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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2019

Schöner Abschluss

Limonadenträume
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Avery und Cade verbindet mehr als nur Liebe. Seit ihrer Kindheit sind sie schon beste Freunde. Daher ist es umso unverständlicher, dass Cade Avery nach ihrem erneuten Zusammenkommen nach zwölf Jahren Trennung ...

Avery und Cade verbindet mehr als nur Liebe. Seit ihrer Kindheit sind sie schon beste Freunde. Daher ist es umso unverständlicher, dass Cade Avery nach ihrem erneuten Zusammenkommen nach zwölf Jahren Trennung wieder das Herz bricht.
Avery sammelt die Scherben auf und versucht, einfach ihr Leben weiter zu leben. Doch ständig trifft sie in Boston auf Cade, der sie irgendwie nicht in Ruhe lassen kann. Offiziell hat er sich für seine Freundin Melinda und gegen Avery entschieden, wenn auch nicht freiwillig. Doch über die wahren Gründe, seiner für Außenstehende nicht nachvollziehbaren Entscheidung, hält sich Cade bedeckt.

Limonadenträume von Annie Stone ist der zweite Band um die Lovestory von Avery und Cade, der direkt an den heftigen Cliffhanger des ersten Bandes anschließt. Man fragt sich, wie viel Avery noch ertragen muss und wie viele Chancen sie Cade noch geben wird. Die Energie und die Liebe zwischen den beiden Protagonisten sind beim Lesen spürbar. Man fühlt mit Avery mit, die erneut vor den Scherben ihrer Beziehung steht. Genauso kann man aber Verständnis für Cade und seine Entscheidungen aufbringen. Vor allem die eingefügten Rückblicke lassen einen Blick auf das Gefühlsleben von Cade zu.
Die Autorin versteht es, die Charaktere sympathisch und authentisch dazustellen. Der Schreibstil liest sich sehr gut. Es wird noch einmal spannend, ob es am Ende doch noch ein Happy End für das Traumpaar geben wird.
Mir hat dieser Abschluss der Geschichte sehr gut gefallen und ich kann den Zweiteiler nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 23.07.2019

Vierter Fall für Bergmann

Die stille Tochter
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In einem See in Norwegen wird die Leiche der seit 1982 verschwundenen Christel Heinze gefunden. Kommissar Tommy Bergmann ist der erste Ermittler am Tatort und gerät dadurch in einen alten unaufgeklärten ...

In einem See in Norwegen wird die Leiche der seit 1982 verschwundenen Christel Heinze gefunden. Kommissar Tommy Bergmann ist der erste Ermittler am Tatort und gerät dadurch in einen alten unaufgeklärten Fall, der ungeahnte Kreise zieht. Christel Heinze war Schwimmerin der DDR und floh 1975 bei einem Sportwettkampf in Oslo. Einige Jahre später wird sie vom KGB aufgespürt und erpresst. Sie muss als Spionin des russischen Geheimdienstes arbeiten. Bis sie 1982 auf einmal spurlos verschwindet.
Als kurz nach Christels Auffinden ein weiterer ehemaliger russischer Agent brutal ermordet wird, soll Tommy im geheimen Auftrag der Regierung diskret ermitteln. Dabei gerät er in die tief verzweigten Ausläufer des kalten Krieges, die auch in der Gegenwart noch großen Einfluss haben.

Der vierte Teil um den streitbaren Kommissar Tommy Bergmann macht nach dem letzten Band einen großen Zeitsprung von zehn Jahren. Noch nie wirkte Tommy Bergmann so ruhig und gesetzt. Mit Susanne hat er seinen festen Anker im Leben gefunden. Doch ganz kann er seine alten Gewohnheiten nicht ablegen und gerät bei seinen Ermittlungen schnell wieder in Schwierigkeiten. Er agiert nicht mehr ganz so rücksichtslos wie in der Vergangenheit. Mittlerweile kann ich sogar etwas Sympathie für ihn aufbringen.
Der Fall geht tief zurück in die deutsch-deutsche Geschichte. Die Handlung läuft parallel in der Gegenwart und in der Vergangenheit von 1975 bis 1982. Gard Sveen versteht es, eine spannende Geschichte zu erzählen. Man muss aber hochkonzentriert bei der Sache bleiben, denn sonst verliert man bei den vielen Namen und Personen schnell den Überblick.
Meiner Ansicht nach ist es von Vorteil, wenn man die vorangegangenen Teile kennt. Gerade für die Entwicklung des Charakters von Tommy Bergmann und seiner Beziehungen zu Susanne und Reuter ist es interessant, wenn man weiß, was in der Vergangenheit vorgefallen ist.
Mir hat der vierte Band der Reihe sehr gut gefallen. Ich fand sowohl den Zeitsprung, als auch die Handlung, die mal eine ganz andere Richtung einschlug, sehr spannend. Für Kenner der Reihe ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

Veröffentlicht am 20.07.2019

Tolle alltagstaugliche Rezepte

Brot backen mit Christina
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Dies ist nun schon mein zweites Backbuch aus der Feder von Christina Bauer und auch diesmal bin ich von ihr und ihren großartigen Rezepten total begeistert.
Diesmal widmet sich Christina speziell dem Brotbacken. ...

Dies ist nun schon mein zweites Backbuch aus der Feder von Christina Bauer und auch diesmal bin ich von ihr und ihren großartigen Rezepten total begeistert.
Diesmal widmet sich Christina speziell dem Brotbacken. Dabei kommen nicht nur Klassiker, wie Vollkorn- oder Sauerteigbrot, zum Zuge, sondern die unterschiedlichsten Varianten von Broten. Es ist für jeden Geschmack und Anlass etwas dabei. Bei der Auswahl des passenden Brotes hilft die thematische Gliederung der Rezepte nach Hauptzutaten.
Die Rezepte sind wirklich kinderleicht und auch für ungeübte Bäcker gut nachvollziehbar. Die Arbeitsschritte sind verständlich beschrieben und übersichtlich gegliedert. Die Zutaten sind wahrscheinlich fast überall erhältlich, außer vielleicht die eher seltenen Mehlnummern. Aber auch das ist kein großes Problem, denn es funktioniert auch mit Alternativen. Für die österreichischen Zutatenbezeichnungen gibt es zusätzlich die passende Übersetzung, damit nichts schiefgeht.
Das Buch ist wie immer wunderschön gestaltet und enthält tolle Fotos. Zu meiner großen Freude sehen die Backergebnisse tatsächlich fast so schön aus, wie die Fotos versprechen. Das ist ja leider nicht immer der Fall, aber hier zum Glück schon.
Zu Beginn des Buches werden einige wichtige Grundlagen und Basics erläutert, die überaus hilfreich sind. Zusätzlich gibt es zu jedem Rezept nützliche Hinweise und Tipps.
Mir gefällt an den Rezepten besonders, dass sie so einfach und alltagstauglich sind. Trotzdem sind die Backergebnisse superlecker und sehen einfach toll aus. So kann man auch mit simplen Rezepten mächtig Eindruck machen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Backergebnisse ruckzuck verputzt sind.
Schon das letzte Backbuch zum Thema Kuchen ist bei uns ständig im Einsatz. Und auch diese Ausgabe zum Brotbacken wird in der Küche einen festen Platz erhalten.
Von mir gibt es für dieses wunderschöne und alltagstaugliche Backbuch eine klare Empfehlung und volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 20.07.2019

Ein echter Traumprinz

Herz trifft Prinz
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Die Journalistin Ellen ist frustriert. Zum einen hat es ihr verheirateter Freund, der Bestsellerautor Noah Sanders, auch nach mittlerweile zwei Jahren noch nicht geschafft, sich endlich von seiner Frau ...

Die Journalistin Ellen ist frustriert. Zum einen hat es ihr verheirateter Freund, der Bestsellerautor Noah Sanders, auch nach mittlerweile zwei Jahren noch nicht geschafft, sich endlich von seiner Frau zu trennen. Zum anderen will ihre knallharte Chefin Ellens intensiv recherchierte und gefühlvolle Portraits über besondere Menschen, die sonst nie im Rampenlicht stehen, nicht mehr drucken. Es zählen nur noch effekthaschende und oberflächliche Schlagzeilen über Promis und Königshäuser. Als Ellen durch Zufall herausfindet, dass der sympathische Hotdog-Verkäufer Jamal in Wahrheit ein waschechter Kronprinz einer Südseeinsel ist, scheint zumindest eines ihrer Probleme gelöst. Ellen überredet Jamal zu einer Fototour, bei der sie heimlich eine Artikelserie über ihn schreibt. Doch je mehr Zeit sie mit Jamal verbringt, desto mehr plagt sie ihr schlechtes Gewissen. Denn irgendwie hat sich der Prinz in ihr Herz geschlichen.

Anna Fischer hat auch mit Herz trifft Prinz wieder genau den richtigen Ton getroffen. Dieser romantische und unterhaltsame Liebesroman ist genau die passende Wohlfühlliteratur für herzerwärmende Lesestunden.
Ellen ist eine sehr sympathische Protagonistin, deren Gefühlswirrwarr absolut nachvollziehbar ist. Tief im Herzen hofft sie immer noch auf die Versprechungen ihres verlogenen Freundes und versucht, sich die Situation schönzureden. Bei ihrem Job geht es schlicht um ihre berufliche Existenz, bei der die Gefühle eines ihr unbekannten, wenn auch sympathischen Prinzen, zunächst für Ellen eine untergeordnete Rolle spielen. Die Entwicklung ihrer Gefühle und die Neuausrichtung ihrer Lebenseinstellung sind im Buch schön beschrieben. Mir hat auch die Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte besonders gut gefallen.
Jamal kann wirklich nur ein fiktiver Traumprinz sein. Einen solchen durch und durch guten und perfekten Mann kann es im wahren Leben gar nicht geben. Das ist aber nicht schlimm, denn zu perfekt ist auch langweilig. Wobei Jamal im Buch alles andere als langweilig ist. Er sieht viele Dinge, die wir als selbstverständlich nehmen, aus einer anderen Perspektive und bringt damit nicht nur Ellen zum Nachdenken.
Für die größte Unterhaltung sorgen diesmal die Nebencharaktere, allen voran der verrückte Sharky.

Natürlich ist die Geschichte übertrieben romantisch und total unrealistisch. Aber das ist doch vollkommen egal. Ich konnte bei diesem Buch wieder viel lachen und mich am herzigen Happy End erfreuen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 20.07.2019

Wunderschöne Liebesgeschichte

Wind in deinen Segeln
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Nach einem Autounfall steht Emerald mitten in der Nacht auf einer einsamen Straße. In einer Bar im nächstgelegenen Ort trifft sie auf den schweigsamen Gabriel, der nur widerwillig ihr kaputtes Auto in ...

Nach einem Autounfall steht Emerald mitten in der Nacht auf einer einsamen Straße. In einer Bar im nächstgelegenen Ort trifft sie auf den schweigsamen Gabriel, der nur widerwillig ihr kaputtes Auto in seine Werkstatt abschleppt. Emerald fehlt das Geld, um den Schaden reparieren zu lassen. Genau genommen hat sie nicht einmal die Mittel, um in einem Motel zu übernachten. Also schleicht sie sich heimlich in die Werkstatt und übernachtet dort. Das passt Gabriel überhaupt nicht, der sie am liebsten sofort loswerden möchte. Sein abweisendes Verhalten irritiert Emerald, die sich trotzdem stark von ihm angezogen fühlt. Aber nicht nur Gabriel verheimlicht etwas, auch Emerald hält die wahren Gründe ihrer dringenden Reise vor ihm zurück.

Jessica Winter hat eine wunderschöne Liebesgeschichte mit zwei tollen Protagonisten geschaffen, die einem wirklich ans Herz geht. Em und Gabe haben beide traumatische Erfahrungen in den vergangenen Jahren machen müssen. Sie versuchen, nach vorn zu blicken, und ihrem Leben eine positive Wendung zu geben. Es ist wundervoll beschrieben, wie sich beide dabei gegenseitig Halt geben, wenn es sonst niemand tut. In ihren dunkelsten Stunden lassen sie den letzten Funken Hoffnung beim anderen nicht ausgehen.
Der emotionale Schreibstil liest sich sehr gut. Man ist ganz nah bei den Figuren und fühlt mit ihnen mit. Die Zeichnung der teils gebrochenen Charaktere ist der Autorin hervorragend gelungen. Die Entwicklung der Figuren über die Handlung hinweg wirkt authentisch und glaubwürdig.
Zu Beginn wusste ich nicht, dass es sich um einen Zweiteiler handelt. Daher hätte ich am Ende des Buches fast in den Reader gebissen, als Jessica Winter die Leser mit einem unheimlich heftigen Cliffhanger zurücklässt. Umso mehr fiebere ich dem zweiten Band entgegen, der die dramatische Geschichte von Em und Gabe weitererzählt.
Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen. Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und volle Punktzahl.