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Veröffentlicht am 10.05.2019

Super dritter Teil!

Hidden Legacy - Wilde Schatten
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Der dritte Teil der Hidden Legacy Reihe von Ilona Andrews setzt genau am Ende des zweiten Bandes an: Nevada und ihre Familie müssen entscheiden, ob sie ein Haus gründen wollen, um den Fängen ihrer Großmutter ...

Der dritte Teil der Hidden Legacy Reihe von Ilona Andrews setzt genau am Ende des zweiten Bandes an: Nevada und ihre Familie müssen entscheiden, ob sie ein Haus gründen wollen, um den Fängen ihrer Großmutter zu entkommen. Darüber hinaus erhalten sie einen neuen Auftrag, bei dem es um einen vermissten Ehemann geht und auch das Projekt des neuen Roms immer wieder erwähnt wird. Als wäre das schon nicht genug, müssen Nevada und Rogan sich auch noch an ihre neue Beziehung gewöhnen, Eifersucht bekämpfen und sich mit den Regeln der Häuser auseinander setzen.

Wie auch bei den Vorgängerbänden geht es wieder actionreich zu, da ein Ereignis das nächste folgt, wobei die drei Handlungsstränge aus Kriminalfall, den Familienproblemen bzw. der Beantragung eines eigenen Hauses sowie der Liebesgeschichte gekonnt miteinander verwoben wurden. So ist die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch abwechslungsreich. Ab und zu gibt es die ein oder andere Prise Humor, jedoch nicht so stark wie im ersten Band.

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt und ich habe es richtiggehend verschlungen. Die Figuren sind mir im Verlauf der Bücher alle mit ihren Eigenarten and Herz gewachsen und es ist schön weitere Abenteuer mit ihnen zu erleben.

Daher freut es mich auch sehr, dass die Reihe mit Catalina’s Geschichte fortgesetzt wird, was sich gegen Ende schon abzeichnete. Der Epilog schließt die Geschichte daher auch nicht vollständig ab, sondern lässt noch Fragen offen, auf deren Antworten ich im nächsten Band hoffe. Sehr geschickt fand ich die Auflösung, wer der Caesar ist, was man nur als aufmerksamer Leser rausfindet bzw die Vermutung dazu erhält.

Ein wirklich tolles Buch, bei dem keine Langeweile aufkommt und das Lust auf mehr macht!

Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Veröffentlicht am 26.04.2019

spannend, heiß und packend

Deep Six - Rausch der Gefahr
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„Rausch der Gefahr“ ist der Auftaktband der neuen Reihe „Deep Six“ von Julie Ann Walker, die sich um eine Gruppe von sechs Ex Navy Seals dreht, die sich nun im Bergungsgeschäft verdingen möchten. Ihr Hauptziel ...

„Rausch der Gefahr“ ist der Auftaktband der neuen Reihe „Deep Six“ von Julie Ann Walker, die sich um eine Gruppe von sechs Ex Navy Seals dreht, die sich nun im Bergungsgeschäft verdingen möchten. Ihr Hauptziel dabei ist die Bergung der Santa Christina, einem vor Jahrhunderten gesunkenen Schiff, das Unmengen Gold an Bord hatte. Doch ihre Pläne werden durchkreuzt, als plötzlich Olivia Mortier vor ihrer Tür steht und sie um Hilfe bei einer hochbrisanten und streng geheimen Mission bittet. Leo, der „Anführer“ der Truppe, kann sein Glück kaum fassen, denn seit achtzehn Monaten verzehrt er sich nach Olivia, die er bei einem Einsatz in Syrien kennengelernt hat. Da ihnen auch noch ein hübscher Batzen Geld winkt, stimmen die Männer zu und befinden sich schon bald in einem waghalsigen Abenteuer, bei dem es nicht nur um ihr Leben, sondern auch die zart sprießenden Bande zwischen Olivia und Leo geht.

Dies ist das erste Buch, das ich von der Autorin und zum Thema Navy Seals lese. Da ich gerne ab und zu Liebesromane mit Krimi-Touch lese, war ich gespannt, was mich hier erwarten würde und wurde positiv überrascht.
Das Buch wird aus der dritten Perspektive erzählt, wobei Olivia und Leo abwechselnd in den Blick genommen werden, aber auch Bran (einer der Deep Six Jungs) und Maddy (die unverhofft in eine missliche Lage gerät) und der „Bösewicht“. Durch die verschiedenen Perspektiven erhält man immer wieder neue Blickwinkel und hüpft beinahe atemlos von einer Szene zur nächsten, was mir gut gefallen hat. Normalerweise mag ich es nicht so gerne, wenn ständig die Perspektiven gewechselt werden, aber die Autorin hat das in diesem Buch gekonnt eingesetzt, um die Spannung zu steigern und gleichzeitig neues Wissen zu vermitteln, was mir gut gefallen hat.

Der Plot an sich über die Bergung von Chemikalien, CIA-Maulwürfen und Terroristen, sowie einer alten Geschichte aus Syrien hat mir gut gefallen. Verwoben mit der Liebesgeschichte um Leo und Olivia, sowie der engen Freundschaft zwischen den sechs Männern hat sich ein tolles Buch ergeben, das ich in einem Rutsch verschlungen habe.

Die Autorin hat auch, meiner Meinung nach, genau die richtige Menge an Details über die Arbeit bei den Seals, mit Terroristen, das Tauchen usw. verwendet. Es waren nie zu viele, aber immer genügend, um dem Buch einen authentisch Anstrich zu verpassen, sodass einem alles „echt“ vorkam. Das hat mir gut gefallen!

Die Liebesgeschichte zwischen Leo und Olivia konnte mich nicht zu hundert Prozent überzeugen, da es mir eher wie eine „Lust“geschichte vorkam. Seitenweise wird beschrieben, wie scharf sie auf einander sind, wie gut der jeweils andere aussieht und wie neben der Spur man deswegen ist. Das ist ja alles schön und gut, aber wenn es sich zum dritten und vierten Mal wiederholt, wird es mir doch etwas zu viel. Die körperliche Lust bringt die Autorin wirklich gut rüber, aber warum sich die beiden jetzt ineinander verliebt haben, ist mir nicht ganz so klar geworden. Da haben mir ein bisschen die Gefühle gefühlt. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau, weil mich das Buch ansonsten in seinen Bann geschlagen hat und mir auch der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen hat. Er war locker, leicht zu lesen und mit einer guten Dosis Humor. Zudem sind mir die sechs Männer bzw. die vier, die hier mitgewirkt haben, bereits ans Herz gewachsen mit ihren Eigenheiten.

Nun bin ich gespannt auf den zweiten Teil, der sich anscheinend um Bran und Maddy drehen wird, worüber ich mich sehr freue. Die beiden haben nämlich gegen Ende allen anderen ziemlich die Show gestohlen, zumindest meiner Meinung nach.

Vielen Dank an Netgalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Ernstes Thema mitfühlend und packend erzählt

Broken Love
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„Für seelische Narben galt dasselbe wie für Lord Voldemort. Sie durften nicht beim Namen genannt werden.“
Jesses Seele hat tiefgreifende Narben erhalten und seitdem versteckt sie sich in ihrem Zimmer und ...

„Für seelische Narben galt dasselbe wie für Lord Voldemort. Sie durften nicht beim Namen genannt werden.“
Jesses Seele hat tiefgreifende Narben erhalten und seitdem versteckt sie sich in ihrem Zimmer und schottet sich vor der Außenwelt ab. Ihre einzigen Freunde sind ihr alter Labrador Shadow und ihre noch ältere Nachbarin. Ansonsten lässt sie niemanden an sich heran, sie ist die Unberührbare. Doch plötzlich taucht Roman „Bane“ Protsenko stadtbekannter Gigolo, Surfer, Kiffer und allgemein gefürchteter Kerl in ihrem Leben auf und verschwindet einfach nicht wieder, ganz egal, wie oft sie ihn abweist. Langsam kriecht sie aus ihrem Schneckenhaus, während Bane bemerkt, dass er vielleicht dabei ist, nicht nur einen Deal zu verhauen, sondern auch sein Herz zu verlieren.

Da Bane schon im Vorgängerband der Reihe irgendwie mein Interesse geweckt hatte, war ich sehr gespannt auf diese Geschichte und sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Es wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Jesse und Bane erzählt, wodurch man Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten erhält, was ich hier sehr gut fand, da sich beide im Verlauf des Buches verändern und neue Seiten an sich entdecken. L. J. Shen beschreibt diese Veränderungen auf manchmal humorvolle, mal traurige Weise, die mich mitgerissen hat. Zudem haben mir die vielen fantasievollen Vergleiche sehr gut gefallen.

Das Thema der Geschichte ist schon härter Tobak und ich finde es sehr gut, dass und wie das Thema Vergewaltigung thematisiert wurde. Die Autorin zeigt die weitreichenden Auswirkungen des „Vorfalls“ auf und auch, dass man die Täter nicht davonkommen lassen sollte und es nie zu spät ist, sich zur Wehr zu setzen - eine, wie ich finde, sehr wichtige Botschaft.

Die Protagonisten waren mir von Anfang an ziemlich sympathisch. Bane war wider Erwarten nicht der fürchterliche Kotzbrocken, den ich erwartet hatte, sondern hat sich wirklich angestrengt und Jesse viel geholfen. Allerdings war er nicht immer ganz ehrlich, was ich ihm aber nicht allzu übel nehmen konnte, weil die Autorin seinen inneren Gefühlsaufruhr so gut beschrieben hat, dass er mir sogar leid tat.
Jesse hat mich gleich mit ihrer Geschichte berührt, aber auch mit ihrer Stärke, die unter der Oberfläche brodelte und immer öfter hervorbrach. Dass ich die beiden ins Herz geschlossen habe, merke ich auch daran, dass es mir schwerfiel sie am Ende des Buches ziehen zu lassen und meine Gedanken noch immer um sie kreisen.

Das Thema der Geschichte geht einem wirklich zu Herzen und die Autorin hat sich dem auf gefühlvolle Weise angenommen, aber es wurde nie zu schwer oder deprimierend, da sie stets eine gewisse Leichtigkeit beibehalten hat, indem von den Unternehmungen der beiden erzählt wurde oder sie sich geniale, spritzige Dialoge lieferten.
Einziges Manko war für mich die Vorhersehbarkeit der Geschichte, zumindest gab es für mich nur zwei kleinere Überraschungen, und dass die Mutter so eindimensional böse war. Wahrhaft eine richtige „Märchenmutter“.

Alles in allem ist es jedoch ein wundervolles, berührendes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat und auch nach dem Lesen noch beschäftigt hat. Daher Daumen hoch und fünf Sterne.

Vielen Dank an Netgalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Unterhaltsame und spannende Verwechslungsgeschichte im All

Inmitten von Sternen und Dunkelheit
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„In Mitten von Sternen und Dunkelheit“ ist der erste Teil einer Science Fiction Reihe von Chani Lynn Feener. Delany, eine junge Amerikanerin, wird eines Nachts nach dem Feiern von Aliens entführt, weil ...

„In Mitten von Sternen und Dunkelheit“ ist der erste Teil einer Science Fiction Reihe von Chani Lynn Feener. Delany, eine junge Amerikanerin, wird eines Nachts nach dem Feiern von Aliens entführt, weil diese sie mit ihrer Prinzessin verwechseln. Die hat sich nämlich aus dem Staub gemacht, damit sie nicht den schrecklichen Prinzen eines verfeindeten Planeten heiraten muss. Damit der zerbrechliche Frieden zwischen den beiden Völkern, der mit der Verlobung besiegelt worden war, gewahrt werden kann, wird Delany dazu gezwungen, sich als Lissa Olena auszugeben. Dazu muss sie nicht nur in die Rolle der unbeliebten Prinzessin schlüpfen, sondern auch alle Bewohner des Planeten täuschen sowie ihren Verlobten. Zum Glück hat sie wenigstens Ruckus, ihren gut aussehenden Bodyguard, der ihr immer zur Seite steht…

Das Buch wird aus der Sicht eines dritten Erzählers geschildert, der jedoch sein Augenmerk ausschließlich auf Delany richtet, sodass man nur Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Diese wurde gut nachvollziehbar geschildert und hat mir Delany gleich sympathisch gemacht. Sie ist verständlicherweise erst einmal völlig fertig mit der Welt, als sie sich praktisch als Gefangene von Aliens wiederfindet, mit denen sie noch nie etwas zu tun haben wollte. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und akzeptiert ihre neue Rolle. Das hat mir gut gefallen, sie heult nicht ewig rum oder suhlt sich in Selbstmitleid, sondern schreitet zur Tat und geigt den Leuten auch mal ihre Meinung, ob das nun angebracht ist oder nicht.

Normalerweise bin ich eigentlich kein großer Fan von Science Fiction, aber die Inhaltsangabe und das Cover haben mich so angesprochen, dass ich diesem Buch eine Chance geben wollte. Und ich habe es nicht bereut, da es zum einen nicht zu „abgefahren“ ist und zum anderen eine wirklich schnelllebige Geschichte. Die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag und es gibt eigentlich kaum eine ruhige Minute, sodass ich mich immer gefragt habe, was als Nächstes passieren wird. Dazwischen gab es durchaus fantasievolle Elemente, in denen Gebräuche, Gegenstände oder besondere Pflanzen des Planeten Xenith beschrieben wurden, was mir gut gefallen hat.

Allerdings kam mir die schnelle Abfolge der Ereignisse stellenweise etwas abgehackt vor. Die Übergänge waren einfach nicht ganz rund oder fließend und manchmal für mich nicht ganz nachvollziehbar oder schlüssig, da der Sprung zwischen den Handlungen zu groß war. Beispielsweise von einer Kampfsituation direkt in eine eher romantische Situation zwischen Delany und Ruckus. Zack.

Anfangs hatte ich auch Probleme mich in der erschaffenen Welt zurecht zu finden. Zum einen fand ich es ziemlich schade, dass weder erklärt wird, in welchem Jahr die Geschichte spielt, noch warum sich die Aliens, die bis dato angeblich schon immer unter den Menschen gelebt hatten, plötzlich zu erkennen gaben. Laut Delany gibt es dafür keine Erklärung, es war halt so. Da hätte ich mir dann doch mehr gewünscht, weil mir eine solche Aussage einfach zu mager ist und mich mit tausend Fragezeichen zurücklässt.
Zum anderen hatte ich so meine Problemchen mit den zahlreichen Titeln und Namen. Es ist zwar wirklich kreativ, sich für jedes Amt einen Namen auszudenken, aber für meinen Geschmack waren es zu viele. Denn die Titel sind auch noch auf jedem Planeten anders. So heißt der König auf Xenith beispielsweise Basileus und auf dem anderen Planeten Rex. Genauso verhält es sich bei den Titeln des Prinzen/Prinzessin, den Soldaten, Kommandanten usw. Dabei fand ich es auch etwas unglücklich, dass der Titel für den Prinzen „Zane“ war, was für mich als Vorname abgespeichert ist und ich daher zu Beginn wirklich verwirrt war, zumal der Titel häufig wie ein Name verwendet wird.
Kurz, es hat eine Weile gedauert, bis ich mich zurechtgefunden habe.

Die Geschichte ist spannend, hat fantasievolle Elemente und romantische Momente, sowie interessante Charaktere, von denen es mir vor allem der Prinz angetan hat, der der vielschichtigste Charakter war. Da das Buch mit einem gewaltigen Cliffhanger endet, bin ich jetzt natürlich gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass man vielleicht auch noch mehr über die Welt erfährt, in der die Geschichte spielt.

Vielen Dank an Netgalley und den Harper Collins Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Humorvolle Schilderungen einer alleinerziehenden Mutter auf der Suche nach Liebe

Falscher Ort, richtiges Date
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Im zweiten Band der Bourbon Street Boys erzählt Elle Casey die Geschichte von Jenny und Dev, die beide bereits im ersten Band vorgestellt wurden. Jenny, alleinerziehende Mutter von drei Kindern, freut ...

Im zweiten Band der Bourbon Street Boys erzählt Elle Casey die Geschichte von Jenny und Dev, die beide bereits im ersten Band vorgestellt wurden. Jenny, alleinerziehende Mutter von drei Kindern, freut sich, dass sie endlich mal ein Wochenende für sich hat, da ihr unzuverlässiger Ex ausnahmsweise auf ihre Kinder aufpasst. Doch anstatt ihren freien Abend in vollen Zügen zu genießen, wird sie von ihrer Schwester May um Hilfe und zum Lager der Bourbon Street Boys gebeten. Widerwillig macht sich Jenny auf den Weg und findet sich nur Minuten später mit Dev in einem Panikraum wieder. Obwohl sie stinkwütend auf ihn ist, kann sie nicht anders als beim Anblick seiner Grübchen dahinzuschmelzen…

Da mir der erste Band dieser Reihe so gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf den zweiten Teil, zumal sich die Paarung ja schon in Teil eins abgezeichnet hatte.
Wie auch der erste Teil wird dieses Buch nur aus der Ich-Perspektive von Jenny erzählt, die auf sarkastische, selbstironische und humorvolle Weise von ihrem Leben als alleinerziehende Mutter berichtet und den vielen Hürden, die ihr im Weg stehen. Der Schreibstil ist dabei gewohnt locker und toll zu lesen und die Gedanken und Kommentare der Protagonistin haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Anders als beim ersten Band steht hier jedoch hauptsächlich Jennys Leben im Mittelpunkt, die Bourbon Street Boys nehmen einen geringeren Teil ein und dadurch fehlt für mich auch irgendwie die Spannung. Es gibt keinen richtigen Kriminalfall und der, der am Anfang angedeutet wird, wird immer nur klein geredet und kaum angesprochen. Das fand ich etwas schade.
Gut gefallen hat mir jedoch, dass die Annäherung zwischen Jenny und Dev mehr Raum bekommen hat. Jennys Verwirrung über Devs Verhalten kommt sehr gut rüber und auch ich war so manches Mal verwirrt von ihm, weshalb ich mir da irgendwie am Schluss oder anderweitig eine Erklärung für sein Verhalten gewünscht hätte. Doch die bekam man leider nicht.
Insgesamt blieb mir Dev ein wenig zu blass. Mich hätte beispielsweise seine Vergangenheit mehr interessiert und wie er mit seinem aktuellen Leben und allem zurecht kommt.
Dafür erfährt man jedoch eine Menge aus dem Leben einer alleinerziehenden Mutter, was Jenny nicht müde wird ständig zu betonen. Am Anfang war mir ihr Gejammer diesbezüglich etwas zu viel, zumal es bei mir eher ankam, als hätte sie lieber keine Kinder, auch wenn sie das Gegenteil behauptet hat. Das änderte sich jedoch zum Glück im Verlauf des Buches und man merkte, dass sie für ihre Kinder alles tun würde.
Vor allem einige Szenen mit den Kinder (speziell der beiden Jungs Sammy und Jacob) haben mich sehr berührt und gerührt, da die beiden richtige Kämpfer mit großem Herz sind und ich die mit ihnen verbundenen Themen auch sehr wichtig finde.

Das Buch lässt sich dank des tollen Schreibstils in einem Rutsch lesen, wartet aber nicht mit Spannung oder großen Dramen auf. Es ist mehr so eine Art Erzählung aus dem Leben einer Frau, bei der gerade alles drunter und drüber geht und die sich irgendwie durchwurschtelt. Dabei schwankt sie von Selbstmitleid zu Angst zu Eifersucht (auf ihre Schwester) zu Freude zu Liebe, kurz sie nimmt alles mal mit und stolpert irgendwie auf ihr Happy End zu. Anstatt Herzrasen hatte ich mehr dieses warme rosa Zuckerwatten-Gefühl beim Lesen, was auch eine nette Abwechslung war.