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Veröffentlicht am 26.09.2021

Die Unwissenheit, ist oft schlimmer als die Wahrheit.

Die Unbeugsamen
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Katharina lebt mit ihrer kranken Mutter im Elendsviertel der Stadt. Auch ohne die Krankheit ihrer Mutter, die in der Heilung sehr kostspielig ist, kämen die beiden kaum über die Runden. Zwar gehörten sie ...

Katharina lebt mit ihrer kranken Mutter im Elendsviertel der Stadt. Auch ohne die Krankheit ihrer Mutter, die in der Heilung sehr kostspielig ist, kämen die beiden kaum über die Runden. Zwar gehörten sie einmal zur bessergestellten Gesellschaftsschicht, aber nach dem Tod von Katharinas Vaters haben sie alle Besitztümer einschließlich ihrer Stellung endgültig verloren. Als es Katharinas Mutter immer schlechter geht, sieht Katharina nur eine Lösung: Sie muss das Schmuckkästchen ihrer Großmutter aus dem bestbewachten Gebäude der Stadt stehlen, um die Arztkosten ihrer Mutter bezahlen zu können.

Schon bevor ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe, war ich positiv von der Aufmachung des Buches überrascht. Auf fast jeder Seite befinden sich schöne Illustrationen, die ergänzend zur Handlung in die Geschichte eingebettet worden sind. Mir hat diese Detailverliebtheit sehr gut gefallen, denn die Illustrationen sehen einfach nur toll aus.

Damit ist mir auch der Einstieg in die Welt der Unbeugsamen leichtgefallen, wenn die Geschichte auch zunächst sehr traurig beginnt. Erst verliert Katharina ihren Vater an die Unbeugsamen, ein wildes Volk, das außerhalb der Stadt lebt, und kurz darauf wird auch ihre Mutter sehr krank und bräuchte dringend Medizin, die sich Katharina einfach nicht leisten kann. Obwohl ihr Vater Unteroffizier im Orden war und damit eine angesehene Stellung in der Gesellschaft innehatte, hilft der Orden Katharina und ihrer Mutter überhaupt nicht. Dabei hätten sie wohl die notwendigen Mittel, allerdings fließt alles in die Jagd nach den Unbeugsamen. Demnach entwickelt sich auch ein gewisser Hass auf die Unbeugsamen in Katharina.

Dies bleibt aber nicht immer so und genau an diesem Punkt wird die Sache spannend, denn man lernt im Laufe der Handlung das Volk der Unbeugsamen kennen. Wieder einmal stellt sich heraus, dass man sich zuerst eine eigene Meinung bilden sollte, bevor man glaubt, was andere erzählen. Katharina hat am Anfang noch Schwierigkeiten, sich diesen Wahrheiten zu stellen, aber spätestens als sie Will kennenlernt, sieht sie vieles anders. Ich fand das Volk der Unbeugsamen sehr interessant, da sie mich von ihren Bräuchen und ihrer Kultur her sehr an indigene Völker erinnert haben. Die Unbeugsamen sind sehr naturverbunden und beten mit Ritualen ihre Götter an, aber haben auch eine eigene Sprache und eine gewisse Art von Magie.

Zwar wirkt Katharina oftmals sehr naiv und unbedarft, aber man darf auch nicht vergessen, dass sie ihr Leben lang hinter hohen Stadtmauern behütet aufgewachsen war und die Welt „draußen“ einfach nicht kennt, von daher passt ihr Charakter sehr gut zur Geschichte, wenn ich mich auch schwergetan habe, mich mit ihr zu identifizieren.

Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der eine Fantasy-Geschichte sucht mit einer Brise Romantik und dabei noch ein interessantes Volk kennenlernen möchte.

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Veröffentlicht am 21.09.2021

Meist belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge

Askeria: Stadt der Fragmente
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Trotz aller Bemühungen von Piara, ihrem Bruder Souta und den anderen am Ende von Band 2 bleibt das Ergebnis unverändert: Ineas ist unwiederbringlich verloren. Allerdings wollen sich Piara und Souta damit ...

Trotz aller Bemühungen von Piara, ihrem Bruder Souta und den anderen am Ende von Band 2 bleibt das Ergebnis unverändert: Ineas ist unwiederbringlich verloren. Allerdings wollen sich Piara und Souta damit nicht zufriedengeben und sind sogar dazu bereit, mit dem Souverän Lycenar zusammenzuarbeiten, wenn sie nur wieder ihren Bruder in die Arme schließen können. Dieser nutzt die Situation natürlich für seine ganz eigenen Zwecke aus, was die beiden aber bereitwillig in Kauf nehmen. Schon bald führt Piaras und Soutas Weg in die Stadt der Erinnerungen, um ihren Bruder von den Erinnerungen zu befreien, die ihn so quälen und ihn damit zu retten.

Nach dem Ende des zweiten Bandes war ich sehr froh, direkt mit dem dritten Band beginnen zu können, denn das Ende hatte mich doch sehr mitgenommen. Wieder einmal war es Piara und ihren Freunden nicht möglich, Ineas endgültig von den quälenden Fesseln, die seinen Geist von seinem Körper trennt, zu befreien. Sie stehen wieder ganz am Anfang und fallen erst mal in ein emotionales Loch, obwohl es noch andere Probleme gibt, die es zu lösen gilt wie z.B. die Gilde Askeria wieder ins Leben zu rufen. Aber Piara und ihre Freunde haben schon gänzlich andere Phasen überwunden und gemeinsam machen sie sich bald daran Lösungen zu finden.

Dabei hat mir besonders an diesem Band der Fokus auf Ineas Gedankenwelt gefallen. Nach einer Weile reisen Souta und Piara nach Calaharis, die Stadt der Erinnerungen, weil sie denken, dass sie so ihren Bruder befreien können. Am Anfang noch motiviert, verstehen sie schnell, dass ihr Bruder, der nicht viel älter als sie selbst ist, eine massive Verantwortung auf sich geladen hat, indem er sie immer beschützen wollte. Ineas dachte, dass er damals keine andere Wahl gehabt hätte und drängt sein inneres Kind immer weiter zurück. Er hört auf als Mensch zu existieren und opfert sich für seine Geschwister. Dieses Opfer bleibt jedoch nicht ohne Folgen und Piara und Souta müssen mit dem inneren Kind von Ineas in Calaharis um das Seelenheil ihres Bruders kämpfen.

Zudem ist mir auch die Veränderung von Piara im Laufe der Zeit nicht entgangen. Im ersten Band noch das schüchterne Mädchen, das niemanden verletzen möchte, tötet sie nun im dritten Band bereitwillig Mitglieder des Ordens von Corasil, wenn es nur ihren Bruder wieder zurückbringt. Ich hatte das Gefühl, dass der Tod ihres Bruders, an dem sie mehr oder weniger Schuld ist, sie in gewisser Weise zerbrochen hat. Es ist eine beunruhigende Entwicklung, denn ich habe Piara mit der Zeit liebgewonnen und sie nun so zu sehen, bricht mir in gewisser Weise das Herz.

Darüber hinaus werden wieder einige Rätsel gelöst, die in den vorherigen Bänden aufgetaucht bin und so langsam bekommt man eine Ahnung davon, was es mit diesen Souveränen auf sich hat und wie das Ganze mit dem Volk der Ceri zusammenhängt. Ebenso tauchen neue interessante Charaktere auf wie z.B. der Barde, der Lieder über die Souveräne in der Stadt zum Besten gibt und deswegen von der Stadtwache verfolgt wird oder auch Yvie, die jahrelang als Mensch gelebt und nichts davon gewusst hat, dass sie eigentlich eine Ceri ist.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der mal wieder Lust hat auf eine düstere Fantasy-Geschichte mit starken Charakteren hat, die einen Ausweg aus einer ungewissen Zukunft suchen.

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Veröffentlicht am 20.09.2021

Wenn Andersartigkeit den Menschen plötzlich Angst macht..

Flammen des Sommers
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Nach der letzten erfolgreichen Schlacht finden Daena und Berekh endlich die Zeit, in trauter Zweisamkeit ein ganz normales Leben zu führen. Zusammen mit ihrem Drachenkind, das sie mehr oder weniger immer ...

Nach der letzten erfolgreichen Schlacht finden Daena und Berekh endlich die Zeit, in trauter Zweisamkeit ein ganz normales Leben zu führen. Zusammen mit ihrem Drachenkind, das sie mehr oder weniger immer auf Trab hält, leben sie in einem kleinen gemütlichen Bauernhaus fernab der Zivilisation. Jedoch bekommen sie immer öfters mit, dass andersartige Lebewesen von den Menschen gejagt und getötet werden. Selbst ihr Drachenkind wird Opfer eines solchen Angriffs. Als dann auch noch eine altbekannte Nekromantin wieder auf der Bildfläche auftaucht, müssen Daena und Berekh wieder in ihre Kampfmontur schlüpfen..

Untypisch für mich habe ich direkt mit dem zweiten Band dieser Reihe angefangen, statt zunächst erst mal den ersten Band zu lesen. Zwar hatte ich dadurch keine Ahnung, wer denn nun Daena oder Berekh sind und was sie schon alles erlebt haben, aber das empfand ich nicht als schlimm, denn ich konnte der Geschichte trotzdem folgen und wichtige Informationen über Daena und Berekh wurden praktischerweise an späterer Stelle noch einmal wiederholt, sodass ich diese auch mitbekommen habe.

Zudem fand ich die Geschichte auch trotz meines ungewöhnlichen Einstiegs durchweg spannend. Denn das Buch beginnt direkt grausam: Menschen machen Jagd auf andersartige Lebewesen wie z.B. Drachen, obwohl sie scheinbar im letzten Band Seite an Seite in einem Krieg zusammen gekämpft haben. Irgendetwas muss vorgefallen sein, dass die Menschen zu solch einer Tat getrieben hat. Die Nekromanten scheinen in dieser Hinsicht nicht ganz unschuldig zu sein. Gerade diese Suche nach des Rätsels Lösung, wer denn nun die Menschen aufgehetzt hat und was der Grund dafür ist, fand ich ziemlich spannend.

Darüber hinaus fand ich auch einige Charaktere ansprechend wie z.B. Berekh, der schon viele Jahre auf dieser Welt zu leben scheint oder auch der Drache Yiryat, der mit seinen Artgenossen in einem Drachenhort lebt. Die Welt und ihre Bewohner wirkten interessant auf mich und ich hätte gerne noch mehr davon gelesen. Und genau damit sind wir auch an dem einzigen Kritikpunkt angelangt, den ich hätte, nämlich der kurzen Dauer der Geschichte. Natürlich habe ich nur Band 2 gelesen und vielleicht, wenn ich Band 1 und 2 gelesen hätte, wäre meine Wahrnehmung eine andere, aber ich hatte das Gefühl, dass ich kaum in der Geschichte angekommen war und schon war es dann auch zu Ende. Gerade zum Ende hin hätte ich mir ein paar mehr Details gewünscht und ein etwas längerer Endkampf, aber dies macht auch Hoffnungen auf einen dritten Band.

Alles in allem kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der mal eine Geschichte darüber lesen möchte, wie die Gefährten nach einer großen Schlacht ihr weiteres Leben gestalten.

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Veröffentlicht am 17.09.2021

Die Wahrheit braucht nur wenig Worte

Die Journalistin - Die Macht der Worte
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Die kleine Elisa Montera lebt mit ihrem Vater und ihren beiden Brüdern Juan und José Luis in einem einfachen Haus ohne großen Komfort in Extremadura. Als ihrem Vater einige Fehler unterlaufen, kann er ...

Die kleine Elisa Montera lebt mit ihrem Vater und ihren beiden Brüdern Juan und José Luis in einem einfachen Haus ohne großen Komfort in Extremadura. Als ihrem Vater einige Fehler unterlaufen, kann er es sich nicht mehr leisten, alle Kinder selbstständig zu versorgen und schickt Elisa zu ihrer Tante Dona Manuela, die ein luxuriöses Leben in Madrid führt. Zwar fehlt es Elisa fortan an nichts mehr, allerdings fühlt sie sich in den Jahren immer mehr von den strengen Regeln des Haushalts ihrer Tante eingeengt. Ihr einziger Weg nach draußen sind die Zeitungen, die sie jeden Morgen liest und ihr damit einen Blick in die große weite Welt bieten. Mit der Zeit reift ein Traum in ihr: Sie möchte Journalistin werden.

Ich fand die Geschichte von Elisa Montera sehr faszinierend, denn wie so oft zu jener Zeit (um 1900) haben Frauen keine Wahl, ob sie einen Beruf ergreifen wollen oder sich lieber ganz auf die Familie konzentrieren. Es wird über sie bestimmt, dass sie ja nur eine gute Partie machen sollen und eben dadurch dann für den Rest ihres Lebens versorgt sind. Genau dieses Schicksal steht auch Elisa bevor, aber sie lässt sich davon nicht beirren, sondern versucht mutig, ihre Träume in die Tat umzusetzen. Zwar ist ihre Tante alles andere als begeistert, als es Elisa schafft in der Zeitungsredaktion „El Demócrata de Madrid“ eine Aushilfsstelle zu ergattern, aber lässt es zu, da sie denkt, dass es nur eine Phase ist. Schließlich hält der begehrteste Junggeselle von Madrid Francisco de las Heras y Rosales um die Hand von Elisa an.

Ich fand es sehr mutig von Elisa, dass sie sich von ihrem Umfeld nicht beeinflussen lässt und obwohl sie immer wieder Gegenwind für ihr Vorhaben von verschiedenen Seiten erhält, am Ball bleibt. Sie geht sogar so weit, dass sie sich eine andere Identität zulegt und als Pedro Liébana Recherchen macht, um als Journalistin für den „El Demócrata de Madrid“ schreiben zu können, denn dieser Beruf ist zu jener Zeit eine reine Männerdomäne. Zwar muss sie fortan in der Angst leben, entdeckt zu werden, aber sie kann das tun, was sie von Herzen liebt. Ihr zur Seite steht dabei Olivier Pascal, ein Korrespondent des „El Figaro“, der als Gastautor bei „El Demócrata“ arbeitet.

Zwar verstehen sich die beiden am Anfang überhaupt nicht, aber wachsen im Laufe der Zeit immer enger zusammen. Olivier bildet dabei einen guten Kontrast zu Elisas Verlobtem Francisco, der noch in den alten Traditionen verhangen ist und es auch wunderlich findet, wenn eine Frau arbeiten möchte. Gerade in dieser Situation war mir das Schicksal von Elisa nicht egal. Ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert und gehofft, dass ihr Geheimnis nicht auffliegen wird und sie vielleicht das Glück hat, doch noch als Journalistin arbeiten zu können. Denn sie ist einfach eine mutige, aufgeweckte und wissbegierige junge Frau, die ein Talent zum Schreiben hat und dadurch nicht in der Ausübung ihrer Fähigkeiten beschränkt werden sollte.
Allerdings ist nicht nur Elisa ein Opfer dieser starren Ordnung, sondern auch ihre Freundin Catalina Folch leidet darunter. Ihr Traum ist es, Lehrerin zu werden und studiert dafür an einer Pädagogischen Schule, wird dafür aber nur von jedem belächelt. Mir tat es in der Seele weh, diese Frauen so leiden zu sehen, denn wenn sie nur ein paar Jahre später geboren worden wären, hätten sie all diese Möglichkeiten einen Beruf zu ergreifen gehabt.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der Elisa auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit begleiten möchte und dabei noch einige interessanten geschichtlichen Details aus Madrid um das Jahr 1900 erfahren möchte.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Piloten des Zorns
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Nach einigen verheerenden Naturkatastrophen, die 99,99% der Menschheit ausgelöscht haben, versuchen die restlichen Überlebenden einen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Auch die beiden Replikanten-Piloten ...

Nach einigen verheerenden Naturkatastrophen, die 99,99% der Menschheit ausgelöscht haben, versuchen die restlichen Überlebenden einen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Auch die beiden Replikanten-Piloten Nikolaj und Filip suchen nach einer Lösung und begeben sich auf weitentfernte Planeten. Dort hoffen sie weitere Holy-Quellen zu finden, um den Wiederaufbau der Menschheit voranzutreiben. Als sie jedoch ein Volk finden, dass gänzlich aus diesem Material besteht, stellt sich die Frage, ob es in so einer Situation noch eine Moral geben kann.

Für mich gibt es eigentlich nur ein Wort, das dieses Buch beschreiben kann: ungewöhnlich. Mag ich ungewöhnliche Bücher? Ja sogar sehr, denn sie heben sich aus der Masse ab und bringen mir als Leser noch einmal eine andere Art des Lesevergnügens, denn ich lese auch mal wieder etwas vollkommen Neues. Allerdings seien damit auch alle gewarnt, die damit nichts anfangen können. Auf dieses Buch muss man sich einfach einlassen können, erst dann entfaltet es sein volles Potenzial und man wird seinen Spaß damit haben.

Denn es tauchen während der Handlung einige moralische Konflikte auf, die man erst durch genaues Lesen vollkommen erfassen kann: Wie geht man mit einem Volk um, das aus einem dringend benötigten Material besteht? Sollte man als letzten Ausweg einen Pakt mit dem Teufel schließen? Und wie geht man mit dem Unfruchtbarkeitsproblem der Menschheit um? Diese und weitere Konflikte fand ich gut in die Geschichte integriert und regen auch zum Nachdenken an. Wenn die Charaktere auch manchmal nicht so agieren, wie man annehmen würde.

Während Filip ein besonnener Mensch, der den Problemen der Menschheit auf den Grund gehen möchte und eher eine friedliche Lösung anstrebt, ist Nikolaj das komplette Gegenteil. Ihn geht es eher um sein eigenes persönlichen Glück und andere Lebewesen sind ihm vollkommen egal. Aus diesem Grund geht er auch einen Pakt mit dem Teufel Volant ein, da er meint, dass ihm mehr Dinge im Leben zustehen würden, als er bis jetzt erreicht hat. Für diesen Pakt geht er auch über Leichen im wahrsten Sinne des Wortes. Aus diesem Grund war mir Filip ein kleines bisschen sympathischer als Nikolaj und ich habe mit Filip mitgefiebert, dass er sich gegen Nikolaj behaupten kann.

Darüber hinaus war der Teufel Volant mein persönliches Highlight des Buches. Als die Worte fielen „ich bin der Geist, der stets verneint“, war es um mich geschehen, denn ich bin ein sehr großer Fan von Goethes Faust. Von daher habe ich sehr gerne das Kapitel mit Volant und dem Pakt verfolgt und hätte gerne noch viel mehr von Volant gelesen, wobei das Ende dahingehend sehr gut gewählt wurde.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine ungewöhnliche Science-Fiction Geschichte lesen möchte über zwei Replikanten-Piloten, die versuchen, die Menschheit zu retten.

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