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Veröffentlicht am 30.12.2024

Der Tod folgt ihr

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
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„Belladonna – Die Berührung des Todes“ von Adalyn Grace ist der Auftakt ihrer magischen Belladonna Trilogie.
Signa wurde bereits als Baby vom Tod berührt und seitdem scheint er sie ihr ganzes Leben zu ...

„Belladonna – Die Berührung des Todes“ von Adalyn Grace ist der Auftakt ihrer magischen Belladonna Trilogie.
Signa wurde bereits als Baby vom Tod berührt und seitdem scheint er sie ihr ganzes Leben zu begleiten. Nach dem Tod ihrer Eltern wurde Signa von einem Vormund zum nächsten geschickt, für die die reiche Erbin meist nichts weiter als eine lukrative Geldquelle war. Nach jeweils mehr oder weniger Zeit ereilte jeden ihrer Verwandten unweigerlich der Tod und so galt Signa seitdem als verflucht an. Nur Signa ist es nicht möglich zu sterben, was sie im Laufe der Zeit selbst herausfand. Ihr neues Zuhause ist nun das glamouröse Herrenhaus Thorn Glove, wo sie beim kürzlich verwitweten Ehemann ihrer Tante als Mündel aufgenommen wird. Signa ist glücklich, mit ihrem Cousin und ihrer Cousine endlich so etwas wie eine richtige Familie zu haben, aber dann findet sie heraus, dass ihre Tante ermordet wurde und auch ihre Cousine vergiftet werden soll. Der Tod selbst hilft Signa bei den Nachforschungen und schnell verwandelt sich ihr Hass auf ihn in etwas völlig anderes.

Das düstere und geheimnisvolle Setting ist Adalyn Grace hervorragend gelungen, denn die dunkle und bedrohliche Atmosphäre zieht einen sofort in ihren Bann. Die gesamte Handlung wird aus Signas Perspektive erzählt, die in ihrem jungen Leben trotz ihres Reichtums schon sehr viel Leid erfahren musste. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und locker und ich habe schnell mit Signa mitgefiebert, die anfangs noch völlig unsicher in eine völlig neue Welt stolpert.
Signa wurde bis auf eine einzige Ausnahme ihr gesamtes Leben lang nur benutzt. Es ist traurig, dass sie es gar nicht anders kennt oder erwartet. Sie ist ein wirklich facettenreicher und faszinierender Charakter, und das nicht nur deshalb, weil sie nicht sterben kann oder Geister sieht. In Thorn Glove blüht Signa trotz der düsteren Begleitumstände endlich ein wenig auf und lernt, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu sehen. Der Tod ist dabei ihr Begleiter und auch er ist anders, als man es erwartet hätte.
Die Story ist spannend aufgebaut und Signas Entwicklung steht im Fokus. Ihre Emotionen waren für mich greifbar und authentisch und es ist berührend beschrieben, wie sie ihren eigenen Weg geht. Die knisternde Romance lässt die Funken sprühen und gleichzeitig weiß man noch nicht, wohin die Reise gehen wird.
Mich hat die düstere Gothic-Atmosphäre auf jeden Fall gepackt und ich bin neugierig auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Wirkt nach

Die Nacht der Bärin
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„Die Nacht der Bärin“ von Kira Mohn ist ein Buch, welches absolut unter die Haut geht und noch lange nachwirkt.
Nach einem heftigen Streit, der in einer Art und weise eskaliert ist, die die 26-jährige ...

„Die Nacht der Bärin“ von Kira Mohn ist ein Buch, welches absolut unter die Haut geht und noch lange nachwirkt.
Nach einem heftigen Streit, der in einer Art und weise eskaliert ist, die die 26-jährige Jule am liebsten gar nicht wahrhaben möchte, flieht sie erstmal zu ihren Eltern, die ihr immer ein sicherer Hafen waren. Doch in ihre Ankunft platzt die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter, die Jule nur von den jährlichen Geburtstagskarten kennt. Jule ist entsetzt, als sie die schockierte, aber völlig abgeklärte Reaktion ihrer Mutter mitbekommt. Auch um von ihrem eigenen Drama abzulenken, will sie das seit dreißig Jahren zerrüttete Verhältnis aufklären und sucht nach Antworten. Doch die Reise in das alte Zuhause ihrer Mutter bringt Abgründe ans Licht, mit denen Jule nie gerechnet hätte.

Dieses Buch ist keine romantische Lovestory oder Wohlfühlgeschichte, sondern ein sehr persönliches Werk der Autorin, mit dem sie aufwühlt und auf ein unangenehmes und oft verschwiegenes Thema aufmerksam macht, welches gerade deshalb klar benannt werden sollte. Gewalt in der Familie und Missbrauch finden oft im Verborgenen statt, während die Opfer hilflos ausharren und durch die Täter isoliert wurden.
Schonungslos und packend erzählt Kira Mohn aus den Perspektiven von Jule, die kürzlich selbst Opfer wurde und ihre Situation schönzureden versucht, und der zwölfjährigen Maja, die die Schwester von Jules Mutter Anna ist und die die Ereignisse vor dreißig Jahren aus ihrer Sicht berichtet.
Man ahnt von Anfang an, welches Grauen hier hinter verschlossenen Türen stattfindet, und doch ist man entsetzt, wenn das wahre Ausmaß der Abgründe deutlich wird. Manchmal war ich wütend auf Jule, weil sie ohne Rücksicht auf ihre Mutter so hartnäckig in der Vergangenheit wühlt, aber gleichzeitig ist dies auch notwendig, damit die Beteiligten irgendwann heilen können.
Mit wenigen Worten lässt Kira Mohn die bedrohliche Atmosphäre von damals lebendig werden, die einem beim Lesen förmlich die Luft abschnürt. Manchmal will man gar nicht weiterblättern, und doch ist es wichtig, genau dies zu tun, und eben nicht wegzuschauen, weil es einfacher ist.
Das Buch ist wirklich heftig und macht an vielen Stellen sprachlos. Gerade deshalb wird es mir jedoch lange im Gedächtnis bleiben und nachwirken.

Mein Fazit:
Gnadenlos, ungeschönt und trotzdem hoffnungsvoll. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Tödlicher Countdown

The Twenty
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„The Twenty“ von Sam Holland ist ein hochspannender und sehr blutiger Thriller, in dem ein perfides Spiel gegen die Zeit beginnt.
DCI Adam Bishop gilt in der Mordkommission als Maschine und gnadenloser ...

„The Twenty“ von Sam Holland ist ein hochspannender und sehr blutiger Thriller, in dem ein perfides Spiel gegen die Zeit beginnt.
DCI Adam Bishop gilt in der Mordkommission als Maschine und gnadenloser Ermittler. Aber was auf einer illegalen Müllkippe gefunden wird, entsetzt selbst ihn. Fünf ausgeblutete Leichen in verschiedenen Stadien der Verwesung wurden hier abgelegt und scheinbar durchnummeriert, was den Schluss zulässt, dass der brutale Killer noch längst nicht fertig ist. Offensichtlich zählt der Täter herunter und das letzte Opfer trägt die Nummer zwölf. Fehlen also noch acht Opfer bis zum Ende des Countdowns, so dass der Polizei die Zeit im Nacken sitzt. Der Hinweis auf ein 30 Jahre altes Verbrechen, welches Parallelen aufweist, kommt ausgerechnet von Dr. Romilly Cole, mit der Adam viel mehr verbindet, als er momentan verkraften kann.

Dies ist mein erster Thriller von Sam Holland, aber ganz bestimmt nicht mein letzter. Eigentlich handelt es sich um den zweiten Teil einer Reihe, aber man kommt problemlos ohne Vorkenntnisse klar. Der fesselnde Schreibstil hat mich schnell in seinen Bann gezogen und man sollte beachten, dass es sich hier definitiv nicht um Cozy Crime Handelt, sondern es sehr blutig und brutal zur Sache geht.
Adam Bishop ist eine streitbare Hauptfigur mit vielen Ecken und Kanten. Sein Job frisst ihn auf und trotzdem ist er momentan sein gesamter Lebensinhalt. Romilly ist für ihn Licht und Schatten zugleich, denn mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit konnten beide noch nicht abschließen. Romillys persönlicher Hintergrund ist ein äußerst wichtiger Faktor der Handlung, der gekonnt mit den Erwartungen spielt und immer wieder für neue Twists sorgt.
Die Story ist gekonnt und packend aufgebaut, so dass man nie weiß, was als nächstes kommt. Mir gefällt richtig gut, dass hier viele verschiedene Perspektiven benutzt werden, denn dadurch bekommt die mitreißende Dynamik immer wieder einen neuen Schub. Die facettenreichen Charaktere lassen einen mitfühlen oder stoßen einen ab. Man ist immer ganz nah am Geschehen, was verstörend und süchtig machend zugleich ist.
Ich habe förmlich an den Seiten geklebt und wollte die Autorin für ihre Gnadenlosigkeit oft verfluchen. Sie stürzt uns in düsterste Abgründe und gibt dann wieder Hoffnung, um mit der nächsten Wendung alles umzustürzen. Der Thriller ist eine echte Achterbahn der Gefühle, voller Nervenkitzel und beängstigender Spannung.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Vor Wut verlobt

Degrees of Engagement
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„Degrees of Engagement“ von Jennifer Hennessy ist eine unterhaltsame und knisternde Fake-Engagement-Romance, in der eine spontane Lüge außer Kontrolle gerät.
Bianca Dimitriou hat es nach fünf Jahren harter ...

„Degrees of Engagement“ von Jennifer Hennessy ist eine unterhaltsame und knisternde Fake-Engagement-Romance, in der eine spontane Lüge außer Kontrolle gerät.
Bianca Dimitriou hat es nach fünf Jahren harter Arbeit geschafft und ihren Doktortitel bekommen. Doch die anschließende Party zerstört jegliche Freunde darüber. Ihre Familie und ihre engsten Freunde, für die Bianca immer alles stehen und liegen ließ, um ihnen zur Seite zu stehen, haben alle kurzfristig mit fadenscheinigen Ausreden abgesagt. Traurigerweise zählt ein Doktortitel nicht so sehr wie eine Verlobung und so lässt sich Bianca von ihrem attraktiven Kollegen Xavier Byrne überreden, eine Verlobung vorzutäuschen, damit sich alle schlechtfühlen. Mit viel Alkohol klang diese verrückte Idee noch super, aber im Tageslicht löst Biancas scheinbare Verlobung eine unaufhaltsame Lawine aus, die sie und Xavier nicht mehr aufhalten können. Dass beide seit Jahren auch noch echte Gefühle füreinander haben, macht es nicht einfacher.

Jennifer Hennessy hat einen lockeren und leichten Schreibstil, der einen schnell durch die Seiten fliegen lässt. Die Hauptfiguren sind beide sehr sympathisch und die Grundidee hat durchaus Potenzial.
Ich konnte Biancas Frust über die Gedankenlosigkeit ihrer Liebsten absolut nachvollziehen. Die Idee von Xavier wäre ein guter Denkzettel gewesen, aber sowohl Bianca als auch er haben definitiv den Absprung von diesem Zug verpasst. Schon kurze Zeit später ergibt der Plan nämlich deutlich weniger Sinn und ich konnte zwar verstehen, dass sie zur Schadensbegrenzung einfach weiterspielen, aber trotzdem passt das irgendwie nicht zu zwei ansonsten sehr intelligenten Menschen.
Xavier ist schon süß, so verliebt wie er in Bianca ist. Leider sind beide trotz der spicy und absolut heißen Momente zwischen ihnen absolut blind für die Gefühle des anderen, wodurch sich das trotzdem unterhaltsame Hin und Her etwas zieht.
Ich mochte sowohl Bianca als auch Xavier wirklich gern. Ihre Chemie sprüht nur so vor Funken, aber auch vor unterdrückten Gefühlen, so dass man sie manchmal anschreien möchte, damit sie endlich die Scheuklappen abnehmen. Ich hatte letztendlich viel Spaß beim Lesen, obwohl man es mit der Logik und Sinnhaftigkeit nicht allzu genau nehmen sollte.

Mein Fazit:
Von mir gibt es insgesamt 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Lügen und Wahrheit

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
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„Gilded – Die Versuchung des Goldes“ von Marissa Meyer ist der erste Band ihrer düsteren Märchenadaption von Rumpelstilzchen.
Die achtzehnjährige Serilda lebt als Tochter des Müllers in einem kleinen ...

„Gilded – Die Versuchung des Goldes“ von Marissa Meyer ist der erste Band ihrer düsteren Märchenadaption von Rumpelstilzchen.
Die achtzehnjährige Serilda lebt als Tochter des Müllers in einem kleinen Ort, wo sie aufgrund des Mals in ihren Augen als Unglücksbringerin gilt. Dazu kommt, dass es Serilda liebt, erfundene Geschichten zu erzählen, die sie immer neu ausschmückt. Ihre überbordende Fantasie ist jedoch nicht sonderlich beliebt und bringt ihr nur den Stempel als Lügnerin ein. Lediglich die Kinder sind von Serildas Geschichten begeistert. Eines Nachts gerät Serilda ungewollt in die Aufmerksamkeit des dunklen Erlkönigs. Um ihn abzulenken, erzählt ihm Serilda eine ihrer Geschichten, dass sie Stroh zu Gold spinnen kann. Leider nimmt dies der König wortwörtlich und zwingt sie in seine Burg, wo sie ihre angebliche Gabe beweisen soll. Unerwarteterweise erhält sie dabei Hilfe von Gild, der als Poltergeist auf der Burg wohnt. Doch damit hat sie ihr Schicksal erst recht besiegelt.

Marissa Meyer hat mit diesem Buch das Märchen von Rumpelstilzchen und der armen Müllerstochter neu und vor allem sehr düster und brutal interpretiert. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die gesamte Handlung wird aus Serildas Perspektive erzählt.
Serilda ist eine begabte und fantasievolle Geschichtenerzählerin, mit denen sie nicht nur ihr eigenes Leben aufhellt, sondern auch das ihres Publikums, also vor allem das der Kinder des Dorfes. Gleichzeitig glaubt ihr jedoch niemand mehr irgendetwas und man hat schnell das Gefühl, dass sie sich irgendwann in ihrer Naivität um Kopf und Kragen reden wird. Diese Situation tritt schneller ein, als gedacht, und Serilda macht es mit ihrer unstillbaren Neugier und impulsiven Sorglosigkeit nicht besser.
Ich war bei ihrem Charakter ziemlich hin- und hergerissen, denn ich fand Serilda oft zu naiv und rücksichtslos. So richtig bin ich mit ihr nicht warmgeworden, denn ich habe oft mit dem Kopf geschüttelt, wenn sie von den Konsequenzen ihres Handelns tatsächlich überrascht war.
Die Handlung zieht sich an einigen Stellen etwas in die Länge und war nicht ganz so mitreißend, wie erhofft. Trotzdem ist die düstere und bedrohliche Atmosphäre sehr gut gelungen und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Mein Fazit:
Von mir gibt es für dieses dunkle Märchen gern eine Leseempfehlung!

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