die liebe Familie
Mord im PlanetariumErnestine ist es gelungen Karten für eine besondere Veranstaltung im Planetarium zu ergattern. Doch davor beim kleinen Empfang werden sie Zeugen eines erbitterten Streits zwischen den Brüdern Faber, die ...
Ernestine ist es gelungen Karten für eine besondere Veranstaltung im Planetarium zu ergattern. Doch davor beim kleinen Empfang werden sie Zeugen eines erbitterten Streits zwischen den Brüdern Faber, die handgreiflich werden. Nach der Vorstellung ist Konrad Faber tot und Erich kann vor Ort noch die Ermittlungen aufnehmen. Der Fall scheint verzwickt, denn in der Familie Faber sind sich alle spinnefeind.
In diesem Band der Reihe um Ernestine Kirsch und Anton Böck, sowie seiner Familie sind wir nun im Jahr 1927 angelangt. Erich und Heide sind seit kurzem Eltern des kleinen Juli geworden, der sie auf Trab hält. In der Apotheke gibt es eine etwas schusselige Hilfe namens Irma. Erich muss sich auf der Arbeit weiterhin Beschimpfungen gefallen lassen, weil er Jude ist. Und in Wien kochen die Streitigkeiten zwischen Sozialisten und Christdemokraten unschön hoch, besonders nach den Urteilen zu den Vorfällen in Schattendorf.
Der Fall ist wie gewohnt spannend und undurchschaubar. Doch dieses Mal kommt durch die politischen Ereignisse noch eine weitere Ebene in die Geschichte. Waren es bisher die Anfeindungen bei Erich auf der Arbeit, ist nun die ganze Familie von den Geschehnissen persönlich betroffen. Hier wird dem Leser klar, dass es nicht mehr so gemütlich in Wien ist, wie es bisher oft den Anschein hatte. Daher ist dieser Band auch weniger gemütlich und deutlich nervenaufreibender als die Vorgängerbände.
Ich hoffe sehr, dass es weitere Bände der Reihe geben wird, auch wenn die Zeiten rauer werden. Mir ist die Familie sehr ans Herz gewachsen und ich würde mich freuen sie weiter begleiten zu können.