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Veröffentlicht am 08.04.2025

Huch, wo ist denn...?

Der Vergessenstag
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Das Cover ist schön gestaltet. Für meinen Geschmack ist die rote Farbe der Schrift und vom Shirt des Jungen zu knallig, aber Kinder dürften da in der Regel einen anderen Blick drauf haben. Mir ...

Das Cover ist schön gestaltet. Für meinen Geschmack ist die rote Farbe der Schrift und vom Shirt des Jungen zu knallig, aber Kinder dürften da in der Regel einen anderen Blick drauf haben. Mir ist der Kontrast etwas zu krass, aber ansonsten gefällt es mir vom Motiv und Stil.

Auch die innere Gestaltung von Illustrationen und Typografie ist gelungen. Es gibt überall etwas zu entdecken. In der Handlung geht es um eine Familie, die auf dem Weg zum Sommerfest der Oma ist. Dabei läuft jedoch nichts nach Plan, da alle irgendetwas vergessen. Öfter geht es deswegen nochmal zurück nach Hause. Doch bleiben sie die einzigen, die etwas vergessen haben? Hat die Oma auch an irgendwas nicht gedacht?

In dem Buch geht es um einen ziemlich menschlichen Fehler: Dinge zu vergessen. Alles eingepackt in eine lustige, unaufgeregte Geschichte. Die Reime sind okay, aber manchmal nicht ganz rund. Gelegentlich wirkt der Text nicht ganz flüssig. Auch die interaktiven Elemente, bei denen die Leser etwas suchen müssen wirken ein bisschen zufällig platziert. Dieses Element hätte man gerne im ganzen Bilderbuch einsetzen können oder eben ganz weg lassen. Kindern wird es vermutlich nicht so auffallen, aber auf mich wirkt es ein wenig so, als wäre man mittendrin auf die Idee gekommen, diese interaktive Ebene noch miteinzubinden.

Insgesamt aber durchaus ein schönes Bilderbuch, an dem Kinder ihre Freude haben werden.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Die Erleuchtung liegt auf dem Holzweg

Es war zweimal
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Jan Philipp Zymny hat einen sehr eigenständigen Humor. Sicher nicht jedermanns Geschmack, ich mag es sehr.

In "Es war zweimal" wird Unsinn zur Kunstform, aber keineswegs zu Blödsinn. Der Wortausdruck ...

Jan Philipp Zymny hat einen sehr eigenständigen Humor. Sicher nicht jedermanns Geschmack, ich mag es sehr.

In "Es war zweimal" wird Unsinn zur Kunstform, aber keineswegs zu Blödsinn. Der Wortausdruck ist schneidig, immer passend. Manchmal albern, manchmal makaber. Manchmal nachdenklich, manchmal absurd. Das alles wechselt oft von einem Satz zum nächsten. Wirkt der eine Satz noch fast grotesk, wirkt der nächste gesellschaftskritisch, der nächste auf intelligente Weise schwachsinnig und der nächste wiederum stellt das Geschehen der ganzen Welt infrage.

Man muss es wirklich mögen und dafür muss man denke ich einfach selbst rein lesen oder sich sein Comedy-Programm anschauen. Man kann es wahrscheinlich nur lieben oder zu dem Entschluss kommen, dass es für einen einfach nichts ist. Dazwischen wird es nicht viel geben.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Shirley Holmes mit einem Hauch Charmed

Tod im Samtmantel
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Dem Cover gehört ein großes Lob gezollt. Schon ohne die Geschichte gelesen zu haben, lädt es mit den vielen Details dazu ein es länger zu betrachten. Nach dem Lesen sieht man es nochmal mit ganz anderen ...

Dem Cover gehört ein großes Lob gezollt. Schon ohne die Geschichte gelesen zu haben, lädt es mit den vielen Details dazu ein es länger zu betrachten. Nach dem Lesen sieht man es nochmal mit ganz anderen Augen, da hier zahlreiche Details der Geschichte aufgegriffen worden sind. Selbst kleine Elemente wie ein Rosenbusch, der später einen wichtigen Teil der Story ausmacht.

Der Schreibstil ist locker und leicht. Die Kapitel kurz, prägnant und flüssig. Man fliegt nahezu durch die Seiten. Die beiden Protagonisten Grace und Suzy sind mit ihren 13 Jahren authentisch dargestellt und gleichzeitig mit einem großen detektivischen Gespür ausgestattet. Als Grace einen grünen gebrauchten Samtmantel kauft und sie dadurch Visionen empfängt, wird auch dies gut dargestellt. Diese sind im Text kursiv hervorgehoben und führen Grace Schritt für Schritt durch die eigenständige Ermittlung in einem Mordfall. Für Erwachsene mögen die Entwicklungen des Buches etwas zu eindimensional sein, für ein Kinder-/Jugendliche durchaus passend.

Als Kind/Jugendliche habe ich Serien wie Shirley Holmes und Charmed geliebt. Die Herangehensweise der Ermittlungen der beiden Mädchen erinnert mich an Shirley Holmes. Die Visionen von Grace weckten meine Nostalgie zur Serie Charmed, zu der es auch Bücher gab. Phoebe Halliwell hatte ebenfalls Visionen und ich meine, dass diese in den Büchern ähnlich wie hier dargestellt wurden.

Ich fühlte mich insgesamt gut unterhalten, hätte mir nur eine bessere Ausarbeitung des Täterprofils gewünscht. Dieses ist doch etwas platt abgehandelt. Die Geschichte lebt von Suspense, man weiß als Leser meistens mehr als die Protagonistin. Damit hätte man entsprechend auch mehr spielen können. Beispielsweise wenn Grace am wahren Täter vielleicht doch kurz Zweifel bekommen und sich einwickeln hätte lassen. So bleibt der Fall relativ klar, ohne große Ausschweife. Trotzdem ein sehr gutes Buch und alleine für das Gefühl in die eigene Kindheit und Jugend zurück versetzt zu werden hat es eine hohe Bewertung verdient. 4 Sterne, da noch Luft nach oben ist. Der letzte Satz lässt eine Fortsetzung vermuten. Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Verbotene Ebene

If We Were Gods
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Zunächst einmal muss ich die Gestaltung des Buches loben. Hier passt einfach alles zusammen und nachdem man das Buch gelesen hat, versteht man auch das Detail mit dem goldenen Cutout.

Anfangs ...

Zunächst einmal muss ich die Gestaltung des Buches loben. Hier passt einfach alles zusammen und nachdem man das Buch gelesen hat, versteht man auch das Detail mit dem goldenen Cutout.

Anfangs fand ich etwas schwer in die Geschichte. Um das Magiesystem zu verstehen, bedarf es etwas Konzentration. Die Idee dahinter hat mich trotzdem ziemlich begeistert. Es macht Spaß mit den Buchfiguren tiefer in diese Materie einzutauchen. Die Charaktere sind okay, aber nicht besonders tiefgründig. Interessant ist hier aber inwiefern sie Grenzen überschreiten. Im Grunde baut alles jedoch etwas zu sehr darauf auf, dass jeder wem irgendwas verheimlicht oder andere belügt. Zwischendurch fühlte ich mich zudem wie im ersten Band von Harry Potter, nur für Erwachsene. Auch einige Längen waren dabei. Zwischenzeitlich war ich mir daher nicht sicher wie ich das Buch finden soll. Zum Ende hin wurde es aber nochmal richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weg legen. Ab einem bestimmten Punkt packt es und dann richtig. Das macht die schleppenden Passagen wieder gut. Zudem ist der Schreibstil durchweg auf einem hohen Niveau und sehr bildhaft. In dem Roman geht es um Macht, Ruhm, Prestige und den Preis, den man dafür bereit ist zu zahlen. Ich überlege das Buch nochmals zu lesen. Vielleicht gefällt mir der Anfang dann besser. Jetzt da ich weiß wie am Ende alles zusammengeführt wird.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Schwerfällig

The Legend of Lady Byeoksa
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Das Buch hat ein wahnsinnig tolles Cover und einen dazu wunderschönen Buchschnitt. Dies fiel mir direkt ins Auge. Für mich als jemand mit großem Interesse an koreanischer Kultur und Fantasy klang es dann ...

Das Buch hat ein wahnsinnig tolles Cover und einen dazu wunderschönen Buchschnitt. Dies fiel mir direkt ins Auge. Für mich als jemand mit großem Interesse an koreanischer Kultur und Fantasy klang es dann auch noch nach einer perfekten Story. Ich erwartete eine Art Mischung aus dem KDrama Mystic Pop Up Bar und der Legende um Mulan.

Was habe ich bekommen? Zunächst einmal sind die Story und die Ideen des Buches wirklich top. Der unnötig komplizierte Schreibstil macht es allerdings schwer wirklich in die Geschichte einzutauchen. Zeitweilen hatte ich das Gefühl eher einen schweren Fachartikel zu lesen, der mit hölzernen Dialogen gespickt ist. Den Anfang fand ich noch atmosphärisch, danach verliert es immer mehr an Leichtigkeit. Durch die Erzählung wird gesprintet und gleichzeitig ist es extrem langatmig. Manches musste ich doppelt lesen, um den roten Faden beizubehalten. Die Figuren wurden in meinem Kopf nicht lebendig, obwohl doch viel Potential da war. Stellenweise habe ich mich einfach nur durchgequält. Erschwerend kam hinzu, dass das Buch auf rund 400 Seiten in nur 5 Kapitel eingeteilt sind. 5 Kapitel, die sich nur schwer unterbrechen lassen ohne aus dem Fluss zu kommen. Es springt zu viel hin und her. Einiges wird ausschweifend erklärt, während anderes runter gerattert wird. Vor allem bei den Dialogen musste ich mich echt konzentrieren, um am Faden zu bleiben wer gerade was sagt. Uff, schade um die tolle Idee. Wirklich.

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