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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2019

Für mich ohne Knistern, aber mit starker Protagonistin

Queen of Passion – Lenora
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--- Kurzinhalt ---
Lenora wird in den 1950er Jahren zur Königin, nachdem ihr Vater gestorben ist und es keinen männlichen Stammhalter gibt. Es ist für sie eine große Herausforderung, da eine weibliche ...

--- Kurzinhalt ---


Lenora wird in den 1950er Jahren zur Königin, nachdem ihr Vater gestorben ist und es keinen männlichen Stammhalter gibt. Es ist für sie eine große Herausforderung, da eine weibliche Machtposition damit einhergeht, dass man ihr aufzwingt, sie solle heiraten. Als sie Edward, dem bislang reisenden Bruder von ihrem besten Freund, kennenlernt, scheint das Heiraten jedoch nicht mehr die schrecklichste Idee zu sein.

Das Buch ist die Vorgeschichte zur Prince-of-Passion Reihe und kann unabhängig davon gelesen werden.

--- Lesefluss ---


Das Buch liest sich sehr flüssig und ist abwechselnd in der Ich-Perspektive von Leonora und Edward geschildert. Die ersten hundert Seiten sind sehr politisch und danach geht es durchweg eigentlich um pure Sexualität.

--- Protagonisten ---


Lenora hat eine starke und intensive Persönlichkeit. Sie gibt nicht klein bei und ist definitiv in ihren jungen Jahren bereits autoritär und willensstark. Ich habe sie sehr gemocht, da sie neben ihrer äußeren harten Schale auch eine weiche, zärtliche Seele hat, die zu sehr viel Gefühl fähig ist. In Sachen Sexualität hat sie keine Erfahrung, bis sie natürlich auf den erfahrenen Edward trifft. Er ist im Gegensatz zu ihr ziemlich unanständig und haut ein vulgäres Wort nach dem anderen raus. Die beiden ergänzen sich gut und reifen miteinander.

--- Meine Meinung ---


Die ersten hundert Seiten lasen sich sehr politisch, wenn ab und zu auch etwas gefühlstechnisch schon durchgeflattert ist. Als dann Edward aufgetaucht ist, ging für mich alles sehr schnell. Ich habe die Spannung und Anziehung zwischen den beiden nicht so sehr spüren können und fand deren Sexualität auch nicht prickelnd, was womöglich an der Benutzung von vielen vulgären Wörtern lag, die absolut nicht meins sind. Dennoch fand ich Lenoras Persönlichkeit sehr bewundernswert und das Buch las sich im Allgemeinen sehr flüssig und angenehm. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2019

Emotional, schön, zum Dahinschmelzen, sinnlich!

Never Too Close
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--- Kurzinhalt ---
Violette und Loan sind seit einem Jahr beste Freunde, doch bisher lief nichts, was darüber hinausging. Zugegeben, sie kuscheln unentwegt miteinander, vermissen sich, wenn der andere ...

--- Kurzinhalt ---


Violette und Loan sind seit einem Jahr beste Freunde, doch bisher lief nichts, was darüber hinausging. Zugegeben, sie kuscheln unentwegt miteinander, vermissen sich, wenn der andere nicht da ist und verstehen sich nahezu blind. Dennoch wagen sie nicht den nächsten Schritt. Zudem kommt ständig etwas dazwischen, was sich den beiden in den Weg stellt. Und dann kommt Violette auf die Idee, dass sie ihre Jungfräulichkeit an ihren besten Freund verschenken könnte. Na, ob das gut geht?

--- Lesefluss ---


Die Geschichte wird abwechselnd von Violettes Sicht und Loans Sicht geschildert. Manchmal wird etwas in die Vergangenheit gegriffen, insbesondere am Anfang, weil da doch ein großer Zeitsprung stattgefunden hat. Beide Sichten sind aus der Ich-Perspektive geschrieben. Ich fand es sehr gelungen und es hat in diesem Roman komplett gepasst, ohne von der Spannung bzw. dem Leseinteresse etwas zu nehmen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, locker, lustig und unterhaltsam. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen.

--- Protagonisten ---


Während Violette unentwegt redet, unglaublich viel Schokolade vertilgt, viel lacht und lustig ist, ist Loan eher zurückhaltend, ernst und verschlossen. Die beiden sind also genau gegensätzlich, doch eines verbindet sie: sie haben beide keine schöne Kindheit erlebt und müssen mit ihren Dämonen aus der Vergangenheit leben.

--- Ein Highlight für mich ---


Ich kann es gar nicht anders sagen, als dass ich unglaublich dankbar bin, dass dieses Buch den Weg in meine Hände gefunden hat. Von Anfang an war ich komplett gefesselt. Trotz der 460 Seiten, habe ich mich keine einzige Sekunde gelangweilt, einfach weil die Geschichte unglaublich viele Facetten bot. Sie ist unglaublich emotional und man wünscht sich die ganze Zeit nur, dass Loan und Violette zusammenkommen. Zudem wird es an einigen Stellen ganz schön heiß und diese erotischen Szenen sind elektrisierend und mit einer unglaublich schönen Sinnlichkeit beschrieben.

Das Buch rührt einen zu Tränen, man leidet, lacht und schwelgt mit den beiden Protagonisten, die sich ja doch nur selbst im Weg stehen, mit. Es hat eine schwungvolle Erzählweise, die mich vom ersten Augenblick in den Bann zog. So manches Mal musste ich richtig schmunzeln.

Ich mochte Loan und Violette unglaublich gern. Es ist auch eine Entwicklung der beiden Charaktere zu sehen, wodurch es an Tiefgründigkeit nicht fehlt. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt, da ich absolut nicht aufhören konnte zu lesen!

Veröffentlicht am 21.11.2019

Mystisch-raues Drama im harten Island 1686

Die Farbe von Glas
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--- Kurzinhalt ---
Island 1686: die 25-jährige Rósa geht aufgrund von Armut die Ehe mit einem reichen Bondi (Oberhaupt einer isländischen Siedlung) ein. Als sie jedoch in das Dorf kommt, benehmen sich ...

--- Kurzinhalt ---


Island 1686: die 25-jährige Rósa geht aufgrund von Armut die Ehe mit einem reichen Bondi (Oberhaupt einer isländischen Siedlung) ein. Als sie jedoch in das Dorf kommt, benehmen sich die Bewohner dort sehr reserviert ihr gegenüber. Ihr Ehemann ist rau und verbietet ihr zudem den Kontakt mit den Bewohnern. Rósa fühlt sich immer einsamer, doch ihre Neugier siegt und so kommen immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht, die besser hätten begraben bleiben sollen.

--- Eine geniale Sprache ---


Zumeist wird die Geschichte aus Rósas Sicht in der dritten Person geschildert. Doch es gibt kleine Schlenker in die nahe Zukunft, die aus Jóns (Ehemann) Sicht in der Ich-Perspektive geschildert werden. Durch diese Erzählweise wird sehr große Neugierde geschaffen, weil bereits auf bestimmte Dinge hingedeutet wird.
Zudem ist die Sprache meiner Meinung nach genial. Sie ist rau, an manchen Stellen richtig krass, düster, atmosphärisch und bietet zahlreiche dunkle, mystische Vergleiche, die extrem bildlich sind und mich stark beeindruckt haben.

--- Protagonisten ---


Rósa ist neugierig, stark und im Grunde überhaupt nicht unterwürfig, wozu sie jedoch zu der damaligen Zeit eigentlich verpflichtet wird. Ich habe sie in mein Herz geschlossen und ihr so gewünscht, dass die Geschichte für sie gut ausgehen möge.
Ihr Ehemann Jón ist im Grunde ein einziges Rätsel. Er ist rau, hart, gleichzeitig schlägt er Rósa jedoch nicht, was gut ist. Dennoch ist er undurchdringlich und jemand, mit dem man eigentlich nichts am Hut haben möchte. Seine Motive kennt einzig und allein er selbst.

--- Was mir sehr gefallen hat ---


Neben der extrem beeindruckenden Sprache fand ich auch insgesamt das Setting und die dunkle Atmosphäre sehr gut dargestellt. Es war durch und durch ein Drama und nicht leicht zu lesen, weil es einfach ein hartes Leben damals war. Mehrmals war ich dankbar, dass ich in der heutigen Zeit leben darf.

Die Geschichte hatte etwas Mystisches, Dunkles und ich wusste die ganze Zeit nicht, wohin mich das führen soll. Es wurden gleich zu Beginn unzählige Fragen geschaffen, was ich immer sehr gut finde, da ich dadurch Neugierde entwickle. An manchen Stellen war es auch richtig spannend, sodass ich mit Rósa sehr mitfieberte.

Das Ende hat mir auch gut gefallen, es war genau richtig und ich bin dankbar dafür, wie es die Geschichte ausgegangen ist.

--- Was mir weniger gefallen hat ---


Ich habe eigentlich nur einen kleinen Kritikpunkt und das ist die Auflösung. Auch als alles ans Tageslicht kam, konnte ich so manche Verhaltensweisen, insbesondere der Dorfbewohner und von Jón im Revue nicht ganz nachvollziehen. Ich grüble noch nach dem Ende darüber nach, warum sie sich eigentlich so komisch verhalten haben, und mir fällt keine richtige Begründung dafür ein. Einem anderen Leser mag dies jedoch vollkommen schlüssig erscheinen.

--- Mein Fazit ---


Insgesamt war es ein sehr gelungener, dunkler, Roman, den ich in die Kategorie Drama einordnen würde. Rau, hart, mit einer beeindruckenden Sprachbegabung. Bildlich und mitreißend. Manches Rätsel ist mir zwar geblieben, dennoch empfehle ich das Buch all jenen, die gerne in die harte Vergangenheit, noch dazu in das spannende Setting Island eintauchen möchten.

Veröffentlicht am 18.11.2019

Interessante Geschichte rund um Seelenmagie

TausendMalSchon
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--- Kurzinhalt ---
Sasha ist eine Seelenmagierin, deren Eltern getötet wurden, als sie noch ein Kind war. Seither versucht sie ihre Magie zu verstecken, leider erfolglos. Ein Seelenjäger hat es auf ihre ...

--- Kurzinhalt ---


Sasha ist eine Seelenmagierin, deren Eltern getötet wurden, als sie noch ein Kind war. Seither versucht sie ihre Magie zu verstecken, leider erfolglos. Ein Seelenjäger hat es auf ihre besonders starke Seele abgesehen. Doch als hätte sie nicht schon genug Probleme, trifft sie auch noch auf den sonderbaren Cedric, dessen rätselhaftes Verhalten ihr Kopfschmerzen bereitet.

--- Cover ---


Das Cover ist so liebevoll gestaltet, dass ich mich direkt darin verliebt habe. Allein das Cover verdient 5 Sterne. Die Besonderheit ist zudem, dass der Seitenband farbig illustriert ist, was ich noch nie zuvor gesehen habe. Alles was auf dem Cover abgebildet ist hat zudem eine Bedeutung für die Handlung.

--- Was ich super fand ---


Ich fand es hochinteressant, was sich die Autorin ausgedacht hat. Es hatte irgendwie mal was anderes und hat mich in den Bann gezogen. Dadurch dass es auch viele Zeitreisen gab, konnte man manchmal in die Vergangenheit eintauchen. Besonders cool fand ich es auch, dass interessante historische Begebenheiten in die Geschichte der Seelenmagie neu interpretiert wurden. Sasha als Protagonistin war sehr sympathisch und ihre kleine Beschützerclique, rund um ihre Grandma, fand ich total klasse. Der Schreibstil war auch sehr angenehm und las sich sehr flüssig.

--- Meine (Mini-)Kritikpunkte ---


Für mich persönlich war das Buch nicht hochspannend, was es aber auch gar nicht sein musste. Die Liebesgeschichte zwischen Sasha und Cedric hat mich auch nicht umgehauen. Ich hätte mir vielleicht ein paar überraschende Wendungen gewünscht. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, als würde z.B. zeittechnisch etwas nicht stimmen und manches wurde mir nur bruchteilhaft / oberflächlich erklärt, wo ich mir dann weitere Fragen gestellt habe, deren Aufklärung nicht kam. Aber dennoch muss ich sagen, dass dies nur ganz kleine Kritikpunkte sind, da ich insgesamt das Buch total gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 12.11.2019

Wohlfühlroman mit vielen wunderschönen Botschaften

Das Weihnachtswunder von Hope Street
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--- Kurzinhalt ---
Ruth Ryans ist 32 Jahre alt und erfolgreiche Seelensorge-Kolumnistin. Ihr Vater ist kürzlich verstorben und seitdem befindet sich hinter Ruths Fassade ein Trümmerhaufen, während sie ...

--- Kurzinhalt ---


Ruth Ryans ist 32 Jahre alt und erfolgreiche Seelensorge-Kolumnistin. Ihr Vater ist kürzlich verstorben und seitdem befindet sich hinter Ruths Fassade ein Trümmerhaufen, während sie nach außen hin perfekt erscheint. Da taucht plötzlich Michael auf, der ihr etwas erzählt, das sie völlig von den Socken haut. Dies inspiriert sie zudem zu einer wundervollen Idee für Weihnachten.

--- Lesefluss ---


Das Buch hat sich sehr flüssig gelesen. Die meiste Zeit ist es in der Ich-Perspektive von Ruth Ryans geschrieben, in Präsens. Wir lernen ihre Gedanken, Ängste, Zweifel, ihr gesamtes Inneres hinter der Fassade ausgiebig kennen. Gelegentlich wird die Perspektive zu einem Leser der Kolumne von Ruth Ryans umgeschwenkt. Dann wird in der dritten Person geschildert und die Zeitform ist Präteritum, was ich etwas befremdlich fand, wodurch bei mir der Lesefluss immer an der Stelle etwas gestockt wurde.

--- Protagonisten ---


Der Anfang war etwas holprig, da Ruth Ryans Persönlichkeit erst einmal trocken mit unzähligen Fakten geschildert wurde. Dann jedoch lernte man Ruth lebendiger kennen, indem durch Handlungen, Sprechweise und Gedanken mehr zum Vorschein trat. Ruht war mir unglaublich sympathisch. Sie hat so ein gutes Herz, inspirierend und fürsorglich.
Mit ihrem Gegenpart, Michael, kam ich am Anfang gar nicht zurecht, weil ich seine Reaktionen eigenartig und auch etwas unangebracht fand. Er war mir persönlich nicht gleich sympathisch. Im Laufe der Zeit lernte ich ihn aber besser kennen und verstehen.

--- Was macht das Buch besonders ---


Das ist ein Buch über Hoffnung, Liebe und Freundschaft. Vor allem aber auch über das Verzeihen, Heilen, die Familie und uns Menschen, die alle nicht perfekt sind und Fehler machen. Und zu guter Letzt über das Wunder und die Freude des Teilens, Nächstenliebe und die kleinen herzerwärmenden Gesten des Gebens, wie z.B. jemanden Fremden einfach mal ein Lächeln zu schenken.

Für mich war es ein absolutes Wohlfühlbuch, das so viele wunderbare Botschaften beherbergte, die mich einfach nur mitten ins Herz trafen.

Zudem liefen nicht alle Dinge perfekt, manches kam auch unerwartet und manches war auch traurig, was ich gut fand, denn so ist ja auch das Leben.

--- Mein Fazit ---


Das Buch empfehle ich ganz groß zu Weihnachten, es lohnt sich wirklich es zu lesen. Das mit dem Wechsel zwischen Präsens und Präteritum hat für mich keinen Sinn ergeben, deswegen hier ein minimaler Punktabzug. Ansonsten einfach nur wunderschön! 4,5 Sterne.