Manchmal etwas verwirrend
Das gierige HausEin verlassenes Haus in Chicago. Dort geschah in den 70er Jahren ein Massaker, bei dem ein Vater seine ganze Familie ermordet hat. Seitdem meiden die Nachbarn dieses Haus, ihren Kindern ist es verboten, ...
Ein verlassenes Haus in Chicago. Dort geschah in den 70er Jahren ein Massaker, bei dem ein Vater seine ganze Familie ermordet hat. Seitdem meiden die Nachbarn dieses Haus, ihren Kindern ist es verboten, sich diesem zu nähern, was die Anziehungskraft des Hauses jedoch erhöht. Die 13jährige Jessie fordert ihren kleinen Bruder Paul dazu auf, als Mutprobe mit seinen zwei Freunden in das Haus zu gehen. Paul kehrt nicht aus dem Haus zurück, ein Freund wird schwer verletzt. Als Erwachsene wohnt Jessie noch immer dort und erlebt, wie sich eine gefährliche Dunkelheit rund um das Haus ausbreitet.
Das Buch "Das gierige Haus" von Christina Henry hat eine Anziehungskraft, wie es das Haus im Buch aufweist. Von Beginn an ist man mitten im Geschehen und spürt das Unheimliche hautnah. Der Schreibstil der Autorin ist definitiv sehr bildhaft, weshalb manche Szenen wirklich blutig herüber kommen. Ein wenig fühlte ich mich an die früheren Werke von Stephen King erinnert. Christina Henry erzählt die Geschichte in zwei Zeitebenen anhand von Jessies Erlebnissen und immer wieder eingeschobenen Rückblicken. Dies ist ein kleines Manko, denn man muß extrem aufpassen, wo man sich in der Handlung befindet. Die Sprünge sind oft sehr verwirrend, so daß man den roten Faden verliert. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Die Bewohner der Straße kämpfen gegen ihre Schuldgefühle, versuchen, sich zu helfen. Jessie war mir dagegen nicht wirklich sympathisch, sie war mir zu sehr auf sich selbst bezogen. Dieses Buch gehört zu den Büchern, die man gut zwischendurch lesen kann, denn es liest sich sehr flott.