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Veröffentlicht am 25.12.2019

Tanz mit mir, Aurelia

Tanz mit mir, Aurelia
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Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Tanz mit mir, Aurelia“ von Titus Müller lesen. Das Buch ist im Adeo-Verlag erschienen.


Ich durfte schon einige Bücher von dem Autor lesen und mag seine Art Geschichten ...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Tanz mit mir, Aurelia“ von Titus Müller lesen. Das Buch ist im Adeo-Verlag erschienen.


Ich durfte schon einige Bücher von dem Autor lesen und mag seine Art Geschichten zu erzählen sehr. Dieses Buch war mein erstes winter-, weihnachtliches Buch von Titus Müller.


Dem Verlag muss ich auch ein großes Kompliment zur wunderschönen Gestaltung und Ausstattung des kleinen Büchleins machen. Ich war nach dem ersten Durchblättern sofort verliebt.


Die Geschichte spielt im Jahr 1647 in London, es ist das England unter der Herrschaft von Oliver Cromwell.

John hat seinen Vater an die Trunksucht verloren und ist bei puritanischen Zieheltern aufgewachsen. Diese bringen ihm bei, dass ein gottgefälliges Leben aus eiserner Disziplin und Entsagung besteht. Der junge Mann arbeitet als Wasserträger und versucht sich gewissenhaft an die Glaubensgrundsätze zu halten.


Ein neuer Auftrag führt ihn in das Haus, in dem Aurelia Fox lebt. Die Tochter einer wohlhabenden Familie ist eine lebenslustige junge Frau und von der ersten Begegnung an ahnen sowohl Aurelia als auch John, dass nichts mehr so bleiben wird, wie es ein Mal war.


Zur Blütezeit des Puritanismus ist sogar das Weihnachtsfest verboten und so begibt sich Aurelia mit ihrer Familie in große Gefahr, als sie das Fest allen Widerständen zum Trotz feiern wollen.


Ich war schnell im Bann und Sog der Erzählung, die im kapitelweisen Wechsel aus Aurelias und Johns Sicht erzählt wird, gefangen.


Der Autor beschreibt das historische Setting mit sprachlichem Ausdruck und vielen Kleinigkeiten, was ein tolles Flair beschwört und man vermeint das London des 17. Jahrhunderts fast mit Händen greifen zu können. Ich hatte zuvor noch nicht viel über das England zu Cromwells Zeiten gelesen und fand den geschichtlichen Background sehr spannend.


Mit John und Aurelia hat der Autor sympathische Protagonisten gezeichnet, die mich von Beginn an für sich eingenommen haben. Man begleitet die Beiden gerne durch die Geschichte und erfährt durch sie viel über die damaligen gesellschaftlichen und religiösen Umstände.

Dabei gelingt es dem Autor mit seiner Darstellung Verständnis für beide Seiten zu wecken und zu verdeutlichen, dass niemand die „eine Wahrheit“ für sich beanspruchen kann. Allzu schnell wird man Opfer von Verblendung und Überheblichkeit, wenn man sich im Besitz der „einzig wahren Wahrheit“ zu befinden glaubt und so wird die Geschichte zu einem Plädoyer für Toleranz und gegenseitiges Verständnis.


Mir hat die warmherzige romantische Erzählung gut gefallen und es gibt 5 Bewertungssterne von mir dafür.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2019

Weihnachten im Amsterdam

Weihnachten in Amsterdam
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Im Rahmen einer Lese- und Kochrunde durfte ich das Kochbuch „Weihnachten in Amsterdam“ von Yvette Van Boven ausgiebig testen.

Ich muss gestehen, dass mir die niederländische Köchin Yvette Van Boven vor ...

Im Rahmen einer Lese- und Kochrunde durfte ich das Kochbuch „Weihnachten in Amsterdam“ von Yvette Van Boven ausgiebig testen.

Ich muss gestehen, dass mir die niederländische Köchin Yvette Van Boven vor der Leserunde kein Begriff war. Mich hat das Thema von „Weihnachten in Amsterdam“ und das Versprechen auf Anregungen für ein stressfreies Weihnachtsfest angesprochen.

Als mich das Buch erreicht hat und ich es in Händen halten konnte, war ich vom ersten Augenblick an von der hochwertigen Verarbeitung und Ausstattung begeistert. Schon von außen ist das Kochbuch ein optisches Highlight und dieser erste Eindruck setzt sich auch nach dem ersten Durchblättern fort. Die beiden Lesebändchen in Gold und Rot passen perfekt zum weihnachtlichen Thema und laden zum Markieren der ersten Rezepte ein. Viele Bilder von der Köchin, von einem weihnachtlichen Amsterdam und die schön in Szene gesetzten Rezepte machen schnell Lust auf ein tieferes Eintauchen in das Buch.

Das Kochbuch gliedert sich in verschiedene Abschnitte und neben den Rezepten finden sich auch viele praktische Anregungen, was die Festvorbereitungen angeht und was hilft Stress zu vermeiden. Davon war nicht alles neu für mich, aber ich habe durchaus auch die ein oder andere Anregung mitgenommen, die ich so noch nicht auf dem Schirm hatte.

Schön fand ich im letzten Drittel des Buches das Kapitel „Vorratsschrank“ – auf dieser Buchdoppelseite finden sich u. a. Grundrezepte für Rinder-, Hühner- und Gemüsebrühe, Salatsoßen, etc. und den Abschnitt mit den Menüvorschlägen, die man so übernehmen oder auch variieren kann.

Ich habe im Rahmen der Leserunde natürlich nicht alle Rezepte ausprobieren können, aber für einen grundsätzlichen Eindruck hat es auf jeden Fall gereicht.

Die Rezepte sind vielfältig, bieten neue Varianten von klassischen Rezepten und auch ganz viel Neues.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich mit der Mehrheit der Rezepte nicht so arg viel anfangen konnte, da sie mich wegen der Zutaten (viel Fisch, Meerestiere) nicht angesprochen haben bzw. für mich und meinen Mann, da wir einige Lebensmittelunverträglichkeiten haben, nicht so einfach zu übernehmen, sind.

Von diesem persönlichen Umstand abgesehen, finde ich das Kochbuch aber nichtsdestotrotz toll und es hat mir Spaß gemacht mich damit auseinanderzusetzen.

Ich danke dem Verlag von Herzen für das Rezensionsexemplar und vergebe 4 vorweihnachtliche Bewertungssterne!

  • Cover
  • Gestaltung
  • Rezepte
Veröffentlicht am 08.12.2019

Das Licht der magischen Steine

Das Licht der magischen Steine
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Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Das Licht der magischen Steine“ von Daniela Böhm lesen. Es war bereits mein 3. Buch der Autorin.

„Das Licht der magischen Steine“ ist die Fortsetzung von „Die sechs ...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Das Licht der magischen Steine“ von Daniela Böhm lesen. Es war bereits mein 3. Buch der Autorin.

„Das Licht der magischen Steine“ ist die Fortsetzung von „Die sechs magischen Steine“ und ich kann jedem Leser nur ans Herz legen auch den ersten Band der Reihe zu lesen.

Bei mir lag das Lesen des ersten Teils nun auch schon wieder einige Tage zurück und so war ich froh, dass die Autorin ganz zu Beginn eine kurze Zusammenfassung ins Buch gepackt hat und sich daneben noch eine Übersicht über alle Hauptfiguren findet. Gerade am Anfang musste ich hier doch das ein oder andere Mal nachschauen, bis ich wieder alle tierischen Helden und die Geschehnisse aus „Die sechs magischen Steine“ für mich zusammen sortiert hatte.

Der 2. Teil „Das Licht der magischen Steine“ steigt direkt nach der großen Entscheidungsschlacht, mit der das 1. Buch geendet hatte, ins Geschehen ein.
Die tierischen Helden haben nicht wirklich lange Zeit, um die Ereignisse in der Wüste zu verarbeiten, denn ihre Aufgabe ist noch nicht erfüllt. In Träumen werden ihnen allen neue Wege aufgezeigt, die sie gehen sollen und die magischen Steine müssen zurück in ihre Verstecke bzw. zu ihren Hütern gebracht werden.

Schweren Herzen verabschieden sich der Adler Araun, die Wölfe Shazan und Terik, das Wasserschwein Amankaya, die Ratte Tuf und die Eule Lila voneinander und machen sich mit den magischen Steinen in unterschiedliche Richtungen auf. Ihre Wege führen sie zu grausamen Orten, sie treffen neue Freunde, machen spannende Begegnungen und erleben Unglaubliches.

Doch auch der mächtige Feind ist noch da und schmiedet im Hintergrund dunkle Pläne, die die Freunde mitten ins Herz treffen werden.

Ebenso wie schon im 1. Buch der Reihe um die magischen Steine mischt die Autorin in ihre spannend und fantasievoll erzählte Geschichte kritische und nachdenklich machende Anmerkungen zum Thema Umgang der Menschen mit der Natur und den Tieren. In Zeiten, in denen heftig um den Klimawandel diskutiert und gestritten wird, könnten diese Zwischentöne nicht aktueller sein.
Viele Beschreibungen, wie z. B. von einem Tierversuchslabor haben mich beim Lesen mitten ins Herz getroffen und mir immer wieder Tränen in die Augen getrieben.
Doch trotz aller ernsthaften Töne durchzieht auch Hoffnung die Buchseiten, die Hoffnung auf Veränderung. Am Ende des Buches wünsche ich mir von Herzen, dass sich diese Hoffnung bewahrheiten wird.

Wenn man ernsthafte Themen mit einem dermaßen fesselnden spannenden und fantasievollen Abenteuer verknüpfen kann, dann hat das durchaus etwas Magisches an sich und ich vergebe dafür 4 Bewertungssterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2019

Nur ein einziger Song

Nur ein einziger Song – Nicole & Zack
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Über eine Bloggeraktion der Bloggerjury bin ich auf „Nur ein einziger Song“ von Stacey Lynn aufmerksam geworden und durfte die Rockstar-Romance als Rezensionsexemplar lesen.

Es war mein erstes Buch von ...

Über eine Bloggeraktion der Bloggerjury bin ich auf „Nur ein einziger Song“ von Stacey Lynn aufmerksam geworden und durfte die Rockstar-Romance als Rezensionsexemplar lesen.

Es war mein erstes Buch von Stacey Lynn.

Nicole hat einen tragischen Verlust erlitten und auch ein Jahr danach hat sie daran noch schwer zu tragen und tut sich mit der Rückkehr ins normale Leben schwer, aber sie will auch endlich wieder leben. Ihre beste Freundin ist überglücklich, dass sich Nicole endlich wieder aus ihrem Schneckenhaus wagt und fordert sie bei ihrem Treffen in ihrer früheren Stammkneipe gleich heraus. Zwei Männer an der Bar soll Nicole um ein Bier bitten und gleichzeitig ihr Flirttalent unter Beweis stellen.

Zack will nur seine Ruhe und ist sich nicht sicher, ob er diese an einer Bar finden wird. Als dann noch eine hübsche, aber auch unsicher wirkende Frau auftaucht, um ihn und seinen Freund um ein Bier zu bitten und etwas von einer Wette mit ihrer Freundin stammelt, ist er sich nicht sicher, ob er hier gerade veräppelt wird.

Die Situation klärt sich und als Nicole Zack überhaupt nicht erkennt, ist sein Interesse geweckt. So etwas erlebt er nicht mehr allzu oft und irgendwie ist ihm die junge Frau auch sympathisch. Ganz spontan lädt er Nicole und ihre Freundin zu seinem Konzert ein.

Nicole kann es nicht fassen: Ein weltbekannter Rockstar flirtet mit ihr und obwohl sie sich bis auf die Knochen blamiert hat, weil sie ihn nicht erkannt hat, lädt er sie auf sein Konzert ein. Ganz so turbulent hat sie sich ihre Rückkehr ins normale Leben nicht vorgestellt, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt…

Mehr verrate ich zum Inhalt nicht – den Rest dürft ihr gerne selbst beim Lesen herausfinden

Mir hat die Rockstar-Romance gut gefallen. Zack und Nicole sind schön ausgearbeitete und sympathische Charaktere, die ich schnell ins Herz geschlossen habe.

Der Fokus der Handlung liegt auf den Beiden als Paar und ihrem emotionalen Miteinander.
Besonders Nicole ist mir mit ihren Emotionen sehr nahe gekommen. Sie tut sich nach ihrem schweren und tragischen Verlust mit Vertrauen und dem Zulassen von Nähe schwer. Ihre Ängste drohen sie immer wieder zu überwältigen und ihr Kampf mit sich selbst und ihren Gefühlen ist mir sehr nahe gegangen. Die Autorin hat dieses Gefühlswirrwarr von Nicole für mich sehr gut eingefangen und authentisch beschrieben.

Zack ist der perfekte Gegenpart zur verletzlichen Nicole und ist sehr geduldig mit ihr. Auch lässt er ihr – selbst wenn es ihm schwer fällt – Raum für sich und ihre Gefühle.

Das emotionale Miteinander der Beiden nimmt in der Geschichte viel Raum ein und schreitet im Vergleich mit anderen Geschichten in diesem Genre recht gemächlich voran, aber das passt für mich perfekt zu den Protagonisten und ihren jeweiligen Vorgeschichten.

Einfach eine schöne Geschichte fürs Herz, die von mir 4 Bewertungssterne bekommt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2019

Schatten der Erinnerung

Age of Trinity - Schatten der Erinnerung
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Mit „Age of Trinity – Schatten der Erinnerung“ geht die „Psy Changeling“-Reihe von Nalini Singh in die 18. Runde.

Ich bin seit dem ersten Buch ein großer Fan der Reihe und fiebere jedem neuen Teil sehnsüchtig ...

Mit „Age of Trinity – Schatten der Erinnerung“ geht die „Psy Changeling“-Reihe von Nalini Singh in die 18. Runde.

Ich bin seit dem ersten Buch ein großer Fan der Reihe und fiebere jedem neuen Teil sehnsüchtig entgegen. Nun war es endlich wieder soweit und ich durfte mich für einige Lesestunden in dieser unglaublichen Welt verlieren.
Ein kleiner Hinweis von mir an evtl. Neueinsteiger in die Reihe – selbst wenn euch der Umfang der Reihe im ersten Moment abschrecken sollte – fangt nach Möglichkeit wirklich mit dem ersten Buch an und versucht die Reihenfolge einzuhalten. Jedes Buch der Reihe beschäftigt sich zwar mit einem anderen Paar, aber in Bezug auf die große Rahmenhandlung und die Welt in der das Alles spielt, entwickelt sich diese mit jeder Geschichte weiter und dieses „große Ganze“ versteht man am besten, wenn man die Reihenfolge einhält.

In „Schatten der Erinnerung“ geht es für uns Leser – zumindest für „alte Hasen wie mich“ – zurück in wohlbekannte Gefilde, in denen wir schon länger nicht mehr waren, genauer gesagt zu den SnowDancer-Wölfen.

Alexei, ein Offizier im SnowDancer-Rudel spürt bei einem seiner Rundgänge durch das Rudelrevier plötzlich Schmerz und Leid - Gefühle, die nicht seine eigenen sind. Er stößt auf ein gut verstecktes unterirdisches Gefängnis und findet dort eine verängstigte und traumatisierte Frau.
Die junge Mediale heißt Memory und wurde schon als Kind von einem Psychopathen entführt und dann jahrelang in dem geheimen Bunker festgehalten. Mit der Befreiung durch den SnowDancer-Soldat entdeckt Memory eine ganze Welt und muss zugleich viel über sich lernen.
Alexei erkennt sofort, dass Memory eine Empathin ist und bringt sie in das Camp der Empathen, damit sie dort lernen kann sich in der Welt zurechtzufinden.

Memory fühlt sich zu ihrem mürrisch erscheinenden Retter hingezogen, aber sie hält sich für eine große Gefahr und auch Alexei sieht nach tragischen Ereignissen in seiner Vergangenheit für sich selbst keine Zukunft in einer Beziehung.

Eigentlich weiß ich schon gar nicht mehr, mit welchen Worten ich meiner Begeisterung für diese Reihe von Nalini Singh noch Ausdruck verleihen soll. Mit jedem Buch wird die Welt komplexer, vielschichtiger und das Wiedersehen mit den Charakteren der vorherigen Geschichten macht große Freude.

Mit Alexei und Memory kreiert die Autorin erneut vielschichtige Protagonisten, die mein Leserherz vom ersten Buchstaben an für sich einnehmen und der gut ausgearbeitete Spannungsbogen, der sich kontinuierlich aufbaut, fesselt an die Buchseiten. Und selbst bekannten Elementen der Reihe, wie den Empathen oder auch den SnowDancer-Wölfen, die schon in einigen Geschichten eine Rolle gespielt habe, verleiht Frau Singh neue Facetten und Aspekte, leitet neue Entwicklungen ein und schürt so die Vorfreude auf weitere Bände.

Ich vergebe 5 begeisterte Bewertungssterne und warte heute schon sehnsüchtig auf die nächste Fortsetzung.