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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2018

Gelungener Auftakt

Lila's Secret, Band 1: Trügerische Nähe
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Als Lila fast ausgeraubt wird, fast sie einen Entschluss und steigt in den nächsten Flieger nach Los Angeles. Dort leben ihr Bruder Jack und sein bester Freund Alex, in den Lila heimlich verliebt ist. ...

Als Lila fast ausgeraubt wird, fast sie einen Entschluss und steigt in den nächsten Flieger nach Los Angeles. Dort leben ihr Bruder Jack und sein bester Freund Alex, in den Lila heimlich verliebt ist. Dort angekommen, ist es anders als erwartet. Jack und Alex haben viele Geheimnisse vor ihr. Als Lila herausfindet, was die beiden ihr verschweigen, hat sie nur einen Gedanken: Flucht. Denn die Freunde arbeiten für eine Organisation, die Menschen mit speziellen Fähigkeiten jagt. Und Lila ist eine von diesen Leuten.

Ich finde die Idee der Autorin wirklich klasse. Die Gaben die die Charaktere besitzen sind ganz schön cool.
Die Geschichte ist auch nicht so vorhersehbar, wie man vielleicht denkt. Denn es gibt zum Ende hin eine ziemlich unerwartete Wendung, die mir auch sehr gut gefallen hat.

Was mich manchmal gestört hat, war die Naivität von Lila. Auch zum Ende des Buches hin hat sich das meiner Meinung nach nicht sehr gebessert.

Die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich vor allem mit Lilas Schwärmerei zu Alex. Erst ab der zweiten Hälfte wird es richtig spannend. Denn da beginnt die Flucht.

Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich hab es auch schon mehr als einmal gelesen. :)

Das Cover hat mir auch sehr gut gefallen. Es ist in verschiedenen blautönen gehalten und sehr schlicht, was mir aber gerade gefallen hat. (Ich hab eine etwas andere Version des Covers, als welche hier aufgeführt wird)

Fazit:
„Ein Herzschlag danach“ /"Lilas Secret" ist ein schöner Auftakt der Dilogie, der sicher noch etwas ausbaufähig ist, aber mit einer sehr unerwarteten Wendung punkten kann.

Veröffentlicht am 06.06.2018

ein perfekter Sommerroman

Brausepulverherz
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Jiara verbringt den Sommer immer an der italienischen Riviera, bei ihrem besten Freund Dario. Dieser hat eine Trattoria, ein kleines italienisches Restaurant. Hier lernt sie auch Milo kennen. Er ist auch ...

Jiara verbringt den Sommer immer an der italienischen Riviera, bei ihrem besten Freund Dario. Dieser hat eine Trattoria, ein kleines italienisches Restaurant. Hier lernt sie auch Milo kennen. Er ist auch ein Freund von Dario. Milo bleibt nie lange an einem Ort, ist ein Aufreißer und verdient sein Geld mit Musik. Er ist das genaue Gegenteil von Jiaras Freund Jonas. Jonas studiert BWL, wird bald eine Führungsposition in der Firma seines Vaters einnehmen und hat sein ganzes Leben schon geplant.
Schon gleich bei ihrer ersten Begegnung, knistert es zwischen Jiara und Milo. Anfangs versucht sie das zu ignorieren, denn sie hat schließlich einen Freund. Aber je mehr Zeit sie mit Milo verbringt, desto schwerer fällt ihr es ihrer Gefühle für ihn zu verleugnen.

Das Buch „Brausepulverherz“ hat mir sehr gut gefallen. Es hat auch perfekt zu meiner Stimmung gepasst, die das schön warme Sommerwetter in mir hervorruft.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive von Jiara und Milo geschrieben. So kann man sich gut in beide Protagonisten hineinversetzen und die Beweggründe für ihr Handeln verstehen. Außerdem hört sich die Story nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern sehr realistisch an.

Ich konnte Jiara sehr gut verstehen und hab immer mit ihr Gefühlt. Sie hatte erst ein normales geordnetes Leben und dann ist plötzlich eine neue Liebe in ihren Alltag geplatzt, die alles durcheinander gebracht hat. Die Zerrissenheit die in Jiara herrschte fand ich sehr gut beschrieben.

Die Autorin Leonie Lastella beschreibt immer wunderschön die italienische Landschaft und hat mir das Gefühl gegeben wirklich dort zu sein. Sie hat es perfekt geschafft die Stimmung von verschiedenen Landschaften einzufangen. Und eine Sehnsucht in mir geweckt, nochmal nach Italien zu verreisen.

Das Buch hat insgesamt eine sehr friedliche und romantische Stimmung, die mir sehr gut gefallen und eine gewisse Ruhe in mir erzeugt hat.

Das einzige was vielleicht nicht so gut war ist, dass die Story stellenweise zu ruhig war. Wer eine sehr aufregende und unglaublich dramatische Geschichte erwartet wird hier enttäuscht sein.

Fazit:
„Brausepulverherz“ ist eine wunderschöne leichte Sommerlektüre, die eine Sehnsucht nach Italien weckt und einem mit einer sommerlichen und romantischen Stimmung zurück lässt. Also ein perfekter Sommerroman.

Veröffentlicht am 29.05.2018

enttäuscht

After Work
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Sturzbetrunken erzählt Lexia Adam eines Abend all ihre Probleme und Ängste. Von ihrem beschissenen Tag, ihren Problemen bei der Arbeit und von den Problemen mit ihrem Gewicht. Am Tag darauf, als sie verkatert ...

Sturzbetrunken erzählt Lexia Adam eines Abend all ihre Probleme und Ängste. Von ihrem beschissenen Tag, ihren Problemen bei der Arbeit und von den Problemen mit ihrem Gewicht. Am Tag darauf, als sie verkatert im Büro erscheint, stellt sich heraus, dass dieser Fremde ihr neuer Chef ist. Lexia ist peinlich berührt, versucht aber trotzdem professionell damit umzugehen. Schließlich will Lexia die Stelle hier behalten, weil die Arbeit als Werbetexterin ihr unglaublich gut gefällt. Aber irgendwann können beide die Anziehung, die schon seit Beginn des ersten Treffens zwischen ihnen herrscht, nicht mehr ignorieren. Ob das gut geht?

Ich hatte mich riesig auf das Buch gefreut und auch ziemlich hohe Erwartungen. Leider wurde ich enttäuscht. Die Geschichte war ganz anderes als ich erwartet habe, was zunächst nichts schlechtes ist. Eigentlich ist es ja gut, wenn einem ein Buch überrascht. Aber leider war es hier im negativen Sinne. Es gab sehr viele Wiederholungen, weswegen oft das Gefühl aufkam, die selbe Stelle schon mal gelesen zu haben.
Irritiert hat mich auch, dass Lexia ihre Mutter Eva genannt hat, und nicht Mama oder dergleichen.

Mit der Protagonistin Lexia bin ich zu Anfangs auch nicht warm geworden. Adam hingegen mochte ich sofort. Deswegen fand ich es auch schön das das Buch aus der Perspektive von Lexia und Adam geschrieben wurde. Er ist ein sympathischer Protagonist, bei dem ich wirklich mitgefühlt habe, darüber hinaus konnte ich seine Handlungen gut nachvollziehen.

Neben dem Ende, finde ich gut welche Themen hier thematisiert werden. Unter anderem Mobbing und body positivity.
Das Ende fand ich, wie schon gesagt wunderschön. So konnte ich das Buch doch noch mit einem guten Gefühl abschließen.

Fazit
Auch wenn ich nicht vollständig mit dem Buch warmgeworden bin, so sticht es doch positiv durch die angesprochenen Themen aus der Masse heraus. Und vielleicht bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen.

Veröffentlicht am 18.05.2018

Tolle Familiengeschichte

Schau mir in die Augen, Audrey
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Audrey ist nach einem schlimmen Vorfall in der Schule mit Depressionen zu Hause. Sie hat regelmäßig Therapiestunden. Eines Tages bekommt Audrey von Dr. Sarah die Aufgabe einen Film zu drehen. Sie soll ...

Audrey ist nach einem schlimmen Vorfall in der Schule mit Depressionen zu Hause. Sie hat regelmäßig Therapiestunden. Eines Tages bekommt Audrey von Dr. Sarah die Aufgabe einen Film zu drehen. Sie soll ihr zu Hause, ihre Familie und andere Personen in ihrer Umgebung filmen und interviewen.
So erfährt man in dem Buch viel über Audreys Familie. Ihr großer Bruder Frank, der „Computerspielsüchtig“ ist, ihr kleiner süßer Bruder Felix, ihre über-erzieherische Mutter und den teilweise etwas überforderten Vater.
Dann wäre da noch Linus, ein Freund ihres großen Bruders.

Die Familiengeschichte ist aus der Sicht der 14-jährigen Audrey geschrieben. Deswegen zieht sich ihre leicht sarkastische Art durch das ganze Buch, teilweise auch in schwierigen und ernsten Situationen. Das Buch bringt einem zum Nachdenken über die eigene Familie, aber auch gleichzeitig zum lachen. Schon gleich am Anfang des Buches habe ich tränen gelacht.

Erst war ich ein bisschen skeptisch, weil das Buch aus der Sicht einer 14-jährigen geschrieben ist. Ich hatte Angst, dass ich mich nicht in die Protagonistin hineinversetzen könnte. Aber das war dann doch kein Problem. Es war sogar überraschend erfrischend.

Was mir nicht so gut gefallen hat war, dass der Vorfall in der Schule nicht näher erläutert wurde. Und darauf hat das Buch eigentlich aufgebaut. Auch wenn Audrey am Anfang gesagt hat, dass sie darüber nicht „sprechen“ will, hätte ich es doch schön gefunden, wenn zumindest am Ende erklärt worden wäre, was da nun eigentlich passiert ist. So bleibt man in der ganzen Geschichte im Dunkeln und muss nun mehr oder weniger Vermutungen anstellen, was da nun eigentlich geschehen ist.

Das Cover ist aber wieder sehr schön und passend zu dem Inhalt gestaltet. Zu sehen ist ein blondes Mädchen mit Sonnenbrille, ein gemütliches gelbes Haus mit Garten und eine Sprechblase, in der der Buchtitel steht. Letzterer ist wirklich auch sehr treffend gewählt.

Als Fazit kann ich sagen, dass „Schau mir in die Augen, Audrey“ von außen eine schöne leichte Sommerlektüre ist, aber wenn man tiefer blickt, auch etwas ernstere Facetten zeigt. Es führt einige Familienprobleme auf und zeigt, wie schlimm Mobbing wirklich ist.

Veröffentlicht am 15.05.2018

Eine etwas andere Geschichte über Dämonen, Engel und die Apokalypse

Aeternum
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Amanda und Jul sind beide ersetzbar. Deswegen werden die Magierin und der gefallene Engel in die Katakomben unter dem Alexanderplatz geschickt. Ihre Aufgabe? Sie sollen herausfinden, was verantwortlich ...

Amanda und Jul sind beide ersetzbar. Deswegen werden die Magierin und der gefallene Engel in die Katakomben unter dem Alexanderplatz geschickt. Ihre Aufgabe? Sie sollen herausfinden, was verantwortlich für den Krater in der Mitte des großen Platzes ist. Die Aufgabe ist lebensgefährlich und viel schwerer als sie bisher ahnen. Denn nichts anderes als die Apokalypse müssen sie verhindern.

Ich finde es schade, dass das Buch so unbekannt ist, denn „Aternum“ ist wirklich klasse und originell. Es ist eine etwas andere Geschichte über Dämonen, Engel und die Apokalypse. Außerdem ist der Handlungsort des Buches Berlin, was ich ziemlich cool finde. Die wenigsten Bücher, die ich lese spielen in Deutschland.

Das Buch ist so geschrieben, dass ich die ganze Zeit dachte, dass auch in Wirklichkeit so etwas passieren könnte. Die Geschichte die die Autorin Andrea Bottlinger hier kreiert hat ist überzeugend, originell und durchweg spannend.

Auch eine Liebesgeschichte ist mit drin, die aber nicht im Vordergrund steht. Ich liebe Liebesgeschichten und mag es schon gerne, wenn sie einen großen Teil der Handlung einnehmen. Aber bei dem Buch war das so genau richtig. Anders wäre mir „Aeternum“ auch nicht so real erschienen.

Die Charakter sind unglaublich gut durchdacht und tragen somit auch ihren Teil dazu bei, dass sich die Geschichte so real anfühlt.

Das Buch ist absolut empfehlenswert und nicht nur was für Leute, die gerne Fantasy lesen.