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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2019

Ein spannend vorgelesener Thriller

Dunkle Botschaft
1

In „Dunkle Botschaft“ ermitteln der Kommissar Florian Kessler und die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz in ihrem vierten Fall. Für mich war es der zweite Fall und der kann auch ganz gut ohne Vorkenntnisse ...

In „Dunkle Botschaft“ ermitteln der Kommissar Florian Kessler und die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz in ihrem vierten Fall. Für mich war es der zweite Fall und der kann auch ganz gut ohne Vorkenntnisse gelesen und gehört werden.
Catherine Shepherd hat einen angenehm flüssigen Schreibstil, der sich gut lesen lässt und der den Leser gleich von der ersten Seite an fesselt. Der Prolog ist gruselig mit Gänsehautfeeling und man fragt sich, wie jemand so grausam sein kann. Die Story ist ohne Frage spannend, die Handlung ist durchsetzt von nicht vorhersehbaren Wendungen Die Autorin hält den Spannungsbogen permanent hoch und setzt am Ende noch eins drauf! Dazu kommt, dass man bis zum Ende im Dunkeln tappt, was den Täter betrifft – klar man hat eine dunkle Ahnung, doch deswegen ist man kein bisschen schlauer.
Dieser Thriller wird aus unterschiedlichen Erzählperspektiven erzählt. Zum einen kann man sich ganz gut in die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz hineinversetzen. Julia nimmt sich ihre Fälle sehr zu Herzen und ermittelt dann auch mal selber bzw. zusammen mit ihrer Assistentin Lenya, obwohl dies wohl eher der Aufgabenbereich der Polizei wäre. Und natürlich schafft sie es, sich bei solchen Aktionen in Schwierigkeiten zu bringen. Auf der anderen Seite erlebt man die unschöne Jugend eines Unbekannten, die in Rückblenden erzählt wird. Jeder Erzählstrang für sich ist spannend und die Autorin schafft es, diese beiden am Ende geschickt miteinander zu verweben.
Ebenso nervenaufreibend ist die Suche nach dem Serientäter, der in seinen Opfern eine Botschaft hinterlässt, die die Polizei binnen kürzester Zeit lösen muss – sonst hat das nächste Opfer keine Chance.
Und neben der Aufklärung des Falles, hat Julia auch Schwierigkeiten in ihrem Privatleben.
Mir hat die Mischung aus Beruf und Privatlebens ganz gut gefallen. Außerdem mag ich Julia und Florian gerne, was bei den sympathischen und authentischen Protagonisten nicht weiter schwer fällt.
Ich habe mir „Dunkle Botschaft“ als Hörbuch angehört, welches Svenja Pages mit viel Gefühl und passenden Emotionen klasse vorgelesen hat. Grusige Stellen werden durch das gekonnte Einsetzen ihrer Stimme noch ein Stück gruseliger. Der Vortrag an sich ist kurzweilig, da sie den Personen unterschiedliche Stimmfärbungen gibt, wobei ich finde, dass ihr die männlichen Stimmen nicht ganz so gut gelingen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Und einmal angefangen, fiel es mir schwer, den Thriller auszuschalten – ich war an zwei Tagen mit dem Hören fertig.
Fazit:
Ich kann diesen Thriller, in dem ein perfider Serienmörder sein Unwesen treibt, jedem Thriller-Fan weiterempfehlen. Ich hatte spannende und unterhaltsame Hörstunden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2019

Ein nettes Hörbuch für zwischendurch

Flirting with Fire
1

Für mich war es das erste Hörbuch des Autorenduos Piper Rayne.
Während der Schulzeit stand Maddie auf den Quarterback des Football-Teams. Nach einer High-School-Feier gab es sogar einen Kuss zwischen beiden, ...

Für mich war es das erste Hörbuch des Autorenduos Piper Rayne.
Während der Schulzeit stand Maddie auf den Quarterback des Football-Teams. Nach einer High-School-Feier gab es sogar einen Kuss zwischen beiden, nur dass Maddie diesem sehr viel mehr Bedeutung zugemessen hat als ihr Schwarm Mauro Bianco, der an diesem Abend zu viel Alkohol erwischt hat. Jahre später treffen beide wieder aufeinander. Ein Ehemaligentreffen. Bei einer Versteigerung bekommt Maddie nun ihr erstes offizielles Date mit Mauro Bianco. Und hätten sich die beiden danach nicht zufällig geschäftlich wieder getroffen, so hätte es wahrscheinlich nie eine Affäre zwischen den beiden gegeben.

"Flirting with Fire" ist unterhaltsam, wartet aber nicht mit großartigen Überraschungen auf und die Charaktere blieben oberflächlich. Ein wenig mehr Tiefe hätte der Geschichte sicher nicht geschadet. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und locker-leicht. Man lernt als Hörer Mauro und seine Geschwister ebenso kennen wie Maddie und ihre beiden Freundinnen. Die Geschichte wird meist aus der Sicht von Maddie erzählt, ein paar Kapitel gab es aus der Sicht von Mauro. Die Story an sich war interessant und stellenweise spannend, aber ich finde aus dem Plot hätte man mehr machen können.
Mauro ist als Feuerwehrmann tätig und wird auch ab und an zu Einsätzen gerufen, die nicht immer ungefährlich sind, da ein Brandstifter umgeht. Vielleicht habe ich zu viel Chicago Fire geschaut, denn ich hätte irgendwie mehr Informationen und Aktionen in Form von Feuerwehreinsätzen erwartet.

Auch fand ich, dass es ein paar Wiederholungen zu viel gab. Maddies Zweifel an ihrem Selbstbewusstsein in ihrer Schulzeit sind verständlich. Aber 10 Jahre später ist sie erwachsen und an ihren Selbstzweifeln hat sich nichts geändert – das war für mich nicht wirklich schlüssig nachvollziehbar. Trotzdem aller Schwächen waren mir Maddie und Mauro sympathisch.

Ich habe mir das Hörbuch angehört. Maddies Sicht wurde von Lisa Stark vorgelesen, die mich abgeholt hat. Sie hat eine angenehme Stimme und betont an den richtigen Stellen. Da hat das Zuhören Spaß gemacht. Zwischendurch gab es immer mal wieder ein Kapitel aus Mauros Sicht. Dieser Part wurde von Sven Macht gelesen, der seine Sache gut gemacht hat, mich aber leider ganz überzeugen konnte. Dabei kann ich noch nicht einmal sagen, woran es genau lag. Vielleicht fehlten mir die Gefühle beim Vorlesen etwas.
Und da nicht alle Fäden am Schluss verwoben wurden, gehe ich davon aus, dass es noch mindestens einen oder zwei weitere Bände geben wird. Vielleicht mit Mauros Brüdern, wer weiß.

Fazit:
Eine nette Story für zwischendurch, die nicht das volle Potential ausgeschöpft hat. Die Story bekommt 3 Sterne, die Hörbuchvariante bekommt einen Stern mehr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2019

Spannend, kurzweilig, erotisch

Eiskalter Zorn - Hitze einer Sommernacht
1

Für mich war es das erste Buch von Sara-Marie Lukas, aber sicher nicht das letzte. Ich wollte eigentlich nur mal reinschmökern und bin aber nicht mehr weggekommen. Ich hatte das Buch an einem Tag durch.
Der ...

Für mich war es das erste Buch von Sara-Marie Lukas, aber sicher nicht das letzte. Ich wollte eigentlich nur mal reinschmökern und bin aber nicht mehr weggekommen. Ich hatte das Buch an einem Tag durch.
Der Schreibstil der Autorin hat es mir auch leicht gemacht: locker-flockig, angenehm flüssig und mit einer Spannung versehen, die stetig steigt. Dazu eine Prise prickelnder Erotik. Leserherz, was willst du mehr?
„Eiskalter Zorn“ ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Samantha und William geschrieben. Das hat mir gut gefallen, denn man kann sich so in beide Charaktere gut hineinversetzen. Und ich mochte die beiden sympathischen Protagonisten sehr gern. Überhaupt fand ich die Charaktere authentisch und glaubhaft dargestellt.
Samantha Davis kämpft sich durchs Leben und zu Hause wartet dann die alkoholkranke Mutter, die sie zusammen mit ihrer Oma betreut. Dabei hatte doch ihr Vater einst ein florierendes Unternehmen mit seinem Freund, bis etwas geschah. Samanthas Vater verlor sein Vermögen und auch sein Leben, weil sein bester Freund ihm die Schuld zu geschoben hat. Deswegen hat Sam einen ziemlichen Hass auf die Familie Coburn und will sich rächen. Als sie zufällig eine Stellenanzeige sieht, bewirbt sie sich unter falschem Namen als Hausmädchen auf dem Landsitz der Coburns.
Es gibt ein paar kleine Unstimmigkeiten, aber darüber kann man getrost wegsehen. Es war schon fast zu leicht, wie Sam in den Coburn-Haushalt untergekommen ist. Der Lesespaß wird dadurch nicht geschmälert.
Als Sam dort William Coburn begegnet, knistert es zwischen den beiden gewaltig. Nur, dass er keine Ahnung hat, wer Sam wirklich ist.
Die Autorin hat eine spannende und emotionale Geschichte der Familien Coburn und Davis geschrieben. Man weiß bis kurz vor dem Ende nicht, wer letztendlich der Schuldige für den Zerfall und dessen Folgen war. Ebenso recht man nicht mit den interessanten Wendungen. Es geht um Freundschaft, um Liebe und Leidenschaft, aber auch um lang gehütete Geheimnisse, Verrat und Hass.
Fazit:
Von mir gibt’s eine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden, kurzweiligen und erotischen Roman. Eine Geschichte zum mitfiebern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2019

Ein solider Thriller, der gut unterhält

Das Floriansprinzip
1

Den Namen der Autorin kannte ich bereits, aber dies ist mein erstes Werk, das ich von ihr gelesen bzw. gehört habe. Und obwohl der Thriller schon etwas älter ist, hat er an Aktualität nicht verloren.
Rebecca ...

Den Namen der Autorin kannte ich bereits, aber dies ist mein erstes Werk, das ich von ihr gelesen bzw. gehört habe. Und obwohl der Thriller schon etwas älter ist, hat er an Aktualität nicht verloren.
Rebecca Gables Schreibstil ist angenehm, flüssig und man kann sich alles super vorstellen.
Das erste Drittel beginnt gemächlich, man erfährt viel über Marks bisheriges Leben, was ich nicht uninteressant fand. Dann nimmt die Geschichte an Fahrt auf, es wird es richtig spannend und die Story hat mich so gefesselt, dass ich das Hörbuch in einem Rutsch durchgehört habe.
Den Ermittler Mark Maleki fand ich sympathisch – er hat eine bewegte Vergangenheit und lässt sich in kein Schema pressen, aber mir hat seine unkonventionelle Art gefallen. Er versucht Familie, Freundin und Beruf unter einem Hut zu bringen, was nicht immer leicht ist. Seine beiden Kinder wachsen bei ihm auf, das Verhältnis zu seiner Ex-Frau ist nicht das Beste und er hält sich mehr schlecht als recht über Wasser.
Marks Freundin Sarah ist einem Versicherungsbetrug auf der Spur und bittet Mark, ihr zu helfen, um Beweise zu sammeln. Die Spur führt zu einer Leiche von dort auf einen Giftmüllschieberring. Das Thema ist nach wie vor aktuell und manche Beschreibungen der Deponien in Afrika haben mir Gänsehaut beschert. Marks Ermittlungsmethoden sind nicht immer astrein, aber verständlich angesichts der Tatsache, dass seine Freundin Sarah entführt wurde.
Ich habe mir das Hörbuch angehört, welches Simon Jäger einfach hervorragend liest. Man taucht nach nur wenigen Minuten in den Thriller ein. Simon Jäger liest lebendig, erweckt die unterschiedlichen Protagonisten zum Leben und fesselt den Leser mit seinem Vortrag. Es macht Spaß, ihm zuzuhören.
„Das Floriansprinzip“ ist ein solider Thriller, der gut unterhält. Gegen Ende der Geschichte geht es Schlag auf Schlag und mir fast ein bisserl zu schnell. Da hätte ich mir die ein oder andere Stelle etwas ausführlicher gewünscht. Es kann jedoch auch daran liegen, dass das Hörbuch gekürzt ist.
Alles in allem fand ich die 382 Minuten mit Simon Jäger unterhaltsam, spannend und kurzweilig. Noch schöner wäre eine ungekürzte Fassung gewesen.

Fazit:
Von mir gibt’s eine Hörempfehlung für diesen spannenden Thriller, der absolut klasse gelesen wurde.

  • Cover
  • Erzählstimme
  • Handlung
  • Charaktere
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.11.2019

Mising Boy - spannend

Missing Boy
1

Von Candice Fox habe ich die ersten beiden Bände bereits gelesen und Gefallen an dem besonderen Ermittlerduo von Crimson Lake gefunden. „Missing Boy“ setzt nahtlos am letzten Band an. Bei Ted Conkaffey ...

Von Candice Fox habe ich die ersten beiden Bände bereits gelesen und Gefallen an dem besonderen Ermittlerduo von Crimson Lake gefunden. „Missing Boy“ setzt nahtlos am letzten Band an. Bei Ted Conkaffey scheint es aufwärts zu gehen und er freut sich auf seine Tochter, die er endlich wiedersieht und die eine Woche bei ihm bleiben soll. Ted hat einiges hinter sich und obwohl der Leser weiß, dass er unschuldig ist, sieht er sich nach wie vor den Anfeindungen der Bevölkerung des kleinen australischen Dorfes ausgesetzt. Und so ist er sehr zurückhaltend, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Amanda Pharell ist speziell, aber ich mag sie trotzdem oder gerade deswegen. Sie eckt gerne an, hat aber eine geniale Kombinationsgabe – und fast immer recht. Und als Ermittlerduo funktionieren die beiden echt super – auch wenn sie nicht den alltäglichen Ermittlern entsprechen und das muss auch gar nicht sein.
Die Charaktere sind facettenreich, authentisch und glaubhaft – zudem hat die Autorin ihnen eine emotionale Tiefe eingehaucht. Man kann diesen Band zwar unabhängig von den anderen lesen, aber wenn man an der Charakterentwicklung der Protagonisten interessiert ist, dann empfehle ich die beiden Vorgängerbände.
Candice Fox‘ Schreibstil ist wie gewohnt locker und flüssig. Die Story ist spannend – das liegt auch an den drei Erzählsträngen, die allesamt jeder für sich interessant ist. Zum einen wird dem Leser das Privatleben von Amanda und Ted näher gebracht und dann gibt es noch die Ermittlungen.
Für die Eltern eines Jungen tritt der schlimmste Fall ein - der Albtraum aller Eltern - als ihr Sohn Richie aus einem Hotelzimmer scheinbar spurlos verschwindet. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wo ist Richie? Eine verzweifelte Suche beginnt. Neben der Polizei begeben sich auch Amanda und Ted auf die Suche – beauftragt von der Mutter. Es entwickelt sich ein dramatischer Fall, der spannend erzählt wird. Und am Ende war es doch nicht so, wie es den Anschein hatte. Diese Wendungen hat die Autorin klasse eingebaut und hält somit die Spannung hoch, wenn man meint, der Fall wäre nun gelöst. „Missing Boy“ hat mich gepackt und ich habe auf der Suche mit Ted und Amanda mitgefiebert.
Zwischenzeitlich habe ich mir das Hörbuch angehört, welches Uve Teschner einfach klasse liest. Er hat eine eindringliche Stimme und schafft es mit wenigen Nuancen eine Situation noch bedrohlicher erscheinen zu lassen, als sie eh schon ist.
Fazit:
Von mir gibt’s eine absolute Lese- und Hörempfehlung – es macht Spaß in diesen Thriller einzutauchen.