Die Kluft zwischen Arm und Reich
Diamond Empress. A Million ReasonsWow was für eine Geschichte! Ich muss zugeben, dass ich auf den ersten Blick das Kreuzfahrtschiff auf dem Cover gar nicht erkannt habe. Als ich dann jedoch gesehen habe, konnte ich es gar nicht mehr ÜBERsehen. ...
Wow was für eine Geschichte! Ich muss zugeben, dass ich auf den ersten Blick das Kreuzfahrtschiff auf dem Cover gar nicht erkannt habe. Als ich dann jedoch gesehen habe, konnte ich es gar nicht mehr ÜBERsehen. Besonders durch die Goldprägung wirkt das Buch unfassbar edel und passt somit sehr gut zu dem Cliente auf dem Schiff. Auch das dunkle Grün in Kombination wirkt auf mich sehr wohlhabend. 💸
Der Schreibstil war für mich perfekt. Es gab keine Stolperfallen oder Ähnliches, sodass ich das Buch sehr flott gelesen habe. Obwohl es knapp 500 Seiten hat. 🤯 So hat es sich definitiv nicht angefühlt. Und genau dann ist doch der Stil sehr gelungen oder?
Inhaltlich mochte ich besonders gern den Schauplatz Kreuzfahrtschiff. Bisher habe ich noch nie eine Geschichte gelesen, die auf dem Meer spielt. Daher war ich umso gespannter, mehr Einblicke auch in die Hintergründe zu erfahren. Was das angeht, wurde ich auch nicht enttäuscht. Man hat so viele Schauorte kennengelernt, die man sonst vielleicht gar nicht vermutet. So zum Beispiel eine Crew-Bar, in der so einiges abgeht.
Die beiden Protagonisten hatten allerdings noch ein paar Fragen bei mir offen gelassen. Noemi, zum Beispiel, hat besonders zu Beginn der Geschichte ziemlich häufig Langfinger. Ihr gibt es einen besonderen Kick, Kleinigkeiten zu stehlen. Für mich war da nicht so ganz klar, weshalb sie so handelt und quasi gar nichts dagegen tun kann. 🫢
Und bei Viktor kam mir der spätere Sinneswandel ein wenig schnell vor. Zuerst ist er nicht gerade angetan vom ganzen Plan und auch von Noemi nicht, doch später entwickelt sich das in eine ganz andere Richtung, nur nachdem die beiden ein intensives Gespräch geführt haben. In meiner Welt könnte man eventuell nicht so schnell solche Zweifel beseitigen.
Trotz dieser Fragen konnte mich die Handlung aber sehr überzeugen. Zwar war ich im Kopf immer noch dabei, zu überlegen, wie realistisch das ganze sein könnte. Doch es gab wirklich viele spannungsgeladene Szenen, die mich diese Frage vergessen lassen haben. Ich wollte am liebsten immer weiter lesen und über Ernests Pläne, den Tresor auszurauben, Bescheid wissen und habe so tatsächlich nur 3 Tage für die Geschichte gebraucht.
Fazit
Sollte dir also Haus des Geldes gut gefallen haben, könnte diese Trilogie genau deins sein. Die Spannung wird so gut wie zu jeder Zeit sehr hochgehalten. Es kommt keine Langeweile auf. Und es endet natürlich mit einem sehr fiesen Cliffhanger. Also für mich könnte der zweite Band gar nicht schnell genug kommen. 4 Sterne