Hat nicht ganz meine Erwartungen erfüllt !
Finding Back to Us„Finding back to us“ ist das erste Buch, das ich von Bianca Iosivoni gelesen habe. Zudem ist es eine Neuauflage von einem, vor einiger Zeit bereits erschienenen Buch. Ich habe bisher so viel positives ...
„Finding back to us“ ist das erste Buch, das ich von Bianca Iosivoni gelesen habe. Zudem ist es eine Neuauflage von einem, vor einiger Zeit bereits erschienenen Buch. Ich habe bisher so viel positives von den Werken der Autorin gehört, das ich mich extrem darauf gefreut habe, dieses Buch zu lesen. Allerdings hat es mich nicht so sehr vom Hocker gehauen, wie ich es erwartet habe. Die Dinge die mir gefallen oder auch missfallen sind, erfahrt ihr nach dem folgenden Klappentext: „Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wieder sehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder ...“
Zu aller erst fange ich, wie sonst auch, mit dem Cover an: Ich liebe es. Mir gefällt die Farbgebung, die Schrift und die tollen Effekte. Es fiel mir sofort ins Auge, denn auch der Buchrücken macht sich bezaubernd schön in meinem Bücherregal.
Direkt von der ersten Seite an fiel mir der angenehme, einfache Schreibstil auf. Ich kam locker in die Geschichte und ich kam auch super gut durch. Er ist geprägt von sehr detaillierten Beschreibungen, die dennoch nicht zu ausschweifend sind, sodass der Augenmerk auf die Situation beibehalten wird. Für mich eine perfekte Mischung. Schöne, verständliche Vergleiche trugen ihren Teil zu dem hervorragenden Schreibstil bei. Allerdings muss ich zugeben, das die Kapitel für meinen Geschmack meistens viel zu lang waren.
Das gesamte Buch wurde aus der Sicht von Callie geschrieben. So konnte ich als Leser sehr viel über ihre Gefühle und Gedanken erfahren. Callie ist eine Protagonistin, die eine schwere Zeit durchleben musste. Mit den Jahren konnte sie, trotz Tapetenwechsel, ihren Verlust nicht minimieren und trauert nach wie vor um ihren verstorbenen Vater. Nichts desto trotz würde ich sie als stark und mutig beschreiben. Sie versucht ihr Leben zu meistern und ist auch nicht auf den Mund gefallen. Ebenso wie Keith. Die Dialoge die die beiden immerzu geführt haben sind geprägt von hitzigen Wortgefechten und Sarkastischen Bemerkungen. Diese haben mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. Keith wirkt auf mich trotz dessen eher in sich gekehrt und geheimnisvoll, was aber vor allem daran liegt, das man aus seiner Sicht nichts erfährt. Das hat den Spannungsbogen um seine Person die ganze Zeit aufrecht erhalten. Außerdem liebe ich die Momente in denen Callie und ihre Schwester Holly Gilmore Girls schauen und sich angeregt darüber unterhalten. Das fühlte sich für mich an wie nach Hause zu kommen, warm und aufregend.
Leider muss ich zugeben, das das Buch hin und wieder etwas langatmig wurde. Viele Ereignisse haben sich für mich einfach endlos in die Länge gezogen und somit fing ich schnell an mich zu langweilen. Zudem haben sich einige Dinge für mich zu oft wiederholt.
Eigentlich ist es eine sehr aufregende Liebesgeschichte, allerdings konnte ich leider das Knistern zwischen den beiden nicht richtig spüren. Die Emotionen kamen bei mir bis zum Schluss nicht vollständig an.
Dennoch ist es eine tiefgründige Geschichte über Trauer, Akzeptanz und Vergebung. Eine Geschichte über Wiederaufarbeitung und Selbstfindung. Eine Geschichte die mehr Facetten hat, als man vielleicht meinen mag. Man muss bei dem Buch stellenweise auch zwischen den Zeilen lesen um die Geschichte tiefer wahrzunehmen. Es gab immer wieder kleine Ausschnitte aus der Vergangenheit an die sich Callie erinnert, was das alles sehr viel lebendiger macht. Das Ende hat mir dann übrigens wieder sehr gut gefallen. Es konnte mich überraschen und viele Dinge die mir vorher unklar waren aufklären.
Somit vergebe ich zum Schluss 3,5/5 Sterne ⭐️