Tolles Setting
Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste FederstrichHope Turner liest für ihr Leben gerne, arbeitet bei einer Partnervermittlung und kümmert sich um ihre demente Mutter. Sehr viel mehr passiert in ihrem Leben nicht. Bis sie eines Tages Rufus trifft und ...
Hope Turner liest für ihr Leben gerne, arbeitet bei einer Partnervermittlung und kümmert sich um ihre demente Mutter. Sehr viel mehr passiert in ihrem Leben nicht. Bis sie eines Tages Rufus trifft und plötzlich steht ihr Leben Kopf. Es stellt sich heraus, dass Hope in die Welt der Bücher eintauchen kann. Und das sie in der Lage ist, das Buch der gelöschten Wörter komplett zu reinigen. Dieses Buch beinhaltet all jene Wörter und Sätze, die mit schlechten Absichten im Internet geschrieben wurden und dann wieder gelöscht wurden. Sollte dieses Buch jemals komplett gefüllt sein, würden all diese Sätze zur Realität. Daher ist Hopes Fähigkeit natürlich außergewöhnlich, andere Verwandler können immer nur einen Teil löschen.
Ich fand das Setting toll erdacht, die Welt der Bücher ist hier so gar nicht, wie man es sich so vorstellen würde. Die Figuren führen in ihren Büchern ein Eigenleben, nachdem das Buch das erste Mal von einem Leser komplett gelesen wurde. So treffen wir auch mal auf Figuren, die so gar nicht dem entsprechen, was man als Leser in dem Moment erwartet hätte. Hope wird in der Bücherwelt von Gwen und Lance begleitet, die eigentlich Guinivere und Lancelot heißen. Die beiden haben mittlerweile nicht mehr allzu viel mit dem zu tun, was wir in der Artus Saga so über sie gelesen haben 🙂
Zusammen mit den beiden und mit Rufus, ihrem Wanderer muss Hope nun herausfinden, was es denn mit den Absorbierern auf sich hat. Diese versuchen das Buch der gelöschten Wörter immer schneller zu füllen und zusätzlich auch eine Möglichkeit zu finden, die Buchfiguren in die reale Welt übertreten zu lassen. Was bei Mr. Darcy vielleicht noch ganz nett sein mag, aber all die Figuren aus Thrillern und Horrorromanen möchte man in der realen Welt doch eher nicht begegnen.
Das Buch ist spannend geschrieben und man kann sich die Buchwelt toll vorstellen. Die Charaktere fand ich gut durchdacht und das Hope kein Teenager mehr ist, sondern in ihren Vierzigern unterwegs ist, fand ich wohltuend. Normalerweise retten ja immer irgendwelche Teenager oder junge Erwachsene die Welt 🙂
Schade ist nur, dass ich jetzt auf Band 2 warten muss…. Das Buch endet nämlich mit vielen Fragezeichen und ich habe viele Fragen, auf die eine Antwort gefunden werden will. Glücklicherweise sind Band 2 und 3 bereits vom Verlag für Juni und August angekündigt.
Von mir unbedingt eine Leseempfehlung!