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Veröffentlicht am 28.04.2025

Ein wundervolles Kinderbuch

Die kleine Spinne Widerlich - Mini-Spinni kommt in den Kindergarten
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Die beliebte Kinderbuchreihe "Die kleine Spinne Widerlich" von Diana Amft ist um einen Band gewachsen. Dieser Teil lautet "Mini-Spinni kommt in den Kindergarten" und damit ist auch klar und deutlich definiert, ...

Die beliebte Kinderbuchreihe "Die kleine Spinne Widerlich" von Diana Amft ist um einen Band gewachsen. Dieser Teil lautet "Mini-Spinni kommt in den Kindergarten" und damit ist auch klar und deutlich definiert, worum es in der Geschichte geht.

Wer die Geschichten um die kleine Spinne und ihre Familie nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst. Viele bringen Spinnen mit Ekel oder gar Angst in Verbindung. Bei diesen liebevoll gestalteten Charakteren haben unangenehme Gefühle und Gedanken gar keine Chance. Die Vermenschlichung der Spinnen baut Sympathie auf. Man kann sich an den detaillierten und herzlichen Illustrationen gar nicht satt sehen.

Auch dieser Band hat nicht nur mich, sondern auch meine Nichte überzeugt. Man begleitet Mini-Spinni bei ihrem ersten Tag im Kindergarten. Hier lernt Mini-Spinni den Ablauf in Ruhe kennen, macht bei ersten Spielen mit und verbringt dort den Mittagsschlaf. Zuhause wird der Tag abschließend mit der ganzen Familie gefeiert. Natürlich gibt es Elemente aus dem Kindergarten-Alltag, die nicht aufgegriffen werden. Das Wichtigste wird allerdings abgehandelt. Der Spaß und die Freude daran endlich zu den großen Kindergarten-Spinnen zu gehören steht im Vordergrund. Das ist durchaus gelungen. Der Kindergarten wird als ein warmherziger Ort dargestellt, an dem man nicht nur Freunde finden kann, sondern auch jede Menge neue Spiele kennenlernt. Genau so soll es sein.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Kleiner Reminder in Krisen

Dein ADHS-Wohlfühl-Guide
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Das Cover zu "Dein ADHS Wohlfühl-Guide" gefällt mir, auch wenn ich die Pose der Dame nicht ideal finde. Zumal selbst im Buch geschrieben steht, dass man beim Meditieren nicht zwangsläufig im ...

Das Cover zu "Dein ADHS Wohlfühl-Guide" gefällt mir, auch wenn ich die Pose der Dame nicht ideal finde. Zumal selbst im Buch geschrieben steht, dass man beim Meditieren nicht zwangsläufig im Schneidersitz ausharren muss. Abgesehen davon ist es grundsätzlich nicht für jeden etwas und kann auch zu Frustration führen. Eine neutrale Pose hätte ich besser gefunden.

Das Layout und die Struktur des Buches gefällt mir richtig gut. Es hat zusätzlich eine sehr angenehme Haptik. Viele Schaubilder im Buch helfen als Stützen, um sich an einige Selfcare-DOs und DON'Ts besser zu erinnern.

Inhaltlich gibt es 7 Hauptkategorien, beginnend mit Grundlagen. Hier wird kurz und bündig das Thema Neurodivergenz erklärt. Definitiv ausreichend, aber Betroffene und Interessierte, die tiefer in die Materie eintauchen möchten, sollten zumindest noch zu einem anderen Buch greifen. Es bleibt etwas oberflächlich. Auch wenn ich es persönlich begrüße, dass darauf hingewiesen wird, dass eine Kombination von ADHS mit Autismus gar nicht so selten ist. Egal wie sehr man denkt eine Diagnose auszuschließen, sollte man sich alleine schon wegen der vielen Überschneidungen mit beidem beschäftigen.

Die weiteren Themen unfassen Ruhe&Entspannung, Sicherheit&Geborgenheit, Fokus&Klarheit, Inspiration&Lebensfreude, Energie&Motivation und In Balance kommen - und bleiben.

Dabei fiel mir zunächst die markante Eigenwerbung für die selbstkreiierte Aroma-Knete der Autorin ein. In den ersten Thematiken wird das Wort Knete/kneten nahezu auf jeder Seite genutzt. Dies hat mich teilweise so raus gerissen, dass ich mich auf das Buch nicht mehr richtig konzentrieren konnte und zeitweise auch nicht mehr einlassen wollte. Auch waren die Tipps größtenteils zu allgemein gefasst. Dies ändert sich erst in späteren Kategorien, in denen der Fokus auf Neurodivergenz deutlicher wird. Zu einem großen Anteil ist es jedoch eher ein Selfcare-Guide, der nicht ausschließlich auf ADHS zugeschrieben ist. Dies klingt allerdings viel kritischer als es gemeint ist. Es gibt einfach eine Menge Tools und Methoden, die für alle Menschen hilfreich sind, um zu entspannen oder Fokus zu finden. Für neurodivergente Menschen ist es nur umso wichtiger, weil die Gefühlsintensität und Erfahrungen im gesellschaftlichen Alltag extremer wahrgenommen werden. Um einen Overload (oder bei Autismus auch Meltdown,Shutdown) zu vermeiden oder entgegen zu wirken ist es essentiell zu wissen wie man wieder zur Ruhe kommt. Das Buch macht daher einiges richtig, indem es viele Möglichkeiten und Problematiken aufgreift.

Für eine erstmalige Beschäftigung mit dem Thema Neurodivergenz sehe ich das Buch nicht unbedingt geeignet. Dafür bleibt es in vielen Aspekten zu oberflächlich. Es dürfte auch für neurotypische Menschen nutzbar sein, da hier viele Techniken und Grundlagen der allgemeinen Selfcare aufgegriffen werden. Im Punkt der Vielfalt funktioniert das Buch gut. Als Einstieg in die Welt der Selbstfürsorge und Achtsamkeit hat man hier gebündelt die wichtigsten Punkte. Die Schaubilder helfen zudem als Erinnerungsstützen. Zudem ist die Sprache nicht nur positiv formuliert, sondern auch einfühlsam und ohne Druck. Viele neurodivergente Menschen haben berufliche oder soziale Probleme. Das wird hier im Gegensatz zu allgemein gehaltenen Selfcare-Büchern berücksichtigt, indem gar kein Fokus auf Karriere und Freundeskreis gelegt wird.

Ich persönlich habe schon sehr viele Bücher über Neurodivergenz und auch Selfcare, Achtsamkeit und Psychologie gelesen. Sehr viel Neues konnte ich persönlich nicht finden. Allerdings werde ich es als schnellen Reminder in Krisen behalten. Ich denke dafür funktioniert es gut. Informativ zum Thema Neurodivergenz werde ich eher in anderen Büchern nachschlagen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Das gewisse Etwas fehlte

Hunting Souls (Bd. 1)
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Das Buch hätte alles haben können, um mich in den Bann ziehen zu können. Der Stil, der etwas an die Addams Family erinnerte, catchte mich zu Beginn auch erst und ich glaubte bald ein neues Lieblings-Buch ...

Das Buch hätte alles haben können, um mich in den Bann ziehen zu können. Der Stil, der etwas an die Addams Family erinnerte, catchte mich zu Beginn auch erst und ich glaubte bald ein neues Lieblings-Buch gefunden zu haben.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Walkers auf den Plan kommen ist es auch recht ansprechend geschrieben. Danach verstrickt es sich leider in Belangslosigkeiten mit wenig Handlung. Es gab Ansätze und durchaus Potenzial hier eine tolle Geschichte zu zaubern. Leider hat die Autorin dies nicht genutzt. Die Charaktere bleiben etwas farblos und das meine ich nicht nur wegen der Blässe von Katrina. Es gibt keine Überraschungen. So karikaturhaft die Personen anfangs gezeichnet werden, bleiben sie auch. Die Wendungen, die sie durchleben sind vorhersehbar und leider wenig kreativ umgesetzt.

Noch weiß ich nicht, ob ich den zweiten Teil noch lese. An sich hat die Story Potenzial. Allerdings wirkte bisher alles wie eine schwächere Version von der Addams Family, kombiniert mit Warm Bodies. Am meisten störte mich auch glaube ich, dass die Autorin so bemüht war Katrina als "anders" darzustellen und sie sich am Ende dann doch nicht als sonderlich außergewöhnlich darstellt. Die Ecken und Kanten, die man zu Beginn beschrieb, wurden alle weg geschliffen. Schade, etwas mehr Biss hätte Katrina und der ganzen Geschichte sicher gut getan.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Huch, wo ist denn...?

Der Vergessenstag
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Das Cover ist schön gestaltet. Für meinen Geschmack ist die rote Farbe der Schrift und vom Shirt des Jungen zu knallig, aber Kinder dürften da in der Regel einen anderen Blick drauf haben. Mir ...

Das Cover ist schön gestaltet. Für meinen Geschmack ist die rote Farbe der Schrift und vom Shirt des Jungen zu knallig, aber Kinder dürften da in der Regel einen anderen Blick drauf haben. Mir ist der Kontrast etwas zu krass, aber ansonsten gefällt es mir vom Motiv und Stil.

Auch die innere Gestaltung von Illustrationen und Typografie ist gelungen. Es gibt überall etwas zu entdecken. In der Handlung geht es um eine Familie, die auf dem Weg zum Sommerfest der Oma ist. Dabei läuft jedoch nichts nach Plan, da alle irgendetwas vergessen. Öfter geht es deswegen nochmal zurück nach Hause. Doch bleiben sie die einzigen, die etwas vergessen haben? Hat die Oma auch an irgendwas nicht gedacht?

In dem Buch geht es um einen ziemlich menschlichen Fehler: Dinge zu vergessen. Alles eingepackt in eine lustige, unaufgeregte Geschichte. Die Reime sind okay, aber manchmal nicht ganz rund. Gelegentlich wirkt der Text nicht ganz flüssig. Auch die interaktiven Elemente, bei denen die Leser etwas suchen müssen wirken ein bisschen zufällig platziert. Dieses Element hätte man gerne im ganzen Bilderbuch einsetzen können oder eben ganz weg lassen. Kindern wird es vermutlich nicht so auffallen, aber auf mich wirkt es ein wenig so, als wäre man mittendrin auf die Idee gekommen, diese interaktive Ebene noch miteinzubinden.

Insgesamt aber durchaus ein schönes Bilderbuch, an dem Kinder ihre Freude haben werden.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Die Erleuchtung liegt auf dem Holzweg

Es war zweimal
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Jan Philipp Zymny hat einen sehr eigenständigen Humor. Sicher nicht jedermanns Geschmack, ich mag es sehr.

In "Es war zweimal" wird Unsinn zur Kunstform, aber keineswegs zu Blödsinn. Der Wortausdruck ...

Jan Philipp Zymny hat einen sehr eigenständigen Humor. Sicher nicht jedermanns Geschmack, ich mag es sehr.

In "Es war zweimal" wird Unsinn zur Kunstform, aber keineswegs zu Blödsinn. Der Wortausdruck ist schneidig, immer passend. Manchmal albern, manchmal makaber. Manchmal nachdenklich, manchmal absurd. Das alles wechselt oft von einem Satz zum nächsten. Wirkt der eine Satz noch fast grotesk, wirkt der nächste gesellschaftskritisch, der nächste auf intelligente Weise schwachsinnig und der nächste wiederum stellt das Geschehen der ganzen Welt infrage.

Man muss es wirklich mögen und dafür muss man denke ich einfach selbst rein lesen oder sich sein Comedy-Programm anschauen. Man kann es wahrscheinlich nur lieben oder zu dem Entschluss kommen, dass es für einen einfach nichts ist. Dazwischen wird es nicht viel geben.

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