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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2024

Wieder ein Highlight

Poison - Schwestern der Vergeltung
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Constanze Green hat Dr. Leng das Lebenselexier übergeben, um ihre Schwester zu retten. Doch Leng hält sich nicht an die Abmachung - und Constanze wird verraten. Doch Pendergasts Bruder Diogenes hilft ihr. ...

Constanze Green hat Dr. Leng das Lebenselexier übergeben, um ihre Schwester zu retten. Doch Leng hält sich nicht an die Abmachung - und Constanze wird verraten. Doch Pendergasts Bruder Diogenes hilft ihr. Als Kleriker getarnt versteckt er sich im New Yorker Slum, beobachtet und manipuliert die Geschehnisse. Er wartet nur auf seine Chance...

"Poison - Schwestern der Vergeltung" von Douglas Preston und Lincoln Child schließt nahtlos an den Vorgänger an, so daß man diese Bücher am besten in Reihenfolge liest, um wirklich alles gut zu verstehen. Ansonsten wäre es sehr schade, denn das Buch bietet so viel! Die Handlung besticht durch Vielseitigkeit. Man erhält hier einen wissenschaftlichen Thriller, gespickt mit Action. Man findet sich hier sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit wieder und erfährt einige historische Dinge. Durch die vielen plötzlichen Wendungen bleibt die Spannung stets hoch erhalten. Man trifft hier auf altbekannte Charaktere, die sich nach so vielen Fällen auf sympathische Art und Weise in das Leserherz geschlichen haben, daß man das Gefühl hat, in diesen Büchern nach Hause zu kommen. Nichts ist fremd, man kennt sich - und erlebt trotzdem noch die ein oder andere Überraschung! Das Autorenduo überzeugt auch hier wieder durch detailgetreue Beschreibungen. Die düstere Atmosphäre z. B der Vergangenheit überträgt sich beim Lesen und man bekommt das berühmte Kribbeln auf der Haut.
Mir hat dieser Fall wieder sehr viel Freude bereitet und ich warte schon sehnsüchtig auf den nächsten Fall für Pendergast!

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Zwei Leichen in einem Grab

Es rappelt in der Kiste
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Konrad Leisegang, Friedhofsgärtner auf dem Melatenfriedhof in Köln, will ein altes Grab abräumen. Dabei macht er eine grausige Entdeckung. Unter der ersten Leiche befindet sich noch eine zweite! Zeitgleich ...

Konrad Leisegang, Friedhofsgärtner auf dem Melatenfriedhof in Köln, will ein altes Grab abräumen. Dabei macht er eine grausige Entdeckung. Unter der ersten Leiche befindet sich noch eine zweite! Zeitgleich stirbt auf dem Flug von Bogota nach Deutschland ein Passagier angeblich eines natürlichen Todes. Die Leiche wird in die an den Friedhof grenzende Rechtsmedizin gebracht. Kurz darauf wird der dortige Wachmann ermordet. Konrad Leisegang will beide Fälle lösen, gräbt dabei tief in den Friedhofsgeheimnissen und bringt sich selbst in Gefahr.

Thomas Krüger hat seinem Krimi den treffenden Titel "Es rappelt in der Kiste" gegeben. Denn hier ermittelt der Friedhofsgärtner Konrad Leisegang auf dem Kölner Melatenfriedhof. Man taucht ein in die stille Friedhofswelt und unweigerlich spürt man die dortige Ruhe. Denn der Autor schafft es vortrefflich, diese kleine Welt für sich dem Leser nahe zu bringen. Man trifft hier auf geschichtlich wichtige Plätze und Gräber, so daß dieses Buch tatsächlich nur auf diesem Friedhof spielen kann. Gern hätte ich hier einen Lageplan zur besseren Orientierung im Buch gefunden! Der Schreibstil ist hier einfach herrlich. Leicht lesbar und mit einer angenehmenen Portion Humor, liest man dieses Buch sehr gern. Seine Charaktere hat Thomas Krüger sehr vielseitig dargestellt. Jeder hat seine Eigenarten, ist liebenswert und sympathisch. Irgendwie mag man sie alle. Die Handlung ist trotz alles Leichtigkeit fesselnd und spannend. Immer wieder landet man auf der falschen Spur, muß seine eigenen Überlegungen neu ordnen, um am Ende doch eine Überraschung zu erleben.

Mich hat dieses Buch begeistert - bitte mehr Ermittlungen von Konrad Leisegang!

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Es hätte gruseliger sein können

Das flüsternde Haus
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Harry Adams hat eine Vorliebe für Horrorfilme. Dies ist ein Grund, weshalb sie den Job als Haushälterin bei dem berühmten Filmregisseur Javier Castillo gern annimmt. Seine Villa ist bis unters Dach mit ...

Harry Adams hat eine Vorliebe für Horrorfilme. Dies ist ein Grund, weshalb sie den Job als Haushälterin bei dem berühmten Filmregisseur Javier Castillo gern annimmt. Seine Villa ist bis unters Dach mit fürchterlichen Requisiten und Kostümen vollgestopft. Javier legt größten Wert auf Diskretion - doch eines Tages hört Harry Geräusche hinter einer verschlossenen Tür, die wie eine menschliche Stimme klingen, die um Hilfe fleht.

Christina Henry möchte ihren Lesern mit "Das flüsternde Haus" das Gruseln lehren. Dazu fehlt für meine Begriffe jedoch noch einiges. Horrorszenen sucht man hier leider vergeblich,, eher findet man ein paar kleinere Gruselmomente, die jedoch kaum für eine Gänsehaut sorgen. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt. Schon allein der Erzählstil der Autorin hat mich begeistert. Leicht und locker führt sie durch die Handlung, die immer wieder durch kleine Rückblenden in die Vergangenheit von Harry und Javier positiv unterbrochen wird. Dies stört den Lesefluss keineswegs, sondern paßt perfekt in die Handlung und ist ein wichtiger Bestandteil. Die Charaktere sind hier sehr detailliert beschrieben, wobei Harry sehr viel Raum eingeräumt wird und kürzer gehalten hätte werden können. Christina Henry beschreibt ihre Charaktere so, daß man nicht weiß, auf wessen Seite man sich schlagen soll. Man ändert seine Meinung ständig und muß sich wirklich überraschen lassen.

Auch wenn es nicht der erwartete Horrorroman ist, hat mich das Buch überzeugt und mir Spaß bereitet!

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Man sieht die Tiere danach mit anderen Augen

Von Spinnen und Menschen
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Spinnen - entweder man mag sie oder nicht. Einen Mittelweg scheint es bei ihnen nicht zu geben. Und genau darum geht es in dem Buch "Von Spinnen und Menschen" von Jan Mohnhaupt. Er beleuchtet hier die ...

Spinnen - entweder man mag sie oder nicht. Einen Mittelweg scheint es bei ihnen nicht zu geben. Und genau darum geht es in dem Buch "Von Spinnen und Menschen" von Jan Mohnhaupt. Er beleuchtet hier die Beziehung von Mensch und Spinne aus allen Blickwinkeln. Er zeigt, wie die Vogelspinne ihren Siegeszug als Haustier beschritt, aber auch die Facetten der Arachnophobie, die bereits beim Anblick eines Spinnennetzes beginnen kann. Aber auch der Einfluß von Spinnen in Kunst und Handwerk sowie ihre Zoologie werden hier erläutert, ebenso wie ihr Einfluss auf Sprache, Träume, Forschung (denn Spinnen waren sogar schon zur Erforschung im Weltall) und ihre Rolle in der Geschichte der Menschheit. Jan Mohnhaupt bringt dem Leser die Themen auf einfache und lockere Art näher, bleibt dabei jedoch auf sachlicher Ebene, so daß man hier ein Fachbuch in den Händen hält, welches Wissen für jedermann vermittelt. Jedem Kapitel ist eine schwarz-weiß-Zeichnung vorangestellt, die einen Bezug zu dem im Kapitel behandelten Thema hat.

Dieses Buch ist etwas besonderes - nicht nur, weil es eine Tierart behandelt, die in der Gesellschaft zwiespältig betrachtet wird!

Veröffentlicht am 15.12.2024

Traumschiff läßt grüßen

Käpt'ns Dinner
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Maria heuert als Bordshop-Leiterin auf dem Kreuzfahrtschiff "Soleil" an. Da ihr Bruder Lukas dort Kapitän ist, schmiedet sie den Plan, die ganze Familie an Bord zu holen. Doch noch während die Verwandtschaft ...

Maria heuert als Bordshop-Leiterin auf dem Kreuzfahrtschiff "Soleil" an. Da ihr Bruder Lukas dort Kapitän ist, schmiedet sie den Plan, die ganze Familie an Bord zu holen. Doch noch während die Verwandtschaft eincheckt, beschleicht Maria das Gefühl, daß ihre Idee nicht die beste war. Denn bei der letzten Zusammenkunft ging ein Familienmitglied über Bord - und auch diesmal verschwindet ein Passagier spurlos....

Diesmal sticht Gisa Pauly mit ihren Lesern in See und nimmt sie mit zum "Käpt'ns Dinner". Die Handlung ist witzig und spannend zugleich. Hier wird das Kreuzfahrtleben stellenweise gut aufs Korn genommen und man bekommt einen Querschnitt skurriler Passagiere geboten. Manche Szenen sind wirklich sehr witzig, z. B. die Suche nach dem richtigen Badeanzug. Allerdings muß man bei dieser Geschichte schon ein wenig aufpassen, um nicht den roten Faden zu verlieren. Zwischendurch wird die Geschichte auch mal etwas langatmiger, man merkt, daß ein paar Seiten weniger nicht geschadet hätten. Gisa Pauly schreibt auch hier wieder locker und leicht, beschreibt die Umgebung perfekt, so daß man sich richtig auf das Kreuzfahrtschiff versetzt fühlt und meint, der Seewind pfeift um die Nase. Mir hat das Buch gut gefallen und ich konnte mich sehr gut beim Lesen erholen!

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