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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2025

Eine gelungene Kombi für alle Sinne!

Mein Fingerpuppen-Soundbuch - Kleiner Affe im Dschungel
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Da wir einen riesengroßen Affenfan zuhause haben passte „Kleiner Affe im Dschungel“ für uns perfekt!
Das Buch erzählt vom kleinen Affen, der seinem Opa eine Freude zum Geburtstag machen möchte. Dafür stellt ...

Da wir einen riesengroßen Affenfan zuhause haben passte „Kleiner Affe im Dschungel“ für uns perfekt!
Das Buch erzählt vom kleinen Affen, der seinem Opa eine Freude zum Geburtstag machen möchte. Dafür stellt er ein Orchester aus den Tieren des Dschungels zusammen, deren besondere Melodien wir zunächst einzeln und schließlich beim großen Geburtstagskonzert gemeinsam kennenlernen dürfen.

Das besondere an dem Buch ist, dass es nicht nur ein Soundbuch ist sondern gleichzeitig mit der Fingerpuppe gespielt werden kann! Dadurch entsteht ein Erlebnis für (fast) alle Sinne und ein Riesenspaß für Groß und Klein!

Die Geräusche sind eine Kombination aus dem Tiergeräusch und einer vom Tier inspirierten passenden musikalischen Begleitung, beispielsweise Trompeten für Elefanten, was ich schön finde, da Kinder so lernen, wie durch Musik eine Geschichte erzählt werden kann. Die Illustrationen des Buches sind passend für die Altersgruppe recht einfach gehalten, der Fokus liegt auf dem Sound und dem Spiel mit der Fingerpuppe, es gibt aber dennoch einige kleine Details oder andere Tiere zu entdecken und zu benennen.

Insgesamt gefällt uns das Buch wirklich gut und ist perfekt für Kinder von 1-3 Jahren geeignet!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Gelebte Inklusion

Maris Märchen
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Märchen sind in der Regel eher altbacken, meistens wird ein armes, wunderschönes Mädchen am Ende von einem Prinzen gerettet. Hier werden Märchen mal anders erzählt, denn die Protagonistinnen der Märchen ...

Märchen sind in der Regel eher altbacken, meistens wird ein armes, wunderschönes Mädchen am Ende von einem Prinzen gerettet. Hier werden Märchen mal anders erzählt, denn die Protagonistinnen der Märchen in diesem Buch haben alle eine Behinderung und stehen auch noch für sich selbst ein - wer will denn schon, dass ein Prinz einen abschlabbert nur weil man ein kleines Schläfchen hält? Von Downröschen bis Handykäppchen werden bekannte Märchen hier inklusiv neu interpretiert.

Wie im Einleitungstext des Buches beschrieben wird, hat Mari, die Tochter des Autor
innenpaars, das Angelman-Syndrom. Ihr zu Ehren haben Shari und André Dietz nun Märchen geschrieben in denen Menschen mit Behinderungen die Hauptrolle spielen. Auch Mari selbst taucht in zwei der Märchen auf.

Das Buch zeigt uns in den sechs Märchen, dass jeder Mensch besonders ist und einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leistet. Es erinnert uns daran, dass Andersartigkeit etwas gutes ist und Menschen mit Behinderung nicht weniger wert sind als Menschen ohne Behinderung. In jedem Märchen werden die individuellen Stärken der Protagonistinnen betont und aufgezeigt, wie diese sie zu den Heldinnen ihrer eigenen Geschichte macht.

Durch die Geschichten können Kinder mit Behinderung Märchen erleben in denen die Protagonist*innen ihnen ähneln, während für Kinder ohne Behinderungen Barrieren abgebaut werden und gezeigt wird, wie einfach Inklusion sein kann, sodass im besten Fall überhaupt keine Barrieren entstehen und Inklusion von Anfang an gelebt wird.

Das Buch ist kindgerecht in einfachen, humorvollen Sätzen verfasst und wird durch passende bunte Illustrationen ergänzt.

Besonders schön finde ich, dass auch in Bezug auf die Märchentitel am Ende nochmal erklärt wird, dass viele Menschen mit Behinderungen Begriffe, wie Downie oder Handycap ablehnen, manche diese aber auch gut finden und man Menschen am besten immer Fragen sollte, wie man sie bezeichnen darf. Die für Kinder unbekannteren Begriffe werden zudem am Ende des Buches nochmal beleuchtet.

Mit Maris Märchen wurde ein zeitgenössisches Märchenbuch geschaffen, dass einen wichtigen Beitrag für eine inklusivere und offenere Gesellschaft leistet und gleichzeitig unheimlich Spaß beim (Vor)lesen bereitet. Große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ein unheimlich spaßiges Buch mit kleinen Schwächen!

Ete Petete & Tohu Wabohu - Gegensätze ziehen sich an
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Als die außerordentlich ordentliche Ete Petete einen neuen Nachbarn kriegt entsteht ein herrliches Durcheinander, denn Tohu Wabohu und seine Katze Ramba Zamba suchen in Etes Beeten nach Schätzen, spielen ...

Als die außerordentlich ordentliche Ete Petete einen neuen Nachbarn kriegt entsteht ein herrliches Durcheinander, denn Tohu Wabohu und seine Katze Ramba Zamba suchen in Etes Beeten nach Schätzen, spielen Piraten und sind einfach nur laut. Doch als Ete in Tohus Loch fällt, bietet dieser ihr ein Tänzchen an. Und wer kann dazu schon Nein sagen?

Das Buch ist wirklich traumhaft illustriert und es gibt viele Details zu entdecken, so zum Beispiel Etes Wanddekoration, die ihren Staubsauger und ihren Mopp zeigt, das Geodreieck, das sie bei der Gartenbepflanzung nutzt oder Tohu Wabohus Schatzkarte für Etes Beete. Farblich ist Etes heile, ordentliche Welt in pastelligen Farben gehalten, während Tohus „wildes“ Leben durch braun- und Grüntöne unterstrichen wird.

Die Benennung der Charaktere finde ich super gelungen und bringt den Kids nebenbei auch noch neue Wörter bei, denn Rambazamba, Picobello, Etepetete und Tohuwabohu sind schließlich nicht unbedingt schon im Wortschatz von Kindern im Kita-Alter verankert.

Das Buch ist in Reimen geschrieben, die nicht immer ganz sauber sind, aber viel Potenzial bieten um Etes feine Art theatralisch nachzuahmen, sodass das Buch einen Riesenspaß beim Vorlesen bietet. Besonders der Satz „Diese Unordnung - Ich bekomm Allergie“ hat es uns angetan. Zudem beinhaltet das Buch zahlreiche Wortspiele, wie „außerordentlich ordentlich“ oder „harkt Ete Beete“, die den Kindern und mir Spaß machen!. 



Nach Etes Sturz in Tohus Loch nähern sich die beiden sehr schnell an und wir sehen, wie leicht sich Differenzen beheben lassen, wenn man aufeinander zugeht. 
Die Annäherung der beiden finde ich sehr schön, hier hätte es aus Erwachsenensicht aber noch eine weitere Szene benötigt, um klarer zu machen, warum die beiden sich plötzlich so gut verstehen, Kindern fällt das aber gar nicht auf.

Insgesamt hat uns die Geschichte von Ete und Tohu einen Riesenspaß beim Vorlesen bereitet und wird hier bestimmt noch oft gelesen werden!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ein stimmungsvolles und gemütliches Weihnachtsbuch!

Kater Klaus vermisst die Maus
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Die kleine Maus lebt gemeinsam mit ihrem Freund Kater Klaus und Großvater Vasilis in einem kleinen Haus an einem Pinienwald. Als Vasilis nicht genug Geld hat um ein Weihnachtspäckchen an seinen Enkel zu ...

Die kleine Maus lebt gemeinsam mit ihrem Freund Kater Klaus und Großvater Vasilis in einem kleinen Haus an einem Pinienwald. Als Vasilis nicht genug Geld hat um ein Weihnachtspäckchen an seinen Enkel zu schicken macht sich die Maus auf den weiten Weg. Doch wird sie es vor dem Weihnachtsfest wieder zurück nach Hause schaffen?

Das Buch ist in 24 Kapiteln verfasst und kann dadurch als Adventskalenderbuch gelesen werden. Es strahlt eine unheimlich gemütliche Wohlfühlatmosphäre aus, denn nicht nur Katz und Maus sind gute Freunde, in diesem Buch sind alle Tiere hilfsbereit und freundlich und unterstützen die Maus bei ihrem großen Vorhaben. Auch die Szenen, in denen die Sehnsucht des Katers nach der Maus beschrieben werden sind wirklich zuckersüß.

Diese ist allerdings selbst für jede Eventualität gewappnet und reist mit einem großen Rucksack voller Werkzeug, von dem sie auf ihren verschiedenen Reiseetappen immer mal wieder gebrauch machen muss. Die teils lustigen Szenen sind auch als Illustrationen abgebildet, sodass viele schöne Details, wie eine gehäkelte Hängematte im Fell eines Schafs, zu entdecken sind.

Da Vasilis Grieche ist spielen auch griechische Weihnachtstraditionen eine Rolle. Die verschiedenen Fremdwörter werden am Ende des Buches auch noch einmal ausführlich erläutert, sodass Groß und Klein noch etwas aus dem Buch mitnehmen können!

Mir hat das warmherzige und stimmungsvolle Buch rund um die mutige Maus unheimlich gut gefallen und ich denke, dass wir es von nun an viele Jahre in der Weihnachtszeit lesen werden. Ein rundum gelungenes Buch!

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Japan-Wissen für Erstleser*innen

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln
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Mit „Die Tokio-Detektive -Yoshi und Ben ermitteln“ hat Henrik Siebold nun einen Krimi für Erstleserinnen geschrieben. Während er die Zielgruppe wechselt hat auch das Erstlesebuch Japanbezug, denn Siebold ...

Mit „Die Tokio-Detektive -Yoshi und Ben ermitteln“ hat Henrik Siebold nun einen Krimi für Erstleserinnen geschrieben. Während er die Zielgruppe wechselt hat auch das Erstlesebuch Japanbezug, denn Siebold ist selbst in Japan aufgewachsen.

Als Bens Eltern ihm eröffnen, das sie nach Tokio ziehen ist dieser gar nicht glücklich, schließlich kann er kein japanisch sprechen und wie soll man so Freunde finden. Doch dann taucht der Nachbarsjunge Yoshi vor seiner Tür auf und trotz sprachlicher und kultureller Barriere werden die beiden die besten Freunde. Die beiden probieren das Essen der jeweils anderen Familie, lernen die Unterschiede zwischen ihren Schriftsystemen kennen und erleben ein echtes Detektivabenteuer.

Daneben lernt Ben auch einiges über japanisches Brauchtum und die Obake (böse Geister), die im Buch eine größere Rolle spielen.

Das Buch ist in kurzen Sätzen gehalten und hat große Schrift, womit es der 2. Lesestufe entspricht und sich für geübtere Leser
innen (ca. 2. Klasse) eignet. Passend zum Japan-Bezug ist es im Manga-Stil illustriert und besitzt auch einige Passagen, in denen Konversationen mittels Sprechblasen dargestellt werden.

Richtig schön finde ich, dass zu Beginn und Ende des Buches einige japanische Wörter genannt werden, die sowohl in Lautsprache als auch in Form von Schriftzeichen gezeigt werden, sodass interessierte Kinder ersten Kontakt zu einem anderen Schriftsystem haben können.

Da die japanische Kultur und Sprache im Buch eine größere Rolle spielen würde ich das Buch insbesondere Kindern empfehlen, die sich sehr für andere Kulturen interessieren. Insgesamt macht es Spaß zu lesen, besitzt einige humorvolle Stellen und bietet die Möglichkeit ganz viel über Japan zu erfahren! Es zeigt zudem, dass Freundschaft keine Grenzen kennt und unabhängig von Sprache und Kultur möglich ist, was eine schöne Botschaft für Kinder ist!

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