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Veröffentlicht am 17.07.2023

Kate unkaputtbar

Saat der Sünde
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„Saat der Sünde“ von Linda Castillo ist bereits der 14. Fall für Polizeichefin Kate Burkholder in Painters Mill, Ohio. Und wieder ermittelt Kate im amischen Umfeld. Diesmal in Pennsylvania.
Auf einem Feld ...

„Saat der Sünde“ von Linda Castillo ist bereits der 14. Fall für Polizeichefin Kate Burkholder in Painters Mill, Ohio. Und wieder ermittelt Kate im amischen Umfeld. Diesmal in Pennsylvania.
Auf einem Feld werden die Knochen des vor achtzehn Jahren verschwundenen amischen Bischofs Ananias Stoltzfus gefunden. Neben ihm liegt das Gewehr von Jonas Bowman, mit der der umstrittene Geistliche erschossen wurde.
Drei hohe Amtsträger der Amischen bitten Kate um Hilfe, da sie nicht an Jonas’ Schuld glauben. Kate, die selbst amische Wurzeln hat, willigt ein, denn sie kennt Jonas von früher…
Linda Castillo hat ihren neuen Krimi routiniert in Szene gesetzt. „Saat der Sünde“ ist ein klassischer Whodunit. Dem starken Anfang folgt ein schwächerer Mittelteil. Dem geübten Krimileser ist schnell klar, dass Jonas natürlich nicht der Täter ist.
Erzählt wird die Geschichte - wie immer - in der Ich-Perspektive aus Sicht von Kate. Für Kate ist es eine Reise in die Vergangenheit. Immer wieder sind Rückblicke eingestreut. Am Ende ist der Cold Case gelöst, aber nach 14 Bänden ist die Luft ein bisschen raus.

Fazit: Fall Nr. 14 für Kate Burkholder. Gut, aber nicht das beste Buch der Reihe.

Veröffentlicht am 17.07.2023

Unkonventionell und packend

Wisting und die Tote am Wegesrand
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Winter in Südnorwegen. William Wisting erhält eine E-Mail: Michelle Norris macht sich Sorgen um ihre Internetbekanntschaft Astria. Michelle hatte herausgefunden, dass Astria wahrscheinlich aus Stavern ...

Winter in Südnorwegen. William Wisting erhält eine E-Mail: Michelle Norris macht sich Sorgen um ihre Internetbekanntschaft Astria. Michelle hatte herausgefunden, dass Astria wahrscheinlich aus Stavern stammt, und wendet sich nun an die örtliche Polizei, weil sie befürchtet, dass der Freundin etwas zugestoßen sein könnte.
Und tatsächlich wird in den Schneemassen ein verlassener Lieferwagen gefunden. Wisting ermittelt mit Hilfe seiner Tochter Line im Internet - und in Real Life. Ein Todesfall in Spanien steht in einem Zusammenhang mit Norwegen, auch wenn es sich bei Ruby um eine junge Frau aus Australien handelt, die tot aufgefunden wurde.
„Wisting und die Tote am Wegesrand“ ist ein Buch, das Crowdsolving thematisiert. Ein Online-Forum, in dem Menschen aus aller Welt aktiv zur Lösung eines Kriminalfalles beitragen. Das macht das Buch besonders interessant und passt zudem absolut zum Zeitgeist.
Jørn Lier Horst setzt in seiner Geschichte eher auf die leisen Töne. Der Kriminalroman ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven, oft aus Usersicht, sorgen für Dynamik. Viele falsche Fährten und akribische Polizeiarbeit ohne viel Action, das ist genau mein Fall. Und am Ende ist nicht nur der Cold Case gelöst.

Fazit: Wisting und die Schwarmintelligenz der sozialen Medien. Klasse!

Veröffentlicht am 17.07.2023

Abgründiger Thrill

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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Arno Strobel stalke ich von Anfang an, jedenfalls seine Thriller. Das sind mittlerweile ca. 20 Bücher - und auch sein neuer Psychothriller, „Der Trip“, überzeugt.
Der Autor geht gleich in medias res: Ein ...

Arno Strobel stalke ich von Anfang an, jedenfalls seine Thriller. Das sind mittlerweile ca. 20 Bücher - und auch sein neuer Psychothriller, „Der Trip“, überzeugt.
Der Autor geht gleich in medias res: Ein kleiner Junge wird entführt und von seinen Peinigern in einem Wohnmobil immer wieder missbraucht.
Danach lernen wir Fabian Jancke kennen. Er und seine Frau sind in einem Wohnmobil unterwegs in den Süden. Nach einem Wildunfall verschwinden beide spurlos. Die Ermittlungen werden irgendwann eingestellt.
Seit zwei Jahren wartet Fabians Schwester Evelyn, eine forensische Psychologin, auf ein Lebenszeichen von ihrem Bruder. Vergeblich.
Als die Oldenburger Polizei um ihre Mithilfe bei einer Mordserie bittet, schöpft sie neue Hoffnung: Ein Unbekannter tötet scheinbar wahllos Menschen auf Campingplätzen. Bis es einen Zeugen gibt. Und daraufhin ein Phantombild, das Fabian zum Verwechseln ähnlich sieht.
Zusammen mit Kriminalhauptkommissar Gerhard Tillmann, ihrem Ex-Lover und guten Freund, begibt sich Evelyn auf eine verzweifelte Suche nach der Wahrheit...
Es geht um Zivilcourage. In „Der Trip“ entwirft Arno Strobel ein pessimistisches Bild der Gesellschaft. Die geschilderten Gräuel sind kaum auszuhalten. Ein Opfer, das zum Täter wird.
Leider war mir Evelyn von Anfang an unsympathisch. Mit ihr konnte ich überhaupt nicht mitfühlen. Dafür umso mehr mit dem Täter. In seine Gedanken konnte ich mich gut hineinversetzen.

Fazit: Heftiger Thriller mit einer unsympathischen Protagonistin.

Veröffentlicht am 17.07.2023

Menschliche Abgründe

Die letzte Nacht
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Karin Slaughter, der Name ist Programm, hat irgendwann ihre Atlanta-Serie mit Special Agent Will Trent vom GBI (Georgia Bureau of Investigation) und die Grant County-Serie mit Sara Linton, Kinderärztin ...

Karin Slaughter, der Name ist Programm, hat irgendwann ihre Atlanta-Serie mit Special Agent Will Trent vom GBI (Georgia Bureau of Investigation) und die Grant County-Serie mit Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin, zusammengebracht. Ein paar Bände habe ich verpasst, konnte mich aber noch gut erinnern, dass Sara und Will inzwischen ein Paar sind.
Sara arbeitet als Ärztin in einem Krankenhaus in Atlanta, als ein Notfall reinkommt. Dani Cooper ist schwer verletzt - und stirbt. Wurde sie tatsächlich unter Drogen gesetzt und vergewaltigt?
Drei Jahre später kommt es zum Prozess. Auch Sara wurde in der Vergangenheit brutal vergewaltigt. Gibt es womöglich einen Zusammenhang? Sara, Will und seine Kollegin Faith Mitchell ermitteln...
„Die letzte Nacht“ ist keine Gute-Nacht-Lektüre. Vergewaltigung ist das zentrale Thema. Gewalt, Blut und verstörende Inhalte. Manchmal schwer zu ertragen. Zuweilen ein wenig langatmig mit viel Mediziner-Sprech. Das Ende überrascht und schockiert.
Es war interessant, Sara & Co wieder zu begegnen. Denn sie sind mir ans Herz gewachsen, selbst wenn jeder gegen seine ganz eigenen Dämonen kämpft. Sympathische Charaktere, die sich perfekt ergänzen.

Fazit: Vergewaltigung in all ihren Facetten. Gut, für mich jedoch nicht das beste Buch der Autorin.

Veröffentlicht am 09.07.2023

Atmosphärisch und spannend

Im Sturm
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„Im Sturm“ von Pernilla Ericson ist der zweite Fall für die schwedische Polizistin Lilly Hed. So gut „Im Feuer“ auch war, der neue Krimi ist noch besser, spannender. Worum geht es?
Zusammen mit ihrer Freundin ...

„Im Sturm“ von Pernilla Ericson ist der zweite Fall für die schwedische Polizistin Lilly Hed. So gut „Im Feuer“ auch war, der neue Krimi ist noch besser, spannender. Worum geht es?
Zusammen mit ihrer Freundin und Kollegin Liv Kaspi soll Lilly in einem ungelösten Fall in Nordschweden ermitteln. Gunnar, ein 75-jähriger Witwer wurde in seinem Haus erstochen. Seine Tochter Klara schlägt Alarm.
Als Liv und Lilly im Dorf Skageby ankommen, bricht dort ein heftiger Sturm los und verursacht einen Blackout. Handys funktionieren nicht. Jeglicher Kontakt zur Außenwelt ist abgebrochen - und im Dunkeln geschieht ein weiterer Mord.
Wieder handelt es sich bei dem Opfer um einen einsamen älteren Mann. Auch Emil wurde erstochen und sein Haus durchsucht.
Pernilla Ericson hat „Im Sturm“ dramatisch in Szene gesetzt. Es wird deutlich, wie abhängig wir von der Infrastruktur sind, an die wir uns gewöhnt haben und wie hilflos wir Naturkatastrophen gegenüberstehen.
Richtig schöne solide Ermittlertätigkeit unter erschwerten Bedingungen. Schließlich muss alles handschriftlich aufgezeichnet und notiert werden. Eine gekonnt komponierte Geschichte mit einem überraschenden Ende.
Klimaerwärmung und Verbrechen, eine tolle Kombination. Und so freue ich mich schon auf Lillys nächsten Einsatz.

Fazit: Fall Nr. 2 für Lilly Hed. Noch besser, spannender als der Vorgänger.