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Veröffentlicht am 17.11.2025

Wichtige Geschichte, die Hoffnung schenkt!

Out of Line – Based on Batul's True Story
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Erste Gedanken: Direkt nach der Ankündigung der Geschichte landete der Roman auf meiner Wunschliste. Bücher über das Tanzen mag ich unglaublich gerne. Zudem gibt es immer noch viel zu wenige Bücher über ...

Erste Gedanken: Direkt nach der Ankündigung der Geschichte landete der Roman auf meiner Wunschliste. Bücher über das Tanzen mag ich unglaublich gerne. Zudem gibt es immer noch viel zu wenige Bücher über Menschen mit Fluchterfahrungen im deutschsprachigen Buchraum, weswegen Batuls Geschichte so wichtig und berührend ist!

Das Cover: Es ist farblich sehr ansprechend und schön aufgemacht, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass das Thema Tanz mehr aufgegriffen wird. Das Cover lässt sehr offen, worum es in dem Roman geht. Ich bevorzuge einfach Buchcover, die bereits ein wenig auf den Inhalt hinweisen und kleine easter eggs bereithalten. Aber das ist nur mein Geschmack.

Die Handlung: Tanzen war schon immer Leylas größte Leidenschaft. So verarbeitet sie auch ihren Schmerz, die Flucht aus dem Libanon und den Verlust ihrer Mutter in ihren Bewegungen. Nachdem sie jedoch nie richtig in Halle ankommen konnte, nutzt sie die Chance in Berlin, um sich endlich den Traum eines eigenen Tanzstudios zu ermöglichen. Doch aufgrund der schwierigen Vergangenheit in Berlin, heißt ihr Bruder Said die Entscheidung nicht gut und ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Kaum in Berlin angekommen, trifft sie wieder auf Emir. Emir, der Saids bester Freund war und in den sie lange heimlich verliebt war, damit ihr Bruder nichts mitbekommt. Doch je mehr Zeit Leyla und Emir beim Renovieren des Tanzstudios verbringen, desto stärker werden ihre Gefühle wieder…

Meine Meinung: Ich habe so viel bei Leylas/ Batuls Geschichte mitgefühlt. Generell finde ich das Konzept, sich von echten Geschichten inspirieren zu lassen gelungen. Hierbei vernetzen sich die Autor:innen und die Geschichtengeber:innen miteinander und veröffentlichen eine Geschichte im Heartlines Verlag. Auch wenn es kleinere Änderungen zu den Originalgeschichten gibt, so basieren sie dennoch auf einer wahren Geschichte, was sie für mich umso emotionaler machen. Batuls Geschichte wird von Leyla verkörpert, die so viel Schmerz erfahren musste, um endlich ihre Leidenschaft ausleben zu können. Ihre unzerstörbare Hoffnung fand ich so inspirierend und konnte mich unglaublich berühren. Ab den ersten Seiten feuerte ich sie bereits an, litt oder freute mich mit ihr. Es ist eine ausgesprochen wichtige Geschichte, von welcher wir unbedingt mehr brauchen. Einzig der Schluss wurde für mich zu schnell abgehandelt. Manche Handlungsstränge blieben für mich ein wenig offen und in meinen Augen, hätte die Geschichte noch gute dreißig Seiten gebraucht. Doch das ist mein einziger Kritikpunkt.

Die Charaktere:Leyla fand ich so stark. Nach all den Schicksalsschlägen noch so viel Kraft und Leidenschaft zu haben fand ich sehr bewundernswert. Sie fühlt so viel, arbeitet an sich und ihrer mental health und will am Ende des Tages immer nur eins: Tanzen. Ich habe sehr gerne aus ihrer Perspektive gelesen und fand sie ausgesprochen inspirierend. Emir mochte ich ebenfalls sehr gerne. Letztererr hatte Träume, die er begraben musste und die durch Leylas gutes Zureden vielleicht nicht mehr ganz unmöglich erscheinen. Said war für mich hingegen der komplexeste Charakter. Seine Ängste waren nachvollziehbar und kamen nicht von nirgendwo, doch das ständige Verdrängen seiner Vergangenheit uferte in mentale Probleme aus, die er jedoch nicht angehen wollte. Hier wurde wieder sehr realistisch dargestellt, dass bei manchen Menschen der Leidensdruck erst unglaublich groß werden muss, damit sie sich einen Therapieplatz suchen. Doch trotz allem mochte ich die Charaktere unglaublich gerne und mochte, wie vielschichtig sie doch alle waren.

Fazit: Eine wirklich schöne Geschichte, die ich bestimmt noch einmal lesen werden. Batuls Nachwort ist auch eine große Empfehlung und würde ich allen raten nach der Geschichte zu lesen. Rabia schafft es zudem der Geschichte so viel Emotion und Leben einzuhauchen, weshalb ich hier 4,5/5 Sternen gebe und eine klare Leseempfehlung ausspreche!

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Veröffentlicht am 05.11.2025

In wenigen Tagen verschlungen!

Novel Haven - Match of Fate
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Erste Gedanken: Nachdem mich Band 1 bereits sehr berühren und mich unglaublich gut unterhalten konnte (obwohl ich wenig bis keine Berührungspunkte mit Gaming habe), musste ich Band 2 direkt nach der Abholung ...

Erste Gedanken: Nachdem mich Band 1 bereits sehr berühren und mich unglaublich gut unterhalten konnte (obwohl ich wenig bis keine Berührungspunkte mit Gaming habe), musste ich Band 2 direkt nach der Abholung in der Buchhandlung lesen und wurde nicht enttäuscht!

Das Cover: Der Illustrationsstil und die knalligen Farben passen so gut zum Gamedesign. Auch die eher genervte und abneigende Grundhaltung von Nataly und Dylan geben bereits einen ersten Hinweis auf die Enemies-to-Lovers-Geschichte.

Die Handlung: Nachdem Dylan – ein erfolgreicher Gamer – Natalys ersten Stream crasht, bei welchem sie eigentlich Werbung für Novel Haven machen wollte, entsteht ein großer Shitstorm. Als die beiden dann auch noch bei einem Panel nebeneinandersitzen müssen und alle durch ihre Wortgefechte eine Romanze vermuten ist das Chaos perfekt. Doch damit der Shitstorm sich nicht noch weiter ausbreitet und ihre beiden Karrieren gefährden könnte, wollen die beiden Schadensbegrenzung betreiben und Nataly schlägt Dylan eine Fake-Beziehung vor, die seltsamerweise nicht lange unecht bleibt…

Meine Meinung: Während ich beim Auftakt der Trilogie ein wenig brauchte, bis ich in der Geschichte drin war, war ich hier ab der ersten Seite in das Buch eingetaucht. Nataly und Dylans Geschichte macht einfach unglaublich Spaß, hat mich zum Grinsen gebracht und behandelt jedoch auch ernste Themen, wie toxische Beziehungen. Letzteres fand ich wirklich gut in die Geschichte hineingewoben. Nataly erkennt viele ungesunde Muster in ihren vorherigen Beziehungen, jedoch verschließt sie stets die Augen davor, nur um das später zu reflektieren und daraus zu lernen. Zwischenzeitlich hätte ich sie trotzdem gerne umarmt und ihr gesagt, dass es nicht ihre Schuld ist! Für mich steht der 2. Band dem Ersten in nichts nach und lässt mich sehr positiv an die Geschichte zurückdenken. Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen noch ein bisschen mehr Tiefgang bei den Problemen von Nataly und Dylan gewünscht, da ich z.B. bei Laras Geschichte aus dem ersten Band ein wenig mehr berührt wurde. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt.

Die Charaktere: Nataly mochte ich unglaublich gerne. Sie lässt sich nicht den Mund verbieten, hat so viel Leidenschaft für ihre Passionen und will am Ende des Tages nur eins: geliebt werden. Letzteres hat mir an manchen Stellen das Herz gebrochen, aber gleichzeitig weiß ich, dass sich so viele in ihr wiederfinden werden. Dylan war mir anfangs noch ein wenig suspekt, doch seine sehr respektvolle und aufmerksame Art haben ihn mir im weiteren verlauf immer sympathischer gemacht. Vor allem die beiden zusammen mochte ich sehr gern!

Fazit: Ein zweiter Band, der mir genauso gut gefallen hat, wie der Auftakt der Trilogie. Ich vergebe hier 4,5/5 Sternen und eine Leseempfehlung. Nun freue ich mich schon unglaublich auf Arias Geschichte!

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Sehr düster und ernst, aber nie trostlos!

A Theory of Dreaming (A Study in Drowning, Band 2)
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Anmerkung: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen.

Erste Gedanken: „A Study in Drowning“ ist zu einem meiner Jahreshighlights geworden. Ava Reids Schreibstil verleitet mich dazu, regelmäßig Zitate zu ...

Anmerkung: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen.

Erste Gedanken: „A Study in Drowning“ ist zu einem meiner Jahreshighlights geworden. Ava Reids Schreibstil verleitet mich dazu, regelmäßig Zitate zu unterstreichen und völlig in der Welt abzutauchen. Auch, wenn ich ganz andere Erwartungen an die Fortsetzung hatte, so wurde ich dennoch mit einem gelungenen Buch belohnt.

Das Cover: Noch viel schöner als das zum ersten Band. Das Blau leuchtet förmlich und ganz zentral sind Effy und Preston Hand in Hand abgebildet, was auf ihre starke Verbindung verweist. Ich finde es verträumt schön.

Meine Meinung: Die Inhaltsangabe lasse ich aufgrund von Spoilergründen zum Auftakt weg. Meine Rezension könnte dennoch kleine Spoiler zum ersten Band enthalten. Vorweg muss ich sagen, dass ich mit etwas ganz andrem gerechnet habe. Im ersten Band spielt sich das gesamte Geschehen auf einem zusammenbrechenden, sehr düsteren Anwesen ab. Dadurch ist es um einiges unheimlicher als Band 2, jedoch auch sehr viel atmosphärischer. Dafür ist „A Theory of Dreaming“ aufgrund der gewählten Thematiken schwerer (hier bitte die Content Notes lesen). Es baut sich wirklich sehr langsam auf. Gleichzeitig mag ich die eher gemächliche Erzählweise, da es sich anfühlt, als würde ich ewig durch die dunklen Flure der Universität wandern und nach und nach auf Geheimnisse stoßen. Besonders die Beziehung von Effy und Preston fand ich unglaublich gelungen dargestellt. Selten lese ich über ein Paar, das bereits zusammen ist. Hier werden z.B. die Hürden einer Beziehung aufgezeigt, nachdem gemeinsam etwas Nachhallendes erlebt wurde. Dennoch schenken sich die beiden so viel Kraft und Zuneigung, dass ich einfach unglaublich bei ihnen mitfühlen musste. Rückblickend passiert in diesem Band nicht so viel actionreiches, aber irgendwie mochte ich es trotzdem gerne.

Die Charaktere: Nur Liebe für Effy und Preston. Effy macht in diesem Band wirklich viel durch, aber ich habe sie auf jeder Seite angefeuert oder mir ist das Herz für sie gebrochen. Beide haben unglaublich viele Unsicherheiten, die sich auch auf die Beziehung auswirken. Doch die Gespräche, die die beiden darüber geführt haben, waren sehr emotional und berührend. Beide haben ihre großen Pakete zu tragen, aber wachsen gemeinsam an ihnen. Preston mag ich auch sehr, sehr gerne. Mir ist aufgefallen, dass ich schon lange keinen männlichen Protagonisten hatte, den ich so sympathisch und vielschichtig fand, wie Preston. Er ist unglaublich loyal, willensstark, aber lässt auch Schwäche zu. Doch auch die Nebencharaktere Lotto, Rhia und Maisie waren sehr gelungen!

Fazit: Für mich überwiegt dennoch das atmosphärische und verwunschene Setting vom 1. Band, was ich hier ein wenig vermisste. Dennoch vergebe ich hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Für schaurige Herbstnächte

Blackspell
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„Blackspell: Das Geheimnis der Blutmotten“ bietet einige schaurige Stunden, die voller Unterhaltung und Rätsel sind. Ein guter Auftakt, der mich gespannt auf die Fortsetzung blicken lässt.

Das Cover und ...

„Blackspell: Das Geheimnis der Blutmotten“ bietet einige schaurige Stunden, die voller Unterhaltung und Rätsel sind. Ein guter Auftakt, der mich gespannt auf die Fortsetzung blicken lässt.

Das Cover und die Aufmachung: Hier wird die Protagonistin Eden vor einem dunklen Untergrund gestellt und von Motten und Pflanzenranken umrahmt. Es deutet bereits auf die gespenstische Stimmung des Buches hin, was ich sehr ansprechend finde. Auch die Illustration ist sehr hochwertig und schön gezeichnet. Generell ist das Buch sehr hochwertig aufgemacht: ein alternatives Cover unter dem Schutzumschlag, Illustrationen im Buch und auf den Vorsatzpapieren etc. Es sieht beinahe aus wie eine Deluxe Edition!

Die Handlung: Unfreiwillig zieht Eden zum schaurigen Familiensitz Thunder Hall. Nachdem ihr Vater verstorben ist, geht sie seinem letzten Willen nach. Doch schon in der ersten Nacht wird sie Zeugin eines makabren Mordes und niemand glaubt ihr, da die mit Motten übersäte Leiche spurlos verschwunden ist. Am liebsten würde sie direkt wieder zurückfahren, doch der letzte Wille ihres Vaters verlangt, dass sie für zwei Schuljahre an die Wyndhouse Academy soll, ansonsten wird ihr das millionenfache Erbe nicht ausgezahlt. Doch da Eden auch Antworten will und die Akademie meist Antworten auf sonderbare Ereignisse hat, lässt sie sich dort einschreiben…

Meine Meinung: Celine Leonoras Debütroman lässt sich angenehm lesen. Vor allem abends wird die Geschichte noch atmosphärischer und unheimlicher, was ich sehr gerne mochte. Besonders das düstere Setting mit all seinen mysteriösen Charakteren hat es mir angetan und daran denke ich noch gerne zurück. Die Handlung entfaltet sich erst nach und nach, was auch die Lesenden zum Rätseln animiert. Das Ende folgt dann mit einem Knall und lässt mich gespannt auf die Fortsetzung warten. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten und kann die Geschichte vor allem für die kalten Jahreszeiten empfehlen. Dennoch sind mir einige Gespräche zwischen Charakteren manchmal ein wenig hölzern erschienen. Den Schreibstil der Autorin mochte ich vor allem, wenn sie mystische Schauplätze oder Gedankenspiralen beschrieb, jedoch hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Charaktere ein wenig gestelzt miteinander redeten. Auch hätte ich mir gewünscht, dass sie bei der Trauer und den Gefühlen von Eden noch tiefer gegangen wäre, da ich gerne noch mehr mitgefühlt hätte. Auch weiß ich noch nicht so ganz, was ich von Wolframs Spitznamen (kurz: „Wolf“) halten soll. Doch abseits davon mochte ich die Geschichte gerne und bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.

Die Charaktere: Mit Eden stehe ich ein wenig im Zwiespalt. Ich mochte ihre dickköpfige Seite und ihren Drang nach Wissen und Antworten, gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass sie hinterfragt, warum sie ständig alles alleine verrichten will, obwohl sie so treue Freundschaften pflegt. Auch hatte ich das Gefühl, dass sie die Lesenden nicht vollends an ihrer Gefühlswelt teilhaben ließ. Aber vielleicht gibt es ja dahingehen eine Entwicklung in Band zwei. Esra – ihre beste Freundin - mochte ich hingegen und hätte mir gewünscht, dass sie noch mehr Raum bekommen hätte. Ebenfalls gelungen fand ich, wie die Religion letzterer und ihres Bruders in die Geschichte eingeflossen ist und berücksichtigt wurde. Generell gab es in diesem Buch viel Inklusion, die gut umgesetzt wurde, was ich sehr positiv herausheben muss. Auf andere Charaktere werde ich aus Spoilergründen nicht eingehen, aber es gibt ein paar Überraschungen in der Geschichte!

Fazit: Ein guter Auftakt, an den ich gerne zurückdenke. Von mir gibt es hier 3,5/5 Sternen und eine Leseempfehlung. Mal gucken, wann die Fortsetzung angekündigt wird!

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Gedankenversunkener Schreibstil trifft auf Mythologie

Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)
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Von Malou Bichon habe ich bereits einige Bücher gelesen. Auf dieses hier war ich besonders gespannt, da es das erste Buch mit phantastischem Setting ist. Auch wenn „Musenrausch“ erst der Anfang einer großen ...

Von Malou Bichon habe ich bereits einige Bücher gelesen. Auf dieses hier war ich besonders gespannt, da es das erste Buch mit phantastischem Setting ist. Auch wenn „Musenrausch“ erst der Anfang einer großen Reihe ist, so wurde hier definitiv meine Neugier geweckt!

Das Cover: Sagt mir sehr zu! Es ist düster und geheimnisvoll und der dunkle Untergrund lässt die blauen Elemente strahlen. Ein richtiger Hingucker!

Die Handlung: Wanda wurde von ihrer künstlerischen Muse verlassen. Seit Monaten kann sie kein Gemälde zu Ende bringen, bis eines Tages wirklich ihre eigene Muse vor ihr im Zimmer steht: in Form eines fremden Mannes. Die beiden sind durch unerklärliche Wirkungen von außen miteinander verbunden, obwohl die Gegenwart des anderen sie gegenseitig schwächt. Damit dieses Band der beiden getrennt werden kann, muss Wanda Neo in seine Welt voller Mythologie und Magie folgen, die sie jedoch nicht mit offenen Armen empfängt…

Meine Meinung: Malou hat mit der „Nektar-und-Ambrosia-Trilogie“ eine sehr intensive und große Welt geschaffen. Das Setting entfaltet sich den Lesenden erst nach und nach und Fragen bleiben lange unbeantwortet. Doch das mochte ich sehr gerne. Ich finde in Fantasygeschichten nichts schlimmer, als wenn der lesenden Person alles kleinteilig erklärt und vor die Füße geworfen und dadurch an Spannung eingebüßt wird. Hier müssen wir gemeinsam mit Wanda diese völlig neue Welt entdecken, die immer wieder neue Tücken und Geheimnisse bereithält. Dabei führt Malous poetischer und wunderschöner Schreibstil angenehm durch die Geschichte. Vor allem die erste Hälfte des Buches mochte ich unglaublich gerne: der sanfte Einstieg, das Miteinander von Neo und Wanda etc. Die zweite Hälfte hingegen verlor mich ein wenig durch eine chaotischere Erzählweise und sprunghafte Ereignisse, die ineinander überzugehen schienen. Ebenso hätte ich mir gewünscht, dass ich noch ein wenig mehr bei der Geschichte mitgefühlt hätte. Teilweise fühlte es sich so an, als gäbe es zwischen mir und der Geschichte eine dünne Barriere, die mich zwar mitfühlen ließ, aber nur zu einem gewissen Grad. Doch abseits davon fühlte ich mich gut unterhalten.

Die Charaktere: Wanda und Neo sind gelungene Protagonist:innen. Beide konnten mich für sich gewinnen und ich mochte wirklich jede Szene, in denen sie vorkamen. Ebenfalls mochte ich, wie beiläufig das Thema Queerness in die Geschichte eingewoben wurde und wir hier sogar zwei queere Protagonist:innen haben. Davon gibt es in meinen Augen immer noch viel zu wenige, weswegen ich froh bin, dass Malou diese Geschichte geschrieben hat! Doch auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen!

Fazit: Eine guter Reihenauftakt, der jedoch noch viele Fragen offenlässt und mir das Gefühl gibt, dass es jetzt erst richtig losgeht. Trotz kleinerer Kritikpunkte mochte ich „Musenrausch“ gerne und vergebe hier 3,5/5 Sternen!

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