Profilbild von tkmla

tkmla

Lesejury Star
offline

tkmla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tkmla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Adresse des Todes

Nummer 138
0

„Nummer 138“ von Gavin Bell ist ein perfider und hochspannender Thriller, der Urängste triggert und zeigt, dass Sicherheit nur eine Illusion ist.
FBI-Agent Ben Walker ist sich spätestens nach dem vierten ...

„Nummer 138“ von Gavin Bell ist ein perfider und hochspannender Thriller, der Urängste triggert und zeigt, dass Sicherheit nur eine Illusion ist.
FBI-Agent Ben Walker ist sich spätestens nach dem vierten brutalen Mord unter der Anschrift Main Street 138 sicher, dass es sich hier um keinen unglücklichen Zufall handeln kann. Scheinbar wahllos verteilt im ganzen Land wurden unter genau dieser Adresse Menschen getötet und es ist absolut klar, dass das Morden nicht aufhören wird. Leider gibt es über 7.000 potenzielle Opfer, denn die Main Street ist einer der häufigsten Straßennamen in den USA. Obwohl die Polizei fieberhaft versucht, die Menschen zu schützen, verlieren Ben Walker und seine junge Kollegin Zoe Hill den Wettlauf gegen die Zeit. Erst als bei der New York Times ein Manifest des Täters eingeht, werden sich alle über die wahren Ausmaße der Taten klar.

Gavin Bell schafft es mit seinem fesselnden Schreibstil in kürzester Zeit, dass man förmlich an den Seiten klebt. Dabei setzt er nicht wie andere auf anfängliche Schockmomente, sondern steigert die Spannung langsam und kontinuierlich. Die beklemmende Atmosphäre zeigt sich auf Ermittler- und auf Opferseite überdeutlich, während der überlegene Täter weiter seine Fäden spinnt und schon neue Ziele im Visier hat.
Ich mag es ja, wenn aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Besonders bei diesem packenden Thriller kann man dadurch die Ängste der Bewohner und den Druck, der auf den Agenten lastet, hundertprozentig nachempfinden. Der Autor lässt in kurzer Zeit eine Verbindung zu den Charakteren entstehen, obwohl das Privatleben der Ermittler nicht wie bei anderen Büchern einen Großteil der Handlung einnimmt und beeinflusst. Ich habe trotzdem mit Ben, Zoe und Brody mitgefiebert, die alle total unterschiedlich sind, aber ein großartiges Team abgeben.
Die geschickt und hochspannend konstruierte Story ist so beängstigend, weil sie sehr nahe an der Realität schrammt. Nichts davon ist abwegig und auch die Auflösung kommt überraschend und absolut schlüssig. Die kurzen Kapitel lassen nie irgendwelche Längen entstehen und machen das Buch zu einem echten Pageturner.

Mein Fazit:
Düster, packend und verstörend. Klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2026

Dunkle Geheimnisse

Unmasking Billionaires’ Row
0

„Unmasking Billionaires‘ Row“ von Kathinka Engel ist der mitreißende Auftakt ihrer aufregenden New Adult Reihe London Elite.
Einst gehörte Kit Sterling zu den Bewohnern der Billionaires‘ Row, doch dann ...

„Unmasking Billionaires‘ Row“ von Kathinka Engel ist der mitreißende Auftakt ihrer aufregenden New Adult Reihe London Elite.
Einst gehörte Kit Sterling zu den Bewohnern der Billionaires‘ Row, doch dann sorgt ein Fehler ihres Vaters dafür, dass sie zur Ausgestoßenen wurde. Seitdem hält sich Kit lieber fern, obwohl sie als Pflegetochter der Milliardärsfamilie Melville unendliche Möglichkeiten hätte. Der Tod ihres entfremdeten Vaters führt Kit wieder zurück und ein Brief sorgt bei ihr für Zweifel, ob er damals wirklich der Bösewicht in der Geschichte war. Kit will Antworten und glaubt diese bei dem angebotenen Job bei Titan Media, dem einflussreichen Medienkonzern der Melvilles, zu finden. Leider untersteht sie dabei direkt Killian Melville, dem ältesten Sohn der Familie, der aus seinem Hass auf Kit kein Geheimnis macht. Doch nicht alles ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Die neue Reihe von Kathinka Engel konnte mich mit ihrem packenden Auftakt voller Geheimnisse und Twists absolut umhauen. Aber Kathinka wird ihrem Nachnamen absolut nicht gerecht, wenn ich an den wirklich bösen Cliffhanger denke, der eher teuflisch ist. Ich will am liebsten sofort weiterlesen, denn die Story um Kit ist unglaublich spannend und nichts ist, wie es scheint.
Der Hauptteil der Handlung wird direkt aus der Perspektive von Kit erzählt, der man sich dadurch von Anfang an verbunden fühlt. Ich konnte ihre Gefühle und Beweggründe komplett nachvollziehen und ich bewundere an ihr, dass sie sich nie unterkriegen lässt.
Es gibt noch eine zweite Perspektive, die mich echt überrascht hat und die für eine noch fesselndere Dynamik sorgt. Ich spoilere aber nicht und jeder sollte das Buch unbedingt selbst lesen. An jeder Ecke warten ein neuer Twist und ein dunkles Geheimnis und nicht nur einer der Charaktere konnte mich überraschen.
Der Mix aus Suspense, tiefen Emotionen und natürlich auch Romance ist hundertprozentig gelungen. Ich warte sehnlichst auf die Fortsetzung, damit endlich alle offenen Fragen beantwortet werden.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2026

Gegensätze

Falls Boys
0

„Falls Boys“ von Penelope Douglas ist der erste Band ihrer neuen Hellbent Reihe.
Die achtzehnjährige Aro ist auf der falschen Seite der Stadt aufgewachsen und musste sich schon immer allein durchs Leben ...

„Falls Boys“ von Penelope Douglas ist der erste Band ihrer neuen Hellbent Reihe.
Die achtzehnjährige Aro ist auf der falschen Seite der Stadt aufgewachsen und musste sich schon immer allein durchs Leben schlagen. Sie tut, was sie tun muss, um zu überleben. Bei einem aus dem Ruder gelaufenen Auftrag für ihre Gang wird sie jedoch ausgerechnet von Hawke Trent gerettet, dem Golden Boy der Stadt, der quasi der Inbegriff eines einflussreichen Rich Kids ist. Durch seine Einmischung landet er jedoch ebenfalls im Visier der Polizei und der Gangster, zwischen denen die Grenzen eindeutig verschwommen sind. Hawke nimmt Aro mit in sein Versteck, eine verlassene Geheimbar. Hier müssen beide ihre gegenseitigen Vorurteile überdenken und kommen sich Tag für Tag näher.

Die Hellbent Serie ist ein Spin off zu ihrer Fall Away Reihe und ich musste feststellen, dass es von Vorteil ist, wenn man diese gelesen hat. Die Story spricht immer wieder Dinge an, die man als Neueinsteiger verwirrend finden kann, vor allem, wenn man die Zusammenhänge und die Dynamik in der gesamten Stadt und den Familien der Hauptcharaktere nicht kennt.
Bad Girl trifft Golden Boy und beide sind überhaupt nicht so, wie sie es vom anderen erwartet haben. Natürlich gibt es nach kurzer Zeit eine fast schon magische Anziehung, die die beiden gegen alle Widerstände ankämpfen lassen. Ich mochte sowohl Aro als auch Hawke, der mich als Charakter eindeutig überrascht hat. Aber auch die Nebenfiguren haben jede Menge Potenzial, welches bisher nur an der Oberfläche angekratzt wurde.
Ich bin ein Fan der Autorin und ihrer explosiven Lovestorys. Für meinen Geschmack hätte die Hintergrundgeschichte um die offenen und versteckten Konflikte der Stadt aber noch ein wenig tiefer ausgebaut werden können. Vieles wird zu schnell und einfach abgebügelt, aber vielleicht kommen an dieser Stelle wieder die fehlenden Vorkenntnisse um die Fall Away Reihe ins Spiel. Man hat beim Lesen einfach das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, aber trotzdem konnte mich die Geschichte um Aro und Hawke abholen.

Mein Fazit:
Trotz kleiner Abstriche gern mehr vom Carnival Tower. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2026

Packende Fortsetzung

The Wicked and the Damned
0

„The Wicked and the Damned“ von Rebecca Robinson ist die mitreißende Fortsetzung ihrer Dark Inheritance Trilogie.
Um ihrem Ehemann das Leben zu retten, hat Vaasa alles geopfert, wofür sie gekämpft hat. ...

„The Wicked and the Damned“ von Rebecca Robinson ist die mitreißende Fortsetzung ihrer Dark Inheritance Trilogie.
Um ihrem Ehemann das Leben zu retten, hat Vaasa alles geopfert, wofür sie gekämpft hat. Magielos und in Ketten ist sie im Kerker ihrer alten Heimat gelandet, wo sie für Ozik, den alten Berater ihres Vaters, zur Schachfigur geformt werden soll. Immerhin ist sie immer noch die Erbin, doch nur ihr Ehemann kann auf den Thron von Asteria sitzen. Also hat Ozik alle Verbindungen zu Reid annulliert und sucht nun einen passenden reichen und manipulierbaren Lord, der formell herrscht, während Ozik alle Strippen im Hintergrund zieht. Währenddessen würde Reid die gesamte Welt niederbrennen, um seine Frau zu retten. Doch ein offener Krieg wäre zu langwierig und schwierig, und so findet er einen anderen Weg, um Vaasa nah zu sein.

Rebecca Robinson schließt mit der Handlung fast nahtlos an den Auftaktband an und sie weiß, wie man geschickt mit Hoffnungen spielt. Wie auch im ersten Band zieht einen ihr fesselnder Schreibstil ab der ersten Seite in einen fast schon magischen Sog, so dass man das Buch gar nicht zur Seite legen kann. Außerdem musste ich unbedingt wissen, wie die Geschichte von Reid und Vaasa weitergehen wird.
Vaasa wird wieder auf Anfang zurückgeworfen, aber diesmal ist es noch schlimmer, denn ihre gesamte Familie ist tot und sie hat niemandem, dem sie vertrauen kann. Sie muss sich auf ihre hart antrainierten Fähigkeiten verlassen, von denen sie hoffte, sie niemals wieder einsetzen zu müssen. Ich finde ihren Charakter unglaublich stark und widerstandsfähig. Vaasa ist eine wahre Königin und niemand sollte sie unterschätzen.
Reid ist ebenso stark und das perfekte Gegenstück für Vaasa. Leider müssen sie die meiste Zeit getrennt agieren, so dass sich ihre Beziehung nur in ausgewählten Momenten weiterentwickeln kann. Mir hat aber sehr gefallen, dass beide fest zu ihren Gefühlen stehen und dies auch immer klar kommunizieren, damit keine dummen Missverständnisse aufkommen.
Die Fortsetzung steckt voller überraschender Twists, mit denen ich niemals gerechnet hätte. Dieser Mittelteil ist absolut kein Füllmaterial, sondern er steht dem Auftakt in Spannung, Action, Brutalität und Dramatik in nichts nach. Aber auch emotional konnte er mich komplett überzeugen, denn sowohl die die Hauptcharaktere als auch die Nebenfiguren sind authentisch, tiefgründig und voller interessanter Facetten. Der unerbittliche Kampf um den Thron hat begonnen und darüber hinaus dürfen wir uns auf jede Menge gute und böse Überraschungen freuen. Die Spieler für das Finale sind positioniert und hoffe, die Wartezeit auf den Showdown wird nicht allzu lang dauern.

Mein Fazit:
Absolut ganz klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sternchen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2026

Jagdfieber

Willing Prey
0

„Willing Prey“ von Allie Oleander ist eine spicy Dark Romance, in der ein spezieller Kink für Jagdfieber und Herzklopfen sorgt.
Die Sportlehrerin Claire Collins kellnert eigentlich immer in den Sommerferien, ...

„Willing Prey“ von Allie Oleander ist eine spicy Dark Romance, in der ein spezieller Kink für Jagdfieber und Herzklopfen sorgt.
Die Sportlehrerin Claire Collins kellnert eigentlich immer in den Sommerferien, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Aber dieses Jahr hat sie einen etwas anderen Nebenjob, mit dem sie endlich ihr drückendes Studiendarlehen abzahlen könnte. Für 30.000 Dollar und 30 Tage lässt sie sich vom Boss ihres Ex-Mannes als willige Beute durch den Wald jagen. Claire kennt dieses Spiel bereits und sie liebt Primal Play. Aber sie hatte noch nie einen Jäger wie Shane Underwood, der sie schon früher fasziniert hat. Shane ist attraktiv, analytisch und scheinbar gefühlskalt. Aber im Wald wird er zu einer völlig anderen Person und Claire kann von ihm nicht genug bekommen.

Primal Play ist vielleicht ein sehr spezieller Kink, aber Allie Oleander schafft es mit ihrem Buch, ihn völlig normal und unaufgeregt darzustellen. Wichtig ist einfach, dass sich erwachsene Menschen völlig freiwillig und mit gegenseitigem hundertprozentigen Consent darauf einlassen, und das ist hier der Fall. Gleichzeitig stehen die Jagd und die spicy Szenen zwar im Fokus, aber es geht auch um so viel mehr und es wird tiefgründig und sehr berührend.
Claire ist eine starke Hauptfigur, die sich nach ihrer schweren Enttäuschung nicht unterkriegen lässt und endlich wieder ihren Bedürfnissen nachgeht. Sie mag in die Rolle des schwachen Rehleins schlüpfen, aber sie ist tougher und cleverer, als man von einer vermeintlichen Beute erwarten würde. Shane ist der unnahbare Anwalt und ein Workaholic, dessen Obsession für Claire nun endlich erfüllt wird. Es ist einfach zu süß, wie unbeholfen er flirtet und seine Traumfrau für sich erobern will. Das ganze Ausmaß seines Plans erfährt man erst im Laufe der Handlung. Dabei sind die wechselnden Perspektiven hilfreich, die die Gedanken und Emotionen der Hauptcharaktere greifbar machen.
Ich mag die langsame Entwicklung der Beziehung von Claire und Shane, bei denen die funkensprühende Chemie von Anfang an zu spüren ist. Beide stehen mitten im Leben, aber das macht die Annäherung vielleicht noch komplizierter. Es gibt kein Unter- oder Überordnungsverhältnis, was mir sehr gefallen hat. Beide agieren auf Augenhöhe, respektieren sich und zeigen auch ihre verletzlichen Seiten. Und das macht dieses Buch so besonders und unbedingt lesenswert.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere