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Veröffentlicht am 31.05.2025

Fehler oder Chance

The Wrong Bride
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„The Wrong Bride“ von Catharina Maura ist der gelungene Auftakt ihrer emotionalen The Windsors Reihe.
Die Matriarchin der Familie Windsor bleibt der uralten Tradition treu, ihre Enkel durch arrangierte ...

„The Wrong Bride“ von Catharina Maura ist der gelungene Auftakt ihrer emotionalen The Windsors Reihe.
Die Matriarchin der Familie Windsor bleibt der uralten Tradition treu, ihre Enkel durch arrangierte Ehen zu noch mehr Macht und Einfluss zu verhelfen. Einst sollte Raven ihren besten Freund Ares Windsor heiraten, in den sie auch unsterblich verliebt war. Doch dann lernte er ihre ältere Schwester Hannah kennen und Ravens Träume von einer gemeinsamen Zukunft zerbrachen. Fünf Jahre später steht die Hochzeit an und Raven quält sich immer noch mit ihren Gefühlen. Doch dann taucht Hannah bei der Hochzeit nicht auf und Raven wird gezwungen, als Braut einzuspringen. Nun ist sie doch Mrs. Ares Windsor geworden, aber damit erfüllt sich kein Traum, sondern eher ein Albtraum. Schließlich ist Raven nur zweite Wahl für den Mann, den sie immer geliebt hat.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber ich habe mir schon weitere von ihr vorgemerkt. Es ist offensichtlich, dass einige Charaktere buchübergreifend auftauchen und ich bin einfach neugierig auf deren Geschichten. Das Grundthema dieser Reihe sind die von Grandma Windsor arrangierten Ehen, mit denen sich ihre Enkel relativ widerspruchslos abgefunden haben. Das war für mich weniger nachvollziehbar, da diese Ansichten und Familienwerte doch sehr aus der Zeit gefallen erscheinen. Aber sie geben einen interessanten Stoff für abwechslungsreiche Romances ab, also will ich mich nicht beschweren.
Raven tat mir fast das gesamte Buch lang leid, denn sie ist in ihrer Familie immer nur zweite Wahl gewesen und die unzulängliche Ersatzspielerin. Diese negativen Glaubenssätze sind derart tief in ihr verwurzelt, dass sie eine Art Tunnelblick entwickelt hat und ihren wahren Wert gar nicht mehr erkennen kann. Bereits kleine toxische Impulse ihrer Schwester oder Mutter reichen aus, damit sich Raven erneut in düsteren Negativspiralen befindet, obwohl Ares sein Bestes tut, um sie aus ihren Ängsten und Selbstzweifeln zu reißen.
Ares mochte ich ehrlich gesagt am Anfang überhaupt nicht. Er schien blind für Ravens Gefühle und wirkte auf mich ziemlich egoistisch. Dass dies überhaupt nicht so ist, entdecken wir erst im Laufe der Handlung, genau wie andere überraschende Enthüllungen, vor allem gegen Ende.
Die Beziehung von Ares und Raven gleicht einer Gefühlsachterbahn, deren Dynamik im Mittelteil etwas stagniert. Dafür wird es gegen Ende nochmal richtig spannend und nun bin ich sehr neugierig auf den nächsten Windsor.

Mein Fazit:
Eine interessante Familie voller Potenzial. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Nanny zum Verlieben

Doctor Single Dad
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„Doctor Single Dad“ von Louise Bay ist der fünfte und finale Band ihrer romantischen Doctor Reihe, in der der letzte Single der Familie Cove sein perfektes Match findet.
Dax Cove ist Arzt und in der Forschung ...

„Doctor Single Dad“ von Louise Bay ist der fünfte und finale Band ihrer romantischen Doctor Reihe, in der der letzte Single der Familie Cove sein perfektes Match findet.
Dax Cove ist Arzt und in der Forschung tätig, der er sein gesamtes Leben verschrieben hat. Im Gegensatz zu seinen Brüdern ist er mit seinem spärlichen Privatleben absolut zufrieden, zumindest bis ihn ein folgenreicher Anruf ereilt. Ein One-Night-Stand vor neun Monaten hatte offenbar weitreichende Folgen und plötzlich ist Dax alleinerziehender Vater einer neugeborenen Tochter. Völlig überfordert und mit dem Vorsatz, sein altes Leben einfach weiterzuführen, engagiert Dax die kompetente Eira als Nanny. Eira ist absoluter Profi, denn sie hat sie auch schon immer um ihre beiden jüngeren Geschwister gekümmert. Leider gerät ihre Professionalität bei Dax ständig ins Wanken, denn der heiße Single-Dad kommt ihr immer näher und macht aus seinen Gefühlen kein Geheimnis. Dabei steht für Eira jedoch sehr viel auf dem Spiel.

Leider ist die unterhaltsame Reihe mit diesem Teil schon zu Ende, denn ich habe die warmherzige und unkonventionelle Familie Cove echt ins Herz geschlossen. Die amüsanten Kabbeleien und witzigen Schlagabtausche zwischen den Familienmitgliedern machen viel Spaß und sorgen immer wieder für Lacher.
Nesthäkchen Dax ist wahrscheinlich der Ruhigste und Verschlossenste, denn er hält sich stets zurück und wahrt seine stoische Fassade. Erst im Laufe der Handlung wird deutlich, dass er überhaupt nicht gefühlskalt oder emotionslos ist, sondern seine Verletzlichkeit einfach nur gut verbirgt. Die Konfrontation mit seiner süßen Tochter zwingt ihn jedoch aus seiner selbst gewählten Komfortzone und bringt ganz neue Seiten zum Vorschein.
Eira ist die geborene Kümmerin, die ihre eigenen Bedürfnisse stets hintenanstellt. Sie agiert unsichtbar im Hintergrund und ist oft der rettende Engel. Ich konnte ihre Ängste nachvollziehen, denn eine Beziehung mit ihrem Arbeitgeber ist gerade für sie ein großes Risiko. Letztendlich steht aber hauptsächlich ihr Herz auf dem Spiel und wir dürfen gespannt sein, wie sie sich entscheidet.
Louise Bay lässt einen tief in die widerstreitenden Emotionen ihrer Charaktere blicken und stellt die Entwicklung der beiden absolut glaubwürdig dar. Ich mag die Chemie zwischen Eira und Dax, die einfach zuckersüß zusammen sind. Die warmherzige Lovestory bildet ein gelungenes Finale und einen großartigen Abschluss für diese tolle Familie.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Hassliebe

Wild Velocity
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„Wild Velocity“ von Ava Avery ist der sechste und abschließende Band ihrer Titan Racing Legacy Reihe.
Skye Whitmore ist Catering-Chefin des Titan Racing Teams und liebt ihren Job, der sie um die ganze ...

„Wild Velocity“ von Ava Avery ist der sechste und abschließende Band ihrer Titan Racing Legacy Reihe.
Skye Whitmore ist Catering-Chefin des Titan Racing Teams und liebt ihren Job, der sie um die ganze Welt führt, über alles. Zumindest hat sie ihn geliebt, bis sie ihren größten Erzfeind aus der Vergangenheit trifft, der vom Team als neuer Fahrer engagiert wurde. Austin Ashcroft war jahrelang ihr größter Konkurrent, der keine Sekunde ausließ, um Skye zu beleidigen oder ihre Erfolge herabzuwürdigen. Schon beim ersten Wiedersehen wird klar, dass sich Austin kein Stück geändert hat, und scheinbar immer noch Spaß daran hat, Skye zu quälen. Dabei ahnt Skye nicht, dass Austin nur so tut, als würde er Skye hassen, um seine wahren Gefühle für sie zu verbergen. Und auch Skye hat einige Geheimnisse vor Austin, die sie ihm niemals offenbaren möchte.

Mit diesem Teil müssen wir uns nun vom Rennzirkus der Serie del Rey verabschieden und es wird noch einmal sehr emotional und dramatisch. Skye ist die letzte der fünf Freundinnen, die ihr Herz noch nicht verschenkt hat, und die zurückhaltende Catering-Chefin hat mich in diesem Buch mehr als überrascht.
Skye hat eine wirklich spannende Vergangenheit, mit der ich gar nicht gerechnet hätte. Selbst vor ihren engsten Freundinnen hat sie diese geheim gehalten und erst ihr Erzfeind aus ihrer Jugend bringt alles ans Licht. Wobei einige Geheimnisse erst gegen Ende enthüllt werden und das Gefühlschaos noch stärker werden lassen.
Bei Austin hatte ich gemischte Gefühle, denn seine Kindergarten-Taktik, das Mädchen, welches er liebt, lieber zu ärgern, als ihr seine Gefühle zu gestehen, ist oft absolut drüber und verletzend. Wenn Skye dies jahrelang mitmachen musste, frage ich mich ernsthaft, wie sie überhaupt noch Gefühle für ihn haben kann. Aber echte Liebe verzeiht offenbar alles und so steuern beide doch noch auf ein Happy End zu. Ob sie dabei aber noch aus der Kurve gerissen werden, sollte man unbedingt selbst lesen.
Der Abschlussband rundet die Reihe gelungen ab und hat mir sehr gefallen. Die Rennatmosphäre ist perfekt eingefangen und es fällt schwer, sich da nicht mitreißen zu lassen.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Fancy Face

Wild Eyes
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„Wild Eyes“ von Elsie Silver ist der zweite Band ihrer romantischen Small Town Romance Reihe Rose Hill.
Für die bekannte Sängerin Skylar Stone ist ihr Leben gerade förmlich implodiert, denn die Menschen, ...

„Wild Eyes“ von Elsie Silver ist der zweite Band ihrer romantischen Small Town Romance Reihe Rose Hill.
Für die bekannte Sängerin Skylar Stone ist ihr Leben gerade förmlich implodiert, denn die Menschen, denen sie eigentlich am meisten vertraut hat, haben sie jahrelang benutzt und verraten. Skylar ist ausgebrannt und verzweifelt und so flieht sie spontan in die abgelegene Kleinstadt Rose Hill, wo sie Abstand gewinnen will und sich neu sortieren muss. Stattdessen schlittert sie gleich bei ihrer Ankunft in eine neue Katastrophe, aus der sie in letzter Sekunde von dem attraktiven Cowboy Weston Belmont gerettet wird. West ist der erste Mensch, der ihr wirklich zuhört und ihre Meinung respektiert. Und so ist es kein Wunder, dass Skylar bald ihr Herz an den heißen Single-Dad verliert. Aus Freundschaft wird bald mehr, aber ihr altes Leben holt Skylar leider mit aller Gewalt ein.

Elsie Silver kämpft sich schnell an die Spitzenposition, wenn es um gefühlvolle und romantische Small Town Romances geht, die auch noch humorvoll und funkensprühend sind. Ich liebe ihren lockeren und leichten Schreibstil und ihre absolut liebenswerten Charaktere.
Ich gebe zu, dass der erste Auftritt von Skylar zum absoluten Kopfschütteln war, aber sie ist keinesfalls das oberflächliche und naive Pop-Sternchen, wie es zunächst scheint. Je stärker man hinter ihre künstliche Fassade blickt und sie besser kennenlernt, desto mehr schließt man sie ins Herz und versteht ihre tiefe Unsicherheit und Einsamkeit. Es ist zum Dahinschmelzen, wie sie ab der ersten Sekunde eine enge Verbindung zu Westons Kindern aufbaut, die über bloße Sympathie weit hinausgeht.
West ist hinter seiner abenteuerlustigen und impulsiven Fassade ein wirklicher Traum-Book-Boyfriend, der seine verletzlichen Seiten zum ersten Mal Skylar offenbart. Er ist ein großartiger Dad und beim Umgang mit seinen Kindern verliebt man sich gleich doppelt in ihn.
Die zuckersüße Lovestory geht unter die Haut, bringt einen zum Lachen und lässt einen bis zum Schluss auf das Happy End mitfiebern. Und wenn dann noch Graupapagei Cherry ihre ungefilterten Kommentare ablässt, ist alles rundum perfekt.

Mein Fazit:
Das volle Sternchenfeuerwerk und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Missverständnisse

If We Were Perfect
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„If We Were Perfect“ von Ana Huang ist der vierte und finale Band ihrer emotionalen If Love Reihe.
In Olivias Leben ist alles komplett durchgeplant und in Tabellen organisiert. Nicht nur ihr Studium und ...

„If We Were Perfect“ von Ana Huang ist der vierte und finale Band ihrer emotionalen If Love Reihe.
In Olivias Leben ist alles komplett durchgeplant und in Tabellen organisiert. Nicht nur ihr Studium und ihre Karriere, sondern auch ihre zukünftige Familienplanung. Für ein wichtiges Praktikum vor ihrem Studienabschluss in Stanford landet Olivia über die Sommermonate in San Francisco. Hier lebt auch ihr Ex-Freund und ihre einstige große Liebe Sammy, dem sie natürlich prompt über den Weg läuft. Als ihre gemietete Wohnung durch einen Wasserschaden unbewohnbar wird, ist es Sammy, den Olivia um Hilfe bittet. Überraschend bietet er ihr an, vorübergehend seine Mitbewohnerin zu werden. Und schnell kochen die alten Gefühle wieder hoch, die eigentlich nie verschwunden waren. Doch auch die Konflikte von damals werden aufgerollt, als sich ihre Geschichte erneut zu wiederholen scheint.

Mit diesem Teil schließt sich der Kreis und wir müssen uns verabschieden. Liv und Sammy waren damals in Shanghai das schwer verliebte Traumpaar, aber offensichtlich gab es für diese Liebe kein Happy End. Das Buch spielt acht Jahre später und schnell ist klar, dass von der alten Anziehung rein gar nichts verschwunden ist. Eher im Gegenteil, denn die mittlerweile erwachsenen Versionen von Liv und Sammy sind sich sicher, dass sie im jeweils anderen ihren Seelenverwandten getroffen haben.
Ich mag den Schreibstil von Ana Huang und für mich persönlich ist dies der beste Teil der Reihe. Ich gebe zu, dass ich den Anfang mit Blake und Farrah eher schwach fand, aber schon Kris und Nate und jetzt auch Liv und Sammy reißen es wieder heraus.
Unglückliche Missverständnisse, Fehlkommunikation und Unsicherheiten haben Liv und Sammy getrennt. Ob sie es diesmal besser machen, werden wir im Laufe der Handlung sehen. Mir hat die Entwicklung der beiden Hauptcharaktere, sowohl im Vergleich zu Shanghai, als auch jetzt in ihrer Beziehung zueinander und zu anderen, sehr gut gefallen. Ich konnte das Knistern und die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen spüren und habe ihnen deshalb unbedingt ihr Happy End gewünscht. Aber auch die Handlungsfäden rund um die eigentliche Lovestory waren überaus mitreißend und emotional. Einige wichtige Themen, wie Misogynie im Job, werden glaubhaft aufgegriffen und gut umgesetzt. Insgesamt ein großartiger Abschlussband.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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