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Veröffentlicht am 12.03.2025

Grandios

Old Bones - Das neunte Opfer
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Im Winter des Jahres 2008 kehrten neun Studenten von einer Wanderung in den Bergen nicht zurück. Der Rettungsdienst fand ihren letzten Lagerplatz in mysteriösem Zustand vor. Offensichtlich flohen sie vor ...

Im Winter des Jahres 2008 kehrten neun Studenten von einer Wanderung in den Bergen nicht zurück. Der Rettungsdienst fand ihren letzten Lagerplatz in mysteriösem Zustand vor. Offensichtlich flohen sie vor etwas furchterregendem barfuß, ohne wärmende Kleidung mitten in einen Schneesturm. Gefunden wurden nur sechs Leichen, brutal zerquetscht, mit fehlenden Körperteilen. Gelöst wurde der Fall nie und wurde abgelegt. Bis im Jahr 2023 zwei weitere Leichen der Gruppe in einer Höhle gefunden wurden. FBI-Agentin Corrie Swanson will nun gemeinsam mit der Archäologin Nora Kelly das Geheimnis um das Schicksal der Studenten lösen und das fehlende Opfer finden. Doch damit machen sie sich mächtige Feinde!

"Old Bones - Das neunte Opfer" von dem Autorenduo Preston & Child hat mich wieder sehr begeistert, auch wenn mir hier das Mysteriöse um alte Legenden etwas fehlte. Diesmal haben sie einen Vorfall aus dem Jahr 1959 aus der Sowjetunion, dem Djatlow-Pass-Rätsel, nach Amerika verlegt und angepasst. Dies stört jedoch in keinster Weise. Einziger Punkt, der mich gestört und den Lesefluss unterbrochen hat, sind die Kapitel über die Familien der Opfer und ihre Versammlungen und Aktionen. Diese hatten mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun und hätten weggelassen werden können, da sie eigentlich nur langweilig waren. Hingegen waren die Machenschaften und Intrigen von Sheriff Hawley, unter denen Nora und ihr Bruder Skip zu leiden hatten, sehr spannend. Auch die eigentliche Handlung rund um die Auflösung des Falles habe ich gebannt gelesen. Ich konnte mir nie einen Reim darauf machen, was wirklich passiert ist, die Auflösung war erschreckend und hat gezeigt, wie man getäuscht werden kann. Die Charaktere Nora und Corrie haben auch hier wieder alle verfügbaren Sympathiepunkte von mir bekommen. Ich mag die beiden sehr und finde ihre manchmal sehr unkonventionellen Ermittlungsmethoden immer wieder toll. Gerade Corrie beweist hier Mut und setzt sich über Anweisungen hinweg.

Ich empfehle dieses Buch gern weiter!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Geh nicht ins Outback

Outback – Niemand hört dich schreien
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In der Nähe eines kleinen Ortes im australischen Outback verschwindet ein junges Paar spurlos. DS Lucas Walker macht sich gemeinsam mit der Schwester der vermissten Frau auf die Suche. Die Zeit drängt, ...

In der Nähe eines kleinen Ortes im australischen Outback verschwindet ein junges Paar spurlos. DS Lucas Walker macht sich gemeinsam mit der Schwester der vermissten Frau auf die Suche. Die Zeit drängt, denn in der sengenden Hitze können die Backpacker nicht lang überleben. Bei ihrer Suche entdecken sie, daß in der Gegend im Laufe der letzten Jahre immer wieder Menschen verschwanden. Ihre Leichen wurden nie gefunden. Walker ist fest davon überzeugt, daß ein Serienkiller sein Unwesen treibt.

"Outback - Niemand hört dich schreien" von Patricia Wolf ist ein packender Thriller aus dem australischen Outback. Die Autorin schafft es durch ihren Schreibstil die Gegend lebendig werden zu lassen. Man spürt die flirrende Hitze förmlich auf der Haut. Sie schreibt wunderbar leicht und locker. So lebendig wie das Outback vor Augen wird, so lebendig werden auch die Charaktere. Alle sind gut und authentisch beschrieben, ihre Handlungen nachvollziehbar und machen sie sympathisch. Die Handlung um die Suche nach dem vermissten Paar ist extrem spannend, wird jedoch immer wieder durch Nebenstränge unterbrochen, die damit nichts zu tun haben und störend wirken. Hier wurde mein Lesefluss leider oft unterbrochen. Trotzdem hat mir dieser Thriller sehr gut gefallen und ich empfehle ihn gern weiter!

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Spannung in Kalifornien

Dunkle Asche
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Sommer 1992 in Kalifornien an der Kieler Förde Sanna Hansen wollte nach ihrem Abitur zu einer Freundin nach Kanada auswandern. Dazu kam es jedoch nicht, sie wurde erstochen und verbrannte anschließend ...

Sommer 1992 in Kalifornien an der Kieler Förde Sanna Hansen wollte nach ihrem Abitur zu einer Freundin nach Kanada auswandern. Dazu kam es jedoch nicht, sie wurde erstochen und verbrannte anschließend in ihrem Ferienhaus. Der Täter wurde nie gefasst.

30 Jahre später. Gudrun Möller und ihre neue Kollegin Judith Engster von der Kripo Kiel werden in ein Hospiz gerufen. Ein Zeuge des damaligen Vorfalles macht eine verstörende Aussage und verstirbt danach. Der Fall wird wieder aufgerollt und dank neuer Methoden entdecken die Kommissarinnen eine neue Spur. Doch der Täter beobachtet sie..

Mit "Dunkle Asche" von Jona Thomsen gibt es eine neue Krimiserie von der Ostsee. Diesmal spielt die Handlung im kleinen Badeort Kalifornien an der Kieler Förde. Die Handlung besticht durch ihre Spannung, die sich von Beginn bis zum Ende hin stetig steigert und in einem rasanten Schluß endet. Erzählt wird die Handlung sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart. Beide Handlungsstränge sind spannend und animieren dadurch zum stetigen weiterlesen, was durch die kurzen Kapitel gut möglich ist. Die Handlung ist gut nachvollziehbar und schlüssig, auch wenn der Schluß evtl. etwas übertrieben daher kommt. Die Charaktere, insbesondere die Kommissarinnen, wirken lebensnah und authentisch, die Dialoge wie im echten Leben. Gudruns Gefühlswelt ist nachvollziehbar und macht sie umso sympathischer. Geheimnisvoll bleibt der Grund, warum Judith von Rostock nach Kiel gegangen ist. Das hebt die Spannung auf eine Fortsetzung unendlich an!

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Eine trügerische Sommerstimmung

Lady Hardcastle und die tödliche Ernte
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Der Sommer 1911 ist in England ungewöhnlich heiß und trocken. Deshalb beginnt die Apfelernte in dem kleinen Ort Littleton Cotterell schon sehr früh. Die Bewohner, allen voran Lady Hardcastle und ihre Zofe ...

Der Sommer 1911 ist in England ungewöhnlich heiß und trocken. Deshalb beginnt die Apfelernte in dem kleinen Ort Littleton Cotterell schon sehr früh. Die Bewohner, allen voran Lady Hardcastle und ihre Zofe Florence Armstrong, planen schon die Feier zum Erntedankfest. Da wird ein Mann erstochen in einer Apfelplantage aufgefunden. Er war Mitglied einer geheimnisvollen Gemeinschaft, die für ihre altertümlichen Rituale bekannt ist. Das ruft Lady Hardcastle auf den Plan und sie unterstützt die Polizei bei den Ermittlungen. Als ein weiterer Mord geschieht, ist für sie und ihre Zofe klar, daß die Taten mit dem mysteriösen Orden in Verbindung stehen. Doch erst müssen sie hinter die geheimnisvollen Machenschaften dieses Ordens kommen, bevor sie die Morde aufklären können. Das wird schwieriger als gedacht, denn alle Mitglieder schweigen wie ein Grab....

Die Krimis aus dem guten alten England von T. E. Kinsey sind immer wieder ein Vergnügen. Seine Figuren Lady Emily Hardcastle und Florence Armstrong sind so außergewöhnlich amüsant, daß man sie nicht so schnell vergessen kann. So auch diesmal in dem Buch "Lady Hardcastle und die tödliche Ernte". Die Sommerstimmung auf dem Land wird perfekt eingefangen. Die Menschen sind, bis auf wenige Ausnahmen, vergnügt und freundlich. Man ist in Gedanken mitten unter ihnen. Das Ermittlerduo Lady Hardcastle und Flo ist ein ganz besonderes Team. Ihr Umgang miteinander ist nicht unbedingt normal für eine Lady und ihre Zofe. Das macht ihre Unterhaltung oft kurios. Ein Krimi aus dem alten England lebt nicht nur von der Spannung, die Atmosphäre macht einen großen Teil aus. So ist es auch in diesem Buch. Man fühlt sich einfach wohl bei Lady Hardcastle und ihren Freunden.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Rasant und packend

The Twenty
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Auf einer Mülldeponie werden 5 ausgeblutete Leichen in verschiedenen Verwesungsstadien gefunden. Neben ihnen wurde in römischen Ziffern herunter gezählt. DCI Adam Bishop ist sich sicher, daß der Mörder ...

Auf einer Mülldeponie werden 5 ausgeblutete Leichen in verschiedenen Verwesungsstadien gefunden. Neben ihnen wurde in römischen Ziffern herunter gezählt. DCI Adam Bishop ist sich sicher, daß der Mörder erst Schluß macht, wenn die 20 Toten erreicht sind. Dr. Romily Cole findet einen Zusammenhang zu einer 30 Jahre zurückliegenden Mordserie. Die Zeit drängt, denn die nächsten Opfer folgen schnell!

"The twenty" von Sam Holland ist kein Buch, was mich von Beginn an gepackt hat. Die Charaktere erschienen mir sperrig und die Handlung kam irgendwie nicht richtig in die Gänge. Doch das hat sich ganz schnell geändert. Plötzlich bekam ich Zugang zu Adam Bishop, je mehr ich über ihn erfuhr, desto mehr konnte ich ihn in manchen Situationen verstehen. Nicht in allen, manche seiner Handlungen waren mir bis zum Schluß nicht nachvollziehbar. Auch gab es ein paar Situationen, die für mich unglaubwürdig erschienen. So kann ich mir schlecht vorstellen, daß sich alle an den Ermittlungen beteiligte abends im Pub betrinken. Der Spannungsbogen verläuft erst sacht, um dann dramatisch nach oben zu schnellen. Dies wird durch Rückblenden in die Vergangenheit erreicht und auch durch die Tatsache, daß der Mörder auch vor den Ermittlern und ihren Familien nicht halt macht. Dadurch kommen dem Leser die Ermittler und Opfer näher als gewohnt und man leidet sehr intensiv mit. Die Autorin schreibt sehr locker, so daß man der Handlung gut folgen kann. Ebenso schafft sie es, den Leser mit vielen Spuren und Verdächtigen zu fesseln. Tja - und wenn man denkt, daß der Fall jetzt auf rasante Art gelöst ist, ist noch lange nicht Schluß. Denn auch dann wird es nochmal richtig spannend und man kann nur hoffen, daß die Fortsetzung nicht lange auf sich warten läßt!

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