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Veröffentlicht am 23.09.2021

Klasse Auftakt!

Mondblüte
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Breen Kelly ist unglücklich, in ihrem Leben, mit Ohren Job und mit ihrer Mutter. Sie fühlt sich in allem unfähig und versucht so unsichtbar wie möglich durchs Leben zu gehen. Nur ihr Mitbewohner und bester ...

Breen Kelly ist unglücklich, in ihrem Leben, mit Ohren Job und mit ihrer Mutter. Sie fühlt sich in allem unfähig und versucht so unsichtbar wie möglich durchs Leben zu gehen. Nur ihr Mitbewohner und bester Freund Marco glaubt an sie und im Sallys, einer Travestiebar, hat sie sowas wie ein zuhause gefunden. Eines Tages entdeckt sie durch Zufall im Haus ihrer Mutter Unterlagen, die darauf schließen lassen, dass ihr Vater, der die Familie vor Jahren verlassen hat, jahrelang Geld für sie hinterlegt hat, sie aber nie davon erfahren hat.

Mit diesem Geld zu einer neuen Unabhängigkeit gekommen, macht sich Breen mit Marco auf den Weg nach Irland, um das Land ihres Vaters kennenzulernen. Dabei stellt sie fest, dass ihre Mutter ihr noch viel mehr verschwiegen hat und sie bei weitem nicht so unbedeutend ist, wie sie immer dachte.

Dieses neue Buch von Nora Roberts stellt den Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe dar. Man merkt ihm deutlich an, dass die Geschichte auf drei Bände angelegt ist, denn die Autorin nimmt sich viel Zeit um den Leser Breen und auch die Welt von Talamh nahe zu bringen. Das Erzähltempo ist eher langsam und sehr detailliert, aber keineswegs langweilig. Ich habe mich damit sehr wohlgefühlt und hätte noch ewig weiterlesen mögen. Allein die Beschreibungen den Häuser, in denen die Protagonisten leben sind einfach zauberhaft und wecken den Wunsch selbst dort zu leben.

Ich war gespannt, wie die Autorin das Dilemma Breens auflösen würde, dass sie sich zwischen zwei Welten entscheiden muss. Meiner Meinung nach hat sie das bis jetzt gut gelöst, auch wenn das Ende etwas abrupt ist und man sich wünscht, doch bitte gleich weiterzulesen.

Aber so heißt es jetzt erst einmal ein Jahr auf den nächsten Band warten, in dem es dann sicher etwas actionreicher zugehen wird. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Tennis in Höchstform

Julius oder die Schönheit des Spiels
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Julius von Berg ist Tennisspieler. Besser gesagt, er lebt Tennis. Aufgewachsen auf einer Burg über dem Rhein ermöglichen die Eltern und der Großvater schon früh das Spielen auf einem eigenen Platz. Dazu ...

Julius von Berg ist Tennisspieler. Besser gesagt, er lebt Tennis. Aufgewachsen auf einer Burg über dem Rhein ermöglichen die Eltern und der Großvater schon früh das Spielen auf einem eigenen Platz. Dazu kommt die Begabung, die ausreichen wird, ihn bis an die Weltspitze des Tennis zu bringen.

Tom Saller orientiert sich in seinem neuen Buch an der Lebensgeschichte des Gottfried von Cramm, auch der schöne Deutsche genannt und einer der Weltbesten Tennisspieler der dreißiger Jahre. Bekannt wurde er nicht nur durch sein Tennisspiel, sondern auch durch seine ausgeprägte Fairness auf dem Platz. Der Autor orientiert sich an Cramms Leben, bezieht sich aber zum Großteil auf die Jugendjahre von Cramms, über die nicht so viel bekannt ist. Dadurch ist die Geschichte von Julius nur bedingt die Gottfrieds. Je älter er wird, desto ähnlicher wird der Plot dem wahren Leben.

Daneben gibt es noch die Geschichte eines alten Mannes, der im Jahre 1984 von Wimbledon an den Rhein reist, um dort vermeintlich Wiedergutmachung zu leisten. Viel mehr will ich zu diesem Plot gar nicht sagen, da sich hier die Zusammenhänge erst sehr spät ergeben. Auf jeden Fall fand ich diesen Strang sehr passend und interessant.

Mir hat das Buch gut gefallen und das Interesse an Gottfried von Cramm geweckt. Der Schreibstil war fesselnd und ich fand es sehr interessant über die sogenannte Rheinische Republik zu lesen, die es im Jahre 1923 für ein paar Wochen gab. Und auch Julius Entwicklung vom etwas einsiedlerischen Adelssohn zum gefeierten Tennisstar und seine Problemen mit den Machthabern der dreißiger Jahre fand ich glaubwürdig geschildert.

Ich kann das Buch auch jenen empfehlen, die sich ansonsten nicht für Tennis interessieren. Es bringt den Sport auf jeden Fall näher.

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Veröffentlicht am 14.09.2021

starke Fantasy

Die Stadt ohne Wind 1 – Arkas Reise
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Arka ist auf dem Weg nach Hyperborea, der Stadt ohne Wind. Dort will sie ihren Vater ausfindig machen. Der soll dort ein Magier sein. So trifft es sich gut, dass sie als Schülerin beim Magier Lastyanax ...

Arka ist auf dem Weg nach Hyperborea, der Stadt ohne Wind. Dort will sie ihren Vater ausfindig machen. Der soll dort ein Magier sein. So trifft es sich gut, dass sie als Schülerin beim Magier Lastyanax unterkommt. Dieser ist gerade zum jüngsten Minister aufgestiegen und versucht mehr über den plötzlichen Tod seines früheren Mentors herauszufinden. Bald stellt sich heraus, dass es hier Zusammenhänge gibt und von der Klärung die Zukunft Hyperboreas abhängt.

Éléonore Devillepoix gelingt es in ihrem Debut eine Welt aufzubauen, die unglaublich komplex ist. Hyperborea ist ein Land, in dem die Gesellschaft in Schichten aufgeteilt ist. Wer ganz unten wohnt ist auch gesellschaftlich nicht angesehen. In diese Gesellschaft kommt Arka, die die Regeln nicht kennt, aber es schnell schafft sich anzupassen. Und bald ist sie als Schülerin in der obersten Ebene angekommen. Ihr Mentor Lastyanax ist zwar Minister, aber auch er kommt nicht aus der obersten Ebene. Das macht ihn dann doch zu einem Außenseiter, vor allem da er seine Ausbildung gerade erst abgeschlossen hat. Die beiden geraten in Intrigen und erkennen bald, dass manches nicht so läuft wie es soll und dass hier wohl Mächte im Spiel sind, die nicht nur Hyperboreas Glück im Sinn haben.

Ich fand das Buch ausgesprochen schön zu lesen. Arkas Humor und Frechheit haben mich manches Mal zum Schmunzeln gebracht. Man merkt ihr an, dass sie erst 13 Jahre alt ist und schon viel erlebt hat. Mit Lastyanax habe ich etwas länger gebraucht, bis ich warm wurde, er wirkt für sein Alter doch recht abgeklärt. Was mich überzeugt hat war, dass Arka und Lastyanax wie Geschwister miteinander umgehen. Es muss ja nicht immer eine Liebesgeschichte geben. Der Schreibstil hat mich auch überzeugt, ich hatte die Stadt vor Augen und was mir sehr gut gefallen hat, waren die Schildkröten, mit denen man sich dort fortbewegt.

Ich bin auf jeden Fall schon auf den nächsten Band der Reihe gespannt. Dieser Auftaktband der Reihe hat mich auf jeden Fall überzeugt!

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Veröffentlicht am 04.09.2021

gelungener dritter Band

Die Wunderfrauen
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1972, das Jahr der Olympiade in München. Luises Laden in Starnberg hat zu kämpfen, die Konkurrenz der Supermärkte wird immer größer. Annabell freut sich, dass Friedrich Teil der deutschen Olympiamannschaft ...

1972, das Jahr der Olympiade in München. Luises Laden in Starnberg hat zu kämpfen, die Konkurrenz der Supermärkte wird immer größer. Annabell freut sich, dass Friedrich Teil der deutschen Olympiamannschaft ist. Marie kämpft immer noch mit ihrem Verlust und Helga muss ihre Zukunft komplett neu denken.

Wieder begleiten wir die vier Frauen und ihre Familien über ein Jahr, in dem sich vieles verändert. Luises Ehe zerbricht immer mehr und auch ihr Laden bringt nicht mehr die Freude in ihr Leben, wie es früher der Fall war. Annabelle beginnt nach dem Tod ihres Schwiegervaters in der Familiengeschichte der von Thalers zu forschen und bringt dabei auch Licht in Helgas Familiengeschichte. Diese wiederum kann sich den Traum einer eigenen Praxis erfüllen, doch gesundheitlich hat sie Probleme und auch Jack, Davids Vater geht ihr nicht aus dem Kopf. Und auch Marie hat immer noch schwer mit ihrem Schicksalsschlag zu kämpfen, auch wenn sich auf dem Hof mittlerweile ein neues Leben eingependelt hat.

Mir hat es wieder großem Spaß gemacht die vier Frauen zu begleiten. Bei allen stehen große Veränderungen an, aber besonders Annabelle hat mich wieder überrascht. Einerseits ist sie bezüglich ihrer Tochter teilweise sehr übervorsichtig, andererseits ist sie aber auch bereit ihr Leben zu verändern, nachdem sie die Familiengeschichte der von Thalers erforscht hat. Alle vier verändern ihr Leben nochmal gravierend und werfen manche Altlasten über Bord, um noch einmal neu zu beginnen.

Wieder werden viele gesellschaftliche Themen angesprochen, die Nazi-Vergangenheit wirft immer noch ihre Schatten, das Familienrecht nimmt Einfluss auf das Leben. Gerade durch Luises kleine Ladenkunde bekommt man viel Veränderungen, die das Leben damals gebracht hat noch einmal im Detail mit.

Für mich hätte nach diesem Band noch nicht Schluss sein müssen, gerne hätte ich die vier und ihre Familien weiter begleitet. Aber auch so kann ich diesen dritten Band der Trilogie wieder empfehlen, er ist ein schönes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 02.09.2021

Briefwechsel

I get a bird
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Johann schickt Jana ihren Organizer zu, den sie vor geraumer Zeit verloren hat. Damit beginnt ein Briefwechsel zwischen zwei Menschen, die mit Teilen ihres Lebens hadern, die sich nicht kennen, sich aber ...

Johann schickt Jana ihren Organizer zu, den sie vor geraumer Zeit verloren hat. Damit beginnt ein Briefwechsel zwischen zwei Menschen, die mit Teilen ihres Lebens hadern, die sich nicht kennen, sich aber in den Briefen an den anderen offenbaren können. Und nach und nach stellt sich heraus, dass es nicht nur Parallelen zwischen ihren Leben gibt, sondern sogar einen Schnittpunkt.

Anne von Canal und Heikko Deutschmann haben dieses Projekt als Briefwechsel geplant, ohne sich dabei einen Rahmen zu geben. Zwei Jahre lang haben sie wechselseitig Briefe geschrieben, einig waren sie sich nur bei Ausgangspunkt, der eine hat etwas gefunden, was der andere verloren hat.

Ich habe mir am Beginn des Buches recht schwergetan. Richtig in den Lesefluß bin ich immer dann gekommen, wenn einer der beiden etwas aus seinem Leben erzählt hat. Die Passagen, in denen über das Leben und die eigene Darstellung darin philosophiert wird, fand ich eher ermüdend. Ich wollte eigentlich eher die Geschichte der beiden erfahren. Im Großen und Ganzen hat es dann auch gepasst und ich fand es schön zu sehen wie gerade Johann wieder zurück ins Leben findet. Über das Ende lässt sich streiten, bzw. mehr über den Zeitpunkt des Endes.

Alles in allem kann ich das Buch durchaus empfehlen, aber Briefromane werden wohl trotzdem nicht mein neues Lieblingsgenre.

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