Wenn Papa arbeiten will, aber das Kind zu laut ist
Die laute HeddaDie Laute Hedda beschäftigt sich mit einem Thema, das wohl viele Kinder und ihre Eltern regelmäßig beschäftigt: Lautstärke und Wildheit, denn Heddas Papa muss arbeiten, Telefonate führen und den Haushalt ...
Die Laute Hedda beschäftigt sich mit einem Thema, das wohl viele Kinder und ihre Eltern regelmäßig beschäftigt: Lautstärke und Wildheit, denn Heddas Papa muss arbeiten, Telefonate führen und den Haushalt schmeißen während Hedda verschiedenste Ideen hat die eines gemeinsam haben - Sie sind zu laut für Papa und stören ihn. Egal was Hedda tut, Papa ist genervt und verbietet es ihr, bis sie schließlich ausrastet.
Nun sieht der Papa ein, dass er vielleicht etwas zu streng war, entschuldigt sich bei Hedda und erklärt ihr, dass sie sich richtig so ist, wie sie ist. Anschliessend nimmt er sich die Zeit um mit ihr zu spielen und auch der Papa merkt, wie schön es sein kann zusammen laut zu sein und zu Lachen.
Ich finde es schön, dass schließlich so auf Heddas Bedürfnisse eingegangen wird, finde es aber schwierig, da trotzdem keine richtige Lösung oder ein Kompromiss geboten wird. Zwar ist für den Moment alles geklärt, doch werden solche Situationen ja immer wieder auftreten, hier hätte ich es noch gelungener gefunden wenn die beiden einen Weg gefunden hätten, damit die Bedürfnisse von beiden Parteien berücksichtigt werden.
Die kunterbunten Illustrationen gefallen mir dafür umso besser und machen richtig gute Laune beim anschauen!
Besonders toll finde ich auch die Darstellung von Heddas Papa, der alleinerziehend sein könnte, denn im ganzen Buch taucht kein weiteres Elternteil auf und am Abend, liegen beide zusammen in Papas Bett und ruhen sich zusammen aus. Alleinerziehende Papas finden sich immer noch eher selten in Kinderbüchern, sodass ich es schön finde hier auf einen zu treffen. Zudem räumt er ein wenig mit Geschlechterklischees auf und zeigt, dass auch Papas Nagellack und Ohrringe tragen können.
Der Ansatz des Buches hat mir gut gefallen, insgesamt fehlte mir aber eine Lösung, wie solche Situationen auch in Zukunft vermieden werden können.