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Veröffentlicht am 04.02.2024

War es wirklich ein Raubmord?

Madame Bonheur und das gestohlene Gemälde
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Zum Inhalt:
Maggie ist gerade erst wieder in ihrem Alltag als Wahrsagerin angekommen, da steht Privatdetektiv Xavier Degrange erneut vor ihrer Tür. Im Gepäck hat er einen neuen Auftrag, bei dem er unbedingt ...

Zum Inhalt:
Maggie ist gerade erst wieder in ihrem Alltag als Wahrsagerin angekommen, da steht Privatdetektiv Xavier Degrange erneut vor ihrer Tür. Im Gepäck hat er einen neuen Auftrag, bei dem er unbedingt Maggies Hilfe benötigt. Diese lässt sich nicht lange bitten und macht sich mit ihm nach Aix-en-Provence auf. Dort wurde ein wohlhabender Geschäftsmann in seinem Haus tot aufgefunden. Zudem wurde ein teures Gemälde gestohlen. Deswegen geht die Polizei von einem Raubmord aus. Doch die Tochter des Toten ist da ganz anderer Meinung, weswegen sie Xavier engagiert hat. Können Maggie und Xavier den Fall lösen?

Meine Meinung:
Maggie hat gerade erst die Ereignisse vom letzte Fall verdaut, da steht der Privatdetektiv Xavier Degrange schon mit dem nächsten Fall vor der Tür, bei dem er unbedingt Maggies Unterstützung braucht. So legen die beiden auch gleich mit ihren Ermittlungen los und wir sind natürlich dabei. Dadurch haben wir immer den gleichen Wissensstand wie die beiden und können mit ihnen zusammen die einzelnen Puzzleteile zusammensetzen, um der Person hinter der Tat auf die Schliche zu kommen. Was ich natürlich versucht habe, mir aber ehrlich gesagt nicht gelungen ist, weswegen die Autorin mich am Ende mit der Auflösung überraschen konnte. Die Spurensuche von Maggie und Xavier ist von Anfang bis Ende spannend. Zudem gab es einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, die aber zum Erhalt der Spannung beigetragen habe.

Maggie ist eine sympathische Protagonistin, die ihre Stärken und Schwächen hat. Gerade ihre immer noch vorhandenen Unsicherheiten bezüglich ihrer Tätigkeit als Wahrsagerin und vor allem die gegenüber Xavier haben sie mir nur noch sympathischer werden lassen. Zudem wirkte sie dadurch umso authentischer. Außerdem hat mir an ihr ihr großes Herz und ihr Einfühlungsvermögen gefallen. Man merkt immer wieder, wie nahe ihr die Probleme und Schicksale der anderen Menschen gehen. Zudem versucht sie wirklich jedem zu helfen, soweit ihr dies möglich ist.

Durch die lebhaften und malerischen Beschreibungen der Schauplätze habe ich mich gefühlt, als wenn ich diese selbst besuchen würde. Außerdem haben mich die teilweise unbeholfenen Annäherungsversuche von Maggie und Xavier schmunzeln lassen, durch die die Spurensuche auch immer wieder aufgelockert wurde. Nun bin ich gespannt, wie es zwischen den beiden weitergehen wird.

Fazit:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, bei dem die Wahrsagerin Maggie und der Privatdetektiv Xavier Degrange in ihrem zweiter Fall ermitteln. Ich habe beide wieder gerne bei ihren Ermittlungen begleitet, die von Anfang bis Ende spannend waren und versucht der Person hinter der Tat auf die Spur zu kommen. Zudem haben mich die teilweise unbeholfenen Annäherungsversuche von Maggie und Xavier schmunzeln lassen. Nun bin ich gespannt, in welchem Fall die beiden als Nächstes ermitteln und wie es zwischen ihnen weitergehen wird.

Veröffentlicht am 01.02.2024

Was geschieht wirklich im Nord?

Das Nord
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Zum Inhalt:
Alex kann es nicht fassen, als er ein Jobangebot für das Restaurant Nord erhält und dann noch die begehrte Stelle als Commis de Cuisine. So stellt er keine Fragen und macht sich sofort auf ...

Zum Inhalt:
Alex kann es nicht fassen, als er ein Jobangebot für das Restaurant Nord erhält und dann noch die begehrte Stelle als Commis de Cuisine. So stellt er keine Fragen und macht sich sofort auf den Weg zum Nord. Doch dort erwartet ihn nicht nur ein unglaublicher Konkurrenzkampf, sondern die Besitzerin Alice Duwal scheint ein Auge auf Alex geworfen zu haben. So beginnt Alex mit Alice eine heiße Affäre. Doch schon bald kommen Alex Zweifel, ob im Nord alles mit rechten Dingen zugeht und auch Alice scheint nicht so liebenswert und überall beliebt zu sein, wie er angenommen hat.

Meine Meinung:
In diesem düsteren und unblutigen Thriller begleiten wir Alex dabei, wie er eine Stelle als Commis de Cuisine im Restaurant Nord antritt. So lernen wir Alex nach und nach immer besser kennen und erfahren, wie sehr ein Ereignis in der Vergangenheit sein Handeln noch heute beeinflusst.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit Alex erst mal warm werden musste. Man merkt gleich, dass er kein schlechter Kerl ist, sondern sich einfach leicht beeinflussen lässt, unsicher ist, aber auch eine Menge Durchhaltevermögen besitzt. Gerade dieses kommt ihm in der Küche des Restaurants zugute, da dort ein großer Konkurrenzkampf herrscht, der von den Autorinnen gut beschrieben wurde. Ich konnte durchaus nachvollziehen, wieso Alex so eine Angst davor hatte, dass jemand von seiner Vergangenheit erfährt und welche Gefühle und Erfahrungen für ihn damit verbunden sind. Dennoch, fand ich, wirkte er ein einigen Stellen schon recht paranoid auf mich. Zudem kaum mir sein innerer Wandel einfach zu abrupt.

Die Spannung baut sich erst langsam auf, ist aber stetig da. Denn umso mehr man über die Geschehnisse im Nord und die einzelnen Personen erfährt, desto mehr Fragen werfen sich auf. So konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt und ob Alex aus allem heil herauskommt. Zudem gab es einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Die Autorinnen haben es geschafft, die düstere, angespannte Atmosphäre nicht nur die ganze Handlung über aufrechtzuerhalten, sondern sie durch die Seiten hindurch zu mir zu transportieren, sodass sie für mich spürbar wurde. Zudem haben sie die Landschaft so lebhaft und detailliert beschrieben, dass ich sie nicht nur vor Augen hatte, sondern das Gefühl hatte, den eisigen, schneidenden Wind auf meiner Haut zu spüren.

Fazit:
Ein düsterer und unblutiger Thriller, in dem sich die Spannung langsam aufbaut, aber immer da ist. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Band legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was im Nord vorgeht und ob Alex es heil aus der Sache herausschafft. Nun bin ich gespannt, wie es für Alex weitergehen wird.

Veröffentlicht am 28.01.2024

Was geschieht mit Alexis?

Dreamcatcher | Königreiche der Nacht (Band 1)
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Zum Inhalt:
Alexis DeWinter ist eine Fehri. Als diese ist es ihre Aufgabe, die Träume von Verstorbenen über den Fluss Styrak zu geleiten. Dabei wäre es ihr größer Wunsch, einmal mit den Dreamcatcher in ...

Zum Inhalt:
Alexis DeWinter ist eine Fehri. Als diese ist es ihre Aufgabe, die Träume von Verstorbenen über den Fluss Styrak zu geleiten. Dabei wäre es ihr größer Wunsch, einmal mit den Dreamcatcher in die Menschwelt zu reisen. Am besten zusammen mit ihrem besten Freund Nathaniel Merox Dawnspark, dem Prinzen der Traumlande. Doch als Alexis eines Tages einem Mare durch das Nebeltor fliehen sieht, zögert sie nicht und verfolgt ihn. Dadurch soll sich ihr Leben jedoch schlagartig verändern. Denn der Mare schafft es, in ihren Körper zu dringen. Durch unerklärliche Gründen überlebt Alexis denn Angriff zwar, aber tief in ihr scheint sich etwas verändert zu haben.

Meine Meinung:
Wir tauchen gleich in die Geschichte ein und lernen Alexis DeWinter kennen, deren Aufgabe als Fehri es ist, die Träume der Verstorbenen üben den Fluss Styrak zu geleiten. So bekommen wir gleich zu Anfang einen guten Eindruck davon, wie hart es ist, als Fehri zu arbeiten und wie gefährlich dieser Beruf ist.

Alexis ist eine sympathische Protagonistin, der man anmerkt, wie viel ihr ihre Familie und Freunde bedeuten. Besonders an ihr gefallen hat mir ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen. Denn es werden ihr im Laufe der Handlung immer wieder Steine in den Weg gelegt, die sie im ersten Moment zwar straucheln lassen, dennoch schafft sie es, sich davon nicht unterkriegen zu lassen, was bewundernswert ist. Nicht ganz nachvollziehbar fand ich den Wechsel zwischen ihren Empfindungen und einige ihrer Reaktionen. So ist sie in einem Moment noch wütend auf Nate und im anderen lächelt sie ihn an, ohne das beide das Problem überhaupt geklärt haben.

Was ich von Nate halten soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Er scheint mir keine eigene Meinung zu haben, weswegen sich diese wie ein Fähnchen im Wind verhält. Zudem sendet er immer wieder widersprüchliche Signale gegenüber Alexis und ich vermisse es, dass er sie bedingungslos unterstützt, wo beide doch beste Freunde sind. Da fand ich Cael schon interessanter. Denn er scheint ein Geheimnis zu verbergen und ich bin gespannt, welches das wohl ist. Wobei ich da schon eine Vermutung habe. Dennoch hat er, ebenso wie die anderen Figuren doch recht blass auf mich gewirkt, was ich sehr schade fand.

Die Welt rund um Alexis mit all ihren Besonderheiten und Regeln fand ich interessant und würde gerne mehr darüber erfahren. Zudem hat die Autorin diese so lebhaft und in leuchtenden Farben beschrieben, dass ich sie bildlich vor Augen hatte.

Fazit:
Eine Geschichte mit einer sympathischen Protagonistin und einem interessanten Setting, das mir mit all seinen Besonderheiten und Regeln gefallen hat. Jedoch waren mir die Figuren zu blass, was schade war, da sie einiges an Potenzial bieten. Dennoch bin ich gerade nach dem Ende gespannt, wie es für alle aber vor allem für Alexis weitergehen wird.

Veröffentlicht am 24.01.2024

Eine bewegende und berührende Geschichte

Dieses schöne Leben
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Zum Inhalt:
Schon in jungen Jahren hat Clover ihre Eltern verloren und wuchs deshalb bei ihrem Großvater in New York City auf. Als dieser stirbt, als Clover gerade verreist ist, beschließt sie Sterbe-Doula ...

Zum Inhalt:
Schon in jungen Jahren hat Clover ihre Eltern verloren und wuchs deshalb bei ihrem Großvater in New York City auf. Als dieser stirbt, als Clover gerade verreist ist, beschließt sie Sterbe-Doula zu werden. Denn niemand sollte kurz vor seinem Tod alleine sein. Ihre ruhige und einfühlsame Art kommt Clover dabei zugute. Doch Clover vergisst darüber, selbst am Leben teilzunehmen. Das soll sich ändern, als die lebenslustige Sylvia im Haus einzieht. Mit ihrer quirligen Art holt sie Clover immer mehr aus ihrem selbsterrichteten Schneckenhaus heraus. Zudem geht Clover ihre neue Klientin Claudia und ihre Geschichte sehr nahe. Denn diese hat vor Jahren ihre große Liebe verlassen und einen anderen Mann geheiratet.

Meine Meinung:
Eine Geschichte über das Leben, Trauer, den Umgang mit dem Tod und vielem mehr, die mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht hat. Gut gefallen hat mir besonders die Aussage, dass jeder seine eigene Zeit braucht, um zu trauern, die von keiner anderen Person bestimmt werden kann. Wahre Worte, denen ich nur zustimmen kann.

Clover war mir gleich sympathisch. Sie ist eine introvertiert, ruhig und sehr einfühlsam junge Frau. Man merkt ihr zudem immer wieder an, wie sehr sie der Tod ihres Großvaters noch heute belastet und wie tief ihre Trauer sitzt. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, wieso sie an den Dingen, die ihm gehören oder ihren gemeinsamen Ritualen festhält und sich ihm dadurch nahe fühlt. Zudem fand ich es schön, wie behutsam und feinfühlig beschrieben wird, wie Clover langsam aus ihrer Trauer herauskommt und anfängt, ihr Leben zu leben, so wie sie es möchte.

Clover ist eine vielschichtige Protagonistin mit ihren Ecken, Kanten, Stärken, Schwächen und kleinen Macken, die sie umso liebenswerte machten und durch die sie authentisch wirkte. Zudem haben auch die Nebenfiguren ihre individuellen Charaktereigenschaften bekommt, die nur sie auszeichneten und durch die man sie jederzeit wiedererkennen konnte. Vor allem ins Herz geschlossen habe ich Leo mit seiner herzlichen Art und Claudia mit ihrer frechen, unverblümten Art ebenso wie Sylvia, die richtig Wind in Clovers Leben bringt.

Die Figuren und Schauplätze wurden so detailliert und lebhaft beschrieben, dass ich sie mir alle gut vorstellen konnte. So bin war ich mit Clover in der Buchhandlung von Miss Bessie gewesen und habe mit ihr durch die Regale voller Bücher gestöbert.

Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, die mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt hat. Clover habe ich gleich in mein Herz geschlossen und habe sie deswegen gern auf ihrem Weg begleitet. Ebenso war ich gespannt, was sie auf diesem erlebt, weswegen die Handlung nie langweilig wurde.

Veröffentlicht am 21.01.2024

Wer verbirgt sich hinter Grimm?

Vöglein schweigt
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Zum Inhalt:
Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann versucht die Erkenntnisse über ihre Familie immer noch zu verarbeiten und will unbedingt herausfinden, ob an diesen etwas dran ist. Dabei verläuft sie ...

Zum Inhalt:
Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann versucht die Erkenntnisse über ihre Familie immer noch zu verarbeiten und will unbedingt herausfinden, ob an diesen etwas dran ist. Dabei verläuft sie sich immer mehr in ein Netz aus Lügen und Korruption und weiß nicht, wem sie wirklich trauen kann. Zumal niemand in ihrer Behörde daran glaubt, dass es Grimm überhaupt gibt. Da Nora jedoch davon überzeugt ist, dass es Grimm gibt, beginnt sie heimlich ihre eigenen Ermittlungen und begibt sich dadurch unweigerlich in große Gefahr. Denn Grimm hat sie bereits auf seinem Schirm.

Meine Meinung:
Der zweite Band schließt an die Ereignisse aus Band eins an, somit man diesem am besten vorher gelesen haben sollte, um der Handlung folgen zu können. Denn wir begeben uns in diesem Band zusammen mit Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann auf die Suche danach, wer hinter Grimm steckt und ob ihre verstorbene Familie etwas mit der Organisation zu tun hatte. Zudem gibt es einen neuen Mörder, der in Berlin sein Unwesen treibt.

Ich habe Nora gern bei ihren Nachforschungen begleitet und war gespannt, was sie dabei herausfindet. Da man nie genau weiß, wer noch alles zu Grimm gehört und welches Spiel einige Personen wirklich spielen, war die Handlung von Anfang bis Ende spannend. Zumal sich Nora mit ihren Nachforschungen immer wieder in Gefahr bringt. Zudem gab es einige Wendungen, mit denen mich der Autor überraschen konnte, weil ich damit nicht gerechnet habe. Neben Noras Nachforschungen ermittelt Kriminalhauptkommissar Konrad König in einigen neuen Mordfällen. Somit gilt es auch in diesem Band einen Mörder zu enttarnen, was ich versucht habe. Gelungen ist mir diese ehrlich gesagt nicht. Zwar hatte ich bereits vermutet, dass diese Person etwas mit Grimm zu tun hat, das sie hinter den Taten steckt, hätte ich nicht gedacht.

Ich find immer noch, dass Nora eine interessante Protagonistin ist. Gefallen hat mir, dass man einen Blick hinter ihre harte Schale werfen konnte. Denn dahinter verbergen sich einige Ängste, Unsicherheiten und ein weicher Kern, auch wenn dieser bis jetzt noch nicht so groß erscheinen mag. Ich finde, dadurch wirkt sie nahbarer und ich bin gespannt, welche Seiten wir von ihr im nächsten Band noch kennenlernen dürfen.

Fazit:
Eine gelungene und spannende Fortsetzung, in der wir Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann dabei begleiten, wie sie versucht herauszufinden, ob ihre verstorbene Familie etwas mit Grimm zu tun hat und wer die Personen hinter der Organisation sind. Ich habe sie gern bei ihren Nachforschungen begleitet und war gespannt, was sie bei diesen alles aufdeckt. Da man nie weiß, wer alles hinter Grimm steckt und wem Nora somit trauen kann, war ebenso wie durch ein paar unvorhersehbare Wendungen von Anfang bis Ende für Spannung gesorgt. Nun bin ich gespannt, wie es für Nora weitergeht und was sie noch alles herausfinden wird.