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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Ein altes Herrenhaus voller Geheimnisse

Abendlicht
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Sonya Mac Tavish hat von ihrem Onkel ein majestätisches und faszinierendes Herrenhaus geerbt. Sie findet dort ein neues Zuhause und wird Teil einer Gemeinschaft, in der sie mit offenen Armen willkommen ...

Sonya Mac Tavish hat von ihrem Onkel ein majestätisches und faszinierendes Herrenhaus geerbt. Sie findet dort ein neues Zuhause und wird Teil einer Gemeinschaft, in der sie mit offenen Armen willkommen geheißen wird. Gerade bei Nachbar Trey fühlt sie sich sehr wohl. Jedoch lauert auch ein dunkler Schatten über Sonya und ihrem neuen Leben. Denn es liegt ein Fluch über dem alten Haus und Sonyas Familie, dessen Auswirkungen nur Sonya und ihre Familie wahrnehmen. Doch Sonya gibt nicht auf und kämpft um ihr neues Leben.

"Abendlicht" ist der zweite Teil der Trilogie "Die Frauen von Maine" von Nora Roberts. Man bekommt hier zweierlei. Einerseits eine wunderbare Liebesgeschichte, andererseits eine unheimliche Handlung voller Geheimnisse, einem alten Fluch und Gänsehautgarantie. Gerade diese Passagen haben mich total begeistert und ich habe sie sehr genossen. Genau deswegen habe ich diese Serie haben müssen! Mit Sonya und Cleo hat man hier zwei Charaktere, die man einfach mögen muß. Man erlebt mit ihnen Höhen und Tiefen, freut sich mit ihnen und leidet mit ihnen. Es war toll zu verfolgen, wie sie so langsam heimisch werden. Dabei spielt das Haus und seine Besonderheiten natürlich eine Rolle, aber beide lernen Stück für Stück, damit umzugehen. Das Haus hat bei mir für einige unheimliche Momente gesorgt, die mich an die alten Gruselfilme in schwar-weiß erinnerten, die ohne blutigen Horror auskommen und lediglich durch knarzende, unheilvolle Geräusche auskommen. Dies gefällt mir eh besser, als die modernen Schocker. Da kann man schon gespannt sein, wie es in abschließenden dritten Band so weitergeht. Ob das Dunkle des Hauses besiegt werden kann und vor allem: Wie? Ich kann es schon jetzt kaum erwarten, wieder in das Haus einziehen zu können!

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Nicht mein Humor

Betreutes Morden
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Die Serienmörderin Carol Quinn wird nach 35 Jahren Gefängnisaufenthalt entlassen. Sie will nun ihre Freiheit in der Seniorenresidenz Sheldon Oaks genießen. Als nach kurzer Zeit dort ein Mord geschieht, ...

Die Serienmörderin Carol Quinn wird nach 35 Jahren Gefängnisaufenthalt entlassen. Sie will nun ihre Freiheit in der Seniorenresidenz Sheldon Oaks genießen. Als nach kurzer Zeit dort ein Mord geschieht, ist natürlich Carol die Hauptverdächtige. Also beschließt sie, eigene Ermittlungen anzustellen, um ihre Unschuld zu beweisen. Schließlich weiß keiner besser als sie, wie ein Mörder tickt. Sie staunt nicht schlecht, als sich einige ihrer Mitbewohner als ehemalige Ermittler-Profis zu erkennen geben. Sie bilden ein unschlagbares Team, vor dem sich der Mörder in Acht nehmen sollte.

Ich mag wirklich den britischen Humor, der die Krimis aus England so besonders macht, aber mit dem Buch "Betreutes Morden" hat der Autor Fergus Craig etwas übers Ziel hinaus geschossen. Allein die Tatsache, daß sich eine Serienmörderin nach 35 Jahren im Gefängnis in eine Luxus-Seniorenresidenz einmieten kann, läßt die Geschichte etwas unglaubwürdig erscheinen. Mit dem Stil der Erzählung konnte ich mich nur schwer anfreunden. Alles wirkte krampfhaft bemüht, humorvoll zu sein. Auch zu der Hauptperson Carol bekam ich keinen Bezug. Alles zusammen war sehr unbefriedigend.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Mal was anderes

Ankerplatz am Meer
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Jule flieht am Wendepunkt ihres Lebens an die Küste. Geplagt von Selbstzweifeln findet sie Unterschlupf in der Pension von Luis und Anna, trifft dort auf Sophie, Philipp, Tom, Laura und Ben, die alle einen ...

Jule flieht am Wendepunkt ihres Lebens an die Küste. Geplagt von Selbstzweifeln findet sie Unterschlupf in der Pension von Luis und Anna, trifft dort auf Sophie, Philipp, Tom, Laura und Ben, die alle einen Rucksack voller Probleme mit sich tragen. Gemeinsam unternehmen sie eine Reise der Selbstfindung, lernen durch Gemeinschaft und Gespräche mit sich selbst ins reine zu kommen.

Mit ihrem Buch "Ankerplatz am Meer" begibt sich Heike Meckelmann auf einen neuen Weg, der so ganz anders ist als das, was man von ihr kennt. Hier wird es nachdenklich. Die Geschichte ist ein wenig spirituell angehaucht, darauf muß man sich einlassen können, um den wahren Sinn des Buches, den man zwischen den Zeilen findet, zu verstehen. Dann kann man dieses Buch als Leitfaden nehmen, der dem Leser in manchen Situationen helfen kann. Anhand der Charaktere in diesem Buch kann man erkennen, daß man, egal wie verfahren eine Situation erscheint, nicht aufgeben soll. Wenn man merkt, wie alles zusammenhängt, kann man gegenwirken. Dies vermittelt Heike Meckelmann in einer zwar gewöhnungsbedürftigen, poetischen Sprache, die jedoch trotzdem gut lesbar und verständlich ist. Ich mochte dieses Buch sehr, denn es war einmal ein Ausflug in eine völlig andere Welt!

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Wer braucht jetzt noch Downton Abbey?

Schloss Egeskov
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Als die junge Oda im Jahr 1874 ihre Stellung als Hausmädchen auf Schloss Egeskov antritt, ist dort der Haushalt gerade in heller Aufregung. Die Verlobung des jungen Barons Frederik mit Komtesse Adele wird ...

Als die junge Oda im Jahr 1874 ihre Stellung als Hausmädchen auf Schloss Egeskov antritt, ist dort der Haushalt gerade in heller Aufregung. Die Verlobung des jungen Barons Frederik mit Komtesse Adele wird vorbereitet. Doch Baron Frederik fällt es schwer, sich der Verantwortung zu stellen. Seine Schwester, Baroness Jessie, hingegen träumt von einem freien Leben in Paris - an der Seite des Pastorensohnes Johannes Seidelein. Doch dann geschieht ein furchtbares Unglück und Jessie wird sich entscheiden müssen: Wird sie für ihre Liebe zu Johannes alles opfern oder erfüllt sie den Wunsch ihres Vaters und rettet das Haus Egeskov vor dem Untergang?

Wer Fan der Kultserie "Downton Abbey ist, kommt bei dem Roman "Schloss Egeskov" von Anne-Grethe Bjarup Riis und Thomas Rydahl voll auf seine Kosten. Das Autorenpaar entführt die Leser nach Dänemark im Jahr 1874. Die Welt des Adels wird in dieser Geschichte berauschend beschrieben und dem harten Leben des Personals gegenüber gestellt. Was mich dabei am meisten bewegt hat, war die Szene, als Oda das Festessen auf den Misthaufen werfen mußte, obwohl sie und wahrscheinlich auch die anderen Bediensteten großen Hunger hatten. So etwas ist unglaublich, aber leider wohl wahr. Die Handlung läuft beim Lesen wie ein Film ab. Die kurzweilige Schreibweise sorgt dafür, daß man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Deshalb bin ich von diesem Roman total begeistert.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ein brandheißer Fall

Küstenglut
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Fehmarn erlebt eine schlimme Brandkatastrophe. Die Scheune des Landmann-Hofes steht in Flammen, 100 Schweine sterben elendig. Nach dem Brand entdeckt die Feuerwehr zwischen den verendeten Schweinen eine ...

Fehmarn erlebt eine schlimme Brandkatastrophe. Die Scheune des Landmann-Hofes steht in Flammen, 100 Schweine sterben elendig. Nach dem Brand entdeckt die Feuerwehr zwischen den verendeten Schweinen eine menschliche Leiche - es stellt sich heraus, daß es sich um den vermissten Hofbesitzer Anton Landmann handelt. Die Hauptkommissare Westermann und Hartwig finden mit Unterstützung von Charlotte Hagedorn, der Miss Marple von Fehmarn, heraus, daß die Landmanns bedroht wurden. Auch jetzt herrscht keine Ruhe, Ehefrau Hanna und Sohn Johannes erhalten noch immer Drohanrufe, ein weiterer Brandanschlag wird verübt. Die Ermittler geraten in ein Netz aus Eifersucht und Immobiliengier....

Heike Meckelmann hat mich mit "Küstenglut" wieder einmal mit auf ihre Insel genommen und bestens unterhalten. Dieser Fall ist wahrlich brandheiß und undurchschaubar. Was zunächst logisch erscheint, wird immer wieder als Irrweg aufgedeckt, bis man ganz am Ende ein überraschendes Finale vorfindet. An diese Auflösung hatte ich wirklich zu keinem Zeitpunkt gedacht. Man ermittelt hier mit Charlotte, Westermann und Hartwig in alle Richtungen, deckt Geheimnisse und Intrigen auf und ist mit Feuereifer bei der Sache. Diesmal hat dieser Krimi einen besonderen Hintergrund, denn diese Brandkatastrophe gab es wirklich, die Autorin kennt die Familie gut. Für ihren Krimi hat sie jedoch eine fiktive Geschichte um das Geschehen gesponnen - im Gegensatz zu der Thrillerautorin, die im Buch eine Rolle spielt. Diese Parallele hat mich total begeistert. Schön zu lesen ist die Entwicklung der Charaktere. Westermann und Katrin, die arge Probleme mit Sohn Mats haben, Hartwig und sein Wolfhund Watson (den ich ganz besonders mag und der wieder für ordentlich Chaos und Humor sorgt), Charlotte, die mit ihrer Art fast ihren Lebensgefährten Josch vergrault - sie alle habe ich ganz fest in mein Herz geschlossen und freue mich immer wieder, sie begleiten zu dürfen. Heike Meckelmann liebt Fehmarn - und das liest man aus jeder Seite heraus. Sie beschreibt alles so intensiv und liebevoll, daß man die Schönheit der Insel vor Augen sieht. So schafft dies nur jemand, der mit ganzem Herzen dabei ist! Ich freue mich schon darauf, wie es hier weitergeht - die Andeutungen am Ende machen neugierig!

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