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Veröffentlicht am 11.03.2023

Leider zu konstruiert und mit wenig Spannung

Stille blutet
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Das auffällige Cover und der vielversprechende Klappentext hat mich überzeugt, mich an mein erstes Buch von Ursula Poznanski zu wagen.

Mit dem Schreibstil bin ich recht gut klar gekommen, der Perspektivenwechsel ...

Das auffällige Cover und der vielversprechende Klappentext hat mich überzeugt, mich an mein erstes Buch von Ursula Poznanski zu wagen.

Mit dem Schreibstil bin ich recht gut klar gekommen, der Perspektivenwechsel ließ einen gut in die Geschichte einsteigen, stellenweise waren mir die Wiederholungen aus verschiedenen Perspektiven dann irgendwann aber doch zu viel. Etwas, das ich bei Thrillern auch immer sehr schätze sind Cliffhanger und viel Spannung, was man hier außer gegen Ende im Großteil des Buchs leider vergebens sucht. Auch die Hauptprotagonisten waren mir fast alle unsympathisch und ich war recht schnell genervt vom dauernden Bodyshaming und der schlechten Zusammenarbeit innerhalb der Polizei.

Ich muss leider sagen, dass bei der Story einfach nichts wirklich zusammenpasste: ein unbeteiligter Ex-Freund, der jedes Fettnäpfchen und jede Falle mitnimmt, so dass er schnell von der geradezu stümperhaft und unprofessionell arbeitenden Mordgruppe als einziger Verdächtiger gehandelt wird. Ein Trittbrettfahrer, der zusätzlich Verwirrung stiftet und eine Auflösung die zu konstruiert wirkt und den Leser leider mit einigen offenen Fragen zurücklässt.

Ich habe mir so viel von diesem Buch erhofft, aber es konnte leider nicht halten, was der Klappentext versprochen hat, weshalb es von mir leider nur jeweils einen Stern für den Schreibstil und einen Stern für die gegen Ende doch hin und wieder auftauchende Spannung gibt.

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Veröffentlicht am 03.03.2023

Urban Fantasy meets Crime & Romance – absolutes Lesehighlight

Silver & Poison, Band 1: Das Elixier der Lügen (SPIEGEL-Bestseller)
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Aktuell gibt es wahrscheinlich kein auffälligeres Cover als das von „Silver & Poison“, ich glaub daran kommt vermutlich kaum jemand vorbei, ohne das Buch zumindest in die Hand genommen zu haben. Ich jedenfalls ...

Aktuell gibt es wahrscheinlich kein auffälligeres Cover als das von „Silver & Poison“, ich glaub daran kommt vermutlich kaum jemand vorbei, ohne das Buch zumindest in die Hand genommen zu haben. Ich jedenfalls finde es sehr gelungen und es spricht mich total an. Zusammen mit dem Klappentext war ich dann vollends überzeugt und musste es einfach lesen, auch wenn Fantasy eigentlich nicht meinem bevorzugten Genre entspricht.

Ich kannte Anne Lück bereits von den St. Alex Büchern und vermutete daher, dass mir der Schreibstil gefallen würde. Der Lesefluss war von der ersten Seite an gegeben und auch wenn die gesamte Geschichte nur aus Averys Sicht geschrieben ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass die anderen Protagonisten zu farblos oder gar außen vor bleiben. Die kurzen Kapitel und die Schnelligkeit der anfänglichen Ereignisse trugen zusätzlich dazu bei, dass man direkt in die Geschichte eintaucht und sich wie ein ständiger Begleiter von Avery fühlt.

Ich bin wirklich kritisch was Fantasy angeht und kann mich schwer in fremde Welten, außergewöhnliche Wesen oder seltsame Fähigkeiten reinfühlen, weil es meist zu abstrus wirkt für mich. In „Silver & Poison“ befinden wir uns aber im realen New York und auch die Fähigkeiten sind wohldosiert und sehr gut erklärt, auch dank des Glossars am Ende des Buchs.

Auf die Story kann ich wegen Spoilergefahr natürlich nicht näher eingehen, aber es ist alles einfach unfassbar stimmig, nicht überladen und total vielseitig, da neben Urban Fantasy, auch Crime-Elemente und etwas Romance (die in Band 1 noch ein zartes Pflänzchen ist) enthalten sind. Natürlich endet der Band mit einem Cliffhanger und vielen Fragezeichen, aber umso mehr freue ich mich auf den 2. Band dieser tollen Geschichte.

Ich kann euch nur empfehlen, dieses Buch zu lesen, für mich war es eine echte Überraschung und ein Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 27.02.2023

Tasmanischer Thriller – leider wenig spannend

Die Stille des Bösen
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Bei einem Schulausflug in die tasmanischen Wäldern verschwinden vier Mädchen und die Lehrerin kommt orientierungslos, mit einer Platzwunde und ohne jegliche Erinnerung an den Vorfall wieder zu sich. Ein ...

Bei einem Schulausflug in die tasmanischen Wäldern verschwinden vier Mädchen und die Lehrerin kommt orientierungslos, mit einer Platzwunde und ohne jegliche Erinnerung an den Vorfall wieder zu sich. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt für die Detectives Con Badenhorst und Gabriella Pakinga, denn vor vielen Jahrzehnten sind dort bereits Mädchen ums Leben gekommen und die Legende vom „Hungermann“, der sich Mädchen schnappt, hält sich seitdem hartnäckig. So dauert es auch nicht lange, bis die Medien und die Bewohner Wind davon bekommen und den Ermittlern das Leben schwer machen. Schaffen sie es diesmal die Mädchen leben aus den Wäldern nach Hause zu bringen?

Das Cover mit der blutroten Schrift deutet einen Thriller an und man steigt auch direkt mit dem Wanderausflug der Schülerinnen recht vielversprechend in die Geschichte ein. Die mit einzelnen Protagonisten überschriebenen Kapitel bringen zwar keinen direkten Perspektivenwechsel mit sich, aber es führt dazu, dass man die einzelnen Handlungsstränge, in die die Protagonisten gerade verwickelt sind, gut mitverfolgen kann.

Im Laufe des Buches tauchen einige mehr oder minder logische Theorien zum Verschwinden der Mädchen auf, Verdächtige werden schnell gefunden, wieder freigelassen und dann doch wieder verdächtigt, gefühlt hat jeder Lehrer was mit seinen Schülerinnen am Laufen, die Polizisten rennen irgendwann dem Mob nur noch hinterher, statt selbst Ermittlungserfolge erzielen zu können und die Auflösung des Falles ist dann leider auch nicht unbedingt auf solide Ermittlungsarbeit zurückzuführen. Außerdem finden sich im Buch auch so viele einzelne Handlungsstränge, Verdächtigungen und Theorien, die dann aber keinerlei Relevanz hatten, sondern rückblickend gesehen nur zur Verwirrung des Lesers beigetragen haben, weshalb das Buch auch gut und gerne mit 150 Seiten weniger ausgekommen wäre. Leider leidet dadurch auch die Spannung, die ich nach kurzer Zeit wohl in den Tiefen der tasmanischen Wäldern irgendwo verloren haben muss und nicht wiedergefunden habe.

Auch die Auflösung hat meiner Ansicht nach ihre Schwächen, aber aufgrund von Spoilergefahr, kann ich hier nicht näher darauf eingehen, aber man hätte sich hier schon noch einen Plott-Twist einfallen lassen können.

Grundsätzlich war das Thema wirklich gut und hätte spannend sein können, aber die Umsetzung war leider nicht mein Fall.

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Veröffentlicht am 24.02.2023

Herzbrechende Fortsetzung einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte

Westwell - Bright & Dark
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Normalerweise schreibe ich an dieser Stelle in eigenen Worten eine kurze Zusammenfassung der anfänglichen Ereignisse, auf die ich hier wegen eindeutiger Spoilergefahr verzichten will.

„Heavy & Light“, ...

Normalerweise schreibe ich an dieser Stelle in eigenen Worten eine kurze Zusammenfassung der anfänglichen Ereignisse, auf die ich hier wegen eindeutiger Spoilergefahr verzichten will.

„Heavy & Light“, Band 1 der Westwell-Trilogie, endet mit einem Cliffhanger, außerdem waren sehr viele Fragen noch offen und so war es natürlich ein Muss, die Geschichte um Jessiah Coldwell und Helena Weston direkt weiterzulesen.

Das Cover zu „Bright & Dark“ ist wieder unfassbar schön, optisch wie haptisch ein echtes Meisterwerk. Die Geschichte knüpft nahtlos an das Ende des ersten Teils an und man ist sofort wieder im New York der High Society. Auch der Perspektivenwechsel zwischen Jess und Helena tut der Geschichte wieder sehr gut und man kann sich wunderbar in beide Protagonisten hineinversetzen, leidet dadurch aber gefühlt natürlich auch doppelt mit.

Wer Band 1 gelesen hat kann sich vielleicht vorstellen, dass man in „Bright & Dark“ eigentlich durchgängig leidet, mit gebrochenem Herzen liest und der Cliffhanger, der noch zehnmal fieser ist, trägt nicht gerade zur Linderung bei. Aber eigentlich soll es wirklich nicht negativ klingen, denn die Trilogie lebt von dieser Achterbahn der Gefühle und dieses Buch ist und bleibt ein weiteres Highlight für mich. Und um unser Leserherz wieder zu kitten, muss Lena Kiefer es wohl oder übel vorher brechen und das tut sie mit „Bright & Dark“ in nahezu jedem gelesenen Kapitel.

Ein guter Rat von mir ist daher unbedingt „Hot & Cold“ schon griffbereit zu haben, wenn man sich an „Bright & Dark“ heranwagt, zum bestmöglichen Schutz und schneller Genesung des eigenen Herzens. „Bright & Dark“ bekommt von mir wieder eine ganz klare Leseempfehlung, darf und soll aber natürlich nicht unabhängig von den anderen beiden Teilen gelesen werden, denn nur so erfährt man den vollen Umfang der wundervollen Liebesgeschichte um Jessiah und Helena. Lesehighlight des Jahres!

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Veröffentlicht am 24.02.2023

Love Story mit sensiblem Thema, schön umgesetzt

Dein Blick in meine Seele
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Cami ist nach ihrer letzten Beziehung eigentlich nicht auf der Suche nach etwas Neuem, doch ihre beste Freundin überredet sie, sich auf einem Datingportal anzumelden. Zunächst wenig überzeugt, findet sie ...

Cami ist nach ihrer letzten Beziehung eigentlich nicht auf der Suche nach etwas Neuem, doch ihre beste Freundin überredet sie, sich auf einem Datingportal anzumelden. Zunächst wenig überzeugt, findet sie im charmanten und lustigen Elijah ein Match und lässt sich auf ein Kennenlernen ein, doch nach und nach legt Elijah immer weitere Geheimnisse offen, die sie gnadenlos überrumpeln. Kann Cami damit umgehen oder soll sie lieber schnell das Weite suchen, bevor sie ihr Herz an ihn verliert?

Das Cover ist für sich gesehen recht unscheinbar und deutete für mich lediglich eine Love Story an. Was hinter dem Deckmantel der Dating-Geschichte aber lauerte, hab ich so wirklich nicht erwartet und bisher auch noch nie gelesen in Romance-Büchern. Natürlich kann und will ich euch dieses Wow-Erlebnis nicht vermiesen und sage daher nichts weiter dazu, außer dass ich finde, dass die richtige Menge an Hintergrundinfos, positive wie auch negative Aspekte und auch für mich neue Situationen in die Story eingebunden wurden, ohne dass es überladen oder mitleidsfördernd wirkte. Nichtsdestotrotz muss ich leider sagen, dass mich die Protas nicht wirklich abgeholt haben und ich mich wenig in sie hineinversetzen konnte, das ist aber nur ein kleiner Aspekt, ich fand die Story dennoch wirklich lesenswert.

Auch wenn mir Sarah Saxx durch Bookstagram bekannt war, da sie dort sehr aktiv ist, hat es länger gedauert, bis ich jetzt auch eines ihrer Bücher gelesen habe und ich bereue es nicht, sondern frage mich eher, warum ich so lange gewartet habe. „Dein Blick in meine Seele“ ist eine gefühlvolle Story mit einem sensiblen Thema, das mich völlig überrascht hat, das aber schön und nicht übertrieben dargestellt wurde. Auch wenn ich mich mit den Protagonisten nicht so verbunden fühlte, kann ich dieses Buch allen Romance-Leser:innen ans Herz legen, denn es ist etwas ganz Besonderes, und ich werde sicherlich künftig zu weiteren Büchern von Sarah Saxx greifen.

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