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Veröffentlicht am 05.01.2023

Rotes Moor, totes Moor?

Totes Moor
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„Totes Moor“ von Lars Engels ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die in der Rhön verortet ist - und hat mich begeistert. Worum geht es?
Kriminalkommissar Janosch Janssen ist gerade aus Frankfurt in ...


„Totes Moor“ von Lars Engels ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die in der Rhön verortet ist - und hat mich begeistert. Worum geht es?
Kriminalkommissar Janosch Janssen ist gerade aus Frankfurt in seine Heimatgemeinde Grimmbach zurückgekehrt, als im Roten Moor eine Leiche entdeckt wird. Schnell steht fest, es handelt sich um seine Jugendliebe Matilda, die vor fast zehn Jahren spurlos verschwand.
Matilda wurde brutal ermordet. Janosch ermittelt, zusammen mit Kriminaloberrätin Diana Quester, Leiterin der Kriminalpolizei in Fulda, die er für den Tod seines Vaters verantwortlich macht.
In Grimmbach ist man seit Generationen eng miteinander verstrickt. Eine verschworene Gemeinschaft. Nichts ist, wie es scheint, keiner so unschuldig, wie er tut. Fast jeder hat ein Geheimnis, eine dunkle Seite.
Lars Engels hat mit „Totes Moor“ einen atmosphärischen Kriminalroman mit viel Lokalkolorit vorgelegt. Auch, wenn Grimmbach fiktiv ist, das Rote Moor gibt es definitiv.
Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, 2009 und 2018. Der Krimiplot ist spannend und bietet eine überraschende Auflösung. Kunst und Kulinarik gibt es gratis obendrauf.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Zwei, die sich noch zusammenraufen müssen. Die toughe Diana Quester und ihr impulsiver Kollege Janosch Janssen. Jugend und Neugier gepaart mit Fachkenntnis und Lebenserfahrung - eine gute Kombination.

Fazit: Spannung kombiniert mit Lokalkolorit. Gerne mehr davon!

Veröffentlicht am 02.01.2023

Dunkle Geheimnisse

Seelendunkel
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„Seelendunkel“ von Robert Bryndza ist der dritte Fall für die ehemalige Polizistin Kate Marshall. Es ist nicht unbedingt nötig, die Vorgänger gelesen zu haben, aber es würde den Zugang zu den Protagonisten ...

„Seelendunkel“ von Robert Bryndza ist der dritte Fall für die ehemalige Polizistin Kate Marshall. Es ist nicht unbedingt nötig, die Vorgänger gelesen zu haben, aber es würde den Zugang zu den Protagonisten schon deutlich erleichtern. Zudem wird oft auf Vorkommnisse aus der Vergangenheit angespielt, die naturgemäß dem Neueinsteiger unbekannt ist.

2002: Was für ein grausiger Prolog: Journalistin Joanna (Jo) Duncan wird brutal ermordet. Sie erstickt. Wer ist der Täter und wo liegt das Motiv? Hat es mit ihrem Job zu tun?

Danach gibt es ein Wiedersehen mit Kate und ihrem Partner Tristan Harper. Sie haben zusammen eine Detektei gegründet. Tristans Schwester Sarah und ihr Mann Gary sind auch wieder mit von der Partie. Lauter ‚alte‘ Bekannte. Das ist wie nach Hause kommen.

Jos Mutter Bev beauftragt die Detektive, ihre Tochter zu finden. Nach 13 Jahren will sie Gewissheit. Kate und Tristan nehmen die Ermittlungen auf und besuchen Bev und ihren Lebensgefährten Bill. Bill hat sich die Fallakten kommen lassen und so können Kate und Tristan gleich durchstarten.

Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden Detektive auf die Namen zweier junger Männer, die wie Joanna eines Tages ganz plötzlich verschwanden. Ist Jos Mörder womöglich ein Serienkiller?

Robert Bryndza hat eine durchdachte Geschichte geschaffen. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Akribische Polizeiarbeit, das ist genau mein Ding. Auch die Mischung aus Kriminalfall und Privatleben.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Spannend und wendungsreich. Die Auflösung ist überraschend. Am Ende ist nicht nur der Cold Case gelöst. Und so freue ich mich schon heute auf den nächsten Einsatz der beiden Detektive.

Fazit: Fall Nr. 3 für Kate Marshall. Klare Empfehlung an alle, die es gerne komplexer mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 01.01.2023

Enttäuschend

Northern Spy – Die Jagd
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„Northern Spy - Die Jagd“ von Flynn Berry vermochte mich nicht zu überzeugen. Von diesem Buch habe ich mir mehr versprochen. Worum geht es?
Wir lernen Tessa kennen. Sie arbeitet im Büro der BBC in Belfast ...


„Northern Spy - Die Jagd“ von Flynn Berry vermochte mich nicht zu überzeugen. Von diesem Buch habe ich mir mehr versprochen. Worum geht es?
Wir lernen Tessa kennen. Sie arbeitet im Büro der BBC in Belfast und ist alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohns. Der Terror ist immer noch allgegenwärtig. Auch ihre Schwester Marian scheint der IRA beigetreten zu sein.
Als Tessa die Wahrheit über ihre Schwester erfährt, bietet sie sich als Informantin an, um ihren Sohn Finn zu schützen.
Die Inhaltsangabe ließ auf einen spannenden Thriller hoffen. Aber mit diesem Buch konnte ich leider überhaupt nichts anfangen. Mehrmals stand ich kurz davor abzubrechen, zu viel Kindergedöns. Denn Tessa ist von Finn besessen. Alles dreht sich nur um ihn.
Der Plot ist zudem nur mäßig spannend und unglaubwürdig. Als Tessa entführt wird, kann sie Finn mal eben noch schnell zur Nachbarin bringen? Ein Thriller ist es definitiv nicht. Das können Adrian McKinty und der katholische Bulle besser. Schade…

Fazit: Sorry, aber dieses Buch ist reine Zeitverschwendung.

Veröffentlicht am 01.01.2023

Neues aus Tirol

Grenzfall - In der Stille des Waldes
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„Grenzfall - In der Stille des Waldes“ von Anna Schneider, der dritte Fall für das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer (Vater und Tochter), habe ich mit großer Freude ...


„Grenzfall - In der Stille des Waldes“ von Anna Schneider, der dritte Fall für das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer (Vater und Tochter), habe ich mit großer Freude gelesen. Worum geht es?
Auf einer Baustelle am Ortsrand von Gnadenwald in Tirol werden zwei ausgestopfte Dachse gefunden. Im Innern befinden sich Babykleidung und eine Rassel mit dem Namen Luzia. Was die grausigen Funde wohl bedeuten? Krammer ermittelt.
Währenddessen rollt Alexa, die eigentlich krankgeschrieben ist, zusammen mit ihrem ehemaligen Kollegen Jan aus Aschaffenburg einen alten Mordfall neu auf…
Der Kriminalfall ist spannend und unterhaltsam. Immer wieder sind Abschnitte in Kursivschrift eingestreut, überschrieben mit ER bzw. SIE. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Gruselig.
Über das Wiedersehen mit Alexa und Krammer habe ich mich gefreut. Auch Roza ist wieder mit von der Partie. Zudem spukt Roland Perski immer noch in Krammers Leben herum.
Cold Cases faszinieren mich immer. Es geht um einen Strudel aus Schuld und Sühne. Liebe und Verrat. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, der Lust macht auf den vierten Band, In den Tiefen der Schuld, der im Frühjahr 2024 erscheinen soll.

Fazit: Fall Nr. 3 für Alexa Jahn und Bernhard Krammer. Diese Reihe wird immer besser.

Veröffentlicht am 25.12.2022

Dunkle Geheimnisse

Kuckuckskinder (Ein Falck-Hedström-Krimi 11)
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Als Fan der 1. Stunde habe ich bisher kein Buch dieser Krimi-Reihe, die in Fjällbacka, an der schwedischen Westküste verortet ist, versäumt und auch „Kuckuckskinder“, der 11. Fall für Schriftstellerin ...


Als Fan der 1. Stunde habe ich bisher kein Buch dieser Krimi-Reihe, die in Fjällbacka, an der schwedischen Westküste verortet ist, versäumt und auch „Kuckuckskinder“, der 11. Fall für Schriftstellerin Erica Falck und Kommissar Patrik Hedström, überzeugt. Worum geht es?
Erica und Patrick sind zu einer goldenen Hochzeit eingeladen. Henning Bauer, der Jubilar, soll den Nobelpreis für Literatur bekommen. Doch dann wird Rolf Stenklo, ein berühmter Fotograf, in einer Galerie tot aufgefunden. Patrik und sein Team ermitteln.
Währenddessen recherchiert Erica in Stockholm für ihr neues Buch über den Mord an einer Transfrau in den achtziger Jahren - und entdeckt einen Zusammenhang zu Patriks Fall...
Camilla Läckberg hat ihren neuen Kriminalroman atmosphärisch inszeniert. Ab und zu sind Rückblicke in das Jahr 1980 eingestreut. Sie schildern das Leben von Lola und ihrer kleinen Tochter.
„Kuckuckskinder“ benötigt einen längeren Anlauf um Spannung aufzubauen. Aber am Ende jagt eine Wendung die nächste. Nichts ist wie es scheint. Niemand ist der, der er zu sein scheint.
Erica und Patrik sind zurück. Ihr Privatleben nimmt wieder viel Raum ein. Vier Jahre sind seit Erscheinen von „Die Eishexe“ vergangen. Aber das Warten hat sich gelohnt. Denn der Kriminalfall ist spannend und unterhaltsam. Es ist auch ein Buch, das Vorurteile gegen die Transwelt thematisiert.

Fazit: Eine scheinbar heile Welt zerbricht. Läckberg at her best!