Der Tod folgt ihr
Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)„Belladonna – Die Berührung des Todes“ von Adalyn Grace ist der Auftakt ihrer magischen Belladonna Trilogie.
Signa wurde bereits als Baby vom Tod berührt und seitdem scheint er sie ihr ganzes Leben zu ...
„Belladonna – Die Berührung des Todes“ von Adalyn Grace ist der Auftakt ihrer magischen Belladonna Trilogie.
Signa wurde bereits als Baby vom Tod berührt und seitdem scheint er sie ihr ganzes Leben zu begleiten. Nach dem Tod ihrer Eltern wurde Signa von einem Vormund zum nächsten geschickt, für die die reiche Erbin meist nichts weiter als eine lukrative Geldquelle war. Nach jeweils mehr oder weniger Zeit ereilte jeden ihrer Verwandten unweigerlich der Tod und so galt Signa seitdem als verflucht an. Nur Signa ist es nicht möglich zu sterben, was sie im Laufe der Zeit selbst herausfand. Ihr neues Zuhause ist nun das glamouröse Herrenhaus Thorn Glove, wo sie beim kürzlich verwitweten Ehemann ihrer Tante als Mündel aufgenommen wird. Signa ist glücklich, mit ihrem Cousin und ihrer Cousine endlich so etwas wie eine richtige Familie zu haben, aber dann findet sie heraus, dass ihre Tante ermordet wurde und auch ihre Cousine vergiftet werden soll. Der Tod selbst hilft Signa bei den Nachforschungen und schnell verwandelt sich ihr Hass auf ihn in etwas völlig anderes.
Das düstere und geheimnisvolle Setting ist Adalyn Grace hervorragend gelungen, denn die dunkle und bedrohliche Atmosphäre zieht einen sofort in ihren Bann. Die gesamte Handlung wird aus Signas Perspektive erzählt, die in ihrem jungen Leben trotz ihres Reichtums schon sehr viel Leid erfahren musste. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und locker und ich habe schnell mit Signa mitgefiebert, die anfangs noch völlig unsicher in eine völlig neue Welt stolpert.
Signa wurde bis auf eine einzige Ausnahme ihr gesamtes Leben lang nur benutzt. Es ist traurig, dass sie es gar nicht anders kennt oder erwartet. Sie ist ein wirklich facettenreicher und faszinierender Charakter, und das nicht nur deshalb, weil sie nicht sterben kann oder Geister sieht. In Thorn Glove blüht Signa trotz der düsteren Begleitumstände endlich ein wenig auf und lernt, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu sehen. Der Tod ist dabei ihr Begleiter und auch er ist anders, als man es erwartet hätte.
Die Story ist spannend aufgebaut und Signas Entwicklung steht im Fokus. Ihre Emotionen waren für mich greifbar und authentisch und es ist berührend beschrieben, wie sie ihren eigenen Weg geht. Die knisternde Romance lässt die Funken sprühen und gleichzeitig weiß man noch nicht, wohin die Reise gehen wird.
Mich hat die düstere Gothic-Atmosphäre auf jeden Fall gepackt und ich bin neugierig auf die Fortsetzung.
Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!