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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2026

Gelungener Spaß

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!
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Nelly lebt als Urururenkelin von Dr. Frankenstein natürlich in einem alten Spukschloß, ansonsten findet sie ihr Leben ziemlich langweilig. Denn sie würde gern ebenfalls Erfinderin sein - darf dies aber ...

Nelly lebt als Urururenkelin von Dr. Frankenstein natürlich in einem alten Spukschloß, ansonsten findet sie ihr Leben ziemlich langweilig. Denn sie würde gern ebenfalls Erfinderin sein - darf dies aber von Seiten ihrer Eltern nicht. Schließlich ging in der Familie bereits einmal ein Experiment daneben. Als Nelly jedoch bei einem Gewitter ein totes Alpaka findet und zum Leben erweckt, geht der Spaß los. Das Alpaka quasselt ohne Unterbrechung, ist ein riesiger Tolpatsch und trinkt gern Cocktails. Das Leben von Familie Frankenstein wird gewaltig auf den Kopf gestellt!

Astrid Göpfrich hat mit "Little Miss Frankenstein" eine sehr humorvollen Serie für jung und alt geschaffen. Einiges ähnelt hier dem Klassiker "Dr. Frankenstein", was mich begeistert hat. So kann man bei Kindern vielleicht Interesse für die Urgeschichte wecken, was ein sehr positiver Nebeneffekt wäre. Ihre Charaktere hat die Autorin sehr liebevoll gestaltet. Sympathisch und ein wenig skurril, allen voran Nelly, schließt man sie sofort ins Leserherz. Mein Favorit war allerdings Alpaka Montserrat mit seiner Redseligkeit und Tolpatschigkeit. Hier hat man sehr oft Lachtränen in den Augen! Witzig waren auch die eingestreuten Tagebucheinträge von Nelly über ihre Erfindungen. Die im Buch enthaltenen Illustrationen machen die Geschichte anschaulich und lockern auf. Hier kann man sich richtig auf die Fortsetzung freuen!

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Sehr gelungene Fortsetzung

Das Camp
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Nach den Geschehnissen in Camp Donkerbloem hat Wout die Anlage gekauft und Tayfun als Verwalter eingesetzt. Auch Wouts Untermieterin Kathinka und die Hamburger Kommissarin Frieda gehen ihren Weg. Bis Frieda ...

Nach den Geschehnissen in Camp Donkerbloem hat Wout die Anlage gekauft und Tayfun als Verwalter eingesetzt. Auch Wouts Untermieterin Kathinka und die Hamburger Kommissarin Frieda gehen ihren Weg. Bis Frieda bedrohliche Mails bekommt, in denen jemand behauptet, er wüsste, was sie getan hat. Gleichzeitig ermordet ein Killer Menschen sorbischer Herkunft und hinterlässt am Tatort Spuren, die eindeutig auf Frieda verweisen. Entgegen Wouts Willen helfen Kathinka und Tayfun Frieda - und ahnen nicht, daß sie dabei selbst in Lebensgefahr geraten!

"Das Camp" ist der zweite Teil der Donkerbloem-Reihe von Linus Geschke. Dieser Band schließt an "Der Trailer" an. Die Bände sollten auch im Zusammenhang gelesen werden, da man sonst nicht weiß, was auf Donkerbloem zwischen Frieda, Kathinka, Wout und Tayfun geschehen ist. Mir persönlich erschien dies jedoch wichtig. Linus Geschke hat sich hier wieder mächtig ins Zeug gelegt. Dieses Buch bietet einfach alles. Angefangen bei sehr sympathischen Charakteren, allen voran Wout und Tayfun, den ich sehr mochte, über unendliche Spannung und diesmal auch ein wenig etwas fürs Herz. Ja, als es hieß von einem Charakter Abschied zu nehmen, kamen mir die Tränen. Das passiert mir höchst selten, von daher hat mich Linus Geschke echt überrascht. So gefühlvoll wie er die Trauerszenen beschrieben hat, so bildhaft beschreibt er die Handlungsorte. Sowohl von Camp Donkerbloem, als auch vom "Golden Diamond" bekommt man ein genaues Bild und hat das Gefühl, vor Ort zu sein. Mich hat dieses Buch wieder begeistert, von Beginn an mitgenommen und ich bin sehr gespannt, was auf die verbliebenen Charaktere noch zukommt!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Atmosphärisch sehr gelungen

Die Fremden - Nimm niemanden mit
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Ben und seine Frau Abi müssen ihren Wochenendtrip eher beenden, da Ben dringend wieder ins Büro muß. Die Rückfahrt gestaltet sich schwierig, die ohnehin einsame Gegend Cornwalls versinkt in dichtem Nebel. ...

Ben und seine Frau Abi müssen ihren Wochenendtrip eher beenden, da Ben dringend wieder ins Büro muß. Die Rückfahrt gestaltet sich schwierig, die ohnehin einsame Gegend Cornwalls versinkt in dichtem Nebel. Plötzlich taucht auf der Straße ein Mann auf, dem Abi gerade noch ausweichen kann. Kurz darauf entdecken sie ein liegengebliebebes Auto, bei dem eine Frau mit einer Babyschale am Arm wartet. Diesmal halten sie an. Die Frau und der Mann gehören zusammen, Ben beschließt entgegen Abis empfinden, beide mitzunehmen. Doch die Fremden werden immer geheimnisvoller....

"Die Fremden" von C. M. Ewan ist ein absoluter Pageturner. Der Autor erschafft hier eine Atmosphäre, die absolut unheimlich wird. Zunächst allein die Vorstellung des dichten Nebels auf einer einsamen Straße, dazu dann die Fremden Samantha und Paul mit Baby Lila, die offensichtlich etwas zu verbergen haben. Ihrem Geheimnis kommt man als Leser Stück für Stück in Rückblenden auf die Spur, was zu einem klaren Vorteil vor Ben und Abi wird. Abis Verhalten empfand ich zunächst als übertrieben, jedoch klärten sich ihre Beweggründe im Laufe des Lesens auf. Nachvollziehen konnte ich diesen Aspekt jedoch immer noch nicht, sehr wohl jedoch ihr Unbehagen, Fremde überhaupt mitzunehmen. Dieser Thriller punktet nicht nur durch seine atmosphärische Spannung und Geheimnisse, auch durch den gekonnten Schreibstil des Autors. Hier liest man am liebsten ohne Unterbrechung, denn durch die Rückblicke erschafft er immer wieder den Drang wissen zu wollen, wie es weitergeht. Der leichte und lockere Schreibstil macht es dem Leser dazu noch sehr leicht, durch die Seiten zu fliegen! Mir hat dieser Thriller großen Spaß bereitet und mich streckenweise auch gruseln lassen!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Berührend

Die drei Leben des Maylo
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Malyo, ein außergewöhnlich intelligenter Hund, erzählt aus seinem Leben. Als er eines Tages mit der Tochter seiner Familie eine Bootstour macht, fällt er über Bord, gerät in einen Strudel und droht zu ...

Malyo, ein außergewöhnlich intelligenter Hund, erzählt aus seinem Leben. Als er eines Tages mit der Tochter seiner Familie eine Bootstour macht, fällt er über Bord, gerät in einen Strudel und droht zu ertrinken. Die Tochter springt hinterher, will Maylo retten. Während Maylo sich ans Ufer retten kann, kommt für die Tochter jede Hilfe zu spät, sie ertrinkt selbst im Strudel. Die Familie trauert sehr, gibt Maylo die Schuld und läßt ihn merken, daß besser er ertrunken wäre. Maylo würde so gern mit ihnen sprechen können, um ihnen zu sagen, daß das Leben nicht mit dem Tod endet.

"Die drei Leben des Maylo" ist eine außergewöhnliche Geschichte. Erika Kuhn läßt hier einen Hund zu Wort kommen. Maylo erzählt voller Weisheit seine Geschichte und die seiner Familie. Seine große Liebe zu seiner Familie wird hier deutlich. Auf feine Art bringt die Autorin die Gedanken Maylos zu Papier. Diese berühren in der Sichtweise und bringen den Leser zum Nachdenken. Denn Maylo spiegelt die Menschen durch seine Augen wieder, dabei bewertet er nicht - denn das würden Hunde niemals machen. Er ist seiner Familie verbunden und hält fest zu ihnen - egal, was passiert. Dieses Buch ist sehr emotional, darauf sollte man vorbereitet sein. Läßt man sich darauf ein, kann es Trost spenden und eine andere Sichtweise der Dinge vermitteln. Diese Geschichte zeigt die tiefe Verbundenheit zwischen Hunden und ihren Familien auf. Das ideale Buch für Hundeliebhaber!

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Eine Leiche auf dem Friedhof

Nirgends stirbt es sich schöner
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Friedhofsgärtner Konrad Leisegang findet wieder eine Leiche, die so nicht auf den Friedhof gehört! Getötet durch einen Stromschlag, liegt der Tote, ein Besitzer eines bekannten Bordelles, zu Füßen einer ...

Friedhofsgärtner Konrad Leisegang findet wieder eine Leiche, die so nicht auf den Friedhof gehört! Getötet durch einen Stromschlag, liegt der Tote, ein Besitzer eines bekannten Bordelles, zu Füßen einer Bronzeskulptur. Kaum haben Leisegang, sein Assistent Martin und Kommissar Rehbein die Beweise gesichert, liegt bereits die nächste Leiche parat. Diesmal wird sie erdrosselt in ein steinernes Tor gezwängt aufgefunden. Die Spuren führen zu einem Fall in der Vergangenheit und es könnte noch mehr Opfer geben!

"Nirgends stirbt es sich schöner" ist nun der zweite Fall für den Friedhofsgärtner Konrad Leisegang Thomas Krüger läßt wieder auf dem Kölner Melatenfriedhof ermitteln, was einen besonderen Charme ausmacht. Man erfährt hier einiges über die Arbeit auf dem Friedhof und die Atmosphäre ist halt etwas besonderes. Man beginnt, einen Friedhof mit anderen Augen zu sehen. Auch die ansässige Tierwelt hat hier ein Wörtchen mitzureden, was sehr witzig ist. Dies nimmt nicht überhand, lockert aber sehr gut diesen ohnehin schon leicht witzigen Krimi auf. Man bekommt hier ohnehin einen eher sanften Krimi ohne Blutvergießen und Action. Für mich genau richtig! Die Charaktere waren mir alle bereits aus dem ersten Band dieser Serie bekannt und es war ein großes Vergnügen, wieder mit diesen sympathischen Leuten auf Verbrecherjagd gehen zu dürfen. Für Fans der ruhigen Krimis ist dieses Buch ein absoluter Lesetip!

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