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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2018

Mord im Outback

Die Schlingen der Schuld
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Im australischen Broome wird ein deutscher Auswanderer mit gespaltenem Schädel aufgefunden.  Seine Identität ist zunächst nicht bekannt. Die einzige Spur stellt sein T-Shirt dar. Es ist vom HSV. Daniel ...

Im australischen Broome wird ein deutscher Auswanderer mit gespaltenem Schädel aufgefunden.  Seine Identität ist zunächst nicht bekannt. Die einzige Spur stellt sein T-Shirt dar. Es ist vom HSV. Daniel Clement bekommt diesen Fall zur Aufklärung. Doch er hat neben diesem Fall auch noch sein Privatleben aufzuräumen. Er kam von Perth nach Broome, um in der Nähe seiner Tochter zu sein, die bei seiner geschiedenen Frau lebt. 


Das Buch ist spannend und hält die Spannung auch bis zum Schluß.  Der Autor schreibt in zwei Zeiten. Zum einen die Vergangenheit in Deutschland, zum anderen die australische Gegenwart. Beide Ebenen ergeben zum Schluß einen guten Abschluß und waren für mich gleich spannend. Die Spur zum Täter ist nie eindeutig, es gibt mehrere Spuren, die früher oder später allesamt ins Leere laufen und man erfährt wirklich erst zum Schluß die Lösung des Falles. Schön empfand ich die Beschreibung Australiens. Ich konnte mir Land und Leute richtig gut vorstellen und fühlte mich direkt in das Land versetzt. Die Charaktere sind ebenso wunderbar ausgearbeitet. Ich bekam direkt eine Vorstellung von ihnen und empfand die Darstellung des privaten Daniel als sehr gut. Seine Entwicklung habe ich gern verfolgt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Charaktere
  • Geschichte
Veröffentlicht am 10.06.2018

Guter 3. Band

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Ein Mann wird schwer verletzt auf einer Insel im Spreewald aufgefunden. Er hat Gedächtnislücken, angeblich erinnert er dich an nichts. Die hinzugezogen Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner zweifelt daran ...

Ein Mann wird schwer verletzt auf einer Insel im Spreewald aufgefunden. Er hat Gedächtnislücken, angeblich erinnert er dich an nichts. Die hinzugezogen Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner zweifelt daran jedoch gewaltig. Kurz darauf wird in der Nähe des Fundortes ein ermordeter Obdachloser aufgefunden. Alles deutet darauf hin, daß die Fälle mit einem vor 20 Jahren ungeklärten Todesfall zusammen hängen. Dieser hing mit einem alten Streit zweier Kahnführerfamilien zusammen. 

Auch dieser dritte Band der Spreewald-Krimis ist spannend und gut durchdacht. Aber: Man muß die Vorgänger kennen. Ansonsten versteht man Klaudias Charakter nicht und der Spaß am Buch bleibt auf der Strecke. Kennt man die Vorgänger jedoch, erhält man einen soliden Krimi. Der Spreewald ist durch die guten Beschreibungen der Autorin greifbar und man kann ihn sich mit seinen verschlungenen Armen sehr gut vorstellen.

Veröffentlicht am 09.06.2018

Wunderschön

Zurück auf Gestern
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Claire und Lulu sind allerbeste Freundinnen. Sie teilen alles - sogar ihr Geburtsdatum. Claire bekommt an ihrem 15. Geburtstag einen antiken Kettenanhänger von ihrer verstorbenen Großmutter per Testament ...

Claire und Lulu sind allerbeste Freundinnen. Sie teilen alles - sogar ihr Geburtsdatum. Claire bekommt an ihrem 15. Geburtstag einen antiken Kettenanhänger von ihrer verstorbenen Großmutter per Testament geschenkt. Als sie diesen Lulu zeigt, fällt der Anhänger in zwei Hälften. Beide Seiten beinhalten eine Uhr. Claire überlässt Lulu eine Hälfte. Als die beiden Mädchen sich auf einer Schulfeier bis auf die Knochen blamieren, würden sie gern die Zeit zurückdrehen. Lulu dreht am Zeiger ihrer Uhr - und beide landen in der Vergangenheit. Doch durch den Anhänger schwebt Claire in Gefahr, den es gibt jemanden, der alles dafür tun würde um ihn zu besitzen..... 

Das Buch hat mir extrem gut gefallen. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, hat man als Erwachsener seine Freude daran. Es ist wunderschön geschrieben und hat einen leicht lesbaren Schreibstil. Die Charaktere sind allesamt sympathisch und typisch Teenager. Die eine etwas bummelig, die andere stets um ihr Aussehen bemüht. Man streitet sich, merkt schnell, daß es ohne den anderen nicht geht und verträgt sich. Wie aus dem Leben gegriffen. Das Buch hat eine Prise Humor und dabei dann auch Spannung. Für mich rundum gelungen!

Veröffentlicht am 06.06.2018

Ein Hoch auf die Freundschaft

Die Inselgärtnerin
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Sonja trauert noch immer ihrem untreuen Ehemann nach. Als sie dann ihren Job verliert, erinnert sie sich an ein Strandhaus in Florida,  das sie von ihrer Tante geerbt hat. Sie reist nach Dolphin Island ...

Sonja trauert noch immer ihrem untreuen Ehemann nach. Als sie dann ihren Job verliert, erinnert sie sich an ein Strandhaus in Florida,  das sie von ihrer Tante geerbt hat. Sie reist nach Dolphin Island um den Verkauf abzuwickeln. Dort angekommen verliebt sie sich sofort in das Haus und die Landschaft. Auch die Menschen dort geben Sonja sofort das Gefühl, eine neue Heimat gefunden zu haben.  Sie beschließt erst einmal zu bleiben und eine Gärtnerei zu eröffnen. Das wird nicht einfach, denn die Gesetze in den USA sind streng. Außerdem durchkreuzt sie mit ihrem Vorhaben einigen Leuten die ehrgeizigen Pläne für einen Fteizeitpark. Zum Glück ist Sunny - wie Sonja jetzt genannt wird - nicht allein. Ihre neuen Freunde helfen ihr. Da ist der charmante Nick, der sie sehr beeindruckt. Und da ist auch Sam, der gerne den Doppelgänger-Wettbewerb von Hemingway gewinnen möchte. Mit Sam verbindet Sunny eine innige Freundschaft. Oder vielleicht doch mehr?

Zuerst hat das Buch mich nicht wirklich gefangen nehmen können. Doch dann kam so richtig Schwung in die Handlung. Die fiesen Methoden der Spekulanten machen den Leser einfach nur wütend. Interessant und traurig fand ich die Beschreibung der Lebensumstände der Delphine in den Freizeitparks. Das Buch ist ein mutiger Aufruf, dieses Elend nicht länger zu tolerieren. Überhaupt erfährt man hier viel über er diese schlauen Geschöpfe. Beeindruckend wurde die Freundschaft vieler so unterschiedlicher Menschen beschrieben. Durch den Zusammenhalt all dieser Leute wurden die Probleme gelöst, die einer alleine nicht schaffen konnte.

Veröffentlicht am 03.06.2018

Märchenhaft

EDELFA UND DER TEUFEL
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Es herrscht Krieg zwischen den Königshäusern Valois und Habsburg, das Land wird von den Franzosen belagert. Edelfa macht sich währenddessen auf die Reise zu ihrem zukünftigen Ehemann. Sie wird gefangen ...

Es herrscht Krieg zwischen den Königshäusern Valois und Habsburg, das Land wird von den Franzosen belagert. Edelfa macht sich währenddessen auf die Reise zu ihrem zukünftigen Ehemann. Sie wird gefangen genommen und als Sklavin verkauft. 

Auch der gräfliche Sohn Lauro und seine Gefährten geraten in Gefangenschaft und endet, wie Edelfa, als Sklave bei Graf Emanuele. 

Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit der Sprache. Sie orientiert sich sehr an dem damaligen Sprachgebrauch. Einerseits ist dies gut und läßt den Leser tiefer ins Geschehen abtauchen, andererseits braucht man eine gewisse Eingewöhnungszeit. Die Handlung ist spannend, jedoch kommen immer wieder zwischendurch Passagen, die mich nicht wirklich begeistern konnten. Dadurch zog sich das Buch dann stellenweise sehr in die Länge. Ein gewisses Märchengegühl kommt auf, wenn der Teufel mitspielt. Das ist dann schon wieder etwas besonderes und verleiht dem Buch den gewissen Kick.