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Veröffentlicht am 05.08.2021

Eine kleine Geige verändert das Leben

Bella Musica
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Luna betreibt zusammen mit ihrem Bruder in München ein italienisches Restaurant, in dem eine kleine, von der italienischen Großmutter gebaute Geige, ausgestellt ist. Ihr italienischer Vater hat die Familie ...

Luna betreibt zusammen mit ihrem Bruder in München ein italienisches Restaurant, in dem eine kleine, von der italienischen Großmutter gebaute Geige, ausgestellt ist. Ihr italienischer Vater hat die Familie schon vor langer Zeit verlassen, niemand weiß, wo er sich aufhält. Luna, selbst einen Hang zum Geigenbau und Spielen des Instrumentes, ist mit ihrem Leben und ihrer Berufstätigkeit nicht zufrieden. Als sie von ihrem Verlobten ein Baby erwartet, dieses aber eigentlich nicht will und dann auch verliert, überredet sie eine Freundin, sie auf ihren Arbeitsurlaub nach Italien zu begleiten. Luna bekommt Lust, Spuren ihrer Großmutter und schließlich auch die ihres Vaters zu suchen. Was sie schon nach kurzer Zeit findet, ist die Liebe zu Fabio, der in der Werkstatt ihrer Großmutter wohnt. Eine schwierige und intensive Suche beginnt.

Mich hat der Roman von Anfang an gefesselt. Ich konnte mich wunderbar in Lunas Leben hineinversetzen und habe sie für ihre Kraft und Ausdauer bewundert, an der allerdings ihre Freundin Gitta nicht ganz unbeteiligt war. Das Buch ist aufgegliedert in die Gegenwart mit Luna und in die Zeit um 1950, als ihre Großmutter Anna lebte. Diese Zeit hat mich ganz besonders gefesselt und berührt. Wir lesen von dem Schicksal des Kindes Anna, ihrer Jugend und der erwachsenen Anna.

Die italienische Lebensweise wird im Roman sehr schön dargestellt, ebenso das Leben in der Stadt und in kleineren Orten. Der Erzählstil ist sehr angenehm und berührend.

Wer in die Musik und die italienische Lebensweise eintauchen und dabei noch eine spannende Familiengeschichte lesen will, für den ist das Buch genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Fantasy mit viel Spannung

Gregorius
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Gregorius möchte die Schulden seiner Familie an den Herzog begleichen und erhält den Auftrag, ihm ein besonderes Schmuckstück unbeschadet zu überreichen, womit die Schulden abgegolten wären. Der Roman ...

Gregorius möchte die Schulden seiner Familie an den Herzog begleichen und erhält den Auftrag, ihm ein besonderes Schmuckstück unbeschadet zu überreichen, womit die Schulden abgegolten wären. Der Roman spielt im Mittelalter und Gregorius kämpft sich auf seinem Pferd und zu Fuß durch feindliche Länder, immer auf der Hut vor Plünderern. Dabei erlebt er viele Unannehmlichkeiten und kommt schließlich mit Personen in Kontakt, die, wie er allmählich mitbekommt, Vampiren ähneln. Jeder scheint gegen jeden zu kämpfen.

Er schafft es schließlich, bis zum Schloss des Herzogs vorzudringen, aber die Einhaltung der Absprache verläuft anders als erwartet.

Es ist mein zweiter Fantasyroman und ich habe somit nicht viel Vergleichsmöglichkeiten. Die Schreibweise ist gut verständlich, jedoch fiel es mir schwer, alle miteinander kämpfenden Gruppen auseinanderzuhalten. Die Spannung hielt das ganze Buch über an und nahm am Ende noch einmal extrem zu. Es wurde zwar sehr viel aufgeklärt und abgeschlossen, trotzdem hätte mich der weitere Verlauf in der Zukunft interessiert, aber das bleibt nun meiner Fantasy überlassen.

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Veröffentlicht am 28.07.2021

Tierische Ermittlungen mit viel Humor

Dru & Detective
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Eine junge Frau verschwindet und taucht nach einem Jahr wieder auf und zwar unter der Eisdecke des zugefrorenen Dorfteiches. Wie kam sie da hin und wo war sie vorher? Detective, der Spürhund eines ehemaligen ...

Eine junge Frau verschwindet und taucht nach einem Jahr wieder auf und zwar unter der Eisdecke des zugefrorenen Dorfteiches. Wie kam sie da hin und wo war sie vorher? Detective, der Spürhund eines ehemaligen Kommissars, wird zur Spurensuche aufgefordert. Aber auch Drusus, genannt Dru, bei dem Detective vorübergehend Unterschlupf gefunden hat, weil sein Besitzer im Krankenhaus liegt, möchte nicht untätig sein. Er läuft bis zum Dorfteich und erschnüffelt etwas, was da nicht hingehört.

Zusammen mit den Zweibeinern wird nun in alle Richtungen ermittelt. Am Schluss gibt es eine überraschende Aufklärung.

Als erstes hat mich der Schreibstil begeistert. Wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht des Katers, was immer wieder zu Lachanfallen reizt. Für mich war es praktisch, da ich selber zwei Kater und damit ein besseres Verständnis für Tiere habe, vorausgesetzt, ich lasse den Humor nicht außen vor. Aber auch seine Dosenöffnerin und deren Gäste, einschließlich Hund, kommen gut bei weg. Eine interessante Geschichte, die nachher immer spannender wird. Am Schluss ist man sehr überrascht.

Ich empfehle den Roman nicht nur Tierliebhabern. Es ist eine schöne Lektüre, die man auch vor dem Schlafengehen lesen kann.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Etwas langweilig

Das Leben des Max
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Max ist Journalist und zieht nach Berlin, um endlich frei zu sein von allen Aufgaben, die das Leben einem so auferlegt. Leider braucht man auch dazu Geld und er hält sich einigermaßen mit Gelegenheitsjobs ...

Max ist Journalist und zieht nach Berlin, um endlich frei zu sein von allen Aufgaben, die das Leben einem so auferlegt. Leider braucht man auch dazu Geld und er hält sich einigermaßen mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Seine Freiheit besteht darin, mit jeder verfügbaren Frau ins Bett zu gehen, von abends bis morgens durchzufeiern (was eigentlich?), sich mit Alkohol und diversen anderen Glücklichmachern zu betäuben. Trotzdem möchte er ein Buch schreiben und eine Freundin haben. Wird er es schaffen?

Am besten gefallen hat mir der Anfang des Buches. Da war noch alles offen. In meiner Jugend, die lange her ist, war ich auch in Berlin verliebt. Gern hätte ich da gelebt, aber ich wollte nicht eingesperrt sein. Dass Max "Nachholbedarf" hatte und das Leben in all seinen Facetten auskosten wollte....na ja, aber irgendwann sieht man doch zu, alles geregelt zu bekommen. Seine "Erlebnisse" nervten mich.. Mit 30 muss man einfach erwachsener sein. Die immer gleichen Bettgeschichten und Sauferlebnisse langweilten mich. Ich quälte mich durch das Buch, aber einen Sinn habe ich nicht erkennen können.

Gefallen hat mir die Beschreibung der Stadt, auch wenn ich sie noch anders kennen gelernt hatte. Sehr interessant fand ich die ausführliche Beschreibung, wie man schließlich das Schreiben und das sich ausdrücken lernt. Dass tatsächlich so viel Arbeit dahinter steckt, hätte ich nicht gedacht. Allein diese Informationen waren mir dann doch 4 Sterne wert.

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Veröffentlicht am 16.07.2021

Späte Rache

SCHULD! SEID! IHR!
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Kommissar Degenhardt hat dieses Mal mit zwei mysteriösen Selbstmorden zu tun, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich um Mord handelt. Er tappt lange Zeit im Dunkeln, wird aber großartig unterstützt ...

Kommissar Degenhardt hat dieses Mal mit zwei mysteriösen Selbstmorden zu tun, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich um Mord handelt. Er tappt lange Zeit im Dunkeln, wird aber großartig unterstützt von seiner ins Team geholten Kollegin Jana Liebisch. Sehr umfangreiche Ermittlungsarbeiten beginnen, aber die zweifelhaften Todesfälle gehen weiter.

Zu Beginn waren mir die Beschreibung der Toten etwas zu grausam, aber entweder gewöhnte ich mich bei den folgenden Fällen daran oder sie wurden nicht mehr so detailliert dargestellt. Die Geschichte an sich ist schon ein wenig ungewöhnlich, ich kann allerdings nicht näher darauf eingehen, ohne Wichtiges zu verraten. Spannend ist es vom ersten bis zum letzten Moment. Die Ermittlungsarbeit und die Zusammenarbeit zwischen den Kollegen werden ausführlich und interessant geschildert. Ich kann mir mal wieder nicht vorstellen, dass es derart viel Rivalität unter den Kollegen gibt, aber davon lese ich in jedem Krimi. Mir gefiel, dass auch Privates von den Akteuren, besonders von Kommissar Degenhardt, zu lesen war. Dadurch bekommt man immer etwas mehr Zugang zu den Personen.

Ich habe 5 Sterne vergeben, weil der Schreibstil sehr packend ist und der Autor entweder viel Fantasie oder umfangreich recherchiert hat. Das Warum und Wieso des Täters könnte man als einleuchtend beschreiben, ich kann es nicht, aber möglich ist ja viel.

Für spannende Unterhaltung ist auf jeden Fall gesorgt und ich empfehle das Buch daher gerne weiter.

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