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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2026

Wundervoller Ferienkrimi

Ein romantischer Tod
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Nahe des Wanderweges Sentiero Azzurro wird ein Wanderer tot aufgefunden. Er wurde während eines Picknickes von den Steinen einer jahrhundertealten Mauer erschlagen. Commissario Vito Grassi glaubt nicht ...

Nahe des Wanderweges Sentiero Azzurro wird ein Wanderer tot aufgefunden. Er wurde während eines Picknickes von den Steinen einer jahrhundertealten Mauer erschlagen. Commissario Vito Grassi glaubt nicht an einen Unfall. Der Tote, ein ehemaliger Polizist, war einem skrupellosen Geschäftsmann auf der Spur. Liegt hier das Mordmotiv?

"Ein romantischer Tod" von Andrea Bonetto ist ein richtig guter Ferienkrimi. Angesiedelt im wunderschönen Ligurien wird das Flair der Region sehr schön vermittelt. Landschaft und Charaktere werden sehr bildhaft beschrieben. Die Region wird hier lebendig, man erfährt von ihren Eigenheiten und ein wenig von ihrer Geschichte. Die Charaktere sind alle mit ihren speziellen Eigenarten versehen, haben Ecken und Kanten und sind richtige Unikate, die, so unterschiedlich sie sind, trotzdem perfekt zusammenpassen. Ihre Dialoge sorgen öfters für Lachtränen. Hier kommt etwas Humor ins Spiel. Man merkt hierbei jedoch, daß die kleinen Spitzfindigkeiten nie boshaft gemeint sind. Der Kriminalfall selbst wird auf ruhige Art gelöst. Action sucht man hier vergeblich, was mir sehr gut gefallen hat. Dieser Krimi ist perfekt zum Entspannen und Genießen!

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Absolut authentisch und sehr spannend

Bulle bleibt Bulle
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Gerd Sehling hat seiner Frau Dörte nach seinem letzten Fall, den er schon als Pensionär als Rauschgiftfahnder gelöst hat, eine Städtetour versprochen. Dörte hat kurzerhand Barcelona gebucht, sehr zu Gerds ...

Gerd Sehling hat seiner Frau Dörte nach seinem letzten Fall, den er schon als Pensionär als Rauschgiftfahnder gelöst hat, eine Städtetour versprochen. Dörte hat kurzerhand Barcelona gebucht, sehr zu Gerds Missfallen. Bereits am Flughafen kann er seine Spürnase nicht mehr zügeln, denn er trifft auf den Dealer Steven, der eigentlich in Haft sitzt, nun jedoch mit Frau und Kind ebenfalls nach Barcelona in den Urlaub fliegt. Zufällig wohnen alle fünf im gleichen Hotel. Für Gerd ist es vorbei mit der Erholung! Bei seinen Ermittlungen gerät er mitten in ein Netzwerk aus Dealern, Kurieren und Hintermännern, gerät selbst in Gefahr und er lernt, daß manchmal hinter einer Fassade ein ganz anderer menschlicher Kern steckt, als erwartet.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Etwas in die Länge gezogen

Weserglanz
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Im Jahr 1892 muß Louise ihre Australien-Expedition abbrechen. Sie kehrt nach Bremen zurück, weil es ihrem Onkel Georg gesundheitlich nicht gut geht. An ihrer Seite reist ihr guter Freund Christian. Louises ...

Im Jahr 1892 muß Louise ihre Australien-Expedition abbrechen. Sie kehrt nach Bremen zurück, weil es ihrem Onkel Georg gesundheitlich nicht gut geht. An ihrer Seite reist ihr guter Freund Christian. Louises Ehemann Felix und die Forscherin Emilie bleiben zunächst in Australien zurück. In Bremen fühlt Louise sich bald wieder eingezwängt und unfrei. Sie muß erfahren, daß ihre Familie kurz vor dem Konkurs steht. Als sie ihrer ersten Liebe Alexander begegnet, der inzwischen mit ihrer Cousine Sophie verheiratet ist, fragt sie sich, ob ihre Gefühle für ihn noch bestehen. Unterdessen bereiten der Kaufmann Jost Ostherloh und Professor Nolthemius in Bremen die Australien-Ausstellung vor. Auch Emilie und Felix sind zurück nach Bremen gereist. Im Gepäck haben sie Knochen von Australiens Ureinwohnern, die sie ausstellen wollen. Das will Louise unbedingt verhindern. Aber zunächst müssen sie sich entscheiden, ob sie über die grausamen Vorfälle während der Expedition den Mantel des Schweigens decken, oder ob sie alles aufdecken und wichtige Männer der Gesellschaft gegen sich aufbringen.

Der Ro.an "Weserglanz - Träume von neuen Zeiten" von Christiane Lind ist die Fortsetzung ihres Romanes "Weserleuchten". Er erzählt von der Zeit nach der Expedition und nach und nach kommen Vorkommnisse während der Reise durch Australien ans Tageslicht, die zunächst nur geheimnisvoll umschrieben werden. Das erhöht die Spannung natürlich ungemein. Doch auch in Bremen passieren Dinge, die die Handlung interessant machen und an einen Krimi erinnern. Jedoch muß man sich fragen, wie eine Frau wie Emilie, die allein nach Australien fährt um Forschungen zu betreiben, dann in Bremen plötzlich so mutlos und versagt sein kann. Ihre Tränenausbrüche und schwermütigen Gedanken werden im Buch etwas zu langatmig beschrieben, so daß man froh ist, das Ende der Geschichte erreicht zu haben. Da tröstet das glimpfliche Ende nicht wirklich.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Krimi mit Tiefgang

Die Totenklägerin
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Matilda Rizzo ist Trauerrednerin und nebenbei Ermittlerin im Namen der Toten. Sie wird von der 12jährigen Jackie damit beauftragt, für eine tote Bekannte die Trauerrede zu halten und hinter die Kulissen ...

Matilda Rizzo ist Trauerrednerin und nebenbei Ermittlerin im Namen der Toten. Sie wird von der 12jährigen Jackie damit beauftragt, für eine tote Bekannte die Trauerrede zu halten und hinter die Kulissen zu schauen. Matilda merkt schnell, daß sie bei ihren Recherchen auf ein Netz aus Abhängigkeit, Schweigen und Schuld geraten ist. AlteWunden brechen auf, auch aus ihrer eigenen Vergangenheit...

Greta Jung konfrontiert ihre Leser in ihrem Krimi "Die Totenklägerin - Nichts ist vergessen" mit einem Thema, das zum Nachdenken anregt. Welches es ist, verrate ich hier nicht, denn dies würde dem Krimi einiges an Spannung nehmen. Mich hat die Auflösung jedenfalls sehr erschreckt und noch lange nachdenklich gemacht. Greta Jung schreibt dabei sehr locker, so daß die Handlung nicht allzu schwermütig wird. Ihr gelingt es sehr gut, das kleine Dorf Reuth und seine Bewohner bildhaft und authentisch darzustellen. Das Mißtrauen der Dorfgemeinschaft gegenüber Matilda wird greifbar und man spürt es überdeutlich. Dabei gefällt mir Matilda ausgesprochen gut. Sie läßt sich nicht unterkriegen und hat immer eine passende Antwort parat. Dabei trägt sie selbst ihr Päckchen und hat mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Ich mußte mich zwar erst an ihre Art gewöhnen, aber ich habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Dieser Krimi beinhaltet keine Knalleffekte, sondern lebt von seiner düsteren und geheimnisvollen Atmosphäre. Wer es ruhiger mag, ist hier genau richtig! Mir hat er sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Schwer zu lesen

Der letzte Leuchtturm
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Muckle Flugga, eine Insel im.Norden Schottlands. Ein Leuchtturmwärter und sein Sohn Ouse sind die letzten Bewohner der Insel. Eines Tages wird die einzige Hütte auf der Insel von Firth, einem chaotischen ...

Muckle Flugga, eine Insel im.Norden Schottlands. Ein Leuchtturmwärter und sein Sohn Ouse sind die letzten Bewohner der Insel. Eines Tages wird die einzige Hütte auf der Insel von Firth, einem chaotischen Schriftsteller aus Edinburgh, bezogen. Ouse findet in ihm zum ersten Mal einen Freund. Eine alles verändernde Entscheidung steht bevor...

Michael Pedersen hat mit "Der letzte Leuchtturm" ein sehr poetisches Buch geschrieben. Für mich schon zu poetisch, ich hatte massive Schwierigkeiten, mit dieser Art klar zu kommen. Dazu verwendet Michael Pedersen endlos lange Sätze, so daß ich mich oft gefragt habe, was ich jetzt eigentlich gelesen habe und oft noch einmal nachlesen mußte. Dies zieht sich durch das ganze Buch, so daß kein wirklicher Lesespaß aufkam. Sprachlich passend sind dabei jedoch die Landschaftsbeschreibungen. Durch die poetische Darstellung erscheint die Insel trotz ihrer Rauhheit einfach bezaubernd. Dieses Buch war leider nicht so mein Fall - auch wenn ich das Cover richtig toll finde!

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