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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2025

3 ⭐

Wild Reverence
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Trotz eines eindrucksvollen Schreibstils und einer atmosphärisch dichten Welt konnte mich dieses Buch leider nur phasenweise überzeugen. Die ausführliche Einführung, die sich über einen großen Teil des ...

Trotz eines eindrucksvollen Schreibstils und einer atmosphärisch dichten Welt konnte mich dieses Buch leider nur phasenweise überzeugen. Die ausführliche Einführung, die sich über einen großen Teil des Buches erstreckt, wirkt schwerfällig und erschwert den Einstieg erheblich. Obwohl das Weltkonzept faszinierende Ansätze bietet, verliert sich die Erzählung zu oft in langatmigen Passagen, bevor sich der eigentliche Plot formt.

Matilda beginnt als interessante Protagonistin, dessen Entwicklung im göttlichen Gefüge viel Potenzial verspricht. Sobald jedoch ihre Verbindung zu Vincent in den Mittelpunkt rückt, verliert ihr Charakter an Kontur. Auch Vincent bleibt in seiner emotionalen Zeichnung erstaunlich statisch. Gemeinsam entsteht zwischen ihnen zwar eine angedeutete, schicksalhafte Bindung, doch die romantische Entwicklung wirkt wenig fundiert. Es fehlen glaubwürdige Momente, in denen ihre Beziehung tatsächlich wächst. Vielmehr entsteht der Eindruck, ihre Gefühle würden eher behauptet als erlebbar gemacht.

Der Mittelteil leidet zudem unter einer unausgewogenen Dramaturgie. Wichtige Lebensabschnitte werden in wenigen Seiten abgehandelt, während andere Passagen übermäßig in die Länge gezogen sind. Erst im letzten Viertel gewinnt die Geschichte spürbar an Dynamik und emotionaler Wirkung, sodass sich die ursprüngliche Begeisterung kurzzeitig zurückmeldet.

Insgesamt bleibt das Buch für mich eine technisch beeindruckende, aber erzählerisch unausgewogene Lektüre. Die sprachliche Qualität und das Potenzial der Welt sind unbestreitbar, doch die romantische Handlung und die Charakterentwicklung erreichen nicht die Tiefe und Intensität, die die Geschichte tragen könnten.

Veröffentlicht am 12.12.2025

1 ⭐

Rabid
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Dieses Buch konnte mich inhaltlich wie erzählerisch nicht überzeugen. Die Charaktere bleiben in ihrer Darstellung deutlich hinter ihrem Potenzial zurück: Der Protagonist zeigt ein durchgehend unreflektiertes, ...

Dieses Buch konnte mich inhaltlich wie erzählerisch nicht überzeugen. Die Charaktere bleiben in ihrer Darstellung deutlich hinter ihrem Potenzial zurück: Der Protagonist zeigt ein durchgehend unreflektiertes, teils widersprüchliches Verhalten, das weder zu einer glaubwürdigen romantischen Entwicklung führt noch eine echte emotionale Bindung zulässt. Die Protagonistin wirkt zwar verletzlich gezeichnet, bleibt jedoch weitgehend passiv, da viele zentrale Entscheidungen durch andere statt durch sie selbst bestimmt werden. Dadurch entsteht keine stimmige oder tragfähige Dynamik zwischen beiden.

Auch das Worldbuilding bleibt oberflächlich. Wichtige kulturelle und gesellschaftliche Strukturen der dargestellten Gemeinschaft werden nur angerissen, ohne die notwendige Tiefe oder innere Logik. Dies führt dazu, dass wesentliche Elemente der Handlung – insbesondere die Rituale und sozialen Hierarchien – schwer nachvollziehbar bleiben.

Das Erzähltempo wirkt unausgewogen: Prägende Ereignisse werden überhastet abgehandelt, während weniger relevante Szenen unverhältnismäßig viel Raum erhalten. Dadurch entsteht ein insgesamt brüchiger Spannungsbogen, der es schwer macht, emotional einzutauchen oder nachhaltig Interesse an der Entwicklung der Figuren aufzubauen.

Obwohl einzelne Ideen durchaus Potenzial erkennen lassen, fehlt es dem Roman insgesamt an erzählerischer Klarheit, charakterlicher Tiefe und einer überzeugend gestalteten Beziehungsebene. Das Buch blieb für mich daher enttäuschend und konnte weder atmosphärisch noch dramaturgisch überzeugen.

Veröffentlicht am 12.12.2025

4 ⭐

To Cage a Wild Bird
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Der Roman überzeugt durch eine eindringliche Atmosphäre, ein konsequent düsteres Setting und eine bemerkenswert starke Protagonistin. Ravens unerschütterlicher Wille, ihren Bruder zu retten, bildet den ...

Der Roman überzeugt durch eine eindringliche Atmosphäre, ein konsequent düsteres Setting und eine bemerkenswert starke Protagonistin. Ravens unerschütterlicher Wille, ihren Bruder zu retten, bildet den emotionalen Kern der Geschichte und trägt die Handlung mit großer Intensität. Auch die gesellschaftlichen Strukturen, die sich nach dem Krieg herausgebildet haben, sowie das perfide Gefängnissystem verleihen der Welt Tiefe und sorgen für einen hohen Spannungsbogen.

Besonders hervorzuheben ist die gelungene Darstellung der Nebenfiguren. Sowohl Jed als auch die anderen Insassen wirken vielschichtig und tragen wesentlich zur erzählerischen Dynamik bei. Zahlreiche unerwartete Wendungen halten das Tempo hoch und schaffen bis zuletzt eine überzeugende Spannung.

Ein Aspekt, der für mich weniger gelungen war, betrifft die Beziehung zwischen Raven und Vale. Die romantische Anziehung entwickelt sich sehr abrupt und ohne ausreichende erzählerische Grundlage, wodurch sie im Vergleich zum restlichen Plot an Glaubwürdigkeit verliert. In einer so komplexen und harschen Welt hätte eine langsamer aufgebaute Verbindung besser harmoniert.

Insgesamt bleibt der Roman dennoch ein atmosphärisch dichter und spannender Auftakt, der durch starke Figuren, eine packende Grundidee und effektvolle Dramaturgie überzeugt – und der Neugier auf die Fortsetzung weckt.

Veröffentlicht am 29.11.2025

1.5 ⭐

Finding You – Die Macht der Seelen
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Diese Buch konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Die Handlung wirkt sehr vorhersehbar und folgt bekannten Mustern, wie man sie aus vielen "Bad-Boy/Good-Girl"-Geschichten kennt: Ein neues Mädchen ...

Diese Buch konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Die Handlung wirkt sehr vorhersehbar und folgt bekannten Mustern, wie man sie aus vielen "Bad-Boy/Good-Girl"-Geschichten kennt: Ein neues Mädchen kommt in eine Kleinstadt, trifft auf den geheimnisvollen, zunächst abweisenden Jungen, und schon bald wird klar, dass sie Seelenverwandte sind. Dieses Konzept ist grundsätzlich vertraut, bietet aber in diesem Fall kaum eigene Akzente oder Überraschungen.

Sky selbst bleibt über weite Strecken ein eher blasser Charakter. Ihre Persönlichkeit ist kaum ausgeprägt, und auch ihre Entscheidungen wirken oft passiv oder wenig nachvollziehbar. Selbst als sich zentrale Teile ihrer Vergangenheit offenbaren, fehlt der emotionale Tiefgang, um wirklich mitzufühlen. Die anderen Charaktere bleiben ähnlich oberflächlich und entwickeln sich kaum, sodass die Charakterdynamik insgesamt schwach bleibt.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Schreibstil. Die Dialoge wirken häufig hölzern und unnatürlich, insbesondere in emotionalen oder dramatischen Szenen. Wichtige Ereignisse werden teilweise abrupt behandelt, ohne dass die Charaktere auf glaubwürdige Weise darauf reagieren, was die Spannung zusätzlich mindert.

Positiv hervorzuheben ist, dass sich das Buch schnell lesen lässt und vereinzelt humorvolle oder charmante Momente enthält.

Veröffentlicht am 29.11.2025

3 ⭐

Off to the Races
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Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es in einigen Punkten Schwächen zeigt. Die Handlung auf der Gold Rush Ranch ist unterhaltsam, das Setting mit Pferden und dem Ranch-Leben besonders charmant ...

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es in einigen Punkten Schwächen zeigt. Die Handlung auf der Gold Rush Ranch ist unterhaltsam, das Setting mit Pferden und dem Ranch-Leben besonders charmant und vermittelt eine angenehme, ländliche Atmosphäre.

Billie ist eine starke, eigenständige Protagonistin, deren Witz und Schlagfertigkeit das Buch tragen. Ihre Beziehung zu Vaughn entwickelt sich zwar eher schnell und oberflächlich, sorgt aber gegen Ende für spürbare Spannung und einige gelungene Momente. Die Nebencharaktere, insbesondere Hank, Violet und Double Diablo, bereichern die Geschichte und schaffen ein Gefühl von Familie und Zusammenhalt auf der Ranch.

Die Liebesgeschichte bleibt in großen Teilen flach und etwas überhastet, die Dialoge sind stellenweise bemüht oder wirken unangenehm, dennoch sorgt der letzte Abschnitt für deutlich mehr Intensität und emotionales Engagement.