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Veröffentlicht am 15.04.2026

Ein schönes Kochbuch zum Verschenken

Selbstgemachte Geschenke zum Aufessen
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“Selbstgemachte Geschenke zum Aufessen” ist ein Kochbuch von Veronique Witzigmann. Illustriert wurde es von Kat Menschik, in deren Reihe “Illustrierte Lieblingsbücher” es als 16. Band erschienen ist. Die ...

“Selbstgemachte Geschenke zum Aufessen” ist ein Kochbuch von Veronique Witzigmann. Illustriert wurde es von Kat Menschik, in deren Reihe “Illustrierte Lieblingsbücher” es als 16. Band erschienen ist. Die Rezepte, die in die Kategorien “Herzhaftes” und “Süßes” unterteilt sind, sind vielfältig: So finden wir auf der einen Seite bspw. Bärlauchsalz, Kartoffel-Steinpilz-Brühe und den Blitz-Kräutergugelhupf, auf der anderen Seite einen süßen Lasagne-Auflauf, Zitronen-Thymian-Limonade und eingelegte Aprikosen in Weißwein und Holunderblütensirup. Die Rezepte sind mal aufwendiger, mal unkomplizierter; die einen Gerichte sind für den direkten Verzehr, die anderen zum schrittweisen Gebrauch. Zudem lassen sich die Rezepte nicht allein einer (oder zwei) Jahreszeit(en) zuordnen, sondern sind über den Jahreszyklus verteilt, sodass man für jede Jahreszeit ein passendes Rezept findet. Die Rezepte sind zudem übersichtlich aufgebaut: Nach einer detaillierten Zutatenliste findet sich eine präzise Beschreibung der Zubereitung inklusive Tipps. Zu einem kleinen Kunstwerk wird das Rezeptbuch durch die Illustrationen von Kat Menschik, die die Zutaten und fertigen Gerichte (in Form gerahmter Vignetten) mit knallig-bunten Farben oftmals humorvoll einfängt. So begegnen den Rezeptsuchenden bei den “Baked Beans” tanzende Bohnen, bei den Zimt-Schoko-Röschen schaut uns ein Dackel mit großen Augen an und das Rote-Beete-Carpaccio herzt uns zu. Insgesamt ist “Selbstgemachte Geschenke zum Aufessen” ein schön aufgemachtes Kochbuch mit abwechslungsreichen, ausgefallenen Rezepten, das sich perfekt als Geschenk für (Hobby)Köch*innen eignet.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Ein spannender YA-Thriller

Liars all around me
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Inhalt: Avery, Musterschülerin und Tochter der Bürgermeisterin der Kleinstadt Harborview, hat ein Problem - eins, wofür sie am liebsten eine Pistole hätte. Also fragt sie kurzerhand den Außenseiter Ryle, ...

Inhalt: Avery, Musterschülerin und Tochter der Bürgermeisterin der Kleinstadt Harborview, hat ein Problem - eins, wofür sie am liebsten eine Pistole hätte. Also fragt sie kurzerhand den Außenseiter Ryle, ob dieser ihr eine besorgen könnte. Was eine Leichtigkeit für ihn sein sollte: Schließlich hat er, so erzählt man sich in Harborview, den Sommer im Jugendknast verbracht und ist schon in das ein oder andere Haus eingebrochen. Doch Ryle lässt Avery abblitzen. Als eine Woche später Averys größte Rivalin tot aufgefunden wird, ist Ryle sich sicher, dass Avery etwas damit zu tun hat, doch sie beteuert ihre Unschuld…

Persönliche Meinung: “Liars all around me” ist ein YA-Thriller von Clara Blais. Im Mittelpunkt des Thrillers stehen die beiden jugendlichen Protagonisten Ryle und Avery, aus deren Ich-Perspektive die Handlung erzählt wird. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie ist ehrgeizig, will den besten Abschluss bekommen, steht aber dadurch permanent unter Druck; er ist ein Außenseiter, von der Welt vergessen und maximal kritisch beäugt, der andere Probleme als Schule hat. Durch ihre individuellen Sorgen, Ängste aber auch Hoffnungen sind beide Figuren sehr lebendig. Die Handlung setzt sich aus zwei Elementen zusammen. Auf der einen Seite haben wir den Mordfall um die getötete Rivalin von Avery, den Avery und Ryle versuchen zu lösen (dabei kommt eine besondere Brisanz und Spannung dadurch auf, dass Ryle Avery trotz ihrer Beteuerungen permanent verdächtigt). Während der Ermittlungen der beiden wird offenbar, dass viele Menschen in ihrem Umfeld (kleinere und größere) Geheimnisse verbergen, sodass man als Lesender nie so ganz weiß, wem man vertrauen kann. Auf der anderen Seite beinhaltet “Liars all around me” auch eine Liebesgeschichte, die sich mit Höhen und Tiefen zart zwischen Ryle und Avery entwickelt. Die Handlung ist dementsprechend abwechslungs- und wendungsreich und endet mit einem überraschenden Twist. Der Schreibstil von Clara Blais ist sehr anschaulich und lebendig (wobei insbesondere die tollen Dialoge herausstechen). Insgesamt ist “Liars all around me” ein fesselnder und überraschender YA-Thriller mit lebendigen Protagonisten.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein fesselnder, schön durchdachter Thriller

Herzgrab
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Inhalt: Peter Gerink, Spezialist beim österreichischen BKA, muss in seinem aktuellen Fall nach Italien reisen: Eine Österreicherin wird dort seit einigen Wochen vermisst, doch von italienischer Seite geschieht ...

Inhalt: Peter Gerink, Spezialist beim österreichischen BKA, muss in seinem aktuellen Fall nach Italien reisen: Eine Österreicherin wird dort seit einigen Wochen vermisst, doch von italienischer Seite geschieht erschreckend wenig, sodass er seinen Kollegen auf den Zahn fühlen soll. Ebenfalls in Italien ist seine Ex-Frau Elena, eine Privatdetektivin, unterwegs. Sie spürt dem weltbekannten Maler Salvatore Del Vecchio nach, der vor einem Jahr spurlos verschwand. Nun ist allerdings überraschend ein neues Gemälde von ihm aufgetaucht, das auf einen Verbleib des Künstlers in der Toskana verweist…

Persönliche Meinung: “Herzgrab” ist ein Thriller von Andreas Gruber. Es handelt sich um den Auftakt einer Reihe um die beiden Ermittlerfiguren Peter und Elena Gerink (aus deren personalen Perspektiven Band 1 wechselweise erzählt wird). Die Handlung setzt sich aus zwei Erzählsträngen zusammen: den Ermittlungen in den beiden Vermisstenfällen, die zunächst unabhängig voneinander verlaufen. Besonders in dem Peter-Strang finden sich einige Elemente, die für Brisanz sorgen: Einerseits zeigen sich die italienischen Kollegen als höchst unkooperativ, ja korrupt, andererseits verbirgt die Familie der verschwundenen Österreicherin einige Geheimnisse, die sie am liebsten mit ins Grab nehmen würden. Zudem muss Peter mit seinem BKA-Kollegen Dino klarkommen, wegen dem seine Ehe in die Brüche gegangen ist. Zur Handlung möchte ich ansonsten nicht zu viel verraten. Nur: Sie wird spannend erzählt, die beiden Fälle sind durchdacht miteinander verflochten und es gibt mehrere überraschende Wendungen. Auch die Toskana, der Handlungsort des Thrillers, wird mit ihren pittoresken Örtchen, der malerischen Küste sowie der drückenden Schwüle anschaulich eingefangen. Insgesamt ist “Herzgrab” ein sehr ausgeklügelter, fesselnder und komplexer Thriller, der gespannt auf den zweiten Band der Reihe macht.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Eine religiöse Erzählung über eine innere Wandlung

Die Lichtflamme. Eine Ostergeschichte
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“Die Lichtflamme” ist eine religiöse Erzählung von Selma Lagerlöf. Sie handelt von Raniero, einem draufgängerischen, rücksichtslosen Mann, der sein Umfeld durch sein Verhalten tyrannisiert. Als seine Frau ...

“Die Lichtflamme” ist eine religiöse Erzählung von Selma Lagerlöf. Sie handelt von Raniero, einem draufgängerischen, rücksichtslosen Mann, der sein Umfeld durch sein Verhalten tyrannisiert. Als seine Frau ihn verlässt, schließt er sich dem Ersten Kreuzzug an und zieht als einer der Ersten in Jerusalem ein. Dort entzündet er am Heiligen Grab eine Lichtflamme, die er zurück nach Florenz bringen möchte. Auf diesem Weg geschieht Raniero allerlei Wundersames, sodass eine Läuterung bei ihm einsetzt. Die Erzählung hat dadurch einen legendarischen Charakter. Erzählt wird die Handlung linear, von einem allwissenden Erzähler, der zwischendurch als Ich durchblitzt. Die Wortwahl ist etwas altertümlich, allerdings für die Handlungszeit passend. Bei allen archaischen Elementen merkt man der Erzählung aber auch ihre Modernität an: Das rücksichtslose Verhalten Ranieros - insbesondere seiner Frau gegenüber - wird deutlich als solches markiert und verurteilt. Auch die Kreuzzüge werden nicht gutgeheißen, wobei Lagerlöf einen interessanten erzählerischen Kniff benutzt: Die Figur eines Narren kritisiert den Ersten Kreuzzug, indem er einen Dialog zwischen Petrus und Jesus Christus darstellt, in welchem Petrus die Eroberung Jerusalems als Blutbad bewertet. Abgerundet wird die Ausgabe des Reclam Verlags durch ein kurzes Nachwort, in dem einerseits der Lebensweg von Selma Lagerlöf skizziert und andererseits das florentinische Fest “Scoppio del Carro” vorgestellt wird, dessen Entstehungsgeschichte den Hintergrund der Erzählung bildet. Insgesamt ist “Die Lichtflamme” eine sich behutsam entfaltende Erzählung über eine innere Wandlung, die man - insbesondere aufgrund des Schlusskapitels - gerade als Osterlektüre empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Ein starker Reihenauftakt

Tainted Love
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Inhalt: Bad Sooden-Allendorf, nahe der innerdeutschen Grenze, 1986. Die Sonne knallt, die Luft flirrt. Durch die Hitze ist ein luxuriöser Wagen ans Tageslicht gekommen, der zuvor gut versteckt am Boden ...

Inhalt: Bad Sooden-Allendorf, nahe der innerdeutschen Grenze, 1986. Die Sonne knallt, die Luft flirrt. Durch die Hitze ist ein luxuriöser Wagen ans Tageslicht gekommen, der zuvor gut versteckt am Boden eines Sees schlummerte. Doch warum ist er versenkt worden? Was ist mit dem Fahrer geschehen? Fragen, die die Journalistin Christine Lehmann gerne beantworten würde. Gemeinsam begibt sie sich mit ihrem Partner, dem Bibliothekar Martin Ritter, auf Spurensuche - und stößt auf ein wohlgehütetes Geheimnis…

Persönliche Meinung: “Tainted Love” ist ein Kriminalroman von Vincent Tal. Es handelt sich um den Auftakt einer Krimireihe um die beiden Ermittlerfiguren Martin und Christine, aus deren personalen Perspektiven die Handlung wechselweise erzählt wird. Der Krimi wird in einem eher unaufgeregten Ton erzählt, der aber unheimlich atmosphärisch ist: Man spürt die sengende, pulsierende Hitze, die die Figuren umgibt, geradezu; die 80er Jahre mit ihrer typischen Musik sowie den gesellschaftspolitischen Themen (deutsche Teilung, Atomenergie) werden lebendig. Zudem finden sich stellenweise sehr stark beschriebene brenzlige Situationen für die Figuren, deren Bedrohlichkeit plastisch wirkt. Die Handlung selbst setzt sich aus zwei Schwerpunkten zusammen: dem eigentlichen Fall um das luxuriöse Auto und dem Privatleben von Martin und Christine. In beiden Schwerpunkten tauchen immer mal wieder kleine - ich nenne sie mal - “Fällchen” auf, die für Spannung sorgen. So haben sich die beiden Protagonisten bspw. durch das - immer noch ungeklärte - Verschwinden eines Kindes aus dem Freundeskreis kennengelernt; Martin ist seinem Vater nie wirklich begegnet, sodass er nebenbei nach dessen Verbleib forscht. Durch die “Fällchen” ist in der Handlung immer etwas los, sodass “Tainted Love” von vorne bis hinten spannend bleibt. Die Auflösung der Handlung ist gelungen und überraschend - insbesondere da sie mehr Antworten gibt, als man vielleicht vermuten würde. Mehr will ich an dieser Stelle aber nicht verraten. Insgesamt ist “Tainted Love” ein atmosphärischer, stark erzählter sowie fesselnder Auftakt einer Krimi-Reihe, die man unbedingt im Blick behalten sollte.

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