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Veröffentlicht am 05.05.2026

Braucht etwas Anlauf

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt
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Im Jahr 1989 wird Polizeimeisterin Gunni Hilding überraschend vom Dezernat für Gewaltverbrechen rekrutiert. Bereits ihr erster Fall bringt sie an ihre Grenzen. Sie, deren Eltern sie verstoßen haben, soll ...

Im Jahr 1989 wird Polizeimeisterin Gunni Hilding überraschend vom Dezernat für Gewaltverbrechen rekrutiert. Bereits ihr erster Fall bringt sie an ihre Grenzen. Sie, deren Eltern sie verstoßen haben, soll den Fall eines verschwundenen 8jährigen Kindes aufklären. Als sich 5 Jahre später ein ähnlicher Fall ereignet, sieht Gunni als einzige die Parallelen. Ist hier tatsächlich ein Serientäter noch immer auf freiem Fuß?

Mattias Edvardsson hat mit "Tatort Trelleborg" einen sehr spannenden Krimi geschrieben. Zwar benötigt die Handlung ein wenig Anlauf, aber dies ist nur kurz so, danach geht es in atemberaubendem Tempo weiter. Mir hat besonders der Realitätssinn sehr gut gefallen. Die Ermittler sind keine Superhelden, die den Finger in die Luft halten und die Lösung wissen. Sie ermitteln in alle Richtungen, machen dabei Fehler - und genau das macht sie so sympathisch. Man kann sich mit ihnen identifizieren, fühlt sich mit ihnen verbunden. Dabei verfolgt man viele Fährten, muß immer wieder umdenken und sich neu orientieren. Im Prinzip steht hier fast jeder einmal unter Verdacht. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf! Dieser Krimi spielt nicht in der Gegenwart, sondern im Schweden der 80er und 90er Jahre. Wer diese Zeit miterlebt hat, macht hier eine kleine Zeitreise in seine eigene Vergangenheit. Seine Charaktere hat Mattias Edvardsson wunderbar ausgewählt. Sympathisch waren sie mir alle. Bei Gunni konnte man eine tolle Entwicklung miterleben. Sie wächst in ihre Aufgabe hinein und meistert sie zunehmend besser. Dabei werden ihre Gefühle gut vermittelt. Ich hoffe sehr, daß hieraus eine Serie entsteht - mit Gunni ermitteln ist einfach wunderbar!

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Psychologisch gelungen aufgebaut

Geliebte Schwester
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Die Schwestern Tasha und Alice ähneln sich äußerlich sehr. Jedoch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Während Tasha verheiratet ist, Kinder hat und in der Nähe ihrer Heimatstadt Bristol lebt, führt ...

Die Schwestern Tasha und Alice ähneln sich äußerlich sehr. Jedoch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Während Tasha verheiratet ist, Kinder hat und in der Nähe ihrer Heimatstadt Bristol lebt, führt Alice ein luxuriöses Leben, macht Karriere und reist mit ihrem Mann um die Welt. Als Tasha dringend Urlaub benötigt, schlägt Alice einen Haustausch vor. Dies hat schwerwiegende Folgen, denn Alice wird angegriffen und schwebt in Lebensgefahr. Tasha bangt um ihre Schwester, fühlt sich nun in ihrem eigenen Haus nicht mehr sicher. Denn ihr ist klar, daß eigentlich sie das Opfer sein sollte...

Claire Douglas erzählt ihren Thriller "Geliebte Schwester" überwiegend aus der Sicht von Tasha. Dies bringt sie dem Leser näher. Durch Rückblenden erfährt der Leser nach und nach von früheren Geschehnissen, ein Unglück in Tashas Kindheit kommt nach und nach ans Licht. Eine Verbindung zum aktuellen Geschehen wird Stück für Stück deutlich und macht die Handlung noch mysteriöser und spannender. Diese Spannung bleibt stets auf dem gleichen Niveau und läßt an keiner Stelle nach, denn wie alles zusammenhängt bleibt bis zum Schluß ein Geheimnis. Bis zur Auflösung erlebt man einige überraschende Wendungen, die immer wieder für Nervenkitzel sorgen. Ich hatte mit diesem Buch sehr spannende Lesestunden und empfehle das Buch gern weiter!

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Private Einsichten - aber nicht zu privat

Der königliche Butler
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Grant Harrold war Butler von König Charles III. In seinem Buch "Der königliche Butler" berichtet er über seine Zeit im Dienste der Königsfamilie. Man erlebt mit ihm eine Welt, von der man nur aus der Presse ...

Grant Harrold war Butler von König Charles III. In seinem Buch "Der königliche Butler" berichtet er über seine Zeit im Dienste der Königsfamilie. Man erlebt mit ihm eine Welt, von der man nur aus der Presse erfährt und die für die normale Bevölkerung fremd und verschlossen wirkt. Durch seine Berichte wird deutlich, daß auch die Royals hinter ihrer Fassade eigentlich nur Menschen mit Sorgen, Nöten, Freud und Leid sind. Der Autor verfügt über eine sehr schöne Art über diese Menschen zu berichten. Er bleibt dabei sachlich und loyal, verbreitet keinen Tratsch und Klatsch. Und vor allem ist dieses Buch eines nicht: Es ist keine Abrechnung, in der Geheimnisse ausgeplaudert werden. Wer auf ein Skandalbuch hofft, ist hier falsch. Und genau deshalb hat mich dieses Buch begeistert. Es ist ehrlich und zeigt auf unterhaltsame Art und Weise, wie es hinter den Palastmauern zugeht. Nicht mehr und nicht weniger. Man erfährt von Traditionen, Benimm, dem Alltag eines Butlers und lernt z. B. Charles und Camilla von einer eher unbekannten, sehr menschlichen Seite kennen. Dabei gibt es oft auch Einblicke in die Kindheit und den Lebensweg von Grant Harrold, der schon als Kind von diesem Beruf geträumt hat. Für mich ist "Der königliche Butler" ein ganz besonderes Buch, welches ich jedem royalen Fan ans Herz legen möchte!

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Highlight

Dein letztes Fest
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Frank ist total überrascht, als seine Tochter Maggie ihn zu ihrer Hochzeit in New Hampshire einlädt. Denn der Kontakt war vor drei Jahren abgebrochen und Maggies Verlobter ist noch dazu Aidan Gardner, ...

Frank ist total überrascht, als seine Tochter Maggie ihn zu ihrer Hochzeit in New Hampshire einlädt. Denn der Kontakt war vor drei Jahren abgebrochen und Maggies Verlobter ist noch dazu Aidan Gardner, Sohn der reichsten Familie des Landes. Das Glück aller könnte perfekt sein, jedoch sind die Einwohner des nahegelegenen Dorfes gegenüber den Gardners sehr feindselig eingestellt und geben Aidan die Schuld am Verschwinden einer jungen Frau aus ihrer Mitte. Frank wird zunehmend unruhiger und spürt, daß hier einiges nicht stimmt. Nur Maggie scheint alles normal zu finden.

"Dein letztes Fest" von Jason Rekulak hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Von Beginn an ist man mitten im Geschehen und spürt die aufkommende Bedrohung. Gemeinsam mit Frank spürt man die Freude über die Versöhnung mit Tochter Maggie und kommt immer mehr dahinter, daß die schöne Fassade dunkle Geheimnisse verbirgt. Hier ist Gänsehaut vorprogrammiert. Frank war mir hier am sympathischsten und seine innere Zerrissenheit hat mich sehr bewegt. Er ist ein grundehrlicher Mensch, charakterstark und läßt sich nicht von Geld blenden. Er will seine Tochter schützen und es tat irgendwie weh zu sehen, wie er bei ihr vor eine Mauer gerannt ist. Denn Maggie ist alles andere als die unschuldige Tochter, was durch Rückblenden immer deutlicher wird. Sie hätte ich am liebsten geschüttelt, damit sie zur Vernunft kommt. Witzig war Abigail, das Pflegekind seiner Schwester Tammy. Die Vorstellung eines von Kopfläusen geplagten Kindes zwischen den superreichen Leuten war einfach herrlich. Sie sorgt hier so manches Mal für Lacher. Die Handlung baut auf psychologischer Spannung auf, die zielstrebig auf ihren Höhepunkt zusteuert. Was zunächst als völlig harmlos erscheint, endet in einem Debakel. Der Autor baut hier viele Geheimnisse ein, die am Ende ein komplettes, grausames Bild ergeben. Diese Spannung und der sehr gelungene Schreibstil lassen den Leser durch das Buch fliegen. Ich kann es sehr empfehlen und es gehört schon jetzt zu meinen Thriller-Highlights!

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Wieder sehr amüsant

Mord ist die beste Beseitigung
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Tommi Mann und seine Putzfrau Svetlana sind wieder mit dem Caravan unterwegs, als sie einen Reiseruf hören. Und schon rast die Gesuchte an ihnen vorbei! Sie finden den Wagen wenig später mit geöffneten ...

Tommi Mann und seine Putzfrau Svetlana sind wieder mit dem Caravan unterwegs, als sie einen Reiseruf hören. Und schon rast die Gesuchte an ihnen vorbei! Sie finden den Wagen wenig später mit geöffneten Türen auf einem Parkplatz. Svetlana wittert sofort ein Verbrechen. Sie suchen die Fahrerin und stoßen dabei auf eine Reihe merkwürdiger Unfälle und eine dubiose Selbsthilfegruppe. Tommi geht dort in einen Selbstversuch und ahnt nicht, welche Gefahr dort auf ihn lauert!

In "Mord ist die beste Beseitigung" stolpern Tommi und Svetlana direkt in ihren nächsten Fall. Volker Klüpfel läßt diesen Krimi erstmal ruhig angehen. Wer Tommi und Svetlana noch nicht kennt, kann sie in Ruhe kennen- und liebenlernen. Ich bin bereits seit Band 1 in dieses ungleiche Paar verliebt, so daß ich diese Seiten einfach genießen konnte. Beide sind absolut sympathisch und gerade Svetlana mit ihrem ukrainischen Dialekt ist einmalig. Sie ist etwas schneller auf Zack als Tommi, so daß sie ihn öfter auf Spur bringen muß. So manches Mal reden beide auch aneinander vorbei, was für sehr witzige Szenen sorgt. Der Fall selbst kommt nach und nach in Fahrt und sorgt dann mit einigen Überraschungen für viel Spannung. Volker Klüpfel bleibt auch hier seinem Schreibstil treu - locker, leicht, humorvoll und gute Laune verbreitend hat er mich wieder bestens unterhalten! Hoffentlich werden Tommi und Svetlana so ein Dauerbrenner wie Klufti - mich würde es freuen!

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