Die Wut die bleibt
Die Wut, die bleibtEwigkeiten stand dieses Buch auf meiner Wunschliste, und nun habe ich es endlich geschafft, es zu lesen. Die Erwartungen waren entsprechend hoch, denn ich hatte eigentlich nur Gutes darüber gehört.
Der ...
Ewigkeiten stand dieses Buch auf meiner Wunschliste, und nun habe ich es endlich geschafft, es zu lesen. Die Erwartungen waren entsprechend hoch, denn ich hatte eigentlich nur Gutes darüber gehört.
Der Einstieg fiel mir leicht und ließ mich sofort in die Geschichte eintauchen. Sie beginnt mit einem großen Knall und ließ mich danach nicht mehr los.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird, die sich teilweise überschneiden, aber dennoch sehr unterschiedlich sind. Dadurch werden verschiedene Themen beleuchtet – einmal die Probleme der älteren Generation und einmal die der jüngeren. Und beide betreffen letztlich alle Frauen, unabhängig vom Alter.
Diese gelungene Verknüpfung hat mich angesprochen und gut unterhalten. Es fiel mir leicht, mich in beide Protagonistinnen hineinzufühlen und sie zu verstehen. Ich glaube, das sollte keiner Frau wirklich schwerfallen.
Ab dem letzten Drittel wurde es mir in einem der beiden Handlungsstränge etwas zu abstrus. Irgendwie war mir das ein wenig zu „drüber“. Dadurch bekommt das Buch zwar eine besondere Note, aber bis heute kann ich nicht sagen, ob mir dieser Teil gefallen hat oder nicht.
Trotzdem ist es ein starkes Buch, das zu Recht so viel Aufmerksamkeit bekommen hat – und auch weiterhin bekommen sollte. Es greift wichtige Themen auf, die zum Nachdenken und Handeln anregen, und überzeugt mit einem Schreibstil, der einen nur so über die Seiten fliegen lässt.
Ein Buch, das bleibt – nicht nur im Regal, sondern im Kopf.
Also: klare Leseempfehlung!