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Veröffentlicht am 09.03.2024

Spannende deutsch-französische Geschichte

Töchter des Aufbruchs
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Maria W. Peter, die hier unter dem Pseudonym Marie Pierre schreibt, versteht es großartig, die Region Lothringen und das Saarland zur Zeit der Deutsch-Französischen Kriege zu beschreiben. Die Autorin hat ...

Maria W. Peter, die hier unter dem Pseudonym Marie Pierre schreibt, versteht es großartig, die Region Lothringen und das Saarland zur Zeit der Deutsch-Französischen Kriege zu beschreiben. Die Autorin hat selbst Familien auf beiden Seiten. Ich durfte bereits zwei ihrer historischen Romane lesen, die ebenfalls die deutsch-französische Geschichte beinhalten.

Diesmal befinden wir uns im Jahr 1910 im Reichsland Elsaß-Lothringen, dem heutigen Frankreich. Zu dieser Zeit ist die Bevölkerung bunt gemischt, jedoch gibt es einen Stützpunkt des preußischen Militärs in Thionville/Diedenhofen.

Die junge und engagierte Pauline Martin leitet in der Stadt eine höherer Töchterschule. Den größtenteils deutschstämmigen Einwohnern ist das Mädchenpensionat ein Dorn im Auge, denn Pauline lehrt auch französische Literatur. Außerdem ist sie eine gebildete und hübsche Frau, die nicht nur Wert auf gute Umgangsformen, sondern auch auf ein adrettes Aussehen achtet.
Als sich eines der Mädchen eines Nachts aus dem Pensionat schleicht, um einen deutschen Soldaten zu treffen, schrammt Pauline nur wenig an einem Skandal vorbei. Suzette, ihre aufmüpfige Nichte, lässt sich nämlich nichts gefallen und sieht durch ihre rosarote Brille nur den adretten Offizier, aber nicht die Gefahr, in die sie sich begibt. Als sie eines Morgens nicht auffindbar ist, wendet sich Pauline an Hauptmann Erich von Pliesnitz. Dieser ist alles andere als ein Frauenfreund, jedoch ist ihm ebenfalls an dem guten Ruf seiner Einheit gelegen und steht ihr bei. Langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden.
Als Leser nehmen wir auch am Leben im Mädchenpensionat Teil und erleben einige anregende Diskussionen in der Literaturstunde über Victor Hugos "Die Elenden".
Aber nicht nur Suzette bringt Pauline und das Pensionat immer wieder in Aufruhr. Suzettes Mitschülerin Louise hütet ein Geheimnis, genauso wie der undurchsichtige Gärtner Vincent Lehmann, der eine ganz bestimmte Rolle in der Geschichhte innezuhaben scheint.
Als Leser spekuliert man von Beginn an, warum er ausgerechnet bei Pauline im Mädchenpensionat Arbeit sucht. Erst am Ende wird sein Geheimnis gelüftet, was für einen guten Spannungsaufbau sorgt.

Der Schreibstil ist der damaligen Zeit angepasst und lässt sich trotzdem flüssig lesen. Die sehr lebendigen Beschreibungen der Charaktere und der Landschaft lassen das Kopfkino sofort anlaufen.

Maria W. Peter schafft es wieder mich von Beginn an zu fesseln. Neben den spannenden Plot schafft es die Autorin die geschichtlichen Hintergründe der Grenzregion anschaulich und informativ miteinzubinden. Sie hat sehr gründlich recherchiert und hat mir nebenher die Region sehr nahe gebracht. Als Österreicherin weiß man nicht sehr viel über diesen Landstrich und die ewigen Kämpfe zwischen Frankreich und Deutschland, wenn man sich vorher nicht schon mehr damit befasst hat.

Hier erlebt man Geschichtsunterricht auf abwechslungsreiche Weise!

Fazit
Marie Pierre alias Maria W. Peter lädt uns auf eine spannende Reise nach Lothringen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Ein absolut gelungener Reihenauftakt ihrer "Pensionat an der Mosel" Trilogie.

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Veröffentlicht am 05.03.2024

Wie lässt man eine Leiche verschwinden?

Verborgen
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Mit dem dritten Band der Reihe von Eva Björg Ægisdóttir habe ich mir das Ziel gesetzt abzuwägen, ob ich die Reihe fortsetzen werde oder nicht. Der zweite Band hat mich nämlich nicht so richtig abgeholt, ...

Mit dem dritten Band der Reihe von Eva Björg Ægisdóttir habe ich mir das Ziel gesetzt abzuwägen, ob ich die Reihe fortsetzen werde oder nicht. Der zweite Band hat mich nämlich nicht so richtig abgeholt, aber den dritten fand ich nun wieder besser. Ich bin mir aber unsicher, ob es überhaupt weiter gehen wird mit Elma und ihrem Team.

Als in Akranes ein Einfamilienhaus brennt, wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Marino scheint im Schlaf vom Feuer überrascht worden zu sein und die Polizei geht von einem Unglück aus. Doch die Obduktion zeigt, dass der junge Mann bereits vor dem Feuer tot gewesen sein muss.
Elma und Sævar beginnen zu ermitteln und stoßen bald auf weitere Ungereimtheiten. Lise, ein niederländisches Mädchen, welches als Au Pair bei der benachbarten Familie von Marino gelebt hat, scheint Island nicht verlassen zu haben. Sie ist unmittelbar nach dem Brand verschwunden. Hat sie etwas mit dem Mord an Marino zu tun? Oder hängen die beiden Fälle gar nicht zusammen?
Bald bemerkt Elma, dass es sich hier um einen viel komplexeren Fall handelt, als ursprünglich angenommen.

Der Krimi beginnt wieder eher ruhig, wird aber zum Ende hin richtig spannend. Diesmal legt die Autorin mehr wert auf die Familienkonstruktionen und wir bleiben in einem engen Personenkreis. Es sind zwar noch immer jede Menge fremdländisch klingende isländische Namen, die man sich merken muss, aber im Vergleich zu den beiden Vorgängern sind sie überschaubar. Landschaftsbeschreibungen sind in diesem Band der Reihe eher selten, was ich schade finde.
Der Krimi spielt diesmal großteils in der Gegenwart. Nur kleine Rückblenden aus der Sicht eines Opfers, geben eine sehr bedrückende Story wieder, die zu Herzen geht.

Auch das Privatleben der Ermittler spielt eine Rolle und ist wieder Teil des Krimis. Hörður leidet unter dem Tod seiner Frau. Eigentlich wollte er sich eine Auszeit gönnen, doch er stürzt sich nun doch lieber in den neuen Fall. Und es gibt auch noch eine Überraschung, die ich natürlich nicht verraten möchte....nur eines: Elma gerät in Lebensgefahr

Die Spannungskurve steigt zum Schluss hin sehr an und hat mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Das Ende ist spannend und schlüssig.


Fazit:
Der dritte Teil der Reihe hat mir wieder besser gefallen als der Vorgänger und hat mich überzeugt hier weiterzulesen, falls es noch einen weiteren Band geben sollte.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

Mord auf der Schallaburg

Mostviertler Kaiserin
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Helmut Scharners neuer Mostviertel Krimi spielt wieder unmittelbar vor meiner Haustür. Diesmal wird auf der - von mir fünf Kilometer entfernten - Schallaburg gemordet. Ob ich bei meinem nächsten Besuch ...

Helmut Scharners neuer Mostviertel Krimi spielt wieder unmittelbar vor meiner Haustür. Diesmal wird auf der - von mir fünf Kilometer entfernten - Schallaburg gemordet. Ob ich bei meinem nächsten Besuch dort besonders vorsichtig sein muss?

"Mostviertler Kaiserin" ist der sechste Fall von Kommissar Brandner, der jedoch auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände gelesen werden kann.
Nach der aktiven Rennkarriere als Skifahrerin hat Simone Schnell gemeinsam mit ihren Jugendfreundinnen Alexandra und Martina das Trachten-Modelabel "Schnell und chic" gegründet. Während sie, die berühmte Skikaiserin, das Gesicht des Labels und für das Marketing zuständig ist, ist Alexandra Lanz Geschäftsführerin und erledigt alles Finanzielle. Martina Herzog ist die Designerin der modernen Trachten. Die Modenschau im Terrakottenhof des Renaissance-Schlosses Schallaburg soll ihre Kollektion bekannter machen und ins rechte Licht rücken. Doch nach der Vorführung wird die ehemalige Olympiasiegerin erdrosselt im Schlosspark aufgefunden. Tatwaffe: eine Dirndlschürze.

Major Brandner und seine junge Kollegin Annika Lindner werden zum Tatort gerufen. Die Aufregung ist groß! Die Presse sorgt für Wirbel und die Landeshauptfrau möchte eine möglichst schnelle Aufklärung des Mordes an der beliebten "Nationalheldin". Leopold und Annika geraten gehörig unter Druck, denn wirkliche Hinweise gibt es nicht. Die Liste der Verdächtigen ist dafür umso länger.
An erster Stelle steht "Bauer Trachten", die direkten Konkurrenten, die bereits Jahre in Amstetten ansäßig sind und nun in kurzer Entfernung von ihrem Geschäft den neuen Laden von "Schnell und chic" vor die Nase gesetzt bekommen. Es gibt aber auch die eine oder andere Kollegin aus dem ÖSV-Team, die Simone Schnell den Erfolg missgönnen könnte und selbst in den Ski-Olymp aufsteigen möchte...vorallem, wenn es ums Werbeeinnahmen geht. Außerdem gibt es da noch ihren Bruder Andreas, der sich ihr gegenüber zurückgesetzt fühlt und das Geld, welches ihre Eltern in Simones Skikarriere gesteckt haben, zurückhaben möchte.

Helmut Scharner hat, mit der nun zum zweiten Mal eingesetzten Annika Lindner, eine großartige Partnerin für Major Brandner erschaffen. Die auffällige Kollegin, mit ihrer tätowierten Rose am Kopf und der schwarzen Kleidung, ist erfrischend und hat etwas andere Ermittleransätze als Brandner. Ihre Figur ist sehr bildhaft und lebendig dargestellt und vermittelt den jungen Typ Frau, die sich nichts mehr gefallen lässt. Brandner, Familienvater von zwei Töchtern im Teenageralter, tut dies sichtlich gut.

Die von mir des öfteren kritisierten Gedankengänge der Ermittler, die in kursiver Schrift zu lesen sind, sind etwas eingeschränkt worden, was mir wesentlich besser gefällt.
Die wechselnden Perspektiven und die getrennt geführten Ermittlungen sorgen ebenfalls für Spannung und Dynamik.

An jeden Kapitelanfang steht das Datum und der jeweilige Ort, denn Brandner und Lindner sind in einigen Teilen des Mostviertels unterwegs. So kann man ihnen immer folgen und als Mostviertlerin kenne ich natürlich auch alle Locations, was es für mich noch interessanter macht.

Fazit:
Ein spannender Regionalkrimi unweit meiner Heimat, der zum Miträtseln einlädt. Die Regionalkrimis des Autors werden meiner Meinung immer besser und ich freue mich schon auf den nächsten Fall für Brandner und Lindner.

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Veröffentlicht am 28.02.2024

Ein etwas anderer Spionage-Krimi

Fünf Winter
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1941. Detective Joe McGrady, ehemaliger Captain der US-Streitkräfte, ist neu am Honolulu Police Department. Trotzdem bekommt er einen brutalen Mord an einem jungen Mann und seiner japanischen Freundin ...

1941. Detective Joe McGrady, ehemaliger Captain der US-Streitkräfte, ist neu am Honolulu Police Department. Trotzdem bekommt er einen brutalen Mord an einem jungen Mann und seiner japanischen Freundin als Fall zugesprochen, den er mit Kollegen Fred Bull bearbeiten soll. Bald entdeckt er, dass eine viel größere Geschichte hinter dem Mordfall steckt und er mitten drin steckt. Daraufhin begibt sich McGrady auf Mörderjagd. Diese beginnt mit einer Reise nach Hongkong und führt ihn später weiter nach Japan...

"Fünf Winter" bietet dem Leser sehr viele Sequenzen und der Fall ist äußerst komplex. Dieser führt Joe McGrady auf eine Reise nach Asien. Der erste Zwischenstop ist Hongkong, wo McGrady einiges über die Machenschaften hinter den Morden entdeckt. Er gerät in eine Falle und wird in Hongkong inhaftiert. Ein paar Tage später übernimmt die japanische Armee die Stadt und auch die inhaftierten Amerikaner und Engländer werden als Kriegsgefangene nach Tokio verfrachtet. Doch dann wird Pearl Harbour bombardiert und plötzlich steckt er als Amerikaner im "Feindesgebiet" fest. In Tokio verbringt McGrady einige Jahre, wo er die Japanerin Suchi kennenlernt und sich in sie verliebt. Ob er den fünf Winter zurückliegenden Doppelmord in Honolulu aufklären kann? Und ist er nach dieser langen Zeit überhaupt noch relevant?

Die Geschichte wird sehr nüchtern erzählt und man erkennt sehr schnell, dass der Autor Amerikaner ist. Alle Deutschen sind böse Nazis und mir fehlte es oft an Charaktertiefe der handelnden Figuren. Für mich würde dieser Krimi besser als Drehbuch für einen actionreichen Spionage-Thriller funktionieren.
Trotzdem wird der komplexe Krimi spannend erzählt und man fiebert mit Joe McGrady mit, dessen Feind ihm immer eine Nasenlänge voraus ist.

Spannend war die Sicht auf den Pazifikkrieg. Ein etwas anderer Blickwinkel, denn normaler Weise lesen wir über diese Zeit fast nur aus der Sicht Deutschlands oder Resteuropas. Im Krieg gibt es keine Sieger oder Kriegshelden, was ich dieser Geschichte und dem Autor zugute schreibe.
Auch die Kapitel in Japan sind sehr interessant erzählt, denn der Autor bringt uns dieses Land näher. Sprache und Kultur, sowie das schreckliche Finale des Zweiten Weltkrieges mit dem Abwurf der beiden Atombomben werden, sind großes Thema.

"Fünf Winter" wird mit den Worten beworben: "Ein gewaltiges Epos in Cinemascope Format. Letzteres kann ich bestätigen, denn als Film oder Serie könnte ich mir die Geschichte wirklich sehr gut vorstellen. Irgendwie wirkt es wie ein Hollywood-Klassiker.


Fazit:
Nicht das Highlight, das ich erwartet hatte, aber ein etwas anderer (Spionage)Krimi, der mir spannende Lesestunden gebracht hat. Außerdem einmal eine Geschichte, die man normaler Weise nicht so schnell liest.

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Veröffentlicht am 24.02.2024

Das getrennte Deutschland

Mauerträume
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Ich habe bereits einige Bücher gelesen, die sich um den Mauerbau, die Zeit der Trennung Berlins und auch dem Fall der Mauer beschäftigen.
Mit "Mauerträume" befinden wir uns in den 70er Jahren des letzten ...

Ich habe bereits einige Bücher gelesen, die sich um den Mauerbau, die Zeit der Trennung Berlins und auch dem Fall der Mauer beschäftigen.
Mit "Mauerträume" befinden wir uns in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Anni und ihre Schwester Paula wachsen mit ihren Eltern Marlies und Georg in Ostberlin auf. Georgs Schwester Gundula ist noch vor dem Mauerbau alleine in den Westen gegangen. Jeden Dienstag besucht sie die Familie und bringt Geschenke mit.
Anni liebt es zu zeichnen und obwohl sie Talent dazu hat und Kundstgeschichte studieren wollte, erhielt sie keinen Studienplatz. Anni arbeitet als Kellnerin in einem Restaurant am Müggelsee. Ihr Notizbuch mit ihren Skizzen und Zeichnungen hat sie jedoch immer dabei. Als sie eines Dienstags wieder zum Grenzübergang Friedrichstraße geht, um ihre Tante Gundula abzuholen, stößt sie mit dem Westdeutschen Erich zusammen. Dabei fällt ihr ihr Notizbuch aus der Tasche. Erich möchte es ihr nur unter der Bedingung zurückgeben, dass er sie zu einem Date einladen kann. Anni möchte allerdings keinen Westdeutschen näher kennenlernen.
Ihre Schwester Paula ist Klassenbeste und bekommt trotzdem keinen Platz an der EOS, weil sie den Staat kritisiert und verbotene Bücher liest, die ihr ihr Lehrer heimlich zusteckt. Da bekommt Paula vom Direktor der Schule ein Angebot. Wenn sie ihren Lehrer bespitzelt, erhält sie den gewünschten Platz am Gymnasium. Wird sich Paula darauf einlassen? Vater Georg arbeitet als einer der Letzten noch als Schuster in seiner eigenen Werkstatt, doch auch ihm wird das Leben schwer gemacht, während Marlies ihre privaten Tauschgeschäfte führt...

Annies und Paulas Familie steht für viele Familien in der ehemaligen DDR, die nicht ganz der Norm oder dem Wunsch der Obrigen entsprachen.
Als Leser begleiten wir die beiden Jugendlichen und ihre erhalten Einblicke in ihre Wünsche und Träume, die sich nicht oft mit denen des Staats vereinbaren lassen. Trotzdem fallen beide nicht wirklich auf und erst als Gundula fragt, was Glück für die Mädchen bedeutet, werden sie nachdenklich und überdenken ihr Leben. Dabei ist auch der Zusammenhalt der Familie ein großes Thema.

Kati Stephan beschreibt das Leben in der DDR sehr anschaulich und bildhaft. Der Schreibstil ist angenehm und eindringlich. Die Figuren sind sehr lebendig und trotzdem konnte ich nicht immer mit ihnen so mitfühlen, wie ich es gerne getan hätte. Leider verrät der Klappentext sehr viel bzw. hat er für mich eher den Touch einer Liebesgeschichte. Diese steht aber keineswegs im Vordergrund und bekommt erst zum Ende hin mehr Raum. Dieses letzte Viertel war mir dann auch fast etwas zu schnell abgehandelt, denn die Zeitsprünge geben ein etwas gerafftes Bild wieder.

Wer gerne mehr über die deutsch-deutsche Geschichte lesen möchte, dem empfehle ich die Trilogie von Farina Eden "Geteiltes Land".

Fazit:
"Mauerträume" erzählt vorallem über Träume und dem Zusammenhalt der Familie auf der anderen Seite der Mauer in Berlin der Siebziger Jahre. Gut rechercheirt und eindringlich erzählt, aber nicht mein Favorit der Romane, die ich bisher über die deutsch-deutsche Geschichte gelesen habe.

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