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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2020

Ein Thriller genau nach meinem Geschmack.

Die Chemie des Todes
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Seitenanzahl: 430

Weiterempfehlung: ja


Klapptext:

STERBEN KANN EWIG DAUERN...aber der menschliche Körper beginnt kaum fünf Minuten nach dem Tod zu verwesen – und wird dann zu einem gigantischen Festschmaus ...

Seitenanzahl: 430

Weiterempfehlung: ja


Klapptext:

STERBEN KANN EWIG DAUERN...aber der menschliche Körper beginnt kaum fünf Minuten nach dem Tod zu verwesen – und wird dann zu einem gigantischen Festschmaus für andere Organismen. Zuerst für Bakterien, dann für Insekten. Fliegen. Die Larven verlassen die Leiche in Reih und Glied, in einer Schlangenlinie, die sich immer nach Süden bewegt. Ein Anblick, der jeden dazu veranlassen würde, das Phänomen zu seinem Ursprungzurückzuverfolgen. Und so entdecken die Yates-Brüder, was von Sally Palmer übrig geblieben war … Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin in Devonshire. Verdächtiger Nummer eins ist der schweigsame Fremde im Dorf, ein Dr. David Hunter. Doch es stellt sich heraus, dass er früher Englands berühmtester Rechtsmediziner war, und die Polizei bittet ihn um Unterstützung. Gerade als seine Analysen zeigen, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knöcherner Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten...

Hier wird der bio-chemische Zerfall nach dem Tod auf eine Art und Weise beschrieben die vielleicht nur aus Fachbüchern bekannt ist. Diese Detailgenauigkeit ist für den Laien absolut verständlich beschrieben und wird dem Leser bereits am Beginn der Geschichte bewusst gemacht. Durch detaillierte örtliche Beschreibung schafft der Autor ein richtiges Gefühl für den Leser. Diese Genauigkeit zieht sich durch das gesamte Buch.

Grundlegend wurde das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben. Die einzelnen Perspektiven-Wechsel wurden klar und verständlich aufgebaut, und sind so schnell nachvollziehbar für den Leser.

Bei der Beschreibung der Charaktere wurde eher an der Oberfläche gekratzt. Reicht dennoch aus, um eine gutes Gefühl für die Geschichte zu erlangen.

Bereits am Beginn des Buches wird man in die Geschichte gezogen, dennoch legte ich immer wieder Pause ein oder las bei einem anderen Buch weiter. Ab Mitte des Buches konnte ich es jedoch nicht mehr weg legen. In den letzten Kapiteln folgte eine Überraschung nach der Anderen. Zwischendurch lag ich mit meiner Vermutung, wie das Buch enden würde, bereits auf der richtigen Spur, ließ mich aber wieder davon abbringen und so wurde es schlussendlich doch noch ein nicht ganz so vorabsehbares Ende.

SPOILER

Was mir nicht so gut gefallen hat: Der Protagonist war schlussendlich doch wieder der Held.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Eine Geschichte, wie sie leider passieren kann.

Tote Mädchen lügen nicht
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Seitenanzahl: 288

Weiterempfehlung: ja


Klapptext:

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt ...

Seitenanzahl: 288

Weiterempfehlung: ja


Klapptext:

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...



Da ich leider die Serie zum Buch zuerst gesehen habe, wusste ich natürlich bereits welche Geschichte auf mich zukommt. Überrascht war ich dennoch als ich herausfand, dass sich die Geschichte doch etwas anders abspielt. Vor allem was die kurze Zeit, in der das Buch erzählt wird, betrifft. Aus diesem Grund ist mir das Buch vielleicht auch viel zu kurz und zu wenig detailliert vorgekommen.

Das Buch wurde in der Ich-Perspektive geschrieben, wobei der Leser immer wieder einen guten Einblick von Hanna bekommt. Leicht und einfach geschrieben, nachvollziehbar – nicht umsonst ein Jugendbuch 😊.

Die Charaktere, vor allem Jay hab‘ ich sehr gerne. Er ist absolut authentisch. All seine Handlungen und Reaktionen sind nachvollziehbar. Er ist ein Mensch wie jeder andere und macht Fehler, fühlt sich missverstanden und kann nun auch nicht die Gedanken anderer Menschen lesen. Ich finde gerade diese Eigenschaften werden bei vielen Protagonisten vergessen. Anderen Personen im Buch sind meiner Meinung nach auch typische und vor allem in jeder Schule anzutreffende Charaktere.

Insgesamt auf jeden Fall eine Geschichte, wie sie leider passieren kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Großartiges Buch mit einer Geschichte die den Leser zum Nachdenken bringt.

Someone New
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Seitenanzahl: 544

Weiterempfehlung: ja


Klapptext:

Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst ...

Seitenanzahl: 544

Weiterempfehlung: ja


Klapptext:

Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte ...



Großartiges Buch mit einer Geschichte die den Leser zum Nachdenken bringt.

Julian entspricht nicht dem „klassisches Schönheitsideal“ vieler anderer Bücher… Er ist nicht groß und sieht nicht überdurchschnittlich gut aus. Vorweg, allein für diese Beschreibung hat er mich auch sofort für sich gewonnen.

Micah ist eine sehr taffe junge Frau, die jedem die Stirn bieten kann mit einem großen Herzen und viel Liebe für ihre Familie und ihre Freunde. Ich hatte immer wieder das Gefühl von ihr lernen zu können. Außerdem hat es mir gefallen endlich einen Roman zu lesen, wo die Protagonistin keine Mitte 20-jährige, unschuldige Jungfrau ist (wiederkehrende Charaktere nerven mich einfach, vor allem seit 50 Shades of Grey gib’s ja fast nichts anderes mehr 😊…).

Ich selbst war so gefesselt von der Geschichte, dass ich auch bei kleinen Anspielungen auf Julians Geheimnis absolut nicht mit dem Endergebnis gerechnet hätte. Demensprechend war ich überrascht und machte eine kurze 5-Min. Pause beim Lesen, um mir selbst Gedanken über meine Reaktion zu machen (eine ausgiebige Recherche via Google fand direkt nach dem Lesen statt 😊). Wie bereits erwähnt, Micah ist eine tolle und starke Frau und ich wünsche jedem Menschen mit Julians Geschichte eine solche Person an der Seite.

Zum Schluss hin fand das Buch für mich leider ein eher schnelles Ende. Ich hätte gern etwas mehr von den Beiden und ihrer Zukunft erfahren. Auch wie es mit Adrian und Micahs Eltern weiter geht. Vielleicht finde ich ja ein bisschen darüber bei der Geschichte von Cassie und Auri heraus.

Ein Zitat aus dem Nachwort möchte ich unbedingt noch erwähnen:

SPOILER

"Sie verlieren keine Tochter oder einen Sohn. Sie gewinnen ein glückliches Kind. Ein Kind, das Ihnen vertraut und das den Willen hat, glücklich zu werden – mit sich selbst und seinem Leben. Es ist okay und völlig verständlich, wenn Sie ein solches Outing erst mal aus der Bahn wirft, aber Sie werden merken, dass Ihr Kind aufblühen wird. Dass Ihr Kind kein anderer Mensch wird, nur weil es einen anderen Namen trägt. Ihr Kind liebt und braucht Sie. Und so sollte es Ihnen (hoffentlich) auch gehen."

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Das Leben schreibt nun man seine eigenen Geschichten und das ist in diesem Buch deutlich spürbar.

All about Love
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Seitenanzahl: 472

Weiterempfehlung: ja aber bedingt

Klapptext:

»Sie liebt dich so sehr, dass sie dir alles verzeihen würde, und genauso geht es dir auch, nicht wahr?«

Aiko wird an ihrer Oberschule ...

Seitenanzahl: 472

Weiterempfehlung: ja aber bedingt

Klapptext:

»Sie liebt dich so sehr, dass sie dir alles verzeihen würde, und genauso geht es dir auch, nicht wahr?«

Aiko wird an ihrer Oberschule gemobbt und gemieden. Sie schert sich jedoch nicht um die Gerüchte, die über sie kursieren – sie möchte lediglich ihr letztes Schuljahr hinter sich bringen und danach irgendwo weit weg studieren. Alles kommt jedoch ganz anders, als Aiko dem neuen Mitschüler Kai und seinem besten Freund Mamoru begegnet. Die beiden lassen ihre Ziele in weite Ferne rücken, doch am Ende muss sich Aiko entscheiden zwischen Freundschaft, Liebe und ihrer Zukunft.



All about Love ist eine Geschichte, die den Leser Achterbahn fahren lässt. Manche werden die Figuren lieben, andere werden sie vielleicht sogar hassen. Aber auch im echten Leben liegen diese beiden Gefühle oft dicht beieinander. Und wie auch im echten Leben, läuft hier nur selten etwas perfekt. Anhand des Klapptextes habe ich mir aber etwas ganz anderes vom Buch erwartet. Ich wurde also von der Autorin mehr als überrascht.

Leider muss ich zugeben, dass mir einige Ansätze nicht ganz so gut gefallen haben. Eine Triggerwarnung wäre definitiv angebracht gewesen, dann wäre ich auch ganz anders an das Buch rangegangen.


Das Buch wurde leicht geschrieben, einfache Texte, einfache Wörter – also an sich ein Roman für zwischendurch. Jedoch finden sehr viele Zeitsprünge statt, die den Lesefluss etwas beeinträchtigen. Die Autorin hat es jedoch geschafft, dass man sich recht schnell wieder zurechtfindet und weiß wo man sich gerade befindet. Die Wortwahl war teilweise auch etwas speziell.


Der extreme Alkohol und Drogenkonsum waren mir leider ein Dorn im Auge. Meiner Meinung nach wird dies sehr verharmlost. Es wirkt so leicht und locker. Auch wenn man auf Grund der Geschichte von Mamoru negative Auswirkungen erkenne kann, scheint es trotzdem immer ok und cool. Sätze wie „außerdem genehmigen wir uns ja auch gelegentlich eine Tüte und sind trotzdem weit davon entfernt, zu Jukies zu werden“ find ich absolut unpassend. Deshalb auch meine Anmerkung mit der Triggerwarnung.


Auf Grund meiner Teilnahme in der Leserunde weiß ich, dass es Ziel der Autorin war, eine Geschichte über Schmerz und Geheimnisse, was dabei entstehen kann und/oder was dabei zerstört wird, zu schreiben. Sie wollte eine Geschichte über das Kämpfen um Dinge die man liebt, auch wenn es noch so aussichtslos erscheint, erzählen – über Träume, Selbstfindung, Liebe und Freundschaft. Ein breitgefächertes Ziel, welche die Autorin auf jeden Fall geschafft hat.


Es handelt sich hier um keinen klassischen Roman mit vorprogrammiertem Ende, wenn man als Leser/Leserin so etwas sucht, ist man hier falsch. Es wird 1000x falsch abgebogen bis es (hoffentlich) in die richtige Richtung geht. Aber was ist schon richtig und falsch?


Das Leben schreibt nun man seine eigenen Geschichten und das ist in diesem Buch deutlich spürbar.


SPOILER

Für mich hätte das Buch mit dem Kapitel Hatachi perfekt geendet. Eine Verlobung war für mich sehr weit hergeholt und eben genau DAS klassische Ende. Leider.

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