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Veröffentlicht am 04.10.2021

eine Nacht voller Gewalt

Bad Castro
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Ein Gang-Leader namens Bad Castro, Judy, eine junge Polizistin, und eine Nacht voller Unruhen. Das sind die Hauptzutaten für „Bad Castro“ von Kevin Brooks.
Es ist eine Nacht voller Gewalt. Und Bad Castro ...

Ein Gang-Leader namens Bad Castro, Judy, eine junge Polizistin, und eine Nacht voller Unruhen. Das sind die Hauptzutaten für „Bad Castro“ von Kevin Brooks.
Es ist eine Nacht voller Gewalt. Und Bad Castro und Judy versuchen diese heil zu überstehen. Das Setting kommt sehr gut zu den Leserinnen rüber. Man erlebt die Geschichte durch Judys Perspektive und ist sofort im Geschehen. Gefesselt und mit ordentlich Tempo liest man sich durch die Seiten und mag das Buch gar nicht aus der Hand legen. Es ist schon ziemlich rasant geschrieben. Und doch liegt bei all der Gewalt der Fokus im Zwischenmenschlichen. Gerade das hat mich an diesem Thriller überzeugt.
„Das hier ist die reale Welt. Und die reale Welt ist meistens ein großes Chaos von verworrenen, ineinander verknoteten Dingen, die sich nicht darum scheren, ob sie einen Sinn ergeben oder nicht.“ [36]
Die Geschichte ist sehr pointiert geschrieben, hätte für mich aber etwas mehr ausgearbeitet und länger sein dürfen. Der Schreibstil ist gut, die zwei Sichtweisen von Bad Castro und Judy sind gut gewählt und daraus entstehen interessante Fragen bei den Leser
innen.
„Bad Castro“ ist ein Actionfilm der in Buchform richtig Spaß macht. Rasant, temporeich, spannend und mit dem gewissen Aha-Erlebnis.

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Veröffentlicht am 04.10.2021

Grimmbärte

Petronella Apfelmus - Eismagie und wilde Wichte (Band 9)
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Hexenschleim und Krötenfuß, Petronella Apfelmus ist wieder da. Wir als Familie haben uns riesig gefreut, denn die Abenteuer mit der Apfelhexe sind immer bezaubernd. Diesmal heißt es „Eismagie und wilde ...

Hexenschleim und Krötenfuß, Petronella Apfelmus ist wieder da. Wir als Familie haben uns riesig gefreut, denn die Abenteuer mit der Apfelhexe sind immer bezaubernd. Diesmal heißt es „Eismagie und wilde Wichte“. Das ist zwar bereits der neunte Band, jedoch kann man problemlos einsteigen, auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Das Nötige wird einleitend erklärt.
Die Kuchenbrands und Petronella haben ja schon einiges erlebt. Aber Grimmbärte? Die wilden Wichte sind Gestaltwandler und die braucht man nicht wirklich. Vor allem wenn sie so einen Hunger haben. Noch dazu hält der Winter Sommerschlaf. Und deswegen bitten die Wetterhexen Petronella um Hilfe. Da ist wieder einiges los und Petronella und den Zwillingen Lea und Luis wird nicht langweilig.
Man kann nicht anders als die liebevollen Charaktere ins Herz zu schließen. Da spielt es keine Rolle, ob dies die bezaubernde Apfelhexe ist, oder ob dies die Zwillinge, der Hirschkäfer Lucius oder die Apfelmännchen sind. Die Geschichte lässt wieder bestens lesen und auch vorlesen. Durch den sehr guten Schreibstil und die tollen Ideen hat man auch als Erwachsener seinen Spaß.
„Petronella Apfelmus - Eismagie und wilde Wichte“ von Sabine Städing überzeugt auf ganzer Linie. Dazu tragen auch die wundervollen Illustrationen von Sabine Büchner bei. Diese passen perfekt, lockern auf und helfen, dass das Gelesene gut vertieft und veranschaulicht wird.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Bestimme dein Schicksal

Die letzte Göttin
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Die Protagonistin Andromeda oder nur „einfach Andra, ein Teenager aus dem zweiundzwanzigsten Jahrhundert und eine Allroundniete“ [37], erwacht statt der vereinbarten hundert Jahre erst tausend Jahre später. ...

Die Protagonistin Andromeda oder nur „einfach Andra, ein Teenager aus dem zweiundzwanzigsten Jahrhundert und eine Allroundniete“ [37], erwacht statt der vereinbarten hundert Jahre erst tausend Jahre später. Bereits an diesem Punkt ist schon einiges schiefgelaufen. Auch der Ort ist nicht der, den sie sich erhofft hatte. Kann es da für „Die letzte Göttin“ von Lora Beth Johnson noch viel schlimmer kommen? Andra hat verständlicher Weise viele Fragen. Und auch der männliche Gegenpart Zhade bringt nicht gerade viel Licht ins Dunkel. Wer Spielt hier welches Spiel? Ist das nur „alles Teil eines raffinierten Plans, „den Zhade ausgeheckt hatte“ [271]?
Die Autorin erzählt eine spannende und erfrischende andere SciFi-Story. Vieles bleibt über große Strecken im Dunkeln, wird erst gegen Ende klarer und auch das Setting, die Skizzierung der Geschehnisse, ist gelungen.
„Die Stadt schien nur aus Widersprüchlichkeiten zu bestehen. Statt Autos oder Gleitern säumten Karren die Straßen. Vor Eingangsstufen oder in den Gassen waren pferdeähnliche Kreaturen an Pfosten gebunden und dösten vor sich hin, während über ihnen Drohnen von Dach zu Dach und Fenster zu Fenster flogen.“ [178]
Der Schreibstil ist flüssig und als Leser*in folgt man Andra gerne und ist, wie die Protagonistin auch, teils irritiert. Die Kapitel wechseln immer aus der Sicht von Andra und Zhade und am Anfang der Kapitel gibt es Begriffsdefinitionen. Das ist mal etwas Anderes und originell. Das gilt auch für die Handlung und die Wendungen, welche schon überraschend waren.
An manchen Stellen hätte man die Geschichte aus meiner Sicht etwas straffen können. Auf der anderen Seite bekommt man durch die Wiederholungen einen besseren Einblick in Andras Gefühlswelt und Gedanken.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Frisch gestrichen

Nelly & Düse - Pudel frisch gestrichen
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„Nelly & Düse - Pudel frisch gestrichen“ ist eine originelle, frech und quirlig erzählte Geschichte, die den kleinen Zuhörerinnen des Öfteren ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Die Autorin Nicole Mahne kreiert ...

„Nelly & Düse - Pudel frisch gestrichen“ ist eine originelle, frech und quirlig erzählte Geschichte, die den kleinen Zuhörerinnen des Öfteren ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Die Autorin Nicole Mahne kreiert eine tierisch starke Geschichte um den Terrier Düse und die Pudeldame Cinderella, welche die Bekanntschaft mit einem frisch gestrichenen Zaun macht. Und spätestens ab diesem Moment nimmt die Geschichte ordentlich Fahrt auf. Die Protagonisten Nelly und Max geben wirklich ihr Bestes.
Der Schreibstil ist gut und man kann die Geschichte prima vorlesen. Die Schrift und Schriftgröße ist perfekt gewählt, so dass kleine Leser
innen (ab 8 Jahren) keine Probleme beim Lesen haben. Zudem gibt es wunderschöne Farbillustrationen von Caroline Opheys auf jeder Doppelseite. Diese lockern das Ganze noch etwas auf und sind wirklich witzig anzuschauen. Hundeliebhaber*innen kommen voll auf ihre Kosten.
So turbulent die Geschichte ist, so authentisch und realistisch sind die Charaktere. „Meine Halbschwester Sophie kann die besten Beschimpfungen, echt jetzt.“ [94] Jeder mit zwei Kindern zuhause weiß, dass es sich wirklich so abspielt. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass die Kraftausdrücke nicht verwendet worden wären.

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Veröffentlicht am 09.09.2021

Eine Museumsmotte

Kunstfresser – Aus dem Leben einer Museumsmotte
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Was ist eigentlich Kunst? Und was ist ein Museum? Diesen Fragen und noch vielen, vielen weiteren geht das Buch „Kunstfresser – Aus dem Leben einer Museumsmotte“ von Christine Ziegler auf den Grund. Wo ...

Was ist eigentlich Kunst? Und was ist ein Museum? Diesen Fragen und noch vielen, vielen weiteren geht das Buch „Kunstfresser – Aus dem Leben einer Museumsmotte“ von Christine Ziegler auf den Grund. Wo fängt man bei diesem großformatigen Buch, welches wunderschön durch Stephanie Marian illustriert wurde, an? Der „Kunstfresser“ ist eine tolle Kombination aus Geschichte, Sachbuch und Mitmach-Buch. Alles wird auf eine kindgerechte Weise erklärt. Das fängt schon bei der Mottenfamilie an, welche uns durch das Buch und natürlich auch durch das Museum führt. Wir bekommen nicht nur die Mottenfamilie vorgestellt, wir erfahren auch etwas über die „richtigen“ Motten. Auch hier wird das zuvor erworbene Wissen gleich spielerisch wieder abgefragt.
Die Sachinformationen werden gut erklärt und sind wohldosiert. Die kleinen Leser*innen erfahren unglaublich viel. Auch, dass es Kunst nicht nur im Museum gibt. Das Buch lebt von den wunderbaren Illustrationen. Sie verdeutlichen den Sachverhalt, lockern auf, laden ein, dass man sich die verschiedenen Sachen genauer anschaut und auch nach längerer Betrachtung immer wieder etwas Neues entdeckt.
Was mir besonders gefallen hat, dass die Kinder mit einbezogen werden. Immer wieder das Angebot aktiv mitzumachen. Es darf gemalt werden, man kann seine Antworten reinschreiben, es dürfen Fehler gesucht werden. Man darf selbst kreativ werden.
Fazit: Eine tolle Geschichte mit den Kunstfressern, ein kindgerechtes Sachbuch zum Thema Museum und viele Angebote an die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Und das alles in einem Buch mit bezaubernden Illustrationen. Zum Vorlesen eignet es sich bereits ab ca. 6 Jahren.

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