre Entwicklung im Leben und während der Reise, ihre Sorgen und Freuden und zuallererst ihr Zusammenhalt während der Reise und im Leben. Geschrieben ist das Buch mit viel Wärme und Humor, mit Seitenhieben auf die teilweise Übertreibungen der Feministinnen in den 80ern, aber auch deren wichtige Funktionen und erreichte Leistungen. Im ganzen Buch schwingt viel Nostalgie mit, aber eben ohne zu Verklären und auch ohne den Fortschritt zu negieren. Trotzdem wird immer wieder auf eine der wichtigsten Sachen im Leben zurückgekommen: Freundschaft. Von daher ist es ein wunderbar gelungenes Buch mit mehr als nur einem Augenzwinkern, ganz wenig Sentimentalität und ganz viel Herz.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Der Schock

Der Schock
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Das Buch war ein Schock - im absolut positivem Sinn. Ich habe damit angefangen und die Nacht durchgelesen, weil ich nicht aufhören konnte. Immer noch ein Kapitel und noch ein Kapitel ...

In dem Buch geht ...

Das Buch war ein Schock - im absolut positivem Sinn. Ich habe damit angefangen und die Nacht durchgelesen, weil ich nicht aufhören konnte. Immer noch ein Kapitel und noch ein Kapitel ...

In dem Buch geht es um 4 Leute: Jan, seine Schwester Kathy, deren Freund Greg und Jans Jugendschwarm Laura machen Urlaub an der Cote d'Azur. Laura verschwindet, kommt wieder und ein Streit beginnt, nach dem Laura endgültig verschwindet. Später findet Jan ihr Handy mit einer verstörenden Aufnahme und macht sichauf die Suche nach Lara. Und damit beginnt für ihn ein Alptraum mit dem Fund seiner toten Nachbarin und so geht es weiter ...

Wie gesagt, das Buch war für mich absolut spannend und obwohl nicht wirklich sehr viele "brutale" Details beschrieben worden, doch sehr grausam. Auch wenn man im Laufe der Handlung mehr und mehr Details erfährt, die wirkliche Auflösung und eine Ahnung derselben hat man erst sehr weit am Schluss.
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Veröffentlicht am 14.10.2024

Wo die Angst ist

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Ein 19-jähriger Türke wird in Potsdam brutal zusammengeschlagen. Er fällt ins Koma und kämpft tagelang um sein Leben. Ein zufällig vorbeikommender Familienvater hilft ihm und lässt die Polizei rufen. Kurze ...

Ein 19-jähriger Türke wird in Potsdam brutal zusammengeschlagen. Er fällt ins Koma und kämpft tagelang um sein Leben. Ein zufällig vorbeikommender Familienvater hilft ihm und lässt die Polizei rufen. Kurze Zeit später aber wird er ebenfalls zusammengeschlagen und will keine Aussage mehr machen. Er fürchtet um sein Leben und das seiner Familie. Kommissar Kamm beginnt die Ermittlungen und holt sich mehr als wiederwillig Hilfe von der Psychologin Behrens. Ein Duo, dass vor nicht allzu langer Zeit schon aneinander geraten ist. Schnell gibt es einen Verdacht: Schuld hat ein Neonazi. Doch die Ermittlungen ziehen sich hin und es gibt eine Überraschung nach der anderen.
Das Buch ist ein gelungener Debütroman mit kleineren Schwächen. Es ist ein klassischer Krimi, bei dem man die Ermittlungen gut verfolgen kann. Mich haben ein bißchen die oft verwendeten Klischees gestört und das zu viel an Theoretisieren der Psychologin. Dadurch büßte das Buch etwas an Spannung ein – vor allem im mittleren Teil. Trotz allem aber war das Buch insgesamt gut und flüssig zu lesen. Die Ermittlungen waren logisch nachvollziehbar, die Spannungen zwischen dem Kommissar und der Psychologin ebenfalls. Das Ende war dann doch ein sehr gelungen und lange so nicht absehbar.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Wie Sonne und Mond

Wie Sonne und Mond
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Birgit und Kira sind zwei ungleiche Schwestern - denkt man im ersten Moment. Birgit hat eine Familie, 2 Kinder, Ehemann, ist Hausfrau und damit zufrieden. Sie passt sich allem an, will alle glücklich machen. ...

Birgit und Kira sind zwei ungleiche Schwestern - denkt man im ersten Moment. Birgit hat eine Familie, 2 Kinder, Ehemann, ist Hausfrau und damit zufrieden. Sie passt sich allem an, will alle glücklich machen. Als sie mit ihrer dementen Mutter überfordert ist, gibt sie diese ins Heim.
Kira war als Jugendliche wild und unangepasst. Auf Ibiza passiert ihr schreckliches, trotzdem bleibt sie auf der Insel und mit einem viel älteren Mann zusammen, der schwer erkrankt und den sie lange pflegt. Als er stirbt, bricht sie alle Zelte sofort ab und fliegt nach Bayern zurück.
Hier bricht sie wie ein Orkan in das Leben von Birgit ein und verhält sich für mich sehr egoistisch. Sie gibt Birigt die Schuld für ihr verfuschtes Leben, nimmt sich, was sie braucht und will.
Das Buch war keine so leichte Sommerlektüre, wie der Titel und der Klappentext suggerieren wollen. Aber für mich war es insgesamt auch kein stimmiges Buch. Es waren einfach zu viele Klischees dabei und die Entwicklung der Personen war nicht immer nachvollziehbar. Vor allem die von Birgit wird eher ganz kurz abgehandelt und erwähnt. Es passierte auch nicht so viel, die meisten Sachen wurden über lange Dialoge und Streitereien abgehandelt, die mich aber irgendwann in der Wiederholbarkeit etwas ermüdeten und die Spannung nahmen. Das habe ich bedauert, denn vom Thema her hat mir das Buch gut gefallen.

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